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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß eine positive Grundhaltung am leichtesten fällt, wenn man sie sich leisten kann. Wenn man nicht fürchtet, daß einem etwas weggenommen wird, daß man sich nicht erlauben kann, zu verlieren. Wenn man weiß, daß man den gewöhnlichen Schwierigkeiten gewachsen ist und die ungewöhnlichen früh genug kommen sieht, um das Hasenpanier zu ergreifen. Wenn man keine Angst vor der Einsamkeit hat.

    Nichts gibt Vertrauen so sehr wie Erfolg, aber man kann sich zumindest, solange der Erfolg noch nicht da ist, klarmachen, daß man taff und gut im durchwursteln ist. Oder ähnliches.
    Zumindest ist das die Zeit, wo man sich eine solche Haltung aneignen kann und sollte.

    Mir wurde durch meine Krankheit eine Menge genommen, vor allem etliche Lebensgewissheiten. Aber auf der anderen Seite habe ich, sicher auch durch meine positive Grundhaltung, sehr sehr viel bekommen, nicht zuletzt Unterstützung und Zuwendung von anderen Menschen.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  2. Inaktiver User

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Hallo!

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß eine positive Grundhaltung am leichtesten fällt, wenn man sie sich leisten kann. Wenn man nicht fürchtet, daß einem etwas weggenommen wird, daß man sich nicht erlauben kann, zu verlieren. Wenn man weiß, daß man den gewöhnlichen Schwierigkeiten gewachsen ist und die ungewöhnlichen früh genug kommen sieht, um das Hasenpanier zu ergreifen. Wenn man keine Angst vor der Einsamkeit hat.

    Nichts gibt Vertrauen so sehr wie Erfolg, aber man kann sich zumindest, solange der Erfolg noch nicht da ist, klarmachen, daß man taff und gut im durchwursteln ist. Oder ähnliches.
    Das ist gut geschrieben. Und da liegt vielleicht das Problem, dass man irgendwie immer tiefer rutscht, je mehr Menschen einen enttäuschen und bös über den Tisch ziehen. Ich kenne nicht viele Menschen, absolut nicht. Aber recht viele von den wenigen sind irgendwie nur an ihren eigenen Vorteilen interessiert.

    Es ist so ein Kreislauf. In der Kindheit wurde man so erzogen, dass man stetig einen emotionalen starken Mangel hatte. Da gab es keine gut funktionierenden Beziehungen, egal welcher Art. Und die, die noch schön gewesen ist, zerbrach beim Erben.

    Und irgendwie ist es so, dass ich einen nach dem anderen anziehe, der mich ausnutzt. Die geben sich ja fast die Klinke in die Hand. Und ich denke, dass ich die Anzahl dieser Menschen noch gut minimiert halten konnte, weil ich meist den ganzen Tag zu Hause alleine sitze. Denn erfahrungsgemäß lass ich mich sehr gerne einlullen und mitreißen und der Vorsatz, mich nicht schon wieder ausnutzen und über den Tisch ziehen zu lassen, nutzt irgendwie überhaupt nichts. Immer ist irgendwas, wo es dann doch wieder nicht funktioniert. Und oft scheint es wieder irgendeine "Notlage" zu sein, die einen dann davon abhält, dem Wicht oder der Wichtin Saures zu geben.

    Es ist so schwer aus diesem Loch herauszukommen. Und die Frage nach dem, wofür kann man Freunde brauchen, meinte ich eher aus folgendem Aspekt heraus. Klar, möchte ich auch niemanden brauchen müssen. Das ist mir noch am liebsten. Die Frage war halt, was auch schön beantwortet wurde, wie weit kann man denn gehen, damit man Freunde nicht überfordert oder vielleicht auch ausnutzt.

    Ich frage wohl aus meiner immer noch bestehenden Notlage heraus. Das Problem ist oft sogar dann so, dass ich mich eben nicht besonders gut fühle und mich dann eher nicht melde. Denn dann fällt es mir schwer, gute Stimmung zu verbreiten oder falls der andere sich auskotzen will, wäre mir das dann auch grad ein bisschen zuviel. Auch fehlen mir natürlich noch die Erlebnisse, die ich erzählen könnte und oft lamentiere ich dann auch rum - eigentlich ist es immer dasselbe. Das geht mir selber auch auf den Keks.

