Und du hast in der Art und Weise der Emotionsäußerung nie einen Unterschied zwischen den Männern deiner Familie und den anderen bemerkt? Kann das wirklich sein? Merkt man nicht schon auf dem Kinderspielplatz, ob ein anderes Kind weint, weil es traurig oder gerührt ist - oder ob eines weint, weil es weiß, dann bekommt es das Spielzeug des anderen geliehen (oder wahlweise einen Lolli von Mama oder das Geschwisterkind bekommt Ärger etc pp)?
Mir ist das fremd. Ich kann für mich sagen, dass ich solche Unterschiede bereits im Vorschulalter auf dem Spielplatz wahrgenommen habe. Ich weiß sogar noch einige Namen derjenigen, die ihre Manipulationsversuche bereits im Alter von 4 oder 5 Jahren erfolgreich durchsetzten. Auch heute noch fällt mir so etwas geballt auf, wie gerade letzte Woche erst beim Einkaufen: Kind A (noch nicht eingeschult), Kind B (ca. 3. Klasse) und Mama (ca. 30) - Kind A hatte alle absolut im Griff.
Ich habe zwar seine Absicht erkannt, Frust ablassen zu wollen (und damit sowas wie Zuwendung oder Stärke erreichen zu wollen), aber die tatsächlichen Hintergründe seiner Absicht habe ich erst erkannt, als er sie mir sagte. Aber im Höchstfall habe ich sowas gedacht wie "was hat der denn für Probleme?" oder "der ist wohl stark gefrustet, naja so what, nicht mein Problem". Wie man sich jedoch als Gegenüber davon völlig einwickeln und obendrein noch persönlich beeinflussen lassen kann, ist mir unbegreiflich.Ich finde dein Beispiel sehr gut. Du hast die Absicht dieses Menschen schnell erkannt und dich nicht von seinem Verhalten blenden lassen.
Bedeutet der erste Teil deiner Aussage, dass du das Verhalten der für dich "problematischen" Männer mit all ihren Pseudo-Emotionsäußerungen als Stärke eingeschätzt hast?Z. B. habe ich den offenen Umgang mit Gefühlen niemals als Schwäche betrachtet, weil mir das in meiner Kindheit auch nicht so vermittelt wurde. Ich konnte es mir schon in den ersten Schuljahren nicht erklären, warum andere Kinder total aggressiv auf mich reagierten, wenn ich mal traurig war und weinte.
Zum zweiten Teil: Wenn andere Kinder wirklich aggressiv auf deine Tränen reagierten, äußerten sie vermutlich (genau wie du) ihre akuten Gefühle einfach nur offen. Was du ja eigentlich befürwortest. Es mag durchaus sein, dass (falls du dich nicht dahingehend irrst, dass sich ihre Aggressivität wirklich konkret auf deine Tränen bezog) die besagten Kinder Erfahrungen mit Manipulationsversuchen in Form von Tränenvergießen Anderer gesammelt haben, diese Versuche in deinen Tränen zu erkennen glaubten - und daher gereizt reagierten.
Ich kenne ein Beispiel aus einer dritten Grundschulklasse. Es gibt da ein Mädel, das öfter Tränen vergießt, sich traurig gibt, Bauchweh vortäuscht o. ä., wenn andere ihr nicht die 100% Zuwendung entgegenbringen, die sie jetzt aber von genau X und Y haben will. Das Ergebnis ist, dass sie zu Lehrern geht, die die anderen Kinder wiederum dazu auffordern, sich ihr zuzuwenden. Das Mädel sucht sich die Spielpartner, die jetzt nach ihrer Nase zu funktionieren haben, nach Wahl aus. Die Kinder allerdings reagieren dahingehend, dass sie genervt sind, ihre Tränen nicht für voll nehmen und mitunter auch große Wut auf sie entwickeln. Ich sage: Kein Wunder. Die Kinder lassen sich von ihr eben nicht für dumm verkaufen (im Gegensatz zu den Lehrkräften).
Vielleicht hat man dich damals missverstanden? Vielleicht haben die anderen Kinder die Situation falsch eingeschätzt? Oder warum konkret warst du eigentlich traurig, bevor sie aggressiv darauf reagierten?
