Hallo,
ich weiß nicht, ob das Thema hier passt, aber eine bessere Rubrik habe ich nicht gefunden. Mir sind heute morgen beim Autofahren zwei Klöpse passiert, die ich erst noch verdauen muss.
Ich habe den Führerschein seit mehreren Jahren, fahre jeden Tag an die 100 km und würde mich als gute Autofahrerin bezeichnen. Ich fahre auch sehr gern und bisher unfallfrei, obwohl ich nicht unbedingt eine vorsichtige Fahrerin (im Sinne von ängstlich) bin, aber doch normalerweise sehr vorausschauend und mitdenkend.
Tja, nun habe ich mich heute morgen zu einem Geschäftspartner aufgemacht. Noch bei uns in der Ortschaft musste ich mich durch eine Baustelle an der Hauptverkehrsstraße schlängeln. Dort war es ziemlich eng, da morgendlicher Berufsverkehr, parkende Autos an beiden Seiten und dann kam noch der Bus, der aufgrund seiner Breite auf der Mittelspur fuhr. An dieser Stelle hätte ich langsamer fahren oder sogar anhalten müssen, aber ich dachte, mein kleines Auto passt da noch durch - nein...![]()
Ich habe leider den Außenspiegel eines parkenden Autos beschädigt, mein eigener Spiegel hat sich ebenfalls verabschiedet.
Geschockt habe ich mich dann erstmal auf die Suche nach dem Fahrzeughalter gemacht und mit dem alles besprochen. Danach habe ich noch kurz bei einer Werkstatt vorbeigeschaut, um den Schaden an meinem eigenen Fahrzeug begutachten zu lassen und hab mich dann wieder auf den Weg gemacht.
Da war ich schon ziemlich zerknirscht. Erstmal habe ich mich erschrocken, da dies mein erster Unfall war, hab im Kopf durchgerechnet, was das kosten wird...
Naja, ich war also nicht ganz bei der Sache, aber was mir dann passiert ist, entsetzt mich selbst.
Ich musste über Land durch mehrere Käffer fahren. In einem Dorf gab es eine Umleitung, die mich wild durchs halbe Industriegebiet geführt hat. Ich war schon heilfroh, als ich endlich das Schild sah, dass mich in die Richtung meines Geschäftspartners führen sollte. Da ich aus einer unübersichtlichen Seitenstraße zurück auf die Hauptstraße abbiegen musste, habe ich mich sehr konzentriert, um kein Auto zu übersehen (Ausfahrt war direkt vor bzw. hinter einer Kurve), bin dann abgebogen, weiter gefahren...
... und hab dann ca. 5 m weiter begriffen, dass ich soeben einen Bahnübergang mit (halb-)geschlossener Schranke überfahren hab.
Ganz davon abgesehen, dass ich jetzt tot sein könnte, wenn der Zug gekommen wäre, fühle ich mich total neben der Spur. Solche krassen Sachen passieren doch nur Idioten. Im Moment fühle ich mich abwechselnd wie der letzte Rambo oder wie die zum Autofahren dümmste Blondine![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 10
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25.06.2013, 12:06
Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
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25.06.2013, 12:18Inaktiver User
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Ja!
Aber nun ist es passiert!
Ich fahre fast 30 Jahre und hatte zwei Unfälle ohne eigene Schuld. Einen Spiegel habe ich mir abgerissen als ich aus der Garage fuhr - dämlich! Klar.
Aber es gibt Tage, da passiert das einfach. Und im Endeffekt: du lebst noch, der Schaden ist gering.
Im nachhinein darüber nachzugrübeln warum und wieso und was wäre wenn bringt doch nichts mehr.
Ist shice gelaufen - keine Frage. Shit happens...
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25.06.2013, 12:19
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Du Arme

Ich würde das ja alles nicht so überbewerten.
Der erste "Unfall" - naja, da hast Du Dich platztechnisch verschätzt, das passiert doch schon mal im Leben. (Ich habe vor Jahren mal einen Pömpel angefahren am Parkplatz. Der war noch heile, mein Auto hatte fette Kratzer. Seitdem parke ich vorsichtiger)
Und dann hattest Duc noch den Schreck in den Knochen, fährst durch unbekanntes Gebiet und übersiehst trotz aller Vorsicht was ganz Wichtiges. Ist das nicht so, das man auf X und Y besonders schaut und dann Z gar nicht registriert? Das ist wie eine Art Ablenkung.
Sicherlich hattest Du doch auch noch den Termin im Kopf ( pünktlich sein....)
