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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Was auch sehr typisch für meine Kontakte mit Männern ist: Wenn ein Kerl sehr anhänglich ist, mir ständig hinterher läuft, eifersüchtig auf meine Freunde reagiert und grundlos weint, aber dann total kalt wird und mir aus dem Weg geht, nachdem ich ihm auf irgendeine Art und Weise mein Interesse gezeigt habe.
    Ein Mann, der dir ständig am Rockzipfel hängt, eifersüchtig auf deine Freunde reagiert und grundlos weint, hat ein psychisches Problem. Dass Männer mit psychischen Problemen in kurzer Zeit auch dir Probleme bereiten, verwundert mich nicht. Interessanter ist die Frage: Warum hast du überhaupt Interesse an solchen "Mannsbildern"? Diese Frage solltest du dir stellen, bevor du dir diejenige stellst, warum sie auf dein Interesse mit Distanzverhalten reagieren.

    Anderes Beispiel: Ein Mann betont immer wieder, wie gerne er eine bestimmte Unternehmung machen würde und mich unbedingt dabei haben möchte. Ich sage, dass es mir genauso geht und ich mich darauf freue. Eines Tages erzählt er mir, dass er dieses Erlebnis mit anderen Leuten geteilt hat und schmückt es absichtlich so detailliert aus, damit ich traurig werde, weil er mich ausgeschlossen hat.
    Darin erkenne ich keinen emotionalen Missbrauch. Wenn ich mich in eine solche Situation versetze, wäre ich glaube ich leicht stinkig darüber, warum er erst A sagt und dann B macht - aber emotional missbraucht würde ich mich dabei nicht fühlen.

    Ich bin seit einiger Zeit Mitglied in einem Verein für Frauen, die emotional missbraucht wurden und höre dort immer wieder Geschichten, die große Parallelen mit meinem Leben aufweisen. Diese wechselseitige Idealisierung und Entwertung ist wohl gar nicht so selten.
    Ich weiss nicht so recht... Das Gegenüber hat deine Idealisierung und deine Entwertung doch überhaupt nicht in der Hand. Fühlst du dich durch bestimmte Verhaltensweisen der jeweiligen Männer denn idealisiert oder "entwertet"?

    Wenn ich versuche, mich da hineinzuversetzen, wüsste ich gar nicht, wodurch ich mich überhaupt "emotional missbraucht" fühlen sollte. Wenn ein Mann ein Verhalten an den Tag legte, das mir schlecht bekam, feuerte ich drauflos. Gab mir einer doppeldeutige Botschaften oder übergoss mich mit kalten Wassereimern nach heißen Szenen (ist auch mir schon passiert), dann war ich traurig, wütend und fand das Verhalten des Anderen scheußlich - aber missbraucht fühlte ich mich nie. Ich stand stets aufrecht dabei, wenn ich für mich "sortiert" habe, was ich wie empfand. Am Ende (meines Interesses) kam dabei heraus, dass "Angst" in mehreren Fällen das Stichwort war, auf das sich solche männlichen Verhaltensweisen stützten.

    Ein konkretes Beispiel gebe ich an dieser Stelle mal:

    Es kam eines Tages vor, dass mir jemand gestand, dass er bestimmte (verletzend gedachte) Dinge in der Vergangenheit nur deshalb sagte, um mich bewusst zu verunsichern, damit ich endlich von meinem ach-so-standsicheren Thron runterkäme und durch sichtbare Unsicherheit auf seiner Ebene stehe. Um mich "aus der Reserve zu locken" sozusagen. Es funktionierte nie, und da sprach er es nach einigen Monaten direkt an und konfrontierte mich mit seinen Intentionen. Ich musste ordentlich lachen. Ich antwortete, dass ich ihm gar nicht zugetraut hätte, ernsthaft zu glauben, unter Zuhilfenahme von Kinderspielchen irgendeine Form von emotionaler Schwäche zu Gesicht zu bekommen, ergo: Mich "menschlicher" empfinden zu können und damit auf eine geringere Stufe zu stellen als die, auf der ich mich befand. Ich erklärte, dass man(n) diese nie zu Gesicht bekäme, wenn man sich Konstruktionen zusammenbaut, die das Pferd von hinten aufzäumen. Ich redete und redete und hatte eine gute Kommunikation mit ihm. Am Ende war es ihm sterbenspeinlich, auf solch eine spätpubertäre Art versucht zu haben, tiefgründigere Sphären von mir zu Gesicht zu bekommen. Thats it. Emotional missbraucht habe ich mich bei derartigen Minitheaterstückchen nie gefühlt. Niemals.

