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  1. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    So, nun doch schneller als gedacht am Rechner!

    Ich versuche jetzt mal peu a peu auf ein paar Sachen zu antworten.

    @ chipotle
    ich denke das trifft es irgendwo genau, ohne dass ich so richtig in der Lage bin, dass auseinander zu dröseln. Aber im Grunde hat es wahrscheinlich etwas mit meiner familiären Situation zu tun. Wobei ich gar nicht glaube, dass es darum geht, dass andere bekommen, was MIR zusteht, sondern eher darum, dass all meine Anstrengungen, die teilweise im Vergleich auch höher sind als bei anderen, im Endeffekt nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

    Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie und bin die jüngste und gleichzeitig die einzige, die ein Studium absolviert hat, dazu auch noch im geisteswissenschaftlichen Bereich. Mein Vater ist ein schwieriger Mensch und - ja, wie soll ich das ausdrücken?! - eher einfach, gleichzeitig nahezu Patriarchisch und kann überhaupt nichts mit Akademikern im Allgemeinen anfangen. Gefühl also auch mit mir im speziellen nicht. Das ist ihm alles zu hoch, er ist für "ehrliche und harte" Arbeit. Somit war mein Studium denn auch ein Spießrutenlauf und ein ständiger Kampf.

    Mitten in meinem Studium, wurde dann meine Mutter schwer krank, welche mich bis dato immer unterstützt hatte, wohl auch weil sie in einem klassischen Dilemma gefangen war: Nichts anständiges gelernt und dadurch abhängig von einem durchaus schwierigen Mann. Schließlich verstarb sie recht plötzlich während ich meiner Vordiplom-Prüfungen machte. Die ich dann trotzdem auch durchzog. Insbesondere auch, weil mein Vater mich regelmäßig unter Druck setzte: "Wann wirst du endlich fertig?" "Das kann doch nicht so lange dauern!!!" etc pp. Dann kamen diverse andere Hürden dazu, beispielsweise Bafög Kürzung wegen des Todes meiner Mutter, immense Rückzahlung, dann natürlich genau gleichzeitig Waschmaschine kaputt usw. Insofern habe ich mich echt durchkämpfen müssen. Vor allem im Vergleich zu Kommilitonen, die eben etwas bessere Voraussetzungen hatten als ich. (Wobei mir bewusst ist, dass jeder sein Säcklein zu tragen hat und die dann eben andere Schwierigkeiten hatten), Das alles war jedenfalls echt auch viel.

    Ich hab dann mein Studium mit einem 1,0 Durchschnitt beendet und sofort unmittelbar einen Job angetreten. Teilzeitstelle am Popo der Welt. Aber mir war es eben wichtig, sofort einen Job, ja quasi vorweisen zu können. Eben auch wegen meines Vaters, um ihm zu beweisen, dass das Studium nun nicht umsonst ist (wie gesagt.. auch noch Geisteswissenschaften!!!)

    Und jetzt wo du das so sagst mit dem Grundgefühl, könnte das recht passend sein. Das Gefühl nie so recht den Lohn für die Mühen zu bekommen, trotz erheblicher Anstrengung unter widrigen Umständen. Mein Verhältnis zu meinem Vater ist denn auch bis heute mehr schlecht als recht. Zeitweise hatte ich den Kontakt ganz abgebrochen, einfach, weil es mir nicht gut tut, er mich ständig kritisiert und letztlich nichts recht ist...

    Was meint ihr: Wiederholt sich da das Muster???
    Geändert von Inaktiver User (28.05.2013 um 13:05 Uhr) Grund: Absätze eingefügt

  2. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    @ kenzia
    Ja, das trifft es wohl auch sehr. Denn wie oben schon gerade beschrieben, ist meine Familie leider nicht so richtig, wie ich mir das wünschen würde. Und in meiner alten Stelle war es eben so, dass die Kollegen mich fast besser kannten, als meine eigenen Verwandten. Da kam ich dann tagtäglich rein und es gab eben einige, die dann schon wussten, ob ich einen guten oder einen schlechten Tag habe und irgendwie fühlte ich mich da verstanden, akzeptiert und wahrgenommen. Irgendwie Familie halt. Hängt auch etwas mit dem Bereich an, in dem ich arbeite. Da ist es durch die Arbeit an und für sich so, dass die Belegschaft sehr aufeinander angewiesen sich, sich aufeinander verlassen muss etc.
    Aber wahrscheinlich ist das einfach auch nicht gut gewesen, sich da so sehr zu Hause zu fühlen. Gleichzeitig ist es, gerade in meiner situation wohl auch schwer, sich dagegen dann auch noch zu wehren... Und Freunde sieht man eben nicht jeden Tag, einen Großteil der Zeit verbringt man auf der Arbeit. Und wenn einem dann der Kaffee gereicht wird, weil man so verschlafen aus der Wäsche guckt... Deswegen habe ich es geliebt. Hatte eine schmerzliche Lücke gefüllt. Und zwar sogar bewusst, aber eben nicht über die Irrsinnigkeit dessen nachgedacht.

