Ich habe mal irgendwo den Satz gelesen: Atheismus ist auch nur eine Religion. Ich finde, da ist was dran.
Ich selbst bin zwar kein Atheist aber auch nicht glaeubig im Sinne irgendeiner bekannten Religion. Eher Freidenker.
Was die Frage angeht, ob mir die Religion des Partners wichtig waere, so kaeme es drauf an, wie sehr das in den Alltag einfliesst. Muesste ich mich da irgendwelchen Regeln unterwerfen (z.B. vor jedem Essen erstmal beten), waere mir das unangenehm. Ansonsten haette ich kein Problem damit und wuerde dem anderen auch nicht in seinen Glauben hinein reden. Schliesslich kann ich ja auch nicht beweisen, dass sein Glauben falsch ist. Umgekehrt duerfte er mich aber auch nicht missionieren.
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05.07.2013, 12:53
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
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05.07.2013, 13:02
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Da magst Du recht haben, ich für meinen Teil kann jedoch nur die extrem Gläubigen Beurteilen und das wäre für mich gar nichts. Die andere Form von Extremismus ist mir bisher nicht untergekommen. Ich kann jedoch gut auf jeglciher Form von Extremismus in meiner Beziehung verzichten. Sei es extremsport, Extremtrinken, Extremhobby usw.
Das Leben ist kein Ponyhof
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05.07.2013, 13:16
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Das stimmt. Die Gegenseitigen Aussagen der Eltern können das Kind verunsichern. Meine 3 Jährige meinte letztens zu mir "gell Mama, Gott wohnt in der Kirche".
( ich habe so meine Schwierigkeiten mit der Kirche, aber sie lernen es nunmal im Kindergarten, aber ich wollte die Aussage so auch nicht stehen lassen). Ich erklärte ihr mit einfachen worten, dass viele Menschen unterschiedliche Dinge über Gott glauben. Der Kindergarten glaub das und betet in der Kirche zu gott, der Papa glaubt gar nicht an Gott und ich wiederrum glaube das Gott überall ist. Wenn sie möchte, kann sie für sich rausfinden woran sie glauben möchte ohne sich dabei nach anderen zu richten, sondern einfach in sich reinhören. Das fand sie gut.
Sie fing dann an ein Tisch-Dankesgebet aufzusagen und mein Mann hat damit kein Problem und da es sehr neutral gehalten ist, habe ich damit auch kein Problem, sondern finde es sogar noch relativ süss. Danke zu sagen ist nie verkehrt
Das Leben ist kein Ponyhof
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05.07.2013, 13:36
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Bigottes Verhalten ist nicht unbedingt religionsgebunden.
Bei der Kindererziehung finde ich sogar gut, dass die Kinder verschiedene Sichtweisen kennenlernen können, dazu gehört für mich aber auch, später die freie persönliche Entscheidung des Kindes zu akzeptieren.
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05.07.2013, 14:08
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Gelegentlich stelle ich hier einfach mal aus purer Neugier Fragen bezüglich Meinungen, Ansichten und Erfahrungen. Nicht immer steckt ein persönliches Problem dahinter, auch wenn manche das gerne hätten ;-).
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05.07.2013, 14:43Inaktiver User
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Ich stelle es mir auf Dauer sehr schwierig vor, mit jemandem zusammenzuleben, der grundsätzlich andere 'basics' hat. Nicht unmöglich, aber anstrengender und 'flacher' zugleich, durch häufig aktiviertem Toleranzturbo und (wahrscheinlich) weitläufig abgesperrte Diskussionsterretorien.
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05.07.2013, 14:49Inaktiver User
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Der Partner kann ja in die Kirche gehen so oft er möchte. Ist sein Ding, da mische ich mich nicht ein. Aber ich möchte MEINE Kinder nicht von alten Männern in Kutten idoktriniert wissen. Daher denke ich, dass es spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr klappt mit den unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Aber zum Glück ist ja mein Partner nicht gläubig. Und Kinder sind auch noch in weiter Ferne.
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05.07.2013, 16:21
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
leben und leben lassen.
religionen, glaubensgruppen jeglicher couleur schrecken mich heutzutage eher ab. diese ganzen kriege der menschheit werden beherrscht vom religiösen denken.
und ich kenne keine glaubensrichtung, bei der die frau gleichberechtigt dasteht. noch nicht einmal im atheismus, auch da steht´s nur auf dem papier, wenn man mal die skandinavischen länder beiseitelässt.
ich bin mittlerweile zum agnostiker geworden. alles kann sein, vielleicht gibt es einen gott, vielleicht auch nicht - wer weiss das schon?
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05.07.2013, 16:30
AW: Glauben / Religion und Partnerwahl
Aber es wären im Zweifel auch seine Kinder. Und sein Bedürfnis, den Kindern etwas mitzugeben, was er im Leben als tragend und sinnstiftend erfahren hat, steht ja letztlich gleichberechtigt neben Deinem Wunsch, dass die Kinder nicht indoktriniert werden. Ich halte diese Frage auch für relativ schwer lösbar, weshalb ich auch eine Beziehung zwischen Gläubigen und Atheisten nur für möglich halte, wenn die Einstellung zu diesem Thema tendenziell eher indifferent ist. Würde ein Partner so über meinen Glauben reden, wie Du es tust, wäre das für mich nicht lebbar, auch wenn Du über meine Macke großzügig hinwegsehen würdest. Da würde mir einfach eine Verständigungsbasis fehlen. Ich vermute, wenn ich versuchen würde, Dir zu erklären, was mir daran wichtig ist und was es mir bedeutet, würde ich vor eine Wand reden. Und das wäre mir auf Dauer zu frustrierend. Und ich hätte nicht den Anspruch, meinen Partner zu missionieren, ich würde nur selbst gerne halbwegs verstanden werden.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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05.07.2013, 16:37Inaktiver User



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