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11.05.2013, 16:17Inaktiver User
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
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11.05.2013, 16:30Inaktiver User
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
Hallo Aufbruch,
du bist nicht gerne du ? - Wie kommt man dahin, sich selbst zu lieben und seinen Lebensweg und sei er noch so schräg zu akzeptieren ?
Das ist ein langer, manchmal harter Weg und vielleicht genau die Aufgabe, die du hier auf Erden erlernen sollst.
Dazu gehört erst einmal die Akzeptanz dessen was war. Friedliches annehmen der Dinge, die dir widerfahren sind und sich sagen es ist so. Ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Punkt. Nach anderen schielen und sich vergleichen führt dich direkt in die Unzufriedenheit und wird dir nicht weiterhelfen deinen Weg zu finden. Mal ganz abgesehen davon, dass jeder Mensch nicht weiß, welches Schicksal letztendlich vielleicht auf ihn wartet. Der Mensch muss Erfahrungen sammeln, Krisen meistern und glaub mir, jede Krise wird dich stärken und irgendwann zu einem Menschen machen, den man gerne um Rat und Hilfe fragt, weil man weiß, dass er Lebenserfahrung hat. Das ist im Leben sehr viel mehr wert als ein aalglattes Leben ohne Fallstricke gemeistert zu haben. Du wirst irgendwann stolz darauf sein, einen anderen Weg gegangen zu sein, der dir sehr viel Lektionen erteilen wird, wenn du dich darauf einlassen kannst, zu lernen.
Dann finde ich es total vermessen, dass du jetzt wo du dreißig bist, auf die 18 jährige , unerfahrene Aufbruch zurückschaust und voller Arroganz, ihr deine bisher im Leben erworbenen Weisheiten vor die Füsse knallst. Findest du das nicht ein bisschen ungerecht ? Und denk noch mal 20 Jahre weiter, was meinst du, welche Lebenserfahrung du dann noch sammeln wirst ? Und wie du dann auf die bewusstlose 30-jährige Aufbruch blicken wirst ?
Natürlich gibt es Menschen, die schon früher gute Wegbegleiter hatten, Eltern, auf die sie gehört haben,
denen sie vertraut haben und deren Lebenskonzept sie gefolgt sind. Schau dir das Leben deiner Bekannten an und erzähl mal, ob sie nicht nur das Leben ihrer Eltern weiterführen ?
Ein schönes, friedvolles Leben zu haben ist natürlich erstrebenswert. Ja, da gebe ich dir recht. Es ist aber ein anderes Leben und das muss man auch den anderen Menschen gönnen und zugestehen können.
Du hast DEIN Leben. Und DEIN Leben will gelebt sein. Es wartet auf dich. Es ist noch lange, lange nicht zu spät. Wie es so schön heisst, es ist nie zu spät eine schöne Jugend gehabt zu haben. Mach das Beste daraus, denn auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas gutes bauen.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du deinen Weg finden wirst.

FSGeändert von Inaktiver User (11.05.2013 um 16:37 Uhr)
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11.05.2013, 16:59
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
Aufbruch,
alleine der Ausdruck KAMPF bedeutet Rivalisieren.
Du kämpfst gegen Dein Leben, wie es jetzt ist, und Du trittst
in Konkurrenz mit denen, die eine Existenz und Familie gründen.
Deine Denkweise hat allerdings einen Haken:
denn du HAST bereits eine Familie
und
Du HAST bereits eine (sogar ausbaufähige) Existenz gegründet.
Würde Deine Tochter wissen, dass sie für Dich nicht "Deine Familie"
ist, sie wäre zutiefst verletzt, das kannst Du mir glauben.
Ich weiß, dass ich mich in Deinen Threads ständig wiederhole - aber
ich befürchte, Du bist Dir dessen gar nicht bewusst, was Du (ja, auch
nonverbal) mit Deiner Sichtweise bei Deinem Kind anrichtest.
Auch diejenigen, die mit Gründungsszenarien aller Art beschäftigt sind,
müssen sich ggfls. mit Widerständen auseinandersetzen.
Weder Heiraten noch Kinder kriegen noch Haus bauen sorgt für die
Abwesenheit von Problemen ... in Deinen Augen ist das Gras da drüben
aber einfach grüner als grün. Wo bleibt Dein Blick auf die Realitäten
des Lebens??
Und ... auch wenn Du Dich dazu nicht äußerst ... die Verbindung zu
Deinem "LG" dient dazu, die von Dir als negativ erlebte Vergangenheit
auch in der Gegenwart weiterhin zu manifestieren.