    Neue Leute kennen lernen, wenn man nicht bedürftig ist und auf jeden Hallodri anspringt, obwohl man sich immer vornimmt, nicht so doof zu sein - das ist schwierig. Und man muss ja gewissermaßen auch eine Durststrecke bewältigen können, weil Beziehungen und Freundschaften erst wachsen müssen, falls man überhaupt jemand passendes findet.

    Ich denke, ich sollte einen Schlachtplan entwickeln und das Leute kennen lernen endlich mal nach meinen Regeln gestalten. Dann geht vielleicht weniger schief. Wenn man sich selber an jemanden ranschmeißt, der einen interessiert, dann ist man besetzt und die Blutsauger bleiben einem so vielleicht besser vom Hals. Das letzte Mal als wir aus waren, waren wir so dämlich und saßen am Tisch, der am weitesten weg vom Geschehen war und wo die Leute dransaßen, mit denen keiner zu tun haben wollte. Irgendwie zieht sich das auch wie so ein roter Faden durch mein Leben. Und immer war es im Grunde so, dass es sich für mich so ergeben hatte mit den Kontakten. Sie fanden mich und ich habe mir nie die Mühe gemacht, selber welche zu suchen. Das ist aber auch echt so, dass man dann so im Treiben ist mit diesen Menschen, dass man gar keine Zeit und Energie mehr hat, um sich nach etwas umzuschauen, was vielleicht besser für einen wäre.

    Und wenn ich so dasitze und mir denke, ich könnte jetzt losziehen und mir suchen, wen ich möchte - dann habe ich Probleme damit, mir das auch richtig vorzustellen, was ich genau will. Aber ist schon richtig. Erst gucken, was will ich und dann darauf hin arbeiten.

    Also das größte Problem ist bei mir wohl, dass ich es einfach überhaupt nicht verhindern kann, wenn mich jemand reinlegen will und ich zu vieles durchgehen lasse bei anderen. Ständig Entschuldigungen suche für echt unverschämtes Verhalten. Die Hoffnung, Menschen zu finden, mit denen ich es gut aushalten könnte, ist nicht besonders groß. Etliche Leute haben die total großen Störungen. Vielleicht kommt's mir nur so vor, weil die sich alle bei uns tummeln?

    Ein Beispiel möchte ich noch kurz anfügen: Eine Bekannte hat einen Freund, mit dem sie ein Kind hat. Er hat sich breitschlagen lassen. Sie muss wieder arbeiten, er muss aber logischerweise mehr zahlen, da sie ja nicht so viel verdient. Er hilft bei der Hausarbeit und das Kind zu betüddeln. Aber beim Sorgerecht ist sie allein eingetragen. Und das hat er erst vor kurzem erfahren. Und ich habe die oft noch in Schutz genommen, weil sie's ja auch nicht so einfach hat usw. Im Grunde ist sowas echt ne Unverschämtheit und zeigt den Charakter eines Menschen, oder nicht? Zum Glück habe ich nicht viel mit ihr zu tun, aber die hatte mich am Anfang auch schon als beste Freundin erhofft. Nur dass ich darauf keine Lust hatte. Zum Glück hat sie das wohl gemerkt oder selbst keine Lust mehr gehabt dazu. Hätte sie sich bei mir oft gemeldet usw. wäre ich bestimmt wieder eingebrochen. So gehe ich nur alle paar Monate zum Haareschneiden hin. Bisher hatte ich nix dafür zahlen müssen. War halt finanzielle Notlage gewissermaßen. Und ich überlege, dass ich das nicht mehr mache, da man sich sonst wieder bei Gelegenheit zu viel gefallen lässt, weil sie das ja alles macht und dann kann man ja nicht so gemein sein blabla...

    Ich muss echt härter werden und andere mit ihren Problemen selber wurschdeln lassen. Nach mir fragt schließlich auch keiner Ist aber nicht so leicht, da das Programm leider irgendwie automatisch abläuft.

