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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Hallo Zotteldio,

    ehrlich gesagt befindet sich in meinem Freundeskreis praktisch niemand, der einfach unangemeldet an der Tür klingelt und mich mit Beschlag belegt. Eher ist es oft schwierig, überhaupt einen Termin für eine Verabredung zu finden, weil eben doch jeder viel um die Ohren hat. Und es wohnen ja nicht alle Freunde gleich um die Ecke.

    Ich glaube, Du musst wirklich von Deinem Denken runter, dass Freunde nur Zeiträuber und Blutsauger sind. Warum solltest Du dann überhaupt welche wollen?

    Klar, es gibt so Klammeraffen, Jammertanten, Nörgler, Nerver. Aber mit denen muss ich ja auch nicht befreundet sein. Meine Freunde sind lustig, zuverlässig, unterhaltsam, unternehmungslustig, interessante Gesprächspartner, einfach Menschen, mit denen ich gerne zusammenbin. Nicht Tag und Nacht, aber doch in regelmäßigen Abständen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  2. Inaktiver User

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hallo Zotteldio,

    ehrlich gesagt befindet sich in meinem Freundeskreis praktisch niemand, der einfach unangemeldet an der Tür klingelt und mich mit Beschlag belegt. Eher ist es oft schwierig, überhaupt einen Termin für eine Verabredung zu finden, weil eben doch jeder viel um die Ohren hat. Und es wohnen ja nicht alle Freunde gleich um die Ecke.

    Ich glaube, Du musst wirklich von Deinem Denken runter, dass Freunde nur Zeiträuber und Blutsauger sind. Warum solltest Du dann überhaupt welche wollen?

    Klar, es gibt so Klammeraffen, Jammertanten, Nörgler, Nerver. Aber mit denen muss ich ja auch nicht befreundet sein. Meine Freunde sind lustig, zuverlässig, unterhaltsam, unternehmungslustig, interessante Gesprächspartner, einfach Menschen, mit denen ich gerne zusammenbin. Nicht Tag und Nacht, aber doch in regelmäßigen Abständen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast es wieder mal schön auf den Punkt gebracht!

  3. Moderation

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Hallo Zotteldido,

    ich habe den Eindruck, du stellst dir hier selber ein Bein. Du willst etwas in deinem Leben ändern, aber entweder weißt du nicht was oder wie, oder du hast Angst vor Veränderung, oder beides, deswegen sagst du dir, daß die Änderung eine sein wird, die du ganz schrecklich findest, daß du machtlos gegenüber diesem Schrecklichen bist, und daß dein Leben ganz furchtbar sein wird, wenn du etwas änderst.

    Das ist eine sehr gute Argumentation, wenn man sich überzeugen will, alles beim alten zu lassen. Im Haus rumhängen, viel am Rechner sitzen, und sich wünschen, der Sinn des Lebens möge doch um die Ecke kommen und Hallo sagen, aber bloß nicht rein wollen oder zu lange bleiben.

    Ich denke wirklich, du solltest dich erst mal fragen:
    - Was ist für mich "aktiv"
    - Was ist für mich "glücklich".

    Und, ganz andere Baustelle:
    - Wie grenze ich mich ab.

    Beides verlangt, daß du ein bißchen auf etwas anderes als deine Ängste hörst. Aktiv heißt nicht ausgeliefert. Glücklich heißt nicht kreuzunglücklich. Abgrenzen heißt nicht, sich ein Loch zu graben und sich darain zu verstecken. Wenn deine Gedanken in diese Richtungen gehen, bewegst du dich nicht auf eine Lösung zu.