  3. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    Ich finde es toll, was du hier für kluge und differenzierte Anregungen bekommen hast!
    Da irritiert es mich zunächst, dass du nur auf einen Punkt, die Familie, einsteigst. ABER es ist sicher nicht verkehrt, die Vergangenheit und ihr Hineinwirken in die Gegenwart zu überdenken. Wenn du spürst, dass da etwas Wichtiges drinnen steckt, dann ist das so und du solltest dich dem zuwenden.

    Ich kenne das Bedürfnis, bei der Arbeit eine Ersatzfamilie zu finden. Das ist nicht schlimm, es macht aber verletzlich und es bleibt einem dabei so manche Frustration nicht erspart. Bei der Arbeit triffst du Kollegen und Chefs.

    In jedem Fall erscheint es mir gut, wenn du dir die Ausführungen von Silberklar udn Isambard (vor allem seine gute, verständlichen Zusammenfassung) zu Herzen nehmen würdest.

  4. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    Liebe Fenimi, ich bin letzte Woche jäh in meinen Ausführungen unterbrochen worden und seither nicht mehr dazu gekommen, mich wieder zu melden. Das will ich jedoch nun tun.

    @ silberklar:
    ja, burn-out... puuuh. Also manchmal hab ich mir das auch schon gedacht und eine Freundin von mir hatte auch Burn-Out. Wir haben viel darüber gesprochen und ich entdeckte mehr Ähnlichkeiten als mir lieb waren.

    Allerdings muss ich sagen, dass es mir im letzten Jahr deutlich schlechter ging, eben als das alles akut war. Zu der Zeit habe ich dann auch versucht, viel für mich zu tun, bzw. teilweise auch einfach nur auszuruhen und Kraft zu schöpfen. Bis dann die Affäre begann, die einerseits Kraft kostete, aber auch Energie spendete. Mit dem Jobwechsel war das alles dann hinfällig, da musste ich ja quasi gleich wieder "ran" - was mir aber tatsächlich bis heute nicht so richtig gut gelungen ist. Da kommt schon häufiger das Gefühl, nicht so richtig zu können (oder auch einfach nicht so richtig zu wollen?! ich weiß es nicht so ganz genau).

    Mir selbst einzugestehen, dass ich nicht kann, oder nicht will bzw. daraus dann auch Konsequenzen zu ziehen fällt mir jedoch schwer. Letzten Herbst wurde es mir auch durchaus deutlich, dass ich sehr nah an meine Grenzen gekommen bin, was ich meinem damaligen Partner auch mitteilte (dieser aber trotz eigener Erfahrungen mit Burn-Out partout nicht verstehen können wollte), aber irgendwie half auch das kürzertreten alles nichts. Im Beruflichen konnte ich nicht wirklich (so mitten in der Probezeit...) und im Privaten war es dann so, dass ich meinem Partner am Besten eine ganz genaue Anleitung geben sollte, was tun und was nicht, bzw. er dann auch einfach nicht so recht begriffen hat, dass ich eben eine zeitlang nicht mehr alles in die Hand nehmen kann.

    Zu der Zeit kam auch alles auf einmal, Baustelle zuhause wegen Schimmelproblemen in der Wohnung, neuer Job, Trauer wegen dem alten Job, Beendung der Affäre, dann langsam aber sicher die Gewissheit, dass ich mich trennen möchte, damit einhergehend Auszug, Umzug etc. pp. Zum krönenden Abschluss habe ich dann auch noch mein Auto zu schrott gefahren. Dementsprechend auch einfach viel, und schwierig unter den Umständen zu entspannen, bzw. überhaupt an Entspannung zu denken.