    Warum du?
    Geändert von Divino (23.06.2013 um 01:46 Uhr)

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Z. B. für eine abwertende Bemerkung hat sich noch niemand bei mir entschuldigt, egal ob ich die Person ganz deutlich darauf hingewiesen habe, dass ich das Verhalten indiskutabel fand oder ob ich ganz normal zur Tagesordnung übergegangen bin.
    Ich gebe zu, dass ich nahezu nichts als persönlich abwertend empfinde. Ziehe ich bspw einfach mal typische Schimpfworte heran (die letztlich nichts anderes sind als der Ausdruck eines verletzten Egos), finde ich das Ganze lediglich peinlich für denjenigen, der sie äußert. Ist dazu noch jemand alkoholisiert, schäme ich mich im Höchstfall dafür, das flachbrüstige Trampeltier unglücklicherweise nicht früher als solches erkannt zu haben, aber persönlich nehme ich das nicht. Der Kontakt wäre durch Benutzung solchen Vokabulars natürlich hinfällig, aber als abgewertet empfinde ich ausschließlich das Gegenüber und nicht mich.

    Hast du ein Beispiel dafür, was du als Abwertung empfindest und wofür du eine Entschuldigung als fällig ansiehst?

    Die Grenzüberschreitungen kommen immer dann zum Vorschein, nachdem ich mich auf der emotionalen Ebene ein wenig geöffnet habe.
    Wie sieht deine "Öffnung" auf der emotionalen Ebene denn im Konkreten für den Anderen aus?
    Geändert von Divino (23.06.2013 um 02:04 Uhr)

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Es kam eines Tages vor, dass mir jemand gestand, dass er bestimmte (verletzend gedachte) Dinge in der Vergangenheit nur deshalb sagte, um mich bewusst zu verunsichern, damit ich endlich von meinem ach-so-standsicheren Thron runterkäme und durch sichtbare Unsicherheit auf seiner Ebene stehe.
    In Deinem ganzen Post steckt so viel Nachvollziehbares drin, wollte nur keine full-quote machen.

    Zum Zitat: Ja, es wird da ein einem ein Brocken hingeworfen oder eine As aus dem Ärmel gezogen,
    mit der Absicht, einen zu verunsichern und im Grunde niederzumachen.
    Dem kann man leicht begegnen, wenn man als Kind schon gelernt hat, was es damit aufsich hat.
    Andere müssen im Erwachsenenalter mühsam, wie ich finde, lernen, mit solchen Machtspielchen zu leben.
    Einerseits.

    Andrerseits:
    @Pistazieneis,
    ich hoffe, es nützt Dir wirklich (!), Deine Schale, die Deinen weichen, korrekten Kern schützt, zu verstärken.
    Die Verdickung Deiner Schale - so fürchte ich - tut nun möglicherweise wieder diese von Divino
    beschriebenen gestörten Typen noch stärker anziehen...Du verliebst Dich wieder....alles wiederholt sich....
    das Muster schreibt sich immer mehr fest.

    Sieh mal Leute an, die ihr Herz auf der Zunge tragen ohne dicke Schale und wenig Vorsicht,
    die werden auch verletzt, aber halt gleich, sofort und unmittelbar.
    Sie haken ab und fertig.
    Und da sie mutig sind oder auch etwas naiv vielleicht, und nichts verbergen,
    ziehen sie im Endeffekt doch die richtigen Leute an.

    Aber man kann halt nicht so einfach aus seiner Haut heraus, leider.