    Andere Leute sagen, wenn ihnen jemand auf den Wecker geht, "ist nicht, geht nicht, kann nicht, will nicht". Andere Leute treffen Verabredungen, wenn sie jemanden sehen wollen. Andere Leute sagen, wenn ein Kumpel Mittwoch nachts um drei vor der Tür steht und fragt, ob ihr nicht noch zusammen ein Bier trinken wollt, "bist du verrückt? es ist drei Uhr nachts und ich muß morgen arbeiten!" und machen die Tür zu. Andere Leute haben Hobbies, die sie alleine oder mit anderen Leuten machen. Andere Leute haben auch Probleme, sich abzugrenzen, ihre Belastbarkeit richtig einzuschätzen oder ihren Terminkalender gut einzurichten, aber sie machen das seit zehn oder zwanzig oder fünfzig Jahren und kriegen das immer wieder irgendwie in den Griff. Man lebt und lernt schließlich.

    Oder sie sitzen den ganzen Tag zuhause vor dem Rechner. Und sind damit vielleicht glücklich, und vielleicht nicht.
    Geändert von wildwusel (04.07.2013 um 11:46 Uhr) Grund: tippefhler.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Inaktiver User

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Hallo!

    Gestern war ich arbeiten und da wird mir dann wieder so einiges klar. Es liegt wohl defnitiv sehr viel an der begrenzten Energie. Hab' 5 Stunden Akkkord geschafft und danach (das hat mich gewundert, dass ich das überhaupt so noch hingekriegt hab') noch Essen gemacht. Hat auch ca. 1 Stunde gedauert. Hab' grad mit ner Diät/Ernährungsumstellung angefangen und da geht halt Fertiggericht in den Ofen - pling - Essen fertig - leider nicht mehr so. Danach war ich aber sowas von kaputt. Gegen 18 Uhr war ich bereits so im Eimer, dass ich echt zu gar nichts mehr in der Lage war, sogar Fernsehen war bereits die reinste Quälerei Heute habe ich frei und sollte eigentlich raus an die Luft und walken. Aber ich bin immer noch so k.o. und denke ich muss mich schonen, weil ich morgen ja wieder so ne Schicht hab'. Vielleicht sollte man's trotzdem machen mit dem Sport, damit der Körper sich anpassen kann, aber es soll ja auch nicht gut sein, sich so zu überfordern?! Ich schwitze auch immer viel auf der Arbeit. Scheinbar kann ich das Wasser so schnell nicht hineinschütten wie es wieder hinausgeht. Habe mir jetzt Bullrich's Vital geholt wegen der Mineralien und werde auch mal wieder Apfelschorle trinken. Hoffe es hilft.

    Auch das Gefühl, ständig im Haushalt rumzuwurschdeln und es nimmt irgendwie gar kein Ende Da hängt auch viel dran, dass ich energiemäßig nicht durchhalte und öfter Pausen einlegen muss. Generell das Gefühl, dass man nicht mal das allernotwendigste wirklich gut geregelt kriegt... Das macht mich so traurig. Ich habe ja nichtmal nen Vollzeitjob, wo ich gutes Geld verdiene. Da könnte man's noch verstehen, wenn ich dann kaputt bin. Obwohl auch da andere noch abends ausgehen und ihren Haushalt noch wuppen usw. Irgendwie habe ich das Gefühl, nicht weiterzukommen im Leben. Ist ja auch so...

    Ich glaube viele Probleme ließen sich dann besser lösen, wenn man fitter wäre. Letztens haben wir uns per Skype mit Freunden unterhalten und ich mache auch da schnell schlapp. Am Schluss dachte ich nur, hoffentlich ist das Gespräch (es war ziemlich lange) bald zu Ende, sonst muss ich tot vom Stuhl fallen. Macht so echt alles keinen Spaß. Es frustriert mich sehr. Wenn ich dann meine Tage habe, wo ich zu Hause rumhänge und mal nicht ganz so kaputt bin, dann geht es mir ganz gut. Aber so richtig glücklich bin ich damit ja auch nicht, denn ich lebe ja nicht richtig.