Hmm... Ja, lass den anderen doch ihre Meinung! Jeder andere hat doch ein Recht darauf, lächerlich, peinlich und dumm zu finden, was auch immer ihm beliebt - und natürlich darf er ebenso Kleidung und Make-Up sowie berufliche Tätigkeiten toll oder bescheuert finden, in welchem Umfang er mag. Äußern darf er das Ganze natürlich auch noch, das ist sein gutes Recht.Zu deiner Frage, was ich persönlich als Abwertung empfinde: Da gibt es so einiges, z. B. wenn mich Leute als lächerlich, peinlich oder dumm hinstellen, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Kritik an meinem Kleidungsstil, an meinem Make-Up, Herabsetzung meiner beruflichen Tätigkeit und meiner Weiterbildung, etc.
Kurze Frage: Wenn du dich emotional öffnest, schneidest du dann auch positive Themen/Gedanken an oder sind es ausschließlich die o. g. bösen, über die du deine Ansichten kundtust? Und empfindest du die Äußerung über solche Dinge als "emotionale Öffnung"? Ich tue das gar nicht (für mich sieht emotionale Öffnung völlig anders aus), daher frage ich.Mit Öffnung auf einer emotionaleren Ebene meine ich das Lenken eines Gesprächs in eine Richtung, welche die oberflächliche Ebene überschreitet. Beispiele: Meine Ansichten zu etwas heikleren Themen wie Unehrlichkeit, Egoismus, Geiz, Fremdgehen, Manipulation, etc. Mir ist das schon mehrmals passiert, dass sich das Verhalten einer besagten Person in eine negative Richtung veränderte, nachdem ich meine Meinung zu einem dieser Themen geäußert hatte.
Ok... Schwer vorstellbar. Ich habe solche Dinge (wie oben schon gesagt) im Alter von etwa 4 Jahren zum ersten Mal bemerkt. Natürlich nicht in der Liga, in der Erwachsene spielen - aber durchaus so effektiv, dass sie damit Mitschüler, Lehrer und andere erwachsene Personen unter ihre Kontrolle gebracht haben. Vor allem einige Mädchen waren wahre Meisterinnen im ganz gezielten Tränen vergießen/Schmollen/Passiv/aggressivem Verhalten - aber Jungs gab es auch.@vox123: Wie gesagt, ich habe es als Kind eben nie gelernt. Ich wäre lange nicht von selbst auf die Idee gekommen, dass es Menschen gibt, die andere ganz bewusst verunsichern oder niedermachen wollen.
Unklare Aussagen und Verhaltensweisen in der Kommunikation neigen in der Tat dazu, vom Gegenüber als unterschwellig manipulativ eingeschätzt zu werden, ergo: Häufig auch mit Manipulationsversuchen beantwortet zu werden (leider). Hast du mal ein Beispiel dafür, wie eine Situation ist, wenn du "nicht so schnell auf den Punkt kommst"?Ich habe lange gedacht, dass es an mir bzw. an meiner Art der Kommunikation liegt. Ich bin hyperaktiv und musste mir öfters von meiner alten Therapeutin anhören, dass viele Leute sich mir gegenüber so benehmen, weil ich nicht so schnell auf den Punkt komme.
Sorry, Pistazieneis: Ich denke, da liegst du falsch. Die wahren Gründe, warum du von vielen Leuten schlecht behandelt wurdest, wissen ausschließlich diese selbst. Deine Interpretation ist erstmal nur eine Vermutung. Es hat m.E. auch weitaus tiefergreifende Gründe als das schlichte "Herz auf der Zunge tragen" deinerseits. Diese Erklärung ist zu flach beleuchtet. Es muss Hintergründe dafür geben, wenn du dich derartig gehäuft mit so etwas konfrontiert fühltest/fühlst.Ach übrigens, ich habe mein Herz jahrelang total auf der Zunge getragen. Genau deshalb haben mich viele Leute so schlecht behandelt.
