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  1. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    @ BeautySchoolDropOut - deine Selbstbeweihräucherung finde ich grob gegenüber deiner I-net-Bekanntschaft. Da kann sie froh sein, dass du dich zurückziehst.

    ich finde die Tips, die hier so gegeben werden, sehr anstrengend. Da muß sich kikkki total verbiegen. Ob das auf Dauer gut geht? Ich bezweifle es. Viel besser wäre es, sie würde es lernen sich selbst anzunehmen mit ihren Ecken und Kanten, die einfach dazugehören, wie bei jedem anderen Menschen auch. Jeder hat seine guten und auch seine Schattenseiten. Und warum soll man sie nur bei anderen akzeