Hallo!
Mache mir schon lange Gedanken darüber, wie man glücklicher und aktiver werden könnt'.
Im Grunde fehlt mir wohl der Sinn im Leben. Für andere tun und machen ist gut und schön, aber man muss ja auch irgendwie seinen eigenen Kram geregelt kriegen, denn da hilft einem ja keiner mit, schon gar nicht so, wie man das selber gern hätte.
Ich gehöre zu denen, die sich nicht gut öffnen können und einen Anfall kriegen, wenn jemand seine Nase zu tief in meine Angelegenheiten steckt - wie so viele neugierige Menschen, die sich um einen "bemühen".
Aktiver Lebensstil wäre auf jeden Fall erstrebenswert, weil meine Jahre irgendwie farblos sind - eins wie's andere und es passiert nicht wirklich viel in meinem Leben, wobei die negativen Dinge (Menschen sterben und verlassen einen, ziehen einen über den Tisch usw.) sich überhaupt nicht vermeiden lassen, egal wie zurückgezogen und ruhig man lebt.
Meine Passivität und zurückgezogene Lebensweise ohne jegliches Ziel führt offensichtlich nur dazu, dass ich umso lieber ausgenutzt und reingelegt werde usw. Menschen, die in mein Leben treten sind natürlich selber aktiv und wählen mich aus (oft aus eben genannten Gründen). Jedenfalls wollen die natürlich immer irgendwas von mir, was nicht immer negativ sein muss, und doch reagiere ich schon bei allem, was an mich herangetragen wird genervt und fühle mich fremdbestimmt. Wohl weil ich keinen gescheiten Ausgleich aus eigener Aktivität beisteuern kann??!
Aktives Leben klingt so nach absolutem Chaos, weil ständig jemand auf der Matte steht, endlos viele Telefonate und wahrscheinlich immer dann, wenn man's nicht brauchen kann - keine ruhigen Mahlzeiten mehr und kein frühes Zubettgehen. Jedes Wochenende ausgebucht und von einem Treffen zum anderen hetzen. Keine ruhige Minute mehr. Wenn man sich nicht grad mit jemandem trifft, muss man das letzte Zusammensein mit anderen erstmal verarbeiten und wieder runterkommen.
Im einen Falle ist es eindeutig zu wenig Aktivität, im anderen Fall macht man sich total links und ist vollkommen gestresst, weil's viel zu viel ist. Ich merke nur, dass rund um mich herum die Menschen ziemlich aktiv sind und sich gerne viel öfter treffen wollen und komischerweise (so denke ich jedenfalls) alles im Griff haben (Beruf, Haushalt, Gesundheit etc.) Liegt das daran, dass die anderen nicht alleine sein können, oder liegt's an mir?
Wie handhabt ihr das denn so?
LG
Zotteldido
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14.06.2013, 13:02Inaktiver User
Aktiver, glücklicher Lebensstil
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14.06.2013, 14:59
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Naja, DEN aktiven und glücklichen Lebensstil per se gibt es ja nun nicht - das ist doch individuell sehr verschieden, wer sich mit was wohl fühlt. Ich habe z.B. Kolleginnen, die dauernd auf Achse sind und was vorhaben - da stresse ich schon, wenn ich mir das nur anhören muss. Ich selbst bin mehr ein home buddy was aber nicht heisst, dass ich nur auf der Couch hocke, sondern vielmehr zuhause meinen zahlreichen Hobbies nachgehe. Das ist für mich aktiv, und ich fühle mich sehr wohl dabei, aber es gibt eben auch genug Leute, denen fällt schon bei einem Tag zuhause das Dach auf dem Kopf. Ich brauche auch nicht dauernd Leute um mich herum - einmal Besuch in drei Monaten reicht mir.
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14.06.2013, 15:48
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Hallo Zotteldido,
für mich liest es sich so, als ob du jemand bist, der lieber ruhig und ein wenig zurückgezogen lebt. Du wünscht dir mehr Farbe im Leben, aber wenn du es zulässt, bricht für dich das Chaos aus?
