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    AW: Eine Liga zu hoch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß zwar, was Du meinst, Magibo ....

    Aber ganz ehrlich: Wirklich glücklich, souverän und mit sich selbst und seinen Leben zufrieden ist man m.E., wenn man solche Vergleiche und Relativierungen läßt.

    Ich habe auch einen Karrierejob mit viel Geld und hohem Sozialprestige ..... Bin ich deshalb "toller" als eine Friseurin ? Die in ihrem Beruf in vielleicht 2 h aus einem häßlichen Entchen eine attraktive Frau zaubern kann ? Ist das weniger wert ? Weniger befriedigend ?

    Und es gibt auch tatsächlich Leute, die in der Schulzeit schon die Alpha-Tierchen sind und die das Glück ihr Lebtag nicht verläßt ..... Ehrlich gesagt, denke ich, dieser Fall ist auch häufiger. Einfach, weil diese Leute schon die besseren Startbedingungen haben.

    So what ?

    Ich empfinde mich genauso als wertvoll, toll und einzigartig, wie ich bin.

    Und genau genommen war das auch zu Schulzeiten schon so, obwohl - oder gerade weil ? - ich es nicht immer einfach hatte.

    Hi Lorelei,

    so what? Das würde ich heute auch sagen. Doch in Peer-Groups finden diese Vergleiche und Relativierungen aber leider doch statt, gerade wenn man ein zutiefst verunsicherter Mensch ist und sich am unteren Ende der Skala wähnt (so wie ich früher). Und die TE ist anscheinend ähnlich gestrickt.

    Ich stimme Dir natürlich zu: Die Leitwölfe von Früher sind auch heute in einigen Fällen die Tonangebenden und Erfolgreichen. Aber manchmal eben nicht. Und das relativiert den Schmerz aus früheren Zeiten.

    Du bist wahrscheinlich mit einem stabilen Selbstbewußtsein aufgewachsen, Deine Eltern haben Dich in jeder Hinsicht unterstützt, oder? Das war bei mir nicht so - und so musste ich mir mein Selbstwertgefühl im Laufe des Erwachsenenalters mühsam erarbeiten.
    Vielleicht ist es bei petit_fleur ähnlich.

    LG aus der Umgebung von AC

  2. Moderation

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    AW: Eine Liga zu hoch?

    Zitat Zitat von petit_fleur Beitrag anzeigen
    Ich meine, wenn du jemanden kaum kennst, von was handeln dann deine Witze?
    Naja, wir stehen an der Haltestelle, der Bus kommt nicht, und ich erzähle einen Bus-kommt-nicht-Witz. Auf der anderen Straßenseite geht ein riesiger Mann mit einem winzigen Hund, und ich mache irgendeine dumme Bemerkung, die sich vage auf "Men in Black" bezieht, wenn der andere in einem Alter ist, um den Film zu kennen. Und dann kuck ich, ob der andere das witzig findet, und schon weiß ich mehr über ihn.

    Ich sehe Witz als eine Kombination von Selbstbewußtsein und Phantasie. Selbstbewußtsein, um den Mund aufzumachen und zu sagen, was einem komisches durch den Kopf geht, ohne dabei nervös oder albern zu wirken. Phantasie, *damit* einem etwas komisches durch den Kopf geht. Wenn man dann noch weiß, wann man besser den Mund hält, hat man alles, was man braucht.

    Zitat Zitat von petit_fleur Beitrag anzeigen
    Und fragst du die Leute schnell einmal, ob ihr zusammen was unternehmen wollt beispielsweise?
    Das mach ich ziemlich selten. Ich schließe mich gerne an, wenn es heißt, "gehen wir noch wohin", oder "ich kann Karten für (Festival) kriegen, hat jemand Lust?", aber selber spreche ich nur Leute an, wo ich eine recht klare Vorstellung habe, daß es sie interessieren könnte, etwas mitzumachen, das ich vorhabe.

    Zitat Zitat von petit_fleur Beitrag anzeigen
    Soll ich auch mal eher auf die Scheueren, Zurückhaltenderen zugehen?
    Das halte ich für eine sehr gute Idee. Ein Problem, das die Zurückhaltenden öfters haben, ist, daß sie angesprochen werden wollen, und dann aber nur von den Extrovertierten angesprochen werden, mit denen sie auf Dauer nicht klarkommen. Es lohnt sich meist, mal zu gucken, wer denn noch da ist, aber nur still in der Ecke sitzt und zuhört.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn das nicht mal ein Top-Beispiel dafür ist, wie sich die individuelle Rolle wandeln kann, so im Laufe des Lebens ....
    Karma.
    Geändert von wildwusel (28.06.2013 um 23:48 Uhr) Grund: mehr und aufgeräumter.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Inaktiver User

    AW: Eine Liga zu hoch?