    Grüße

    Zottel

  5. Moderation

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hab' grad mit ner Diät/Ernährungsumstellung angefangen und da geht halt Fertiggericht in den Ofen - pling - Essen fertig - leider nicht mehr so
    Ich weiß nicht, ob das in deinen Plan paßt, aber ich finde TK-Gemüse ohne Würze und Soße den Renner für "keine Zeit, aber kein Fertiggericht mit endloser Liste komischer Zutaten". In die MW, mit Gewürzen, Kräutern (TK, fertig gehackt!), etwas Öl, vielleicht Nüssen oder Kernen abschmecken, fertig. Oder ich mach am WE ein Schmorgericht und friere gleich in MW-Geschirr ein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ich bin immer noch so k.o. und denke ich muss mich schonen, weil ich morgen ja wieder so ne Schicht hab'.
    Das mit dem Schonen ist verlockend, aber es schont den Körper nicht, auf dem Sofa zu sitzen, und den Geist nicht, Fernzusehen. Sport, wenn du es nicht gewöhnt bist, wäre vielleicht übertrieben, aber einfach mal eine halbe Stunde spazierengehen, um etwas Sonne und Bewegung zu kriegen, kann schon richtig helfen. Sonnenlicht hilft gegen Mattheit und Trübsinn.

    Ich mache Wasser oder Mineralwasser mit Minze oder mit Ingwer und einem Schuß Zitrone an, damit es mir nicht irgendwann beim dritten Liter im Hals steckenbleibt...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe ja nichtmal nen Vollzeitjob, wo ich gutes Geld verdiene. Da könnte man's noch verstehen, wenn ich dann kaputt bin
    Gutes Geld zu verdienen baut unheimlich auf, und macht das Leben in so vielen Dingen leichter und streßfreier. Man muß weniger planen, sich weniger sorgen, kann mal fünf gerade sein lassen, andere Leute sich kümmern lassen, schläft besser... ein schlecht bezahlter, anstrengender, unregelmäßiger Job oder eine prekäre Existenz fressen einen mehr auf als eine gehobene Position.

    Kannst du den Haushalt darauf angucken, was gemacht werden muß und wie das am zügigsten gemacht werden kann, und was nicht, oder selten gemacht werden muß, was man in ein Zeitkorsett zwängen kann, damit es nicht ständig getan werden muß? z.B., aufgeräumt und abgewaschen wird jeden Abend vor dem Schlafengehen, nicht jedesmal, wenn was anliegt. Gewaschen wird am Samstag, während die WaMa läuft, wird gewischt, gebügelt wird am Sonntag -- nicht jedesmal, wenn eine Trommel voll würde oder der Boden sauberer sein könnte. Oder so.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube viele Probleme ließen sich dann besser lösen, wenn man fitter wäre
    Auf jeden Fall! Aber fitter wird man nicht dadurch, daß man zwischen Arbeit und Bett/Sofa hin- und herpendelt (es sei denn, man hat einen sehr ungewöhnlichen Job.) Fitter (und entspannter) wird man, wenn man immer mal wieder was anderes macht. Das glaubt man aber immer erst mal selber nicht, und sich einen Ruck zu geben, wenn man schon alle Willenskraft braucht, um nur durch den Alltag-wie-er-ist zu kommen, ist leider auch leichter gesagt als getan.

    Fällt mir noch ein, man kann sich auch mal aus einem Skype oder sonst einem Gespräch zurückziehen, mit "tut mir leid, Leute, aber ich bin hundemüde, man sieht sich, tschüß". Onlinegerede ist genau so schlimm wie Hausarbeit was die Ausbreitung über die Zeit betrifft....
    Geändert von wildwusel (04.07.2013 um 12:07 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das mit dem Schonen ist verlockend, aber es schont den Körper nicht, auf dem Sofa zu sitzen, und den Geist nicht, Fernzusehen. Sport, wenn du es nicht gewöhnt bist, wäre vielleicht übertrieben, aber einfach mal eine halbe Stunde spazierengehen, um etwas Sonne und Bewegung zu kriegen, kann schon richtig helfen. Sonnenlicht hilft gegen Mattheit und Trübsinn.
    (...)
    Auf jeden Fall! Aber fitter wird man nicht dadurch, daß man zwischen Arbeit und Bett/Sofa hin- und herpendelt (es sei denn, man hat einen sehr ungewöhnlichen Job.) Fitter (und entspannter) wird man, wenn man immer mal wieder was anderes macht. Das glaubt man aber immer erst mal selber nicht, und sich einen Ruck zu geben, wenn man schon alle Willenskraft braucht, um nur durch den Alltag-wie-er-ist zu kommen, ist leider auch leichter gesagt als getan.
    Das kann ich so bestätigen.