    LG

    Zotteldido

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Hallo Zotteldio,

    Du schreibst, dass Deine Freundin Dir kostenlos die Haare schneidet, regst Dich aber gleichzeitig darüber auf, dass Sie ihrem Freund kein Sorgerecht für das gemeinsame Kind eingeräumt hast und unterstellst ihr damit einen schlechten Charakter. Und ich kann mir vorstellen, dass Du nur Negatives siehst, wenn Du Menschen so wahrnimmst. Was Deine Freundin mit ihrem Freund tut, ist letztlich Angelegenheit der beiden, die sie auch untereinander klären sollten. Du kannst nachfragen, warum sie so gehandelt hat, kannst auch Deine Meinung dazu äußern, aber letztlich geht es Dich nichts an und betrifft Dich ja auch nicht. Dass sie Dir gratis die Haare schneidet, obwohl Du ansonsten nicht viel mit ihr zu tun haben willst, ist hingegen etwas, was Dich direkt angeht, und es ist etwas Positives. Aber das wendest Du lieber auch gleich ins Negative.

    Ganz ehrlich, wenn ich das so lese, wäre ich nicht gerne mit Dir befreundet. Du schreibst, dass Du dich ständig ausgenutzt fühlst, aber merkst Du nicht, dass Du diese Freundin genauso ausnutzt? Freundschaft bedeutet auch, dass man sich klar wird, was man selbst bereit ist, für eine Freundschaft zu geben.

    Ich habe im letzten halben Jahr, während einer schweren Erkrankung, so viel Zuwendung und Aufmerksamkeit erfahren und auch zwei neue gute Freundschaften geschlossen. Und das sicher auch, weil ich meine Krankheit nie in den Mittelpunkt gestellt, wenig erwartet und für alles dankbar war, was ich bekommen habe. Ich lasse mich nicht ausnutzen, aber Freundschaft besteht für mich auch in der Freude zu geben, was ich halt gerade geben kann. Und auch wenn das situationsbedingt manchmal nicht viel ist, so ist es doch nie nichts.

    Um Freundschaften zu schließen, braucht es nicht zwingend einen Schlachtplan, sondern ein offenes Herz, Vertrauensvorschuss, Freude, Herzlichkeit. Es braucht Gemeinsamkeiten, Zuneigung, Verlässlichkeit, Großzügigkeit. Vielleicht überlegst Du erstmal, was Du selbst wirklich bereit bist, anderen Menschen davon zu geben.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!


    Das ist gut geschrieben. Und da liegt vielleicht das Problem, dass man irgendwie immer tiefer rutscht, je mehr Menschen einen enttäuschen und bös über den Tisch ziehen. Ich kenne nicht viele Menschen, absolut nicht. Aber recht viele von den wenigen sind irgendwie nur an ihren eigenen Vorteilen interessiert.

    Es ist so ein Kreislauf. In der Kindheit wurde man so erzogen, dass man stetig einen emotionalen starken Mangel hatte. Da gab es keine gut funktionierenden Beziehungen, egal welcher Art. Und die, die noch schön gewesen ist, zerbrach beim Erben.

    Und irgendwie ist es so, dass ich einen nach dem anderen anziehe, der mich ausnutzt. Die geben sich ja fast die Klinke in die Hand. Und ich denke, dass ich die Anzahl dieser Menschen noch gut minimiert halten konnte, weil ich meist den ganzen Tag zu Hause alleine sitze. Denn erfahrungsgemäß lass ich mich sehr gerne einlullen und mitreißen und der Vorsatz, mich nicht schon wieder ausnutzen und über den Tisch ziehen zu lassen, nutzt irgendwie überhaupt nichts. Immer ist irgendwas, wo es dann doch wieder nicht funktioniert. Und oft scheint es wieder irgendeine "Notlage" zu sein, die einen dann davon abhält, dem Wicht oder der Wichtin Saures zu geben.

    Es ist so schwer aus diesem Loch herauszukommen. Und die Frage nach dem, wofür kann man Freunde brauchen, meinte ich eher aus folgendem Aspekt heraus. Klar, möchte ich auch niemanden brauchen müssen. Das ist mir noch am liebsten. Die Frage war halt, was auch schön beantwortet wurde, wie weit kann man denn gehen, damit man Freunde nicht überfordert oder vielleicht auch ausnutzt.

    Ich frage wohl aus meiner immer noch bestehenden Notlage heraus. Das Problem ist oft sogar dann so, dass ich mich eben nicht besonders gut fühle und mich dann eher nicht melde. Denn dann fällt es mir schwer, gute Stimmung zu verbreiten oder falls der andere sich auskotzen will, wäre mir das dann auch grad ein bisschen zuviel. Auch fehlen mir natürlich noch die Erlebnisse, die ich erzählen könnte und oft lamentiere ich dann auch rum - eigentlich ist es immer dasselbe. Das geht mir selber auch auf den Keks.

