Für ein erstes "Großausmisten" kann ich die berühmte 3-Haufen-Methode empfehlen:
- Haufen 1: Zeug, das verzogen/verwaschen/völlig unmodern ist, d.h. von dem man sich leicht trennt
- Haufen 2: Zeug, das man unbedingt behalten will
- Haufen 3: Zeug, das irgendwo dazwischen ist (z.B. unmoderne "Erinnerungsstücke").
Haufen 1 wandert sofort in den Kleidercontainer, Haufen 2 zurück in den Schrank. Haufen 3 bekommt ein besonders Plätzchen, z.B. ganz an der Seite im Schrank oder so. Beim nächsten Mal wirst du SEHR VIELE Haufen-3-Teile entsorgen, weil dir dann auffällt, dass du sie in der Zwischenzeit auch gar nicht getragen hast...
Jedenfalls wünsch ich viel Spaß beim Sortieren.
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08.07.2013, 13:18Inaktiver User
AW: Ich shoppe, also bin ich! - Ich kaufe definitiv zuviele Klamotten!
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08.07.2013, 13:45
AW: Ich shoppe, also bin ich! - Ich kaufe definitiv zuviele Klamotten!
Es ist doch nicht hilfreich, jetzt hier zu vergleichen, wie teuer ein Outfit ist.
Ich könnte das momentan nicht einmal sagen, weil ich die Preise von Hemd und Schuhen nicht mehr genau weiss und dann auch noch von DM in Euro umrechnen müsste.
Ich kaufe eben lieber wenig und hochwertg, als viel und billig.
Aber manchmal würden die hier genannten EUR 1.300,00 nicht einmal für den Anzug und die Schuhe reichen - was dann aber auch wieder Sachen sind, die schon wesentlich älter als 10 Jahre sind.
Das Kernproblem scheint mir zu sein, dass da Menschen nach eigener Aussage nur beim Konsumieren abschalten oder sich entspannen können.
Oder sich per Konsum "aufzuwerten", sich mittelbar oder unmittelbar angenehme Erfahrungen und Gefühle zu verschaffen versuchen, die ihnen ohne Konsum offenbar versagt bleiben.
Ob das nun der Konsum von Klamotten oder TV oder Heroin ist, macht doch ausschließlich bei den Kosten einen Unterschied.
Da empfinde ich "technische Tipps" (Ausmist-Methoden, Preisvergleiche etc.) wie das "Heftplaster gegen eine Krebserkrankung".
Just my 2 Cent.
KK
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08.07.2013, 14:49
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08.07.2013, 15:17
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08.07.2013, 15:18
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08.07.2013, 15:23
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08.07.2013, 15:27
AW: Ich shoppe, also bin ich! - Ich kaufe definitiv zuviele Klamotten!
Woolworth, Aldi, Lidl, Penny, Schauen & Kaufen, C&A, Tchibo, Strauss Innovation, Ebay, oder eben 2nd-hand-Läden.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sprich, Du weisst es höchstwahrscheinlich, würdest aber niemals in Betracht ziehen, dort Unterwäsche einzukaufen.

Die Stunden beziehen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Näh- und andere Änderungsarbeiten.
Cheers,
KK
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08.07.2013, 15:35
AW: Ich shoppe, also bin ich! - Ich kaufe definitiv zuviele Klamotten!
xx Stunden Arbeit bedeutet, dass ich mich so lange aufs Sofa gesetzt und genäht habe. Wenn ich mir das auch nur schon in einen bescheidenen Stundenlohn umrechnen täte, sähe die Rechnung ganz anders aus, muss ich zugeben. Und das Recycling von Stoffen hab ich nicht mitgerechnet, obwohl ich auch für die meisten Sachen irgendwann mal vor Jahren etwas zahlte. Ansonsten hab ich beim Rechnen festgestellt, dass ich erstuanlich viele Teile mal geschenkt bekam.
zur Unterwäsche: zuhause braucht's keine; von dem Outfit als ich draussen war, macht tatsächlich die Unterwäsche den grössten Teil der Kosten aus, ca 50 Euro. ist allerdings einteilig, nicht zweiteilig.
So hin und wieder etwas selbst machen, hilft tatsächlich bei der Disziplin, da mache ich mir Regeln "ich darf mir frühestens dann eine neue Hose kaufen, wenn ich jene, die nun schon ein halbes Jahr hier rumliegt, geändert habe!
grüsse, barbara
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08.07.2013, 17:27
AW: Ich shoppe, also bin ich! - Ich kaufe definitiv zuviele Klamotten!
Hallo Kistenkumpel!
Danke für deine Anregungen! Ich schätze, meine Worte können so ausgelegt werden wie du es tatest.
Ich kenne hausgemachten Stress leider nur zu gut, sowie Zeitnot. Aber "ansonsten" : ich lebe sehr bewusst, ich freue mich sehr bewusst gerade auch an kleinen Dingen. Ich empfinde mich als sehr dankbaren Menschen. Ich SEHE z. B. die Natur um mich herum im Großen und im Kleinen, auch wenn ich nur zu alltäglichen Besorgungen unterwegs bin. Mein Beruf gibt mir auch viel Grund zur Freude, denn er umgibt mich mit sehr vielen verschiedenen Menschen, denen ich helfen kann/darf. Das ist einer der Gründe, die mein Leben mit Sinn erfüllen. Ich weiß nämlich, dass ich sehr gut bin in dem was ich tue.
Sich auseinandersetzen war früher nicht so leicht für mich, aber in den letzten Jahren habe ich schwer daran gearbeitet und kann zu Recht behaupten, dass ich ziemlich gut darin geworden bin. Ich muss noch weiter dran bleiben, aber ich habe schon einen ordenlichen Ist-Zustand erreicht. Finde ich.
Ich konsumiere noch zu viel. Aber mein Leben besteht sicher nicht nur aus Arbeit und Konsum. Oh wie traurig wäre das denn? Ich beobachte mich und mein Verhalten, reflektiere und versuche ständig, das zu verbessern, was mich noch stört. Ich finde es gut, sich immer weiter zu entwickeln und niemals als fertig oder gar perfekt zu betrachten.
Ich lebe
, und das nicht nur, weil ich konsumiere. Da passiert noch ganz viel drumherum (schrieb ich ja auch schon).
Tja, da hat sich der Überschrift-Satz ja schon mal in Luft aufgelöst, was? "Ich shoppe, also bin ich!" Tatsächlich sind wir jetzt bereits bei: "Ich bin/lebe, weil noch ganz viel ums Konsumieren/Shoppen drumherum ist!" So schnell relativiert sich ein Thema.
Gruß B.Drüben am Walde -- kängt ein Guruh-- Warte nur balde -- Kängurst auch du. (Ringelnatz)
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08.07.2013, 17:29



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