  4. Moderation

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Danke für das interessante Thema, Pistazieneis. Das kam mir heute gerade richtig :)

    PS: Wenn du bei dem ersten Link den Schrägstrich aus der URL im Browser löschst und neu lädst, dann öffnet sich die Siete.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Hallo Pistazieneis! (lecker übrigens ... )

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich war mit diesem Mann übers WE verreist, und wir hatten eine wunderbare Zeit. Ich bin mir sicher, dass er genauso happy war wie ich... das habe ich gespürt. Beim nächsten Treffen auf einem Konzert war er betrunken und hat in diesem Zustand eine abwertende Bemerkung mir gegenüber fallen lassen.
    Wie war euer Status nach dem gemeinsamen Wochenende - wolltet ihr eine Beziehung? Wie war euer Kontakt zwischen dem WE und dem Konzert? Gab es eventuell Probleme in der Kommunikation per E-Mail/Telefon?

    Zitat Zitat von Pistazieneis
    Wenn ein Kerl sehr anhänglich ist, mir ständig hinterher läuft, eifersüchtig auf meine Freunde reagiert und grundlos weint, aber dann total kalt wird und mir aus dem Weg geht
    Wenn jemand sich derart auffällig benimmt, würde ich auch zukünftig kein normales Verhalten von ihm erwarten. Findest Du das geschilderte Verhalten nicht auch sehr befremdlich?

    LG
    Landerun

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    @Divino: Inzwischen weiß ich auch, dass solche Männer psychische Probleme haben. In diesem Verein, in dem ich Mitglied bin, reden wir öfters über Männer mit Persönlichkeitsstörungen. Ich hatte jahrelang keine Ahnung davon und habe erst im Sommer 2012 angefangen, mich näher mit diesem Thema zu befassen. Natürlich geht es bei uns auch um die Frage, warum wir Frauen uns zu solchen Männern hingezogen fühlen.
    Ich kann für mich sagen, dass ich lange Zeit eine Schwäche für „sensible“ Männer hatte. Die Männer in meiner Familie sind nämlich sehr sensibel und zeigen gerne ihre Gefühle nach außen, was ich toll finde. Deshalb hat es mir imponiert, wenn ein Mann sich seiner Tränen nicht schämte. Ich fühlte mich richtig geschmeichelt, wenn jemand eifersüchtig war, weil ich das für ein Zeichen von ernsthaftem Interesse an meiner Person hielt.
    Mittlerweile weiß ich es besser. Die Männer in meiner Familie zeigen sich emotional, wenn sie z. B. einen rührenden Film sehen oder wenn ein nahestehender Mensch schwer erkrankt ist. Emotionale Ausbrüche in dieser Form, wie es die besagten Männer im Umgang mit mir an den Tag legten, sind jedoch nichts weiter als Versuche um die Macht an sich zu reißen. Wie gesagt, Hierarchiedenken spielt in meinem familiären Umfeld absolut keine Rolle. Mir war so ein Verhalten jahrelang völlig fremd, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen.

    Ich finde dein Beispiel sehr gut. Du hast die Absicht dieses Menschen schnell erkannt und dich nicht von seinem Verhalten blenden lassen. Dazu muss man aber erstmal wissen, dass es so etwas überhaupt gibt. Z. B. habe ich den offenen Umgang mit Gefühlen niemals als Schwäche betrachtet, weil mir das in meiner Kindheit auch nicht so vermittelt wurde. Ich konnte es mir schon in den ersten Schuljahren nicht erklären, warum andere Kinder total aggressiv auf mich reagierten, wenn ich mal traurig war und weinte.

    Ich verstand das auch gar nicht, warum manche Leute – aus meiner Sicht völlig grundlos – schnell sauer wurden, mich beleidigten oder mit Schweigen bestraften. Heute denke ich, dass sie gar nicht unbedingt schnell eingeschnappt waren, sondern einfach nur testen wollten, ob ich einknickte und nachgab, nur um sie nicht zu verlieren. Es hat lange gedauert, bis ich das alles begriffen hatte. Natürlich passiert es mir immer noch, dass irgendwelche Leute mich ohne ersichtlichen Grund angreifen. Z. B. hat mich vor ein paar Tagen ein Bekannter in einem Forum angepampt und wirklich lächerliche Sachen von sich gegeben. Früher hätte ich mich nach einer solchen Äußerung rechtfertigt und versucht, ihn zu beruhigen, weil ich niemanden verletzen wollte. Heute gibt es von mir nach einem solchen Kommentar eine Retourkutsche oder einen „rofl’“-Smiley oder ich ignoriere die Äußerung komplett. Ich lasse mich nicht mehr auf unnötige Diskussionen ein, um andere zu beschwichtigen – dann fühlen sie sich nämlich mächtig und groß, und diesen Triumph gönne ich ihnen nicht.

