Hallo community.
ich bin glaube ich der einzige der so denkt in dieser Welt, so kommt es mir jedenfalls vor
Jedenfalls macht es mich doch ziemlich nachdenklich, dass wirklich alles in dieser Welt was es wert wäre zu leben immer nur vom eigenen Kopf kapputt gemacht wird.
Kennt ihr das, ihr hört ein Lied und liebt es vom ersten Moment? Und nach einem Tag ist es nicht mehr das wahre, man gewöhnt sich an die Melodie, man ist nicht mehr so glücklich wenn man es hört.
Warum nur gibt es diese Gewöhnheit an etwas überhaupt. Welchen Sinn hat es? Welchen Vorteil?
Genauso ist es bei der Liebe. Man muss den richtigen Abstand finden, sonst gewöhnt man sich zu sehr an den Partner. Warum tut das der Kopf? Was denkt ihr? Welcher Sinn steht dahinter? Irgendein positiver?
Anderes Beispiel: Warum endet die Verliebtheit? Warum werden nicht weiter Glückshormone produziert? Was ist der Vorteil daran?
Oder die Gefühle. Warum verschwinden sie einfach beim Alltag, bei Streit etc.? Warum ist man nicht einfach weiter glücklich, wo ist das Problem für den Kopf? Warum lässt es sich so überblenden von den Streitigkeiten, es gibt doch trotz Alltag viele positive Seiten am Partner.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
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30.05.2013, 14:41Inaktiver User
Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
Geändert von Inaktiver User (30.05.2013 um 14:46 Uhr)
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30.05.2013, 14:53Inaktiver User
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
weil der erste rausch ein hormonrausch ist. frisch verliebte sind, hormonmässig, wie bekiffte.
das hält der körper nicht lange aus. und fährt die hormonproduktion runter. um sich selbst vor dem dauer-höhen-rausch und diesen adrenalinschüben zu schützen.
in der beziehung kommt die zeit wo der rausch sich reduziert und eine wunderschöne gelassenheit mit sicherheit und wohlfühlen sich einstellt.
dann kann der körper auch wieder hormon_räusche zu lassen.
aber ständig wie dauer-bekifft- möchtest du das?
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30.05.2013, 14:56Inaktiver User
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
ja okay, das verstehe ich ja teilweise noch.
Aber was ist mit der Gewöhnheit? Warum gibt es die und was bringt sie positives?
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30.05.2013, 14:59Inaktiver User
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30.05.2013, 15:00
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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30.05.2013, 15:00
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
Da es sich hier nicht um Beziehung im Alltag handelt, verschiebe ich den Strang nach Persönlichkeit.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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30.05.2013, 15:12
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
Ich zitiere mal ganz einfach Eckart von Hirschhausen und empfehle dir sein grandioses Buch "Glück kommt selten allein":
Das Ziel der Evolution war immer: Überleben. Wenn Sie diesen Text hier lesen, hat Ihr Hirn seinen Job gemacht! Glücksmomente sollen uns antreiben, unsere Überlebenschancen zu verbessern. Deshalb macht Essen Spaß. Deshalb macht Sex Spaß. (...) Deshalb macht es auch Spaß, etwas dazuzulernen. Aber auf Dauer glücklich? Nein – das wäre der Tod! Die Urmenschen, die nach Mammutsteak und Orgie glücklich über die Wiese liefen, hat der Säbelzahntiger gefressen. Von denen stammen wir nicht ab. Wir überleben, weil Glück vorbei geht und wir weiter dazu lernen. Kein Mensch ist dazu verdammt, dauerhaft glücklich zu sein. Das ist eine frohe Botschaft.Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
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30.05.2013, 15:46
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
Biologische/evolutionäre Gründe.
Die Verliebtheit mit den rosaroten Hormonräuschen dient dazu, Bindung zu schaffen.
Die Verliebtheit weicht mit der Zeit einer Vertrautheit, die mit etwas Glück und viel "Arbeit" zu einem beständigen, aber nicht immer so aufregenden, berauschenden Miteinander werden kann. Dieses Miteinander ist die Basis für die Erhaltung der Art.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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31.05.2013, 09:40
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
„Das Sinnen und Gedankenmachen hat keinen Wert, und man tut ja auch nicht, wie man denkt, sondern tut jeden Schritt eigentlich ganz unüberlegt so, wie das Herz gerade will.“
(Siddhartha)
„Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.“
(Meine Erinnerung an Knulp)
„Schritte, die man getan hat, und Tode, die man gestorben ist, soll man nicht bereuen.“
(Heimat)
Hermann Hesse
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01.06.2013, 01:24Inaktiver User
AW: Warum reagiert der Kopf falsch? ( Gewöhnheit, Liebe )
In uns Menschen wirken zwei Treibe: Der Wunsch nach Dauer, er lässt uns beharren, und der Wunsch nach Entwicklung und neuen Erkenntnissen.
Sie wechseln sich immer wieder ab. Und wie schon Goethe seinen Faust charakterisierte, sucht mancher eher die Entwicklung als die Zufriedenheit.
Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst Du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zu Grunde gehn.
Ich hoffe ja auch immer, dass alles zu etwas gut ist, aber wer sagt denn, dass die Natur nicht ein ganz anderes Ziel verfolgt als wir Menschen und dass sie einen ganz anderen Begriff von "gut" hat.



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