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24.06.2013, 01:03
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
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24.06.2013, 01:33
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Hast du... noch nie einen superfreundlich-lächelnden Autoverkäufer vor der Nase gehabt? Noch nie beim Friseur Komplimente über deine tollen Haare gehört, die nur in den Spitzen etwas Pflege nötig hätten und für die zur weiteren Verschönerung eine Kur zu 26 € empfehlenswert wäre? Noch nie einen geschäftlichen Händedruck von einem ehrlichen unterschieden? Noch nie festgestellt, wann ein Vorgesetzter welche Körpersprache und Stimmlage gezielt einsetzt, um dich zu etwas bestimmtem zu bewegen? Noch nie an einer Marktforschung teilgenommen?
Jeden Tag versuchen diverse Dritte, uns zu manipulieren - und sei es nur in Form von superteuren Werbekampagnen, die psychologisch gerade von großen Unternehmen umfangreich durchleuchtet werden, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen.
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24.06.2013, 08:59
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
@Cariad: Es freut mich zu lesen, dass Du noch nie solche Erfahrungen machen musstest. Natürlich habe auch ich nicht nur manipulative, grenzüberschreitende Menschen getroffen. Es liegt sicher weder an der Stadt noch am Umfeld, da ich mit ganz unterschiedlichen Leuten zu tun habe.
@Divino: Als Kleinkind habe ich sicher nichts gemerkt. Einerseits war meine Mutter sehr streng, ich durfte kaum eine Minute unbeaufsichtigt mit anderen Kindern verbringen. Auf der anderen Seite habe ich die deutsche Sprache relativ spät gelernt, obwohl ich hier geboren und aufgewachsen bin.
Deine Einstellung zu diesem Menschen, der dich erfolglos manipulieren wollte, finde ich klasse. Daran halte ich mich jetzt auch. Leider habe ich mir in der Vergangenheit immer wieder Schuldgefühle einreden lassen, selbst wenn ich nichts verbrochen hatte. Das haben viele Leute gemerkt und es dementsprechend ausgenutzt. Geht gar nicht.
Nein, ich habe die „emotionalen“ Verhaltensweisen der Männer nicht als Stärke betrachtet. Ich denke wie gesagt nicht in solchen Kategorien und halte nichts von Bezeichnungen á la starke und schwache Menschen. Ich fand es einfach schön, wenn ein Mann seine Gefühle zeigen konnte – nicht mehr und nicht weniger.
Dass die Kinder in der Schule meine Tränen als Manipulationsversuch betrachtet haben, glaube ich nicht. Ich habe z. B. geweint, wenn ich in einer Klassenarbeit eine schlechte Note geschrieben oder eine Strafarbeit bekommen habe. Und zwar aus Angst vor dem Ärger, der mich zu Hause erwartete. Außerdem weinte ich, wenn ich von meinen Mitschülern gehänselt wurde. Das tat mir weh. Aber sie hörten dann nicht auf, im Gegenteil, dann machten sie erst Recht weiter.
Nun ja, wenn der eigene Partner (oder ein potenzieller Partner, mit dem es bis zu diesem Zeitpunkt gut gelaufen ist) Dich als peinlich, lächerlich oder dumm bezeichnet und sich dann abfällig über Deine Optik oder den Job äußert, was geht dann in Dir vor? Wenn so eine Aussage von jemandem kommt, mit dem ich mich generell nicht verstehe, dann juckt mich das kein Stück. Aber von einem Menschen, der eine Beziehung mit mir führt oder sich nach eigener Aussage für mich interessiert oder der mich als sehr gute Freundin bezeichnet, habe ich das absolut nicht erwartet. In solchen Situationen war ich einfach überfordert.
Klar rede ich auch über positive Themen, wenn ich mich emotional öffne. Beispiel: Ein Mann umwirbt mich, ist total lieb und gibt mir das Gefühl, dass ich ihm wichtig bin. Kaum mache ich dasselbe, indem ich mich auch mal als Erste melde, ein Treffen vorschlage, etc., ist er auf einmal gar nicht mehr so begeistert wie zuvor, redet in einem distanzierten Ton mit mir oder wird pampig. Und wenn ich das Treffen schriftlich vorschlage, werde ich ignoriert oder mit einer Ausrede abgespeist. Vielleicht ist das für Dich keine emotionale Offenheit, wenn man jemanden zwecks Verabredung kontaktiert. Für mich schon, weil es mir nicht leicht fällt, den ersten Schritt zu machen. Ich bin eigentlich nicht schüchtern, aber ich wurde schon oft abgewiesen. Wenn ein Mann mich immer wieder dazu ermutigt, mich bei ihm zu melden und ich dann den Mut aufbringe und aktiv werde, gehe ich davon aus, dass er sich darüber freut und fühle mich dann hintergangen, wenn er abweisend reagiert.