    Inzwischen bin ich in meiner neuen Wohnung ganz gut angekommen, zeitweise mache ich auch Autogenes Training, aber oft bin ich trotzdem einfach beschäftigt, mit allem was so anfällt und schlimmer noch: freude zu empfinden an Dingen, die mir eigentlich Spaß machen, oder mir gut tun, fällt mir schwer. Eigentlich bade ich zum Beispiel ganz gern, abschalten, Alltag draußen lassen... Klappt derzeit nicht wirklich, ich kann mich kaum aufraffen und es dann nicht genießen. Auch bin ich leidenschaftliche Reiterin und gehe einmal die Woche mit dem Pferd in den Wald. Dazu muss ich mich extrem aufraffen und auch da ist es meist mehr Verrpflichtung als Freude und Glück (obwohl es ja eigentlich nichts schöneres gibt als auf dem Rücken eines Pferdes durch die Natur).

    Das ist auch mit eines meiner Probleme: ich komm aus dem ganzen gar nicht mehr so richtig raus irgendwie. Was ist denn APM? Und Cranio Sacrale BeHandlungen? Ich werde es jedenfalls mal versuchen, mehr Ruhe rein zu bringen und mich mehr zu bewegen! Danke für die Tipps!!!
    Geändert von Inaktiver User (28.05.2013 um 13:07 Uhr) Grund: Absätze eingefügt

  5. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    @ isambard

    dir ein ganz herzliches Dankeschön für deine Antwort! Irgendwie hat mich das zum Schmunzeln gebracht, wie du so schreibst

    Bezüglich meiner alten Stelle hast du wohl recht und ich habe inzwischen für mich klar, dass ich dorthin nun doch nicht mehr zurückgehen werde. Vielleicht in 10 Jahren mal, wenn die jetzige Besetzung weg ist und private Überlegungen das erforderlich machen, aber jetzt ganz sicher nicht! Da hast du vollkommen recht! Das mit dem Kontakt zu anderen, netten Kollegen weiß ich noch nicht, ob ich da alle Brücken abbrechen will, nur um den Gedanken an meine Schmach zu vermeiden...

    Zu meiner Affäre: Ich muss sagen, dass ich das nicht als Ablenkungsmanöver empfunden habe. Eher im Gegenteil entstand sie aus einer längeren Freundschaft heraus zu jemanden, der mich in dem Shice mit dem Kollegen immer wunderbar auffangen konnte und mir damit letztlich gezeigt hat, dass mir a) etwas in meiner Beziehung fehlt, b) es Menschen gibt, die mir das geben können, und ich es c) verdient habe. Ich hoffe, dass klingt jetzt nicht nach Kauderwelsch... Jedenfalls war es so, dass meine damaligen Beziehung im Grunde nie das war, was ich mir so vorgestellt hatte und zwar in grundlegenden Fragen. Ich habe aber lange, lange geglaubt, dass man halt Kompromisse eingehen müsste.

    Erst durch die Affäre bin ich meinen eigenen Bedrüfnissen und Wünschen wieder näher gekommen und hab gemerkt, dass ich viel zu viele - für mich faule - Kompromisse eingegangen bin, dass ich meine eigenen Wünsche völlig verloren habe. Die wieder zu finden, zu bemerken, dass das so nicht geht, dafür war meine Affäre da. Jedenfalls wenn du mich fragst. Ich will das jetzt auch nicht verklären, es war eine harte Zeit, aber am Ende steht eben, dass ich mich getrennt habe, von dem Mann, der im Grunde einfach nicht passte und nun meinen eigenen Vorstellungen und Wünschen wieder näher gekommen bin und tadaaa: nun eine neue Liebe habe, die dem viel näher kommt als jemals einer zuvor. Insofern: sehr gut!!!

    Was den Schlafmangel betrifft: Leider weiß ich nicht, wann ich eigentlich keinen habe. Nicht das ich zu wenig schlafe, eisenmangel ist es auch nicht. Jedoch gilt: ich bin immer müde, außer wenn ich schlafe, dann geht´s. Hm, schwierig das!

    Der neue Mann an meiner Seite. Tja, was soll ich da sagen?! Ich habe kein Problem damit, dass er allein weggeht, nur an besagtem Wochenende kam wohl alles zusammen. Und wie silberklar schon festgestellt hat, so eine neue Liebe ist, so schön sie ist, letztlich tatsächlich auch irgendwie anstrengend - ich hoffe, dass das nun nicht falsch ankommt, ich meine eben, dass man sich kennenlernen muss und dem anderen erst noch sagen muss, wie man so tickt. Das ist - muss ich ja zugeben - merkwürdig nach einer Langzeitbeziehung. Und teilweise auch mühsam. Puuuuh!