    @Jagenau,

    ich kann Dir nur ein Feedback geben, wie der Stil Deines Beitrags auf mich wirkte - unbenommen davon, das ich ihm inhaltlich in weiten Teilen zustimme.

    Und die TE ist 19, und anscheinend noch Schülerin - nicht zwischen 20 und 30:

    Zitat Zitat von petit_fleur Beitrag anzeigen
    - Ich werde im Herbst 20 Jahre alt.
    Da würde ich durchaus noch von einem jungen Mädchen reden.

  4. Inaktiver User

    AW: Eine Liga zu hoch?

    Zitat Zitat von Magibo Beitrag anzeigen
    Ich stimme Dir natürlich zu: Die Leitwölfe von Früher sind auch heute in einigen Fällen die Tonangebenden und Erfolgreichen. Aber manchmal eben nicht. Und das relativiert den Schmerz aus früheren Zeiten.
    Das mag eine Strategie sein, ja.

    Meine ist eben, mich überhaupt nicht zu anderen in Relation zu setzen. Das finde ich für mich befriedigender.

    Du bist wahrscheinlich mit einem stabilen Selbstbewußtsein aufgewachsen, Deine Eltern haben Dich in jeder Hinsicht unterstützt, oder? Das war bei mir nicht so - und so musste ich mir mein Selbstwertgefühl im Laufe des Erwachsenenalters mühsam erarbeiten.
    Laß' mal überlegen:

    - Mit einem Herzfehler geboren, in der 1. Klasse deshalb lange im Krankenhaus gewesen (OP), so in die Außenseiterposition gerutscht.
    - Ein Klassenlehrer, der mich in der 3. + 4.- Klasse gemobbt hat und vor der Klasse lächerlich machte.
    - Mit 11 Scheidung meiner Eltern. Danach den Kontakt zur väterlichen Familie komplett verloren. Von meinem Vater 2 Anrufe im Jahr, u.a. zum Geburtstag.
    - Hart arbeitende, den ganzen Tag berufstätige Mutter. Die modernste, gerade angesagte Jeans gab es nicht, sondern was preisgünstiges. Oder ich mußte - so ab 13 - Sachen meiner Mutter auftragen.
    - Mit 16 von der 10. Klasse Hauptschule ("Reicht für ein Mädchen !") in ein (ehemaliges) Jungen-Gymnasium gewechselt, mit ausschließlich männlichen, pubertierenden Mitschülern in der Oberstufe, die mir das Leben auch nicht gerade leicht machten.

    Nein - ich glaube nicht, das ich mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde.

    Aber mich durchzukämpfen hat mich stark und unabhängig gemacht.

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    AW: Eine Liga zu hoch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mag eine Strategie sein, ja.

    Meine ist eben, mich überhaupt nicht zu anderen in Relation zu setzen. Das finde ich für mich befriedigender.



    Laß' mal überlegen:

    - Mit einem Herzfehler geboren, in der 1. Klasse deshalb lange im Krankenhaus gewesen (OP), so in die Außenseiterposition gerutscht.
    - Ein Klassenlehrer, der mich in der 3. + 4.- Klasse gemobbt hat und vor der Klasse lächerlich machte.
    - Mit 11 Scheidung meiner Eltern. Danach den Kontakt zur väterlichen Familie komplett verloren. Von meinem Vater 2 Anrufe im Jahr, u.a. zum Geburtstag.
    - Hart arbeitende, den ganzen Tag berufstätige Mutter. Die modernste, gerade angesagte Jeans gab es nicht, sondern was preisgünstiges. Oder ich mußte - so ab 13 - Sachen meiner Mutter auftragen.
    - Mit 16 von der 10. Klasse Hauptschule ("Reicht für ein Mädchen !") in ein (ehemaliges) Jungen-Gymnasium gewechselt, mit ausschließlich männlichen, pubertierenden Mitschülern in der Oberstufe, die mir das Leben auch nicht gerade leicht machten.

    Nein - ich glaube nicht, das ich mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde.

    Aber mich durchzukämpfen hat mich stark und unabhängig gemacht.
    Chapeau

    Das nennt man dann wohl Resilienz - ein sehr spannendes Thema, wie ich übrigens finde. Aber, war es nicht die Liebe und Hingabe Deiner Mutter, die Dich letztlich all dies aushalten ließ, ohne dass Du größeren Schaden genommen hast?

  6. Inaktiver User

    AW: Eine Liga zu hoch?

    Nein, leider nicht.

    Aber ich stimme Dir zu, das Menschen da anscheinend verschieden belastbar sind.

    Aber zum Teil läßt sich das auch lernen, zumindest als reiferer Mensch.
    Geändert von Inaktiver User (03.07.2013 um 07:33 Uhr)

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