    Neue Leute kennen lernen, wenn man nicht bedürftig ist und auf jeden Hallodri anspringt, obwohl man sich immer vornimmt, nicht so doof zu sein - das ist schwierig. Und man muss ja gewissermaßen auch eine Durststrecke bewältigen können, weil Beziehungen und Freundschaften erst wachsen müssen, falls man überhaupt jemand passendes findet.

    Ich denke, ich sollte einen Schlachtplan entwickeln und das Leute kennen lernen endlich mal nach meinen Regeln gestalten. Dann geht vielleicht weniger schief. Wenn man sich selber an jemanden ranschmeißt, der einen interessiert, dann ist man besetzt und die Blutsauger bleiben einem so vielleicht besser vom Hals. Das letzte Mal als wir aus waren, waren wir so dämlich und saßen am Tisch, der am weitesten weg vom Geschehen war und wo die Leute dransaßen, mit denen keiner zu tun haben wollte. Irgendwie zieht sich das auch wie so ein roter Faden durch mein Leben. Und immer war es im Grunde so, dass es sich für mich so ergeben hatte mit den Kontakten. Sie fanden mich und ich habe mir nie die Mühe gemacht, selber welche zu suchen. Das ist aber auch echt so, dass man dann so im Treiben ist mit diesen Menschen, dass man gar keine Zeit und Energie mehr hat, um sich nach etwas umzuschauen, was vielleicht besser für einen wäre.

    Und wenn ich so dasitze und mir denke, ich könnte jetzt losziehen und mir suchen, wen ich möchte - dann habe ich Probleme damit, mir das auch richtig vorzustellen, was ich genau will. Aber ist schon richtig. Erst gucken, was will ich und dann darauf hin arbeiten.

    Also das größte Problem ist bei mir wohl, dass ich es einfach überhaupt nicht verhindern kann, wenn mich jemand reinlegen will und ich zu vieles durchgehen lasse bei anderen. Ständig Entschuldigungen suche für echt unverschämtes Verhalten. Die Hoffnung, Menschen zu finden, mit denen ich es gut aushalten könnte, ist nicht besonders groß. Etliche Leute haben die total großen Störungen. Vielleicht kommt's mir nur so vor, weil die sich alle bei uns tummeln?

    Ein Beispiel möchte ich noch kurz anfügen: Eine Bekannte hat einen Freund, mit dem sie ein Kind hat. Er hat sich breitschlagen lassen. Sie muss wieder arbeiten, er muss aber logischerweise mehr zahlen, da sie ja nicht so viel verdient. Er hilft bei der Hausarbeit und das Kind zu betüddeln. Aber beim Sorgerecht ist sie allein eingetragen. Und das hat er erst vor kurzem erfahren. Und ich habe die oft noch in Schutz genommen, weil sie's ja auch nicht so einfach hat usw. Im Grunde ist sowas echt ne Unverschämtheit und zeigt den Charakter eines Menschen, oder nicht? Zum Glück habe ich nicht viel mit ihr zu tun, aber die hatte mich am Anfang auch schon als beste Freundin erhofft. Nur dass ich darauf keine Lust hatte. Zum Glück hat sie das wohl gemerkt oder selbst keine Lust mehr gehabt dazu. Hätte sie sich bei mir oft gemeldet usw. wäre ich bestimmt wieder eingebrochen. So gehe ich nur alle paar Monate zum Haareschneiden hin. Bisher hatte ich nix dafür zahlen müssen. War halt finanzielle Notlage gewissermaßen. Und ich überlege, dass ich das nicht mehr mache, da man sich sonst wieder bei Gelegenheit zu viel gefallen lässt, weil sie das ja alles macht und dann kann man ja nicht so gemein sein blabla...

    Ich muss echt härter werden und andere mit ihren Problemen selber wurschdeln lassen. Nach mir fragt schließlich auch keiner Ist aber nicht so leicht, da das Programm leider irgendwie automatisch abläuft.