Wenn ich nicht auf den Punkt komme, reagieren die Leute unterschiedlich. Einige sagen dann im aggressiven Ton: „Komm´ auf den Punkt!“. Andere fallen mir ins Wort und lenken das Gespräch schnell in eine andere Richtung.
Was Du Cariad geschrieben hast, kenne ich auch. Diese Art der Manipulation erkenne ich sehr schnell. Und das mag ich überhaupt nicht, wenn mir jemand aufzwingen möchte, etwas zu kaufen. Ich verdiene nicht sooo viel Geld und möchte selbst entscheiden, was ich damit mache… d. h. ich schaue mir die Waren an und entscheide danach, ob ich etwas kaufe oder nicht. Ich kann das gar nicht leiden, wenn mich jemand zum Kauf überreden will. Einige Leute sind da sehr penetrant. Da bin ich dann ganz direkt und sage es ihnen auch ins Gesicht, dass mich das stört. Typische Beispiele sind:
- Verkäuferinnen im Schuhgeschäft, die mir Schuhcreme, Einlagen und sonstwas unterjubeln wollen
- Friseure (meine Friseurin macht das zum Glück nicht, sie war in meiner Grundschulklasse und kennt mich relativ gut)
- Bäckereiverkäuferinnen an Bahnhöfen in Großstädten, die mir ständig einen Kaffee anbieten, wenn ich mir eine Brezel kaufe
- usw.
Ich habe übrigens schon mehreren Personen aus meinem privaten Umfeld erzählt, dass mich diese Leute mit ihrem Verhalten nerven. Jetzt rate mal, wie die Reaktionen ausgefallen sind… Meine echten Freunde haben sich – egal ob sie meiner Meinung waren oder nicht – offen zu diesem Thema geäußert. Einige Leute haben nur so komisch geschaut und nichts dazu gesagt. Später haben sich genau diese Leute als manipulative Persönlichkeiten entpuppt, die meine Grenzen überschritten haben.
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24.06.2013, 09:19Inaktiver User
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Wieso spricht dein Partner plötzlich abwertend? Oder macht abfällige Bemerkungen über dich?
Und Divino hat doch Recht - wir werden alle manipuliert - die Frage ist fallen wir drauf rein.
Die Schuhverkäuferin will verkaufen - klar und ich kaufe nur was ich kaufen will. Punkt. Man kann immer höflich ablehnen oder auch mal intensiver werden wenn der andere anfängt zu nerven.
Das lernen wir doch aber schon ziemlich früh. Und wir selbst manipulieren doch auch. Wenn ich etwas will z.B. und ja auch meinen Mann.... erstmal nichts schlimmes *g*
Die Frage ist - werde ich damit erpresst, oder ausgenutzt und das merkt man/frau doch auch....
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24.06.2013, 09:21Inaktiver User
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Freundliche Verkäufer machen ihren Job, so wie Schauspieler im Theater. Letztere würde man ja auch nicht als Lügner bezeichnen. Auch normale Höflichkeit sehe ich nicht als Manipulation, weil sie nicht persönlich gemeint - eher halte ich das für eine Art "Verkehrsregel".
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24.06.2013, 11:45
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Ich bin wohl an Männer geraten, die mit ehrlichen Gefühlen nicht umgehen konnten... weil sie eine schlechte Meinung über sich selbst hatten. Da bin ich mir inzwischen sicher. Wenn ich eine Beziehung führe, ist es für mich ganz normal, meinen Partner nach seinem Wohlbefinden zu fragen, wenn er mal krank ist... oder mich nach seinen Prüfungen zu erkundigen, wenn er welche ablegen muss. Das gehört für mich einfach dazu, wenn man sich für einen Menschen interessiert. An der Reaktion des Gesprächspartners merkt man schnell, ob es ihm unangenehm ist. Und dann folgt kurze Zeit später eine abwertende Bemerkung.