Ich glaube, es gibt nicht nur schwarz und weiß. Wichtig ist, dass du die Bestimmerin in deinem Leben wirst.
Warum gehst du nicht aktiv auf Leute zu, die dir sympathisch sind, womöglich auch eher etwas ruhiger? Du musst dich ja nicht von "Aktivmenschen" kontakten lassen.
Das gehört für mich auch dazu: mir selbst die Erlaubnis zu geben, an bestimmter Stelle "nein" zu sagen.
Andererseits werde ich auch von selbst initiativ und mache mal etwas, das mich interessiert. Auch allein.
Ich finde es nicht zielführend, wenn du dich mit anderen vergleichst und dabei deine eigene Persönlichkeit aus den Augen verlierst. Jeder ist anders.
Wie würdest du denn gerne leben? Welche Wünsche hast du?
LG
Capbreton
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14.06.2013, 19:06
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
nein, auf keinen Fall!
In meinem Leben gibt es intensive Phasen, das stimmt, aber es gibt auch die ruhigen Oasen - my home is my castle.
Ich hab in meinem Leben starke saisonale Schwankungen, das mag ich - und durchaus eine Fülle von unterschiedlichen Tätigkeiten, aber das meiste ist geplant und nicht super spontan. Und ich habe auch meine Grenze, wo ich Stop sage, denn es gäbe immer noch mehr und noch mehr zu tun, aber meine Energie ist nun mal endlich, und meine Nerven auch.
nein, haben sie nicht. Aber die meisten Leute hängen es ja nicht an die grosse Glocke, wenn etwas nicht klappt.dass rund um mich herum die Menschen ziemlich aktiv sind und sich gerne viel öfter treffen wollen und komischerweise (so denke ich jedenfalls) alles im Griff haben (Beruf, Haushalt, Gesundheit etc.)
Die Frage ist ja nicht, ob du mehr oder weniger Aktivitäten hast als andere Leute; die Frage ist, womit du dich wohl fühlst, was dein Leben lebendig und strahlend macht.Liegt das daran, dass die anderen nicht alleine sein können, oder liegt's an mir?
Es muss ja auch kein entweder-oder sein; da kann man ja stufenweise mehr oder weniger machen. zB mal einen zeitlich begrenzten Abendkurs besuchen, der Zeitaufwand ist berechenbar, wenn's fertig ist kann man nach Hause gehen (oder auch was trinken mit den andern, je nach Lust und Laune, wie es gerade komme), das ist doch in Ordnung, so wie es ist.
ich brauche auch ziemlich viel Zeit für mich allein - die nehme ich mir. Dann freue ich mich auch wieder auf soziale Anlässe.
grüsse, barbara
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18.06.2013, 13:40Inaktiver User
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Hallo!
Danke für eure Beiträge.
Habe darüber nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass ich eigentlich schon gerne mehr Kontakte hätte, aber irgendwie nie damit zurecht komme. Ständig finde ich was, das ich an anderen auszusetzen habe und wo ich dann lieber den Kontakt abbreche oder das nicht richtig genießen kann und auch von mir aus wenig aktiv werde. Und ich frage mich wie es anderen dabei so geht.
Ich frage mich dann auch, was hat man von Freunden denn zu erwarten? Bekommt man wirklich Hilfe, wenn man mal tief unten ist? Und was können sie schon für einen tun? Die haben ihre eigenen Familien, die natürlich wichtiger sind. Und meine einzige Freundin z. B. ist psychisch auch nicht so gut dabei, dass ich sie großartig mit etwas "belasten" könnte oder würde.