    LG

    Zotteldido
    kannst du bei dir so ne generelle Unzufriedenheit merken? ich sehe dich-vorsichtig ausgedrückt-wie jemand, der das haar in der suppe sucht.........zwar dieses nicht immer findet, dafür aber nen stein oder irgendwas anderes........

    mein Patentrezept- für MICH- ist, das ich meinen Bedürfnissen agiere und mir dann die leute aus meinem freundes- oder Bekanntenkreis dazuhole.
    eine Freundin z.b würde ich damit erschlagen, wenn ich sie z.b mitnehmen wöllte auf ne Wanderung. die sitzt gerne zu haus, geht auch mal aus-mit der kann ich herrlich rumblödeln auf ne sarkastische tour. nimmt sich auch nich so ernst, das ist immer herrlich locker.
    eine andere nehme ich gern mit auf Wanderschaft-die is sehr beständig, hält große strecken durch, und hat da echt spaß dran. und ich auch.
    was würde ich mir und den Mädels antun, hätte ich den Anspruch die "blödel-frau" mit zum wandern nehmen zu wollen, und die stillere mit meinen Sarkasmus in den Wahnsinn treiben zu wollen?

    daher lasse ich jede so wie sie ist. ich gebe natürlich meinen Senf-auch ungefragt-dazu, die Entscheidungen im eigenen leben müssen die aber selber treffen..
    ich fahre da echt gut mit.........

  5. Inaktiver User

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zotteldido, woher kommt die negative Sicht auf deine Umwelt?

    Natürlich gibt es Menschen, die andere über den Tisch ziehen wollen, solche, die nerven, solche, die nicht verlässlich sind... aber mit denen freunde ich mich nicht an.
    Freunde findet man allerdings nicht, wenn man jede neue Bekanntschaft sofort daraufhin abklopft, welche Fehler er/sie hat und ob er/sie mir im Notfall nützlich sein könnte.
    Freunde findet man, indem man rausgeht aus seinen vier Wänden, Dinge tut, die einem Spaß machen, und offen ist für die Menschen, die man dabei trifft. Freundschaft muss wachsen und sich entwickeln. Das geht nicht per Beschluss. Aus vielen, vielen neuen Bekanntschaften wird, mit etwas Glück, hin und wieder eine Freundschaft. Aber das geht nicht von heut e auf morgen. Freundschaft entwickelt sich mit der Zeit.

    Deine Argumentation, dass du keine Freunde hast, weil ohnehin jeder in deinem Umwelt irgendetwas Negatives an sich hat, liest sich für mich wie eine Schutzbehauptung. Kann es sein, dass du dir schwer damit tust, auf andere zuzugehen und dich ein wenig zu öffnen? Und deshalb vorsorglich schon mal fast allen Menschen in deinem Umfeld unterstellst, es nicht gut zu meinen?
    Kann es sein, dass andere dich nicht in dem von dir gewünschten Maß in ihre Aktivitäten einbeziehen. Und deine Argumentation, dass ja doch jeder von den anderen schlimme Hintergedanken hat, ist ein Schutz für dich selbst, durch dieses Ausgeschlossensein nicht verletzt zu werden? Man kennt das bei kleinen Kindern: "Die Julia hat mich nicht zu ihrem Geburtstag eingeladen. Aber das macht mir gar nichts aus. Die ist nämlich sowieso doof." So ähnlich.... ?
    Wenn du Freunde finden/haben möchtest, musst du auch was dazu tun. Geh raus unter Leute! Bau dir einen Bekanntenkreis auf, aber erwarte zunächst mal nicht zu viel. Du kannst jemanden treffen, mit dem das gemeinsame Singen im Chor Spaß macht (nur so als Beispiel), mit dem du aber ungern deinen Urlaub verbringen möchtest. Du kannst jemanden treffen, der ein super Squash-Partner ist, der aber, wenn er nicht Squash spielt, ein bisschen zu viel über Fußball redet. Aber du kannst auch jemanden treffen, mit dem dir auch das Zusammensitzen nach einer gemeinsamen Aktivität Spaß macht... allmählich entdeckt ihr weitere Gemeinsamkeiten, verabredet euch auch mal außer der Reihe, eure Gespräche werden allmählich persönlicher... so entwickelt sich eine Freundschaft.

    Ein aktives Leben muss übrigens nicht bedeuten, dass man 24/7 unterwegs ist. Und bei den sehr aktiven Leuten, die ich kenne, vermüllt auch nicht der Haushalt. Im Gegenteil: Wer sich Zeit für sich nimmt und regelmäßig das tut, was er gerne tut, bezieht daraus viel Kraft für das, was er tun muss.