Nur weil ich jemanden frage, ob sein Fieber zurückgegangen ist oder wie die letzte Prüfung war, heißt das noch lange nicht, dass ich nicht mehr ohne diesen Menschen leben kann - auch wenn gewisse Personen das anders sehen. Mittlerweile kann ich die Leute besser einschätzen und weiß was zu tun ist.
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24.06.2013, 19:35
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Irgendwas klingt doch hier völlig unrund. Da fehlt was. Du meinst, alle Männer, die mit dir in Kontakt kamen (in Bezug auf eine Beziehung oder auf dem Weg dorthin), konnten "mit ehrlichen Gefühlen nicht umgehen" und hatten ein "negatives Bild von sich selbst"? Weisen alle Männer das gleiche Charaktermuster auf?
Wie viele waren es denn, mit denen du diese Erfahrungen gemacht hast? Und was ist mit ihnen heute, sind sie alle Single? Und wie kommst du zu dem Schluss, dass die Männer allesamt ein so negatives Selbstbild hatten, dass sie mit deinen Gefühlen nicht umgehen konnten? Haben sie es dir gesagt?
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24.06.2013, 19:55
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Du wirst Dich während der Beziehung sicherlich nicht um 180 Grad gedreht haben, nicht wahr? Hast Du ihn mal gefragt, weshalb er sich überhaupt mit Dir eingelassen hat, wenn er so wenig von Dir hält?
Zitat von Pistazieneis
Pistazieneis, bist Du Dir sicher, dass dieser Mann sich tatsächlich in einer festen Beziehung mit Dir wähnte? Kann es sein, dass er die Sache viel lockerer gesehen hat? Ich kann es mir kaum vorstellen, dass jemand mit der festen Partnerin so umgeht ... es sei denn, er will sie auf fiese Art und Weise loswerden.
LG
Landerun
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25.06.2013, 01:16
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Dazu wollte ich auch noch was sagen...
Ich kann nur in Bezug auf den "potentiellen Partner" antworten, da ich mit einem Mann, der solche Äußerungen zum Besten gibt, gar nicht erst zusammen käme: Ich würde versuchen zu erörtern, warum meine Intuition in Bezug auf neue Bekanntschaften neuerdings zu wünschen übrig lässt, irritiert den Kopf über mich selbst schütteln und vorwärts weitergehen. Bei Wiederholungsaktionen allerdings (wie in deinem Fall, wo alle Männer ein solches Verhalten an den Tag legen) würde ich mich vor dem Spiegel fragen, wo mein tieferes Problem sitzt, dass ich bei bestimmten Charakterzügen auf "empfänglich" schalte. Und im Anschluss beobachten, auf welche charakterlichen Merkmale und welche Körpersprache ich bei den betreffenden Männern anspringe und alles rauf und runter durchackern, bis ich drauf komme wieso.
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09.06.2017, 10:39
AW: Wenn Grenzen überschritten werden
Es tut mir Leid, wenn ich das Thema wiederbelebe. Ich beschäftige mich selbst gerade sehr damit, meine persönlichen Grenzen zu finden, zu ziehen und zu verteidigen. Dabei bin ich auf dieses Thema gestoßen und finde die Unterhaltung hier sehr interessant und anregend.
Eine Frage habe ich allerdings:
Was mich stört ist, jeder kann ja seine Meinung haben. Allerdings finde ich es nicht nett, wenn diese, ohne nachzudenken, einfach so gesagt wird. Wenn mir bspw. jemand in einem aggressiven Ton sagen würde, dass ich heute total hässlich aussehe, dann würde mich das wütend machen. Es würde mich verletzen. Wie kann ich mir denn dann in so einer Situation denken, dass die Meinung ega ist? Ich verstehe das nicht. Immerhin kann man doch auch im ruhigen Ton sagen oder einfach schweigen. Wieso sollte ich eine Beleidigung - etwas anderes ist es für mich dann nicht - einfach so hinnehmen? Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?



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