Irgendwie habe ich das Gefühl, die Menschen um mich herum sind alle ziemlich gestört und ich kann gar nicht anders als das alles zu analysieren, so gut es geht. Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken?! Meine Mutter, die seit dem Tod meines Vaters anhänglich geworden ist. Oder eine Bekannte, von der man weiß, dass sie ihrem Freund ein Kind untergejubelt hat - sie hatte einfach die Pille abgesetzt. Sie lässt ihn mit anpacken und bezahlen, hat aber das alleinige Sorgerecht - und natürlich gibt es dort ständig Spannungen. Eine andere, die von ihrem Partner verlassen wurde und sich den nächsten geangelt hat, der irgendwelche Störungen zu haben scheint. Die Nachbarin, der die Decke auf den Kopf fällt, und die gerne öfter zum Kaffeetrinken kommen würde und mir allein der Gedanke daran schon Stress bereitet. Die Kollegen, die den Chef abgesägt haben, bei dem sie sich einst furchtbar eingeschleimt haben, und mit dem neuen mittlerweile auch wieder unzufrieden sind. Verwandte, die man einst sehr mochte, die sich dann fürs Geld entschieden haben und ich darüber wohl niemals hinwegkommen werde. Um nur einiges zu nennen. Menschen, die dich gern ausnutzen und nett zu dir sind, hinter deinem Rücken aber abfällig über dich reden und sich kaputt lachen. Menschen, die dich ohne mit der Wimper zu zucken um deine Existenz bringen, nur damit sie's selber schön bequem haben und ihre Schulden abbauen können oder sich Vermögen aufbauen können. Und das könnte jetzt noch endlos so weiter gehen. Manche Dinge nerven mich einfach so, dass ich lieber ganz schnell das Weite suche.
Mir fehlen dazu die positiven Erlebnisse mit Menschen, die das wieder ausgleichen könnten. Vielleicht hatte ich die und habe sie auch, aber irgendwie kommt es mir so vor, dass ich von Menschen irgendwie total die Nase voll habe. Aber ich merke auch, dass ich psychisch immer mehr abbaue. Ob's nur daran liegt, dass ich zu wenig Wasser trinke und zu viel Zucker konsumiere?!? Ich weiß nicht. Mir fehlt irgendwie die Vorstellungskraft, freundschaftliche Beziehungen schön und zumindest weitgehend befriedigend gestalten zu können und dann noch so tun als wären sie dein bester Freund. Es liegt wohl auch daran, dass ich das rein organisatorisch gar nicht gewohnt bin, da ich ja schon seit meiner Jugend meist alleine in meinem Zimmer saß. Andere Menschen wachsen da quasi einfach rein und sie machen sich da natürlich keine großen Gedanken drum. Das ist für die einfach so normal wie für mich das allein rumsitzen.
Bei uns zu Hause war das auch so üblich, dass man zusammen rumsaß und zwar über dies und das sich ausgetauscht hat oder jemandem zuhörte, aber das ist möglicherweise auch etwas wenig. Menschen die viele Bekannte haben, unternehmen ständig was mit denen. Gehen aus oder grillen oder sonstwas. Das bin ich auch gar nicht gewohnt - und ist auch eine Geldfrage. Wenn meine Mutter kommt, läuft es ja auch so, dass wir dann den ganzen Tag zusammenhocken. So viel gibt es oft gar nicht zu reden über den langen Zeitraum. Da wäre es wohl wirklich sinnvoller, die Wohnung zusammen zu renovieren. Dann hätte man auch was geschafft?!
Mir fällt es aber sehr schwer, andere in mein Leben reinzulassen und sie teilhaben zu lassen. Ich habe dann meist das Gefühl, dass es nicht mein Leben ist sondern das eines anderen. Wenn man nicht aufpasst haben sie sich alles angeeignet, was eigentlich meins war - inklusive der Finanzen. Und das ist jetzt kein Scherz. Auf der anderen Seite tue ich mich aber auch schwer, andere zu bevormunden und sie ausschließlich nach meiner Pfeife tanzen zu lassen. Wobei mir das wohl auch immer mehr egal wird, denn so geht es mir auch nicht gut.
Ich möchte also schon gerne ein soziales Umfeld haben, mit dem ich mich wohlfühlen kann, weiß aber nicht wie. Nach wie vor werde ich wohl viel Zeit für mich allein brauchen, aber ich bin ja zu 95 % alleine, wenn man meinen Partner mal wegrechnet, der nachmittags, abends und nachts hier ist. Und ich merke, dass mir das ganz und gar nicht gut tut.