Ich bin neulich etwas knapp vor einer anderen Fahrerin in den Kreisel - also sie hätte Vorfahrt gehabt. Die war aber schneller, als ich dachte und sie kam mir echt nahe und hupte. Nun, da muss ich eben das nächste mal besser drauf achten. Auch da war ich abgelenkt ( Auto voll ).
Also atme mal ruhig durch und sag Dir nicht, dass du dumm bist oder RamboII
PS. Hier in meiner Gegend existieren entlang der Bahnstrecke noch 5 (oder mehr) unbeschrankte Bahnübergänge, die aus Seitenwegen, Wirtschaftwegen auf einer Bundesstrasse führen. Da sind so oft schwere Unfälle und die meisten mit Ortskundigen Leuten, die doch wissen, das man da aufpassen muss.
Wie muss es dann Fremden gehen, die viell. auch noch im Dunkeln da ran fahren?Grüße von Wandermuschel
Auch die schwach leuchtende Kerze auf der Torte bringt Licht
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25.06.2013, 12:40
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Nein, solche Dinge passieren jedem mal. Finde den Vergleich, dass nur "Idioten und dümmste Blondinen" so was machen richtig dicke unter der Gürtelinie. Was erwartest du von dem Strang: "ja, das machen nur dümmste Blondinen und Idioten und nein du bist keiner"?
Hier die bad news: "du bist auch ein ganz normaler Mensch"
Sei froh, dass dir nichts passiert ist.
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25.06.2013, 12:45
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Kopf hoch, Gwendolin!
Du bist weder "der letzte Rambo oder wie die zum Autofahren dümmste Blondine"! Wie die anderen schon geschrieben haben, sowas passiert tatsächlich einfach mal.
Sollte eigentlich nicht, klar, aber wer ist schon perfekt?
Ich bin auch schon zu knapp in den Kreisel gefahren; rechts vor links zwar gesehen, aber zu spät zum bremsen; und ein Spiegel hat bei mir ebenfalls schon aufgrund von falschem Einschätzen des Platzangebots gelitten.
Es ist ärgerlich (Spiegel) und manchmal peinlich, aber auch bei mir sind es immer Situationen, in denen ich in irgendeiner Art und Weise abgelenkt bin.
Sei dankbar, dass nicht mehr passiert ist. Und bevor Du das nächste Mal ins Auto steigst, nimm Dir kurz einen Moment Zeit zum Durchatmen, schieb alle anderen Gedanken zur Seite und lenke Deine Konzentration auf das Autofahren. Sprich zu Dir selbst -tatsächlich am besten laut (wenn Du keine Mitfahrer hast)- dass Du angepasst, aber vorsichtig fahren wirst. Lieber einmal mehr anhalten, jemandem die Vorfahrt lassen, etc, als sich selbst zu überschätzen.
Und Du wirst sehen, dass Du nur aufgrund der Fahrt heute morgen keine schlechte Autofahrerin bist.
Selbstkritik ist nach so einer Situation gut. Aber dann ist auch wieder Zeit, das Krönchen zu richten und -die gemachten Erfahrungen im Hinterkopf - weiterzumachen.
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25.06.2013, 12:52Inaktiver User
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Also, ich denke auch mal: sowas passiert. Und vielleicht ist das mit dem Bahnübergang sogar ganz gut, es ist nichts passiert und du achtest demnächst mehr auf sowas. Auch denke ich, dass zu aller Hektik auch noch das Wetter kommt, das uns durcheinanderbringt. Irgendwie habe ich beim Betrachten der regionalen Onlinezeitung vermehrt den Eindruck, dass viele Unfälle sind. Aber viel schlimmere.
Sieh es als Warnschuss, wieder etwas aufmerksamer und (noch) vorsichtiger zu sein.
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25.06.2013, 13:52Inaktiver User
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Genau, als Warnschuss würde ich es auch sehen.
Ich bin selbst Vielfahrerin und habe schon einige Kilometer in meinem Leben zurückgelegt und die Routine (die ja auch in gewisser Weise wichtig ist für das gute Fahren) schlägt auch mir ab und an ein Schnippchen. Gerade dann, wenn ich denke, ich bin eine begnadete Fahrerin
(ja, steinigt mich nur
) passiert eine Unregelmäßigkeit, die mir aufzeigt, dass auch ich immer noch Fehler mache, gerade auf Strecken, die ich quasi *blind* fahre, weil ich sie meine zu kennen.
