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  1. Inaktiver User

    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Danke erst einmal an alle Kommentare mit wohlgemeinter Intention

    Ich denke ich bin einen großen Schritt weitergekommen. Es ist nicht in erster Linie die Art der Kommunikation die ein Problem ist, sondern wirklich der Inhalt! (Ich habe schon mit ein paar Kommunikationstrainern bezüglich meiner Kommunikationsfähigkeit gesprochen.)

    Mir ist aufgefallen, dass ich besonders den sozusagen "Fehler im System", oder die Konsequenzen und Auswirkungen eines Systems, interessant finde. Also gerade die Dinge die nicht breit bekannt oder offensichtlich logisch sind, finde ich besonders spannend und diskussionswert. Alles offensichtlich bekannte, ist für mich eher Plänkelgesprächsthema, was auch ok ist. Gerade aber diese Knackpunkte würde ich auch einer Person, mit der ich mich gut verstehe, mitteilen - und sie würde mich verstehen und auch genau diesen Punkt spannend finden oder selbst genau an diesem Punkt sein!

    Das Beispiel mit meiner Freundin ist dafür ein gutes Beispiel, anhand dieses wurde es mir auch klarer.
    Mein Kommentar, dessen Inhalt ich auch äusserst kurios und verblüffend fand weshalb ich ihn überhaupt erst nannte!, gab dem Grund ihres Lästerns einen anderen Hintergrund.
    Ihr war der Inhalt meines Kommentars schlicht nicht bekannt, und es wirkte auf sie absolut unglaubwürdig, besonders da es nicht mein Fachthema ist. So als würde ich sie blöd anmachen wollen. (Allerdings weiß sie sehr genau, dass ich niemals einfach so unbegründet Mist erzählen würde, und schon gar nicht um eine andere Person zu verletzen oder zu attackieren.)

    Gerade die explosive Mischung aus meiner ernst gemeinten Aussage, und der für sie absolut absurden und blöden Meinung - führte zu der starken Ablehnung!
    So als würde ich sie ernsthaft blöd anmachen wollen. Hätte ich es lustig gesagt, wie einen Witz, hätte sie zwar nicht verstanden was ich meine, sondern gedacht ich mache einen Witz!

    Ich verstehe, dass die meisten Menschen eben nicht die Auswirkungen und Wirkungsweise eines Systems oder den Fehler im System interessant finden - sondern happy damit sind im System klar zu kommen. Besonders wenn es für sie unumstößliche Themen sind.

    (Selbstverständlich führe ich nicht nur ernste Gespräche. Aber wenn jemand meint Fachgespräche führen zu wollen, kann man nicht immer nur in seiner Meinung bestätigt werden, oder?)
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2013 um 18:32 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von omri Beitrag anzeigen
    Diesen Zugangswegen soll z.b. in der Schule durch Methodenvielfalt Genüge getan werden. Anschauen, Anfassen, Lesen, Hören und Denken, so dass möglichst viele Varianten abgedeckt sind und möglichst alle Schüler erreichbar sind.

    Ich habe damit angefangen, als meine beste Freundin mich nicht mehr verstand, mir nichts davon sagte und sich zurückzog. Ich war in der Oberstufe und hatte sehr viel mehr gelernt, "abstrakt" "mit dem Kopf" aufzunehmen und auch zu kommunizieren. ich hörte dann, dass sie mich für einen total abgehobenen Gymnasiala.... hielt. Sie war sauer und unendlich enttäuscht. Weil sie das Gefühl hatte, ich stände über ihr, weil ich so "gelehrt" daher quatschte, traute sie sich auch nicht nachzufragen, denn dann hätte sie sich noch kleiner gefühlt. Ich ging stärker auf die sinnliche Ebene und sie fing auch an zu fragen. Das Problem hatten wir nie wieder.

    Und Drittens: Punkt Erfahrungen.

    ich hatte eine Freundin, der ich von bestimmten Erfahrungen erzählte und die mir immer wieder dazwischenhagelte mit irgendwelcher Literatur dazu, die meine Erfahrungen nahezu ad absurdum führte, so als wenn dich diese gar nicht gemacht haben könnte, weil....... auch ich war auf ein Mal in der persönlichen Ebene und stinkesauer.
    Danke für deinen Kommentar. Da steckt eine Menge drin.
    Gute Tipps. Die Methodenvielfalt, besonders in bildlicher Sprache, wende ich schon sehr an.
    Da fehlt eher Fachsprache...

    Zu deinem letzten Punkt.
    Hatte die Freundin Recht oder erzählte sie Quatsch?
    Hat sie wirklich gesagt, deine Erfahrungen wären unmöglich? d.h. hat sie sie oder dich bewertet?
    Hätte sie besser still sein sollen, nichts zu den Themen sagen sollen, obwohl auch sie etwas, wenn auch eben konträres dazu, weiß? Hättest du das tatsächlich besser gefunden?
    Wäre die Kommunikation, letztlich die Offenheit in der Freundschaft, und damit die Freundschaft, dann an diesem Punkt nicht genauso gescheitert, aber eben für dich unbewusst?

    Als Beispiel (ohne Wertung und Wissen):
    Kind schläft nie weil du es falsch hinlegst. Bist am Ende - heulst dich bei deiner Freundin aus.
    Sie weiß einen guten Tipp von einer anderen Mutter, sagt ihn dir aber nicht, da er konträr ist zu deiner Aussage und Meinung.
    (Später erfährst du irgendwie, dass sie es wusste, dir aber nicht sagte um dich nicht vor den Kopf zu stoßen das Gespräch nicht zu versauen.)
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2013 um 18:20 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Ich möchte noch eine Bemerkung machen zu dem "Erlesenen Wissen":
    Ich kenne es auch, dass gerade leider Personen die nicht Thematiken abgleichen,
    einen Zeitungsausschnitt, ein Buch etc. zitieren. Oft ist es so, dass die verschiedenen Quellen sich widersprechen, manches auch schon widerlegt wurde. Das kann man dann aber auch mit dem passenden Argumenten entkräften.