Was meine eigenen Wünsche angeht, da tue ich mich schwer. Zum einen denke ich vielleicht, dass ich was verpasse, wenn ich für eine Möglichkeit entscheide. Oder dass es doch nicht so prickelnd ist. Ich entscheide oft aus einem gewissen Pflichtgefühl heraus. Oder denke, dass sich einfach irgendwo zu vergnügen doch irgendwie etwas sinnlos ist. Hört sich doof an, was?
Und ich habe sogar Angst, dass meine Partnerschaft in die Brühe gehen könnte, wenn ich viele neue Menschen kennen lerne?! Das ist doch auch irgendwie bescheuert...
LG
ZotteldidoGeändert von Inaktiver User (18.06.2013 um 13:44 Uhr)
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18.06.2013, 16:25
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Ich bin introvertiert, ich brauch keinen Sinn im Leben, ich habe viel um die Ohren, und ich kriege mein Zeug meist auf die Reihe, aber nicht so gut, wie ich finde, daß ich sollte, und insgesamt läuft der Laden OK.
Da ich introvertiert bin, finde ich Leute fundamental anstrengend. Egal, wie gerne ich sie mag, egal, wie viel Spaß ich mit ihnen habe, egal wie nötig ich sie für bestimmte Aktivitäten brauche: Leute sind anstrengend. Deswegen ist es wichtig, Aktivitäten zu machen, die ohne Leute gehen. Ich gehe alleine wandern, schwimmen, stadtbummeln, ich lese, schreibe, spiele Gitarre für mich allein, ich fahre mit dem Rad zur Arbeit, weil in der Zeit absolut niemand was von mir will, das ist total entspannend. Ich gehe auch alleine auf Konzerte oder ins Kino, wenn ich Lust dazu habe.
Dadurch habe ich dann aber auch die Energie, mit mit Kumpels oder Freunden zum Spielen, Kochen, Wein trinken, Musik machen, Ausgehen... zu treffen.
Wenn ich an diesen Dingen keine Spaß mehr habe und sie als lästige Verpflichtung empfinde anstatt als anregend, mich aufgefressen fühle statt bestärkt, dann brauche ich mehr Allein-zeit und regel' das entsprechend.
Wenn ich merke, daß ich zu wenig spannende und herausfordernde Sachen mache, wenn ich mehr wahrgenommen werden will, wenn ich Bestärkung brauche, wenn ich merke, daß meine Gedanken langweilig werden, dann brauche ich mehr Aktivität, und möglicherweise mehr Leute, also arrangiere ich das.
Einige meiner Freundinnen sind die absoluten Betriebsnudeln, die jedes Wochenende auf einem Event oder Festival sind und noch unerwartete zwei Stunden "frei" verwenden, um sich über SMS kurzfristig mit einem netten Kollegen zum Kaffeetrinken zu treffen. Die nehmen mir aber nichts weg mit ihrer Aktitivät, außer vielleicht die Gelegenheit, sie zu treffen, wenn mir danach ist.
Weil ich wohl den Eindruck erwecke, mein Leben auf der Reihe zu haben (keine Krankheiten, nur wenige Aussetzter oder Katastrophen, gut sortierte Finanzen, aufgeräumte Bude, glückliche Katzen) und unglaublich langweilig werden kann, wenn ich es darauf anlege, haben selbst die skandalsüchtigsten unter meinen Verwandten es inzwischen aufgegeben, mich bei Familientreffen auf Tratschmaterial abzuklopfen, und nur meine Mutter fühlt sich noch berufen, ihre Nase mehr in meine Sachen zu stecken als sie meiner Ansicht nach sollte.
Wenn ich irgendwas sinnvolles machen wollte, würde ich gucken, ob irgendwelche Hilfsdienste Leute brauchen, die besser mit Sachen und Logistik sind als mit Leuten. Oder wenn ich "sinnvoll" weniger eng definiere, interessante Sachen lernen, oder ein größeres Projekt angehen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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18.06.2013, 16:45
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Es gibt keinen einzigen unter meinen guten Freunden, der nicht irgendwas an sich hat, was mich nervt. Aber deswegen den Kontakt abzubrechen käme mir vor als hätte man einen Jahresvorrat an Schokolade gewonnenn und würde den Gewinn ablehnen, weil auch ein paar Tafeln Trauben-Nuß dabei sind.