Ich bin früher seeeehr viel Autobahnen gefahren, meist die gleichen Strecken. Ich wusste aus dem effeff, welche Geschwindigkeiten erlaubt waren und habe mich weitestgehend
daran gehalten. Eines Tages blitzte es doch tatsächlich am Straßenrand, ich war so erschrocken und dachte, das könne gar nicht sein, da war doch immer 120 und ich hatte so 130 auf dem Tacho. Ich war so perplex, dass ich von der Autobahn abgefahren bin, habe gewendet und bin aufmerksamer nochmal den Abschnitt abgefahren. Und siehe da, ein 100 km/h Schild, das Schild habe ich bestimmt beim ersten Mal auch angeschaut, aber nicht reagiert, weil ich schon wieder mit anderen Dingen im Kopf beschäftigt war. (Ich hatte Glück, es kam kein Knöllchen, wahrscheinlich war der Film voll
)
Gruß, Preciosa
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25.06.2013, 14:20
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Hallo ihr Lieben,
mittlerweile bin ich wieder ein wenig runtergekommen und wahrscheinlich habt ihr recht, sowas kann passieren. Es passiert ja auch jeden Tag irgendjemand irgendwas und man ist eben auch nur ein Mensch. Ich hoffe nur, ich werde die nächste Zeit nicht übernervös im Auto sitzen. Klar, es schadet sicher nicht,
vorsichtig(er) zu sein, aber ich möchte auf jeden Fall wieder zu meinem Wohlbefinden im Auto zurückkehren oder am besten gar nicht davon abkommen.
@Farmelli: Sorry, wenn ich dir da irgendwie auf den Schlips getreten sein sollte, aber ja, ich finde, so Sachen wie mit dem Bahnübergang schon grenzwertig idiotisch. Okay, es kann jedem passieren (wie nahezu alles im Leben), aber man gefährdet sich und andere und wenn ich von solchen Sachen in den Nachrichten höre, frage ich mich kopfschüttelnd, wie das passieren konnte. Auch in meinem Fall: Die Schranke ist unten, da war sogar noch eine rote Ampel und ich hab das alles nicht registriert. Da das in meinen Augen tatsächlich idiotisch ist und ich auch noch tatsächlich blond bin, finde ich das persönlich nicht unter der Gürtellinie.
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25.06.2013, 14:30
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Passt schon

Bin auch öfters mal beidesDa das in meinen Augen tatsächlich idiotisch ist und ich auch noch tatsächlich blond bin, finde ich das persönlich nicht unter der Gürtellinie.
Idiotisch passiert mir meistens, wenn ich mit dem Kopf wo anders bin als mit dem Rest von mir.
Warst du abgelenkt? Oder hattest du zu viele Aufgaben auf einmal?
Streit mit jemanden?
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25.06.2013, 21:19Inaktiver User
AW: Zwei (Beinahe)-Unfälle an einem Tag - Unsicherheit
Also, wenn dir das am vergangenen Mittwoch passiert wäre, würde ich sagen: "Kein Wunder bei der Hitze. Da passieren bewiesenermaßen die meisten Unfälle."
Und ich würde noch aus eigener Anschauung ergänzen: "… und vor Weihnachten und bei der Fußballweltmeisterschaft. Da fahren alle wie durchgeknallt, weil sie gestresst sind und noch schnell irgendwohin müssen."
Du warst nach dem ersten Missgeschick gestresst, hattest den Termin im Nacken und dann passiert leichter die nächste Unaufmerksamkeit.
Ich habe einmal im Straßenverkehr ein Auto übersehen, was zu meinem großen Schaden war. Die Erfahrung, dass ich mich nicht auf meine Wahrnehmung verlassen kann, saß tief. Seitdem verhalte ich mich sehr vorausschauend im Straßenverkehr und bremse oft, wenn ich mir nicht sicher bin, ob der andere mir die Vorfahrt gewährt oder ähnliches.
Vermutlich werde ich durch dieses ängstliche Bremsen eines Tages einen Auffahrunfall herauf beschwören.
Die anderen rechnen nicht damit, dass jemand so vorsichtig fährt.
Noch einmal zu letztem Mittwoch: Ich habe sage und schreibe dreimal eine rote Ampel übersehen.

Zweimal als Radfahrerin, einmal als Fußgänger. Auf Grund meiner lang zurückliegenden, schlimmen Erfahrung war ich ganz schön geschockt. "WIE konnte mir das passieren? Drei Mal an EINEM Tag!!???"
Da hilft nur, sich ordentlich zu freuen, dass man so viel Glück gehabt hat … und daraus zu lernen. Das nächste Mal geduldiger und vorsichtiger unterwegs sein, pünktlicher starten und sich defensiver im Straßenverkehr verhalten etc.
Wir sind nicht perfekt. Und der in dem Auto nebenan vermutlich auch nicht …


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