    Ich finde es legitim, auch mal einen "Couch Potatoe"-Tag einzulegen. Aber wenn der Alltag nur noch aus Arbeit und Couch Potatoing besteht, wird es irgendwann schwierig, es verschwimmt alles zu einem grauen Brei. Wenn der Job anstrengend ist, dann richte in der Freizeit den Blick auf das, was Dir gut tut. Das ist "Ausruhen" möglicherweise zu einem gewissen Anteil, aber was einem gut tut, ist manchmal auch mit einem Anteil Aktivierungs-Energie verbunden, die man erst einmal aufbringen muss (Stichwort "innerer Schweinehund"): ein wenig Sport, einem Hobby nachgehen, Menschen, die einem gut tun, treffen usw..

    Ich habe vor Kurzem angefangen zu joggen. Seit Jahren relativ untrainiert, bedeutet das, dass die Zeiten, die ich laufen kann, sich erst einmal lächerlich anhören. Aber in den drei Wochen, die ich jetzt dabei bin, habe ich sie verdreifachen können und bin stolz darauf (mein Ziel ist es, 30min. ohne Unterbrechung zu joggen, und das jeden zweiten Tag). Ein schöner Nebeneffekt: Man ist dabei so sehr mit Atmung, Muskeln, Tempo beschäftigt, dass gedanklich kein Platz für irgendetwas anderes bleibt - das Abschalten gelingt prima. Allein das hilft mir, am Ball zu bleiben. Das Laufen tut mir augenblicklich gut.

    Sport ist das Eine, Interessen das Andere. Zeit schaffen für das, was einem interessiert, wo man sich begeistern kann, wo einem das Herz aufgeht, das hilft dann auch schon mal, den Unannehmlichkeiten, die sich immer mal einstellen, begegnen zu können, ohne gleich umzufallen. Was interessiert Dich, wo erlebst Du so etwas wie einen Flow?

    Und dann die Menschen, die man in sein Leben lässt. Auch mir fällt auf, dass Du ziemlich schwarz-weiß denkst. Du erwähntest aber irgendwo auch mal, dass Du schizoide Züge hast. Ist das eine geklärte Diagnose oder denkst Du das von Dir selbst? Egal, da würde ich mal ansetzen: Wo wertest Du zu extrem? Wo sind Deine Grenzen unklar - Dir selbst und auch in der Äußerung anderen gegenüber? Wo überforderst Du auch Menschen mit Deinen Ansprüchen? Tust Du das, um den Grauzonen "auszuweichen", um Dich nicht mit den Zwischentönen zu beschäftigen? Was gibst Du wiederum? Und wenn Du immer wieder Menschen triffst, die Dich mit Haut und Haaren fressen - woran könnte das liegen? Vielleicht änderst Du mal Dein Vorgehen, schaust Dir Menschen an, die Du sonst auch mal übersiehst. Und lass Dich und andere einfach menschlich sein, wir haben alle unsere Fehler und Schwächen. Und so manche Bewertungen stehen uns gar nicht zu, weil wir die Hintergründe von Entscheidungen/Verhaltensweisen nicht gut genug kennen.

    Über den vorherigen Punkt - Deine Interessen, das, was Dich berührt - hast Du auch eher die Chance, Menschen kennen zu lernen, die Dir ähnlich(er) sind. Wenigstens in diesem einen Punkt würdet ihr ähnlich ticken. Dann sind die Kontakte nicht anstrengend, sondern bereichernd. Vielleicht auch mal anstrengend bereichernd, aber das ist ja auch okay.