Das weißt du nicht, bis es passiert. Und es gibt Arten von "unten" wo deine Freunde dich nur in die Notfallambulanz fahren können -- es ist nicht die Aufgabe von Freunden und nicht innerhalb ihrer Möglichkeiten, deinen Blinddarm rauszunehmen oder deine klinische Depression zu therapieren.
Was sie tun können, hängt davon ab, welche Resourcen sie selber haben. Sie können dir Komplimente machen, dich zum Lachen bringen, dir Bücher empfehlen, mir dir im Kino den Hauptdarsteller anhimmeln, dir sagen, daß du die Leute reden lassen sollst. Sie können dir einen Job verschaffen, den Strafbefehl zahlen, das Fluchtauto fahren, wenn du von einer gewalttätigen Beziehung weg mußt. Sie können deine Bewerbung gegenlesen, deine Katze zum Tierarzt fahren, und dir Hühnersuppe bringen, wenn du Schnupfen hast.
Jeder ist irgeneines anderen Spinner...
Analyse ist gut, aber was tust du mit den Ergebnissen? Ich versuche, die Leute zu verstehen, damit ich gut mit ihnen klarkomme, damit unser geben-und-nehmen ein beidseitiger Gewinn ist, damit wir einander nicht auf die Füße treten. Oder um frühzeitig zu merken, daß jemand ein Junkie ist, der gleich mit dem Messer auf dich losgehen wird, weil er auf Entzug ist, oder ein Soziopath, der deine Unterschrift fälschen wird um 50.000 Mark zu stehlen.
Frei nach Kenny Loggins: "An manchen muß man dranbleiben, manche muß man gehen lassen, von manchen muß man weggehen und vor manchen davonlaufen". Analyse plus Kenntnis der eigenen Wünsche hilft, zu wissen, welcher welcher ist.
***
Überleg dir doch erst mal, was du willst und wie das aussehen soll, wenn es fertig ist. Und dann überlegst du, wie du da hin kommst.
Ach, und: Introversion und Abgrenzungsprobleme werden *nicht* durch den Bruch von Nahrungstabus ausglöst!** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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18.06.2013, 19:07
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Alle Menschen haben so ihre Macken. Also gucke ich, welche Aktivitäten kann ich mit wem machen, und geniesse das - und werfe ihnen nicht vor, dass sie für andere Aktivitäten weniger geeignet sind. Es gibt Leute, die lieben intellektuelle Gespräche; andere Leute lieben politische Gespräche; mit andern ist es gut, ins Kino zu gehen; Klavier zu spielen; über Männer zu tratschen - und so weiter. Bei allen so, wie es eben passt.
das ist eine Frage, die ich gar nicht so gern beantwortet haben möchte, denn tief unten zu landen, das ist nicht schön. Ich weiss, es gibt sicher einige Leute, bei denen könnte ich unterschlüpfen füreinige Zeit, sollte ich aus der Wohnung fliegen; es gibt einige, die können mir gute Ratschläge geben, falls nötig; aber wenn es irgend geht, möchte ich Freunde nicht dafür brauchen.Ich frage mich dann auch, was hat man von Freunden denn zu erwarten? Bekommt man wirklich Hilfe, wenn man mal tief unten ist? Und was können sie schon für einen tun?
ist das jetzt nicht etwas überdramatisiert?Menschen, die dich gern ausnutzen und nett zu dir sind, hinter deinem Rücken aber abfällig über dich reden und sich kaputt lachen. Menschen, die dich ohne mit der Wimper zu zucken um deine Existenz bringen, nur damit sie's selber schön bequem haben und ihre Schulden abbauen können oder sich Vermögen aufbauen können.