    Wenn du das Gefühl hast, zu viel zu Hause zu sitzen, dann fang doch klein an. Wie wäre es mit einem Volkshochschulkurs zu einem Thema, das dich interessiert? Der ist in der Regel einmal in der Woche, dauert nur ein oder zwei Stunden - und du legst dich nur für ein halbes Jahr fest. Vielleicht triffst du dort Leute, die danach noch gemeinsam was trinken gehen wollen. Oder du schlägst nach drei, vier Kursabenden selbst vor, noch was trinken zu gehen, wenn dir die Leute sympathisch sind. Und vielleicht macht es einigen gemeinsam so viel Spaß, dass sie sich gleich zum nächsten Kurs anmelden. Wenn nicht... es war ein Versuch.
    Oder du suchst dir was, wo du dich ehrenamtlich engagieren kannst: Im Sozialladen, bei der "Tafel", im Tierschutzverein. Den Umfang deines Engagements kannst du selbst bestimmen, du musst also nicht eine ganze Freizeit dran hängen.

    Ich lese aus deinem Post, dass du einen Partner hast. Wie sieht der das ganze denn. Ist der auch so eigenbrötlerisch veranlagt? Oder pflegt der seine Kontakte nach draußen? Wie gestaltet ihr eure Freizeit?

  6. Moderation

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Ich überblicke nicht ganz, was für dich denn "aktiver, glücklicher Lebensstil" heißt? "Aktiv" scheint für dich auf eine Art besetzt zu sein, die Unglück einschließt. Daß du weder trockenes Wasser noch ein Persönlichkeitstransplant, das dich auf einem zu einer Betriebsnudel macht, kriegen kannst, weißt du bestimmt auch.

    Wie stellst du dir das also vor, wenn es fertig ist? Wie willst du leben -- von Tag zu Tag? Was wird anders sein als jetzt?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Wenn Du eher introvertiert bist, dann möchtest Du vielleicht nicht so viel unter Menschen gehen und so viele Anregungen von außen haben. Das ist völlig okay. Du musst nicht aktiver sein, als Dir gut tut.

    Das Wichtigste bei Deinen Aktivitäten ist, dass Du sie gern machst, und dass sie Dich zufrieden machen. Dabei ist es egal, ob Du sie draussen mit anderen oder allein für Dich, möglicherweise im stillen Kämmerlein machst. Was sind denn Deine Interessen? Hast Du Hobbies? Hier hast Du eine Riesenauswahl an Dingen, die Deinem Leben Sinn geben können!

    Als introvertierter Mensch suchst Du Dir Deine Sozialkontakte auch genauer aus, und Du scheinst in dieser Hinsicht sehr kritisch zu sein. Vielleicht zu kritisch. Versuche mal, weniger den Richter über andere Menschen zu spielen, wenn es um Dinge geht, die Du vielleicht gar nicht beurteilen kannst. Deine Freundin kann gute Gründe dafür haben, sich das Sorgerecht nicht mit dem Kindsvater teilen zu wollen, die sie Dir vielleicht nicht auf die Nase binden will.

    Es ist okay, wählerisch zu sein, was Deine Freunde angeht. Wenn Du jedoch zu wählerisch bist, wenn Dir keine/r mehr gut genug ist, dann ist Deine Einsamkeit hausgemacht. Dann musst Du Dich wohl oder übel zu etwas mehr Wohlwollen anderen Menschen gegenüber durchringen.

    Ich habe Freunde und Freundinnen, mit denen bin ich gerne zusammen. Ich habe aber auch Bekannte, mit denen treffe ich mich eher in einem Arbeitszusammenhang, für einen engen persönlichen Kontakt sind die mir zu nervig oder sie haben definitiv nicht meine Wellenlänge. Sowas halte ich schon auseinander. Ich muss nicht jeden heiraten wollen, mit dem ich mich in meiner Freizeit abgebe.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  8. Inaktiver User

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Hallo!

    Also ich habe nochmal darüber nachgedacht, was eigentlich das Problem ist...