    Ich bin ihm jedenfalls nicht böse oder so, dass er gern mit den Kumpels los wollte. Im Grunde ärgerte ich mich mehr über mich selbst und meine Laune, weil ich dann ja unsere Verabredung deswegen "platzen" lassen hab. Etwas geärgert habe ich mich dann, als ich ihm den Vorschlag machte, doch an einem anderen Tag gemeinsam zu gehen, was er ja nicht so recht positiv kommentierte... Allerdings stellte sich ja am nächsten Tag raus, dass ich das in den falschen Hals bekommen habe und so sind wir dann doch noch gemeinsam da gewesen und das war schön! Besonders schön war es dann für mich zu sehen, dass er sich voll gefreut hat, dass ich doch noch kam.

    So, dass alles erstmal zur weiteren Aufklärung der Situation...

    Jetzt aber die Frage: Problemknäuel aufdröseln??? Irgendwie hakt`s da bei mir, also ich verstehe nicht, wie das gemeint ist... Äh, da steh ich irgendwie auf der Leitung, bzw. ist genau das ja auch mein Problem, dass ich das nicht auseinander kriege oder nicht loslassen kann oder?
    Geändert von Inaktiver User (28.05.2013 um 13:10 Uhr) Grund: Absätze eingefügt

  6. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    @ naturepure

    Wie meinst du das?

  7. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    So, ich hoffe ich habe nun alle Beiträge erstmal beantwortet und würde mich freuen, es noch weiter zu diskutieren. Meine Stimmung ist nämlich nach wie vor irgendwie "Banane", ich bin genervt, müde, grüblerisch und irgendwie latent unzufrieden und das, obwohl im Grunde alles gut ist, wenn man´s genau nimmt. Denn eigentlich habe ich ja eine Menge "geschafft" in den letzten Monaten und Jahren, habe eine tolle neue Wohnung, einen Job und eine neue wunderbare Liebe. Trotzdem komm ich aus meiner Negativspirale gerade nicht raus. Habt ihr noch Ideen, Anregungen, was ich dagegen tun kann? Und vor allem, wie ich Freude an den Dingen wieder finde?

  8. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    Ich bin's wieder.

    Hast du irgendwo geschrieben, wie alt du bist? Gut möglich, dass ich das überlesen habe. Ich muss gestehen, dass ich nicht alles gelesen habe …
    Vielleicht kannst du ein paar Absätze mehr einfügen? Das könnte die Lesbarkeit vereinfachen.

    Mein Eindruck ist, dass du zu nah dran bist an dem Problem. "Erst war das, dann kam der und ich habe dann jenes getan." Das ist der Ablauf, so hast du es erlebt. Und wie sieht es aus, wenn du von oben drauf guckst und versuchst die Strukturen zu erkennen.

    Hast du schon überlegt, einen Therapeuten aufzusuchen? Denn das, was du beschreibst (keine Freude mehr an Dingen, die bisher Spaß machten), sollte man abfangen, bevor es noch schlimmer wird und du gar nichts mehr fühlst.

    Vielleicht kommt jetzt auch die Erschöpfung hoch von all dem, was du schon als Kind und junge Frau geleistet hast. In dem Fall kann es tatsächlich hilfreich sein, den Blick zurück zu richten und die Trauer zuzulassen darüber, dass die Vergangenheit nun einmal so war, wie sie halt war …

    In dem Punkt kann dir dein Freund auch nicht helfen, weil er damit ja gar nichts zu tun hat.
    Wunderschön, dass es ihn gibt und dass ihr euch so gut versteht! Das solltest du genießen und behüten. Aber mit der alten Geschichte hat er nichts zu tun, insofern ist seine Gegenwart dann auch nur ein schwacher Trost.

    Vielleicht wäre es gut, eine Zeit lang wirklich nur noch Sachen zu machen und zuzusagen, die du wirklich machen willst. Kein totaler Rückzug, aber so viel Last von deinen Schultern nehmen wie möglich. Einfach mal ehrlich sein.

    Neigst du dazu, sehr schnell die Bedürfnisse und Erwartungen der anderen zu erspüren?
    Lesetipp: Burnout kommt nicht vom Job

  9. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

    Liebe Fenimi,

    so Absätze sind eingefügt, Danke für den Hinweis!