    Zu deiner Frage, was ich persönlich als Abwertung empfinde: Da gibt es so einiges, z. B. wenn mich Leute als lächerlich, peinlich oder dumm hinstellen, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Kritik an meinem Kleidungsstil, an meinem Make-Up, Herabsetzung meiner beruflichen Tätigkeit und meiner Weiterbildung, etc. Jetzt möchte ich es genauso machen wie du. Wer glaubt er könne mich mit so einer Bemerkung kränken, der hat sich geschnitten und wird von mir nicht mehr ernst genommen.

    Mit Öffnung auf einer emotionaleren Ebene meine ich das Lenken eines Gesprächs in eine Richtung, welche die oberflächliche Ebene überschreitet. Beispiele: Meine Ansichten zu etwas heikleren Themen wie Unehrlichkeit, Egoismus, Geiz, Fremdgehen, Manipulation, etc. Mir ist das schon mehrmals passiert, dass sich das Verhalten einer besagten Person in eine negative Richtung veränderte, nachdem ich meine Meinung zu einem dieser Themen geäußert hatte.

    @vox123: Wie gesagt, ich habe es als Kind eben nie gelernt. Ich wäre lange nicht von selbst auf die Idee gekommen, dass es Menschen gibt, die andere ganz bewusst verunsichern oder niedermachen wollen.

    Ich habe lange gedacht, dass es an mir bzw. an meiner Art der Kommunikation liegt. Ich bin hyperaktiv und musste mir öfters von meiner alten Therapeutin anhören, dass viele Leute sich mir gegenüber so benehmen, weil ich nicht so schnell auf den Punkt komme. Sie wollte mir x-mal weismachen, dass mich die Leute nicht bewusst aus dem Konzept bringen wollten. Das sehe ich aber anders.

    Ach übrigens, ich habe mein Herz jahrelang total auf der Zunge getragen. Genau deshalb haben mich viele Leute so schlecht behandelt. Ich war das perfekte Opfer für intrigante Menschen, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass das in diesem Ausmaß tatsächlich möglich ist.

    @frangipani: Danke für den Tipp, ich werde es gleich ausprobieren.

    @Landerun: Wir haben nach dem WE nicht über unseren Status gesprochen. Ich wollte ihn zu diesem Zeitpunkt ganz bewusst nicht damit überfordern, weil er anschließend 3 Monate lang nur am Lernen für seine Abschlussprüfungen war. Der Mann hat sehr lange studiert und wollte endlich zum Abschluss kommen. Da ich selbst auch Probleme mit der durchgehenden Konzentration beim Lernen habe und auch eher langsam bin, wollte ich ihm die nötige Ruhe geben und ihn vor den Prüfungen nicht mit unserem Status belasten.
    Wir hatten bis zum Konzert – das war 2,5 Monate später, das einzige Mal, dass er in diesem Zeitraum ausgegangen war – schon Kontakt, aber nicht ganz so häufig wie vor dem Trip. Ich habe ihn u. a. gefragt, wie die Prüfungen waren und so... weil das für mich einfach dazu gehört, wenn ich interessiert bin. Wie gesagt, ich wollte ihn nicht vom Lernen abhalten und war zwischendrin auch im Urlaub. Außerhalb der Begegnungen schrieben wir uns E-Mails, er hatte damals kein Telefon.

    Wie ich schon oben gepostet habe, weiß ich mittlerweile, dass so ein Verhalten (Eifersucht, Tränen, etc.) eher befremdlich rüberkommt und ich das total falsch interpretiert hatte.

  7. Inaktiver User

    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ein Mann betont immer wieder, wie gerne er eine bestimmte Unternehmung machen würde und mich unbedingt dabei haben möchte. Ich sage, dass es mir genauso geht und ich mich darauf freue. Eines Tages erzählt er mir, dass er dieses Erlebnis mit anderen Leuten geteilt hat und schmückt es absichtlich so detailliert aus, damit ich traurig werde, weil er mich ausgeschlossen hat.
    Woher weißt du das denn? Das ist doch allein deine Bewertung.