Dafür zu gucken, dass der Körper das bekommt, was er braucht, ist sicher nie falsch, und kann auch psychisch helfen.Ob's nur daran liegt, dass ich zu wenig Wasser trinke und zu viel Zucker konsumiere?!?
gute idee.Da wäre es wohl wirklich sinnvoller, die Wohnung zusammen zu renovieren. Dann hätte man auch was geschafft?!
ja, es ist wichtig, die eigenen Grenzen klar abzustecken. Finanzielle, emotionale, zeitliche, berufliche etc.Wenn man nicht aufpasst haben sie sich alles angeeignet, was eigentlich meins war - inklusive der Finanzen. Und das ist jetzt kein Scherz.
ich halte es nie für sinnlos, neue Erfahrungen zu machen. Im schlimmsten Fall macht man einen Haken drunter und geht nie nie wieder an diesen Ort - im besten Fall gewinnt man neue Menschen, eine neue Leidenschaft.Was meine eigenen Wünsche angeht, da tue ich mich schwer. Zum einen denke ich vielleicht, dass ich was verpasse, wenn ich für eine Möglichkeit entscheide. Oder dass es doch nicht so prickelnd ist. Ich entscheide oft aus einem gewissen Pflichtgefühl heraus. Oder denke, dass sich einfach irgendwo zu vergnügen doch irgendwie etwas sinnlos ist. Hört sich doof an, was?
grüsse, barbara
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20.06.2013, 16:35
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Hallo Zotteldio,
es fällt schon auf, dass Du einerseits gerne aktiver wärst und mehr mit anderen Menschen zusammen, auf der anderen Seite aber ein extrem negatives Menschenbild hast.
Ich frage mich bei Menschen ehrlich gesagt nicht als erstes, was sie für mich tun könnten, wenn ich unten bin. Ich frage mich, was mir an ihnen gefällt, was wir gemeinsam haben, worüber wir reden, was wir zusammen unternehmen können. Und wenn ich da was finde, was mich neugierig macht und mir gefällt, reicht mir das erst mal, um in Kontakt zu treten. Alles weitere findet sich dann. Manche Kontakte enden wieder, weil es eben doch nicht passt, anderen intensivieren sich, weil man mehr und mehr zusammenwächst. Beides darf sein.
An jedem meiner Freunde gibt es Dinge, die mich zuweilen nerven. In manches mische ich mich auch schlichtweg nicht ein, sondern sage mir, ist nicht meine Angelegenheit. Eine Grenze ziehe ich nur da, wo ich mit den immer selben Problemen dauerhaft zugetextet würde, ohne dass sich was ändert. Das kann dann auch mal zum Kontaktabbruch führen.
ich bin grundsätzlich auch eher introvertiert und brauche viel Zeit für mich. Aber ich kenne auch mein Quantum an sozialer Interaktion, das ich brauche, um mich nicht einsam zu fühlen. Entsprechend plane ich meine Freizeitaktivitäten so, dass ich einerseits genug Raum für mich habe, aber immer auch ein paar Dinge, auf die ich mich freuen kann. Das muss man halt für sich ausbalancieren.
Aber am wichtigsten finde ich eine positive Grundhaltung anderen Menschen gegenüber. Bis zum Beweis des Gegenteils nehme ich mal nicht an, dass andere Menschen ihren Lebenssinn darin sehen, mir zu schaden oder mich zu ärgern.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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20.06.2013, 17:06
AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß eine positive Grundhaltung am leichtesten fällt, wenn man sie sich leisten kann. Wenn man nicht fürchtet, daß einem etwas weggenommen wird, daß man sich nicht erlauben kann, zu verlieren. Wenn man weiß, daß man den gewöhnlichen Schwierigkeiten gewachsen ist und die ungewöhnlichen früh genug kommen sieht, um das Hasenpanier zu ergreifen. Wenn man keine Angst vor der Einsamkeit hat.
Nichts gibt Vertrauen so sehr wie Erfolg, aber man kann sich zumindest, solange der Erfolg noch nicht da ist, klarmachen, daß man taff und gut im durchwursteln ist. Oder ähnliches.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **


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