Ich glaube, weil es anders viel zu anstrengend wäre!

Wer verliebt ist- der hat den Kopf DAMIT voll- kann sich anderweitig nicht gut konzentrieren (man will ja auch lieber an den-die Liebste(n) denken)...da bleibt alles andere auf der Strecke- mehr oder weniger.
Man wäre dann in so einer Zeit also wirklich gute Beute für einen Löwen, wenn man sich verliebt in der Sonne den schönen Gedanken hingibt ohne nach rechts oder links zu sehen

Mit der Gewohnheit ist es ebenso- Ungewohntes IST anstrengend.
Simpelstes Beispiel- räum mal in Deiner Küche um-- nur die Fächer von Besteck woanders hin. Beim x-ten Griff in die altbekannte Schublade, die umgeräumt wurde, wirst Du merken, wie nervig es ist immer zuerst seinen Kopf einschalten zu müssen.

Ob ein neuer Job oder wenn man umzieht in eine komplett andere Gegend-- fehlende Gewohnheit kostet Kraft, Nerven und nimmt einem die Kraft für das Wesentliche.
Es ist entlastend zu wissen, wo ich auf der Arbeit alles finde- wie ich zu arbeiten habe- wie die Kollegen sind-- denn wer sich aus fehlender Gewohnheit immer neu orientieren muss, dem fehlt zB die Energie sich noch auf Arbeitsleistung ganz einzustellen.

Wohnen in einer komplett neuen Gegend-- ist wahnsinnig anstrengend.
Wo ist welches Geschäft? Wo ein guter Arzt? Wie geht der Weg von A nach B?
Sowas macht unsicher, macht Angst und das sind Gefühle, die man ungerne spürt.

Der Mensch möchte sich sicher- gut aufgehoben- fühlen.
Und sehr viele Menschen haben noch nie erlebt wie es ist mal total in der Fremde neu anzufangen.
Wer das hat, der wird sich sehr auf den Tag freuen, an dem er sich ohne nachzudenken in seiner Küche bedienen kann, ins Auto setzen und dann ohne nachzudenken- dahin fahren, wo er hin muss.

kenzia