    Dein lesetipp klingt sehr gut, den das trifft sich mit meiner Theorie, dass Burn-Out nicht vom Job kommt, ich kenne mehere Betroffene und meist liegt der Hase doch woanders im Pfeffer und der Job ist das Tüpfelchen auf dem I. Ich werd mir das mal angucken!

    Zu dem nur noch Sachen machen, die ich wirklich machen will: das versuche ich zeitweise immer mal wieder, mit mäßigem Erfolg. Da hakt es an mehreren Dingen. Einerrseits will ich immer alles fertig haben, schlicht, weil ich mich sonst nicht entspannen kann. In der neuen Wohnung hab ich zum beispiel dann viel gemacht, war viel Zeugs kaufen etc. pp. Frei nach dem Motto, je schneller ich das jetzt erledige, desto einfacher geht es hinterher mit dem Entspannen. Dann verabrede ich mich gern mal mit Freunden, bis da ein termin gefunden ist und alles passt ist gar nicht einfach. Und dann hab ich meist gar keine Lust mehr bzw. merke, wie es mir im Grunde zuviel ist. Aber immer absagen geht für mich halt auch nicht, obwohl ich das dann schon auch mal mache. Ich hab an der Stelle auch manchmal Sorge, dass ich in meinen Freundschaften dann auf dem Abstellgleis lande, als unzuverlässig und unlustig abgestempelt werde. Gleichzeitig will ich aber auch nicht jeder näheren Bekanntschaft meine wirklichen Gründe dafür auf die Nase binden. Also ganz konkret: Wie macht man denn sowas "richtig", also dass das funktionieren kann?

    Und ja, wenn du mich fragst, neige ich genau dazu, anderer Leute Bedürfnisse und insbesondere auch Stimmungen zu erspüren. Aktuell sind zum Beispiel die beiden Kolleginnen im Nebenbüro schwanger, seither halte ich mich da eher fern... Nicht, dass die beiden irgendwas machen würden, aber diese latente Gereiztheit kann ich schwer ertragen. Ich habe auch schonmal für mich festgestellt, dass ich Stimmungen schnell spüre und mich auch schwer dagegen schützen kann, also gern mitgehe, ohne das zu wollen. Bewusstes Abhalten ist für mich sehr anstregend und erfordert außerdem, dass ich das schnell merke, was nicht immer der Fal ist.

    Zu der Erschöpfung: Ja, witzig! Genau sowas in der Art hat mir neulich jemand auch gesagt. Eine Person, die mich nicht sooo gut kennt und der ich den Ablauf des letzten Jahres geschildert habe. Die sagte dann auch: Man, kein Wunder, dass dir das alles zuviel ist!!! Und der Knaller ist: DAS hatte ich vollständig vergessen, bis ich das von dir, liebe Fenimi, las Und da fällt mir auch auf, dass das typisch für mich ist. Ich nehm mir das zu Herzen und vergesse es dann nach einer Woche wieder. Da wundere ich mich nun auch nicht mehr, dass es alles letzte Woche sooo krass wieder hoch kam!!! Macht Sinn! Irgendwie bin ich es halt von mir gewohnt, dass ich "funktioniere" und spätestens nach kurzer Pause wieder "laufe". Gleichwohl fällt mir dabei auch auf, dass da in meinem engeren Kreis auch niemand so richtig ist, der mich ab und an mal anhält und STOPP sagt. Die sind wohl auch alle gewohnt, dass ich laufe (wenn auch oft schreiend im Kreis )

    Einen Therapeuten habe ich nicht, das möchte ich zurzeit nicht. Mit dem Abfangen hast du allerdings recht und ich überlege halt ständig, wie ich das hinkriegen könnte. In Bezug auf das von oben drauf gucken, dass fällt mir schwer, dazu bin ich zu sehr drin und zu sehr in meiner Miesepeterigkeit gefangen gerade, da würde ich mir von den Außenstehenden hier Hinweise erhoffen. Ansonsten zu meinem Alter: Ich bin Anfang 30. (und entdecke gerade erst langsam, wie das hier alles so funktioniert... Ich hab die Smilies gefunden )

    Viele Grüße, Mistresse

  10. Inaktiver User

    AW: Emotionale Achterbahn, STOPP!!!

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    @ naturepure

    Wie meinst du das?
    Keine Ahnung! Einfach so!

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