    Und letztlich geht mir immer nur die Panik im Kopf herum, dass die anderen mit vereinnahmen. Das ist denke ich die größte Angst, die ich habe. Dass ständig jemand an der Türe bimmelt und ich mein Leben nicht mehr im Griff habe. Weil die, die zu mir kommen, natürlich erstmal ihr Leben leben, denn schließlich haben sie (meistens) entschieden: Ich geh' mal dahin oder ruf' die an. Und ich reagiere bloß, finde dann aber kein Herz oder Gelegenheit, um mich abzugrenzen und jemanden auch mal vor die Türe zu setzen. Wir hatten so ein Exemplar, das alleinstehend war und jede Menge Zeit hatte. Der ging dann schonmal morgens um 1:00 Uhr erst nach Hause, obwohl wir morgens arbeiten gehen mussten.

    Generell ist es auch ganz natürlich, dass Menschen nicht immer fragen, ob sie vorbeischauen können - die klingeln einfach mal (weil sie grad in der Gegend waren) usw. Wenn man dann nur 10 Leute hat, die so drauf sind - also ich könnte mich glaube ich echt beerdigen lassen. Da kommt man doch zu nix mehr.

    Es ist wohl so, dass viele ihre Bekannten total in ihr Leben integrieren, d. h. die können in jede Ecke der Wohnung mit reingucken, da haben die gar kein Problem damit. Das ganze Leben wird mit denen geteilt. Ich weiß gar nicht (mehr) wie das ist oder habe die schlechte Erfahrung, dass sich Menschen so richtig in mein Leben reinhängen. Ich empfinde es zumindest so und habe eben Angst davor.

    Die besagte Bekannte wollte uns drei Stunden früher abholen als vereinbart war. Das wollten wir aber nicht und sie meinte, wir hätten uns doch nicht an ihr stören müssen, wenn sie bei uns rumsitzt. Sowas kann ich aber echt nicht brauchen. Da unterbinde ich den Kontakt lieber von Anfang an, anstatt mich morgens fragen zu müssen, wer heute wieder alles Langeweile hat und vorbeikommt.

    Vielleicht sind das auch wieder so "Extremfälle", aber ich trau' mich da wirklich schon gar nicht mehr, jemanden an mich ranzulassen. Ich bin das nunmal leider so gewohnt, allein zu sein. Doch glücklich bin ich damit nicht und ich sehne mich schon nach einem Gemeinschaftsgefühl. Kann mir aber kaum vorstellen, dass ich dort nicht komplett untergehe oder, das andere Extrem, nur irgendwelche Anhänger zu haben, die von mir profitieren möchten.

    Ich weiß nicht, ob ich mich da verständlich machen konnte. Meine Persönlichkeit ist ziemlich schizoid, das liegt auch teilweise in der Familie. Ich versuche vieles selber zu machen, wo andere dann jemanden fragen und Hilfe bekommen. Doch diese Hilfe muss man ja auch mit Gegengefallen bezahlen, was für mich nicht schlimm ist, sondern eher dass ich dann in einer zwischenmenschlichen Beziehung stecke und vielleicht meinen eigenen roten Faden verliere. Heißt, wenn der andere anruft, kann ich nicht immer sagen, ich bin nicht da. Diese ganzen Verpflichtungen, sich anderen zumindest zu einem großen Teil unterzuordnen und mich nach deren Leben richten zu müssen. Teilweise ist das ja ganz normal und natürlich auch logisch so. Aber hat man nur 10 Leute, die alle in der Woche mit irgendwas ankommen - woher soll ich denn dafür die Zeit und die Nerven nehmen?

    Weiß halt nicht wie andere das schaffen? Vielleicht liegt's ja auch an meiner Bräsigkeit?

    Wenn ich erstmal mit einer Person anfangen würde? Aber da fängt's dann schon an was die Gestaltung der neuen Bekanntschaft angeht. Ich glaube ohne eine neues Thema wie z. B. in einen Fitnesskurs gehen oder VHS-Kurs besuchen, wird es überhaupt nicht gehen. Und dann könnte man ja mit der Zeit sehen, wer als gute Bekanntschaft passen könnte.

    Mein Partner arbeitet viel, kommt nachmittags nach Hause und ist auch kaputt. Am Wochenende hat er auch kaum frei und die Freizeitgestaltung beschränkt sich eher auf gemeinsames Essen und Fernsehen. Ich sitze halt sehr viel am Computer.