    Ich denke, du solltst dich dringend mit dir selbst beschäftigen anstatt deine gesamte Umfeld zu pathologisieren, das bringt dich keinen Schritt weiter. Ich seh bei dir nur ein völliges Unvermögen ein entspanntes Miteinander mit anderen zu pflegen, und die Verantwortung dafür liegt allein bei dir.

    Ich hätte ehrlich gesagt auch keine Lust auf Umgang mit jemand, der sich die alleinige Deutungshoheit über mein Verhalten anmaßt, der ständig bewertet ob ich dieses oder jenes hätte tun oder sagen dürfen und der ständig mit Kontaktabbruch operiert, weil er mit sich selbst nicht klar kommt und alles und jedes explizit auf sich bezieht.

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Ich habe lange gedacht, dass es an mir bzw. an meiner Art der Kommunikation liegt. Ich bin hyperaktiv und musste mir öfters von meiner alten Therapeutin anhören, dass viele Leute sich mir gegenüber so benehmen, weil ich nicht so schnell auf den Punkt komme. Sie wollte mir x-mal weismachen, dass mich die Leute nicht bewusst aus dem Konzept bringen wollten. Das sehe ich aber anders.
    Das verstehe ich nicht.
    Wie paßt Hyperaktivität mit "nicht auf den Punkt kommen" zusammen??

    Du schreibst meiner Meinung nach sehr korrekt.
    Vielleicht sehen das andere als "langatmig" an oder so.

    Ach übrigens, ich habe mein Herz jahrelang total auf der Zunge getragen. Genau deshalb haben mich viele Leute so schlecht behandelt. Ich war das perfekte Opfer für intrigante Menschen, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass das in diesem Ausmaß tatsächlich möglich ist.
    Hm das tut mir leid.
    Wenn Du in einer intakten Familie und Umgebung (ohne Machtspielchen) aufgewachsen bist,
    braucht es wohl Zeit, die Rindviecher von den Nicht-Rindviechern zu unterscheiden.

    Gut, von daher sehe ich Deine Schale jetzt erstmal als Selbstschutz.

    Aber zuviel Selbstschutz ist auch nichts,
    da schneidet man sich selbst von Leben ab, glaube ich.

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    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    @schnellschnell: Eine Provokation erkenne ich u. a. am gehässigen Lachen meines Gesprächspartners. Außerdem habe ich in manchen Fällen Kommentare wie z. B. „Ja, das klingt toll. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen.“ von mir gegeben. Wenn mein Gesprächspartner mich daraufhin auslacht, weiß ich was Sache ist.

    @vox123: Na ja, hyperaktive Menschen reden gerne und viel. Manche – so wie ich – reden um den heißen Brei herum, weil sie es nicht gebacken kriegen, schnell auf den Punkt zu kommen. Es gibt auch viele hyperaktive Leute, die an einer Legasthenie leiden. Das trifft jetzt aber nicht auf mich zu, wie du schon bemerkt hast.

    Richtig, mir geht es um Selbstschutz. Es ist nicht so, dass ich Menschen komplett aus dem Weg gehe. Ich gebe nur nicht mehr so viel über mich preis wie früher, weil schon oftmals gewisse Aussagen negativ gegen mich verwendet wurden. Ich habe zu vielen Menschen vertraut, die es im Endeffekt nicht wert waren.

  10. Inaktiver User

    AW: Wenn Grenzen überschritten werden

    Pistazieneis, ich lese hier mit viel Interesse mit. Und zwar, weil mir irgendwie noch nie jemand begegnet ist, der mich manipulieren oder ausnutzen wollte (oder ich hab es nicht gemerkt und es hat mich demnach auch nicht gestört). Ich wundere mich immer, dass Menschen in so verschiedenen Welten leben ... Liegt es am sozialen Umfeld, am Kulturkreis, an der Stadt ...? Vielleicht ist es auch so, dass du aus irgendwelchen Gründen stark mit deinen Kräften haushalten musst und darum jeder, der etwas von dir in Anspruch nimmt, schnell an deine Grenzen stößt?

    Es ist traurig, dass du so viele schlechte Erfahrungen gemacht hast. Nicht alle Menschen sind manipulativ oder gehässig - im Gegenteil, es dürfte nur ein geringer Anteil sein.

    Grüße, Cariad

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