Wenn Du wirklich etwas ändern willst, dann wird Dir nichts anderes
übrig bleiben, als auch an den wirklich relevanten Punkten anzusetzen
und aktive Entscheidungen zu treffen.
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11.05.2013, 17:20Inaktiver User
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11.05.2013, 17:24Inaktiver User
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
Aufbruch,
ja, du bist eine Komplettversagerin und wirst in den restlichen 60 Jahren deines Lebens nichts mehr auf die Reihe bringen, denn man/frau verreist nicht mit Ü30, lebt nicht, erfreut sich nicht an einem gesunden Kind.
Nein, du wirst nicht mehr in deinem Leben schaffen als in deinem selbsteingerichteten Sumpfloch zu sitzen und dir selbst leid tun.
Und nun? Du kannst noch weitere 1000 und einen Therapeuten besuchen, sie werden an dir verzweifeln, dir früher oder später sagen, dass sie kein Vorankommen sehen, sie sich außer Stande fühlen, irgendetwas für dich zu tun. Du bist so das, was man in Fachkreisen einen Therapeutenkiller nennt: Auskotzen, jammern und selbst nichts aber auch nichts bewegen wollen.
Und ja, es fehlt dir eine ganze Menge - nicht zuletzt die Demut vor dem Leben, welches dich mit einer gesunden Tochter reich beschenkt hat.
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11.05.2013, 18:41Inaktiver User
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11.05.2013, 18:45
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
Hallo, wer sagt denn, dass ich für meine Tochter und das was ich habe nicht dankbar bin? Ich bin nicht nur undankbar, ein verzogener Fratz sozusagen, der nicht schätzen kann was er bzw sie hat! Leider wahrscheinlich bin ich ein Schwarzseher, das ist aber auch nicht stetig so!
Und ich bin dankbar für eure Antworten, bei manchen Dingen gelingt mir ein Umdenken!
@makrele was bringt es dir jetzt, mir dieses beispiel mit deiner freundin zu nennen, und auf meine antwort zu sagen, ich solls vergessen? ich meinte das ehrlich was ich geschrieben habe, was ist daran falsch für dich!
Aufbruch
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11.05.2013, 18:55Inaktiver User
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
Da ist eine kleine Depression, die ernst genommen werden will. So sehe ich das. Du solltest etwas dagegen tun bevor du irgendwelche anderen Schritte gehst bzw Entscheidungen triffst, die dir später möglicherweise leid tun. Objektiv, also von außen betrachtet, hast du eine Menge geleistet und keinen Grund an dir zu zweifeln. Da du aber im Innern so stark zweifelst und leidest, brauchst du Hilfe. Und die kann dir im Moment am besten ein Arzt geben indem er deine kleine depressive Phase mit medizinischen Mitteln behandelt bis du wieder fröhlich in die Welt blickst. Das mag dir jetzt vielleicht als ein langer Weg erscheinen aber das muß es mit Hilfe guter Medikamente nicht sein. Eine meiner Freundinnen, der es so ähnlich wie dir erging, brauchte nach einem halben Jahr die Unterstützung des Arztes bis heute, also ein Jahr danach, nicht mehr. Sie steht jetzt ganz anders da, sie ist selbstbewußter und steht zu sich und ihrem Leben. Sie sieht all das Schöne, das sie empfangen hat und ist dankbar dafür. Das war aber damals überhaupt nicht so. Es wäre doch schön, wenn auch du diese Veränderung erfahren würdest, ich wünsche es dir jedenfalls. Kennst du einen guten Arzt in deiner Nähe?
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11.05.2013, 19:02
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
Zu den Therapeutenkillern:
Ja, die gibts. Ich kenne zwei davon.
Aufbruch, ich kenne dein Denkmuster ziemlich gut, ich bin selbst manchmal so drauf.
Ich erwarte von mir selbst Perfektion hoch drei, weil ich nur dann wertvoll bin, wenn ich immer alles richtig mache und dabei noch beliebt, elegant und souverän bleibe.
Merkst du was?
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11.05.2013, 19:08Inaktiver User
AW: Kann mir meine "Fehler" immer noch nicht verzeihen - Trotz Therapie
das wäre dann ja eher ein Zwang, der dahinter steckt. Dennoch sehe ich die Stimmungsschwankungen, und ich finde die gehen mehr in Richtung Depression, also nicht krankhaft schwerer aber doch so, dass vielleicht ein geeignetes leichtes Präparat helfen könnte, damit Aufbruch sich wieder besser fühlt. Evtl hilft ja auch ein homöopathisches Mittel.



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