    Wenn man das Thema reflektiert und abgeglichen hat - kann man es oft mit eigenen einfachen Worten erklären oder entkräften.

    Ich kenne es leider aber genau auch anders herum: Nicht jeder muss ein Buch gelesen haben, um selbst begriffen zu haben, ohne praktisches Erleben und Erfahrungen!, dass 1+1=2 ist.
    Trotzdem wird der Person vorgeworfen es gar nicht wissen zu können, oder nur erlesenes Wissen zu haben, da keine praktischen Erfahrungen.

    (Ich meine damit nicht die vielen Buchtipps hier im Thread.)
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2013 um 19:38 Uhr)

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    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne es leider aber genau auch anders herum: Nicht jeder muss ein Buch gelesen haben, um selbst begriffen zu haben, ohne praktisches Erleben und Erfahrungen!, dass 1+1=2 ist.
    Trotzdem wird der Person vorgeworfen es gar nicht wissen zu können, oder nur erlesenes Wissen zu haben, da keine praktischen Erfahrungen.
    Mit solchen Menschen betreibe ich nur noch smalltalk.

    Bsp:
    Eine Person, die ich sehr mochte, berichtete von einem Problem,
    das mit Ängsten zu tun hatte.

    Ich schlug was vor, was einfach naheliegend und logisch war.

    Darauf bekam ich aggressiv zur Antwort, daß ich keine Ahnung hätte, was Angst ist,
    und daß ich mit Sicherheit noch niemals solche Ängste gehabt hätte,
    und überhaupt....was ich mir da denken täte...usw....leier leier.

    Gut, seitdem gibts nur noch Geplänkel.
    Die Person macht nun andere Menschen nieder und klein.
    Die sich das natürlich auch nicht ewig gefallen lassen. ;-)

  5. Inaktiver User

    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Mit solchen Menschen betreibe ich nur noch smalltalk.
    Gut, seitdem gibts nur noch Geplänkel.
    Für mich auch einer der Schlüsse dieses Threads (wenn auch offensichtlich unpopulär.)
    Ich frage mich eher, wieso ich so lange brauch(t)e um das umzusetzen.

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    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich auch einer der Schlüsse dieses Threads (wenn auch offensichtlich unpopulär.)
    Ich frage mich eher, wieso ich so lange brauch(t)e um das umzusetzen.
    Weil Du sensibel bist und denkst, es liegt an Dir?
    Weil Du jung bist?
    Weil Du es nicht fassen kannst?

    Ich würde mir genau dann Sorgen machen, wenn bei 80% von Diskussionen
    eine Abwertung in Deine Richtung herauskommen würde.

    Bei mir werten vielleicht 20% meine Meinung ab.
    Das sind dann meine Geplänkel-Gesprächspartner.
    Privat lasse ich es einschlafen, das bringt doch nichts.
    In der Arbeit ist es nicht so einfach, klar.

  7. Inaktiver User

    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Bei mir werten vielleicht 20% meine Meinung ab.
    Das sind dann meine Geplänkel-Gesprächspartner.
    Privat lasse ich es einschlafen, das bringt doch nichts.
    In der Arbeit ist es nicht so einfach, klar.
    Die Gründe können sein.

    Bei mir vielleicht 5-10%. Es kann natürlich sein, dass sich manche nur ihren Teil denken.
    Wobei sie es leider nicht so äußern, das sie meine Meinung nicht teilen - das ist legitim - sondern dass sie mich als Person abwerten. Weil sie keine Argumente haben und schlecht im sachlichen Argumentieren sind. Meist auch diejenigen mit dem geringsten und unflexibelsten Wissen.
    Und dann auch in Folge mit anderen Menschen - Lästern und Mobben.

    Ich bin allerdings auch meist eher still - es sei denn jemand spricht mit mir.
    Oft habe ich auch die konträre Meinung gehört ich sei verhältnismäßig still und zurückhaltend.
    Gerade Menschen die mich gut kennen, sagen das. Gleichzeitig bin ich aber auch einer derjenigen die locker die verschiedensten Menschen anspricht und am ansprechbarsten auf Menschen wirkt.

    Erstaunlicherweise sind es immer die "Persönlich-werder" und Abbrecher, die anfangen zu diskutieren!!!
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2013 um 21:34 Uhr)

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    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei mir vielleicht 5-10%.
    Ach so! Ich hatte Dein Ausgangspost so verstanden, dass es sehr viele, ja gar die Mehrzahl deiner Gesprächspartner sind. 5-10% finde ich eigentlich recht normal ...

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Kommunikationsprobleme. Was hilft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erstaunlicherweise sind es immer die "Persönlich-werder" und Abbrecher, die anfangen zu diskutieren!!!
    Na ja, meinem Eindruck nach wollen die keinen sachlichen Rat, auch keinen Erkenntnisgewinn.

    Sie wollen Jammern, oder über den Umweg einer Schein-Diskussion "emotionalen Druck" ablassen,
    darum fangen sie Diskussionen an.

    Irgendwann merkt das jeder, und sie stehen privat und in der Arbeit immer mehr alleine da.

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