    LG

    Zottel

  9. User Info Menu

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Aktives Leben klingt so nach absolutem Chaos, weil ständig jemand auf der Matte steht, endlos viele Telefonate und wahrscheinlich immer dann, wenn man's nicht brauchen kann - keine ruhigen Mahlzeiten mehr und kein frühes Zubettgehen. Jedes Wochenende ausgebucht und von einem Treffen zum anderen hetzen. Keine ruhige Minute mehr. Wenn man sich nicht grad mit jemandem trifft, muss man das letzte Zusammensein mit anderen erstmal verarbeiten und wieder runterkommen.

    Im einen Falle ist es eindeutig zu wenig Aktivität, im anderen Fall macht man sich total links und ist vollkommen gestresst, weil's viel zu viel ist. Ich merke nur, dass rund um mich herum die Menschen ziemlich aktiv sind und sich gerne viel öfter treffen wollen und komischerweise (so denke ich jedenfalls) alles im Griff haben (Beruf, Haushalt, Gesundheit etc.) Liegt das daran, dass die anderen nicht alleine sein können, oder liegt's an mir?

    Wie handhabt ihr das denn so?

    LG

    Zotteldido
    Was du da beschreibst, ist für mich keine aktive Lebensweise sonder eine chaotische.

    Ich selber bin sehr aktiv. Aber ich setze Prioritäten. Ich überlege genau, welche Hobbys mir warum am wichtigsten sind - leider sind das in der Hauptsache welche, bei denen ich kaum soziale Kontakte habe. Deswegen muss ich den Ausgleich finden und arbeite ständig daran, meine für mich so wichtigen sozialen Kontakte stets aufrecht zu erhalten.

    Ich z.B. treffe mich regelmäßig (einmal monatlich) mit bestimmten Bekannten, nicht jedes Wochenende. Ausnahmen gibt es hin und wieder auch, wenn bestimmte interessante Veranstaltungen besucht werden können mit diesen Bekannten halt. Ich wähle genau aus, mache nicht alles mit. Und ich kommuniziere das auch so. Ich stehe zu meiner Einstellung diesbezüglich. Keiner kann mir da etwas anderes vorschreiben.

    Und wenn das jmd. nicht akzeptieren möchte, dann liegt es nicht mehr in meiner Macht, diese Bekanntschaft fortzuführen. Ich suche mir neue Bekannte, wenn ich denke, dass zu viel "weggebrochen" ist. Das ist auch aktiv und darauf bin ich schon auch stolz.

    Es muss mir gut tun, es darf mich nicht stressen. Mein Job ist stressig genug, ich arbeite schließlich Vollzeit (das vergessen auch viele Menschen in meinem Bekanntenkreis und können das nicht nachempfinden. Ist ja aber nicht mein Problem...).
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  10. Inaktiver User

    AW: Aktiver, glücklicher Lebensstil

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber hat man nur 10 Leute, die alle in der Woche mit irgendwas ankommen - woher soll ich denn dafür die Zeit und die Nerven nehmen?
    Du hast wirklich wenig Erfahrung mit guten Freundschaften, oder? Vermutlich keine....
    Also: Wenn ich meine wirklich guten Freunde zusammenzähle, komme ich nicht ganz auf 10. Das andere sind gute Bekannte. Die kommen nicht einfach und machen sich bei mir breit.
    Meine besten Freunde - gehen wir mal von 5 aus - kommen durchaus mal unangemeldet. Aber nicht alle jede Woche. Wenn ich so richtig überlege, sind es so ungefähr zwei Termine in der Woche: Einmal kommt jemand unangemeldet vorbei, einmal macht jemand ganz spontan einen Vorschlag für eine Unternehmung - also, das kostet kaum Zeit und keine Nerven.

    Ich glaube, du siehst Freundschaften vor allem als Belastung und Verpflichtung. Sieh sie doch mal als Bereicherung. Einfach mal sagen können: "Ich hab die Grippe, mir geht's so schlecht. Kannst du mir ein Essen kochen -und dann wieder gehen?! Oder: "Ich würde gerne mit ins Kino gehen, aber meine Wäscheberge machen mich fertig. Können wir vor dem Kino eine Stunde lang gemeinsam bügeln?" - Gute Freunde machen das. Sie machen das Leben leichter.
    Natürlich mache ich solche Dinge auch für meine guten Freunde. Wenn es mir grad in meine Plan passt. Gute Freunde halten es nämlich aus, wenn man sagt: "Bügeln geht heute nicht mehr. Aber wenn es bei dir eng ist, kauf ich am Samstag für dich mit ein."

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