    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Gutes Geld zu verdienen baut unheimlich auf, und macht das Leben in so vielen Dingen leichter und streßfreier. Man muß weniger planen, sich weniger sorgen, kann mal fünf gerade sein lassen, andere Leute sich kümmern lassen, schläft besser... ein schlecht bezahlter, anstrengender, unregelmäßiger Job oder eine prekäre Existenz fressen einen mehr auf als eine gehobene Position.
    Einerseits ja. Andererseits: kommt drauf an. Wenn ein gut bezahlter Job erkauft wird zum Preis von schlechten Arbeitsbedingungen oder einem Tätigkeitsfeld, das einem nicht liegt, wird das ganz schnell wieder ein zusätzlicher Stressor. Wenn die Gesamtbilanz mindestens neutral ist, passt es aber wieder. Ich habe mir, um da ein wenig innerliche Freiheit zu bekommen, Gedanken darüber gemacht, was mir wichtig ist, worauf ich verzichten kann und wie viel Geld ich in etwa dafür brauche (plus etwas Spielraum für Unvorhergesehenes).

    In Verbindung damit, dass das Leben reicher wird, wenn die Zeit außerhalb der Arbeit auch Sinnhaftes und Erfüllendes mit sich bringt, ist es dann auch nicht ganz so dramatisch, wenn es mal Stress bei der Arbeit gibt. Das Lebensgefühl steht dann eben auf mehreren Füßen. Da ist es dann auch mal aushaltbar, wenn einer davon verstaucht ist.
    Geändert von LaRimbecca (04.07.2013 um 13:09 Uhr) Grund: Tastatur langsamer als Gedankengänge
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Den inneren Schweinehund kannst nur du selbst besiegen.

    Ich sag das nicht nur so dahin, denn ich weiss genau, wie du dich fühlst. Mir ging es selber lange so wie dir, und zum Teil geht es mir heute noch so.

    Du musst ja nicht jeden Tag oder jeden Abend etwas unternehmen, aber wenn man mehrmals im Monat Dinge hat, die einen aus dem Haus treiben und auf die man sich mit der Zeit auch freut, hilft das schon ungemein. Wenn man dazu vielleicht noch ein wenig Sport treibt.... ich weiss, ich weiss, Standard-Ratschläge. Ich habe seit dem Schulsport, den ich gehasst habe, nie Sport getrieben und habe vor ungefähr drei Monaten damit angefangen. Der Unterschied zu vorher, was meine mentale Verfassung betrifft, ist nicht mit Worten zu beschreiben.

    Ich muss trotzdem noch oft meinen Schweinhund bekämpfen. Selbst zu Dingen, die ich eigentlich GERN mache, muss ich mich oft aufraffen/zwingen/selber in den Hintern treten. Offensichtlich sind wir halt so.

    Was Freundschaften betrifft, ich würde gern einen netten Freundeskreis haben ABER ich wohne sehr ungünstig wenn es darum geht, neue Leute zu treffen. An anderen Dörflern habe ich wenig Interesse (ich weiss das klingt etwas fies, aber ich habe mit den Frauen hier im Ort nicht wirklich viel gemeinsam). Also ab in die Stadt. Das kann ich aber nur ca. einmal pro Woche oder seltener machen, und ich verbringe auch gern Zeit mit mir SELBER (bin introvertiert und brauche das). Also habe ich auch die Bedenken, dass neue Freundschaften/Kontakte von meiner "Ich-Zeit" weggehen. Im Moment beschränke ich mich daher auf einen Stammtisch, der einmal im Monat stattfindet.

    Aber die Initialzündung musst du dir selber verpassen.

    Ich wollte einfach nicht mehr so leben. Ständig nur Leben aus zweiter Hand (Internet).
    Geändert von moonbeam10 (06.07.2013 um 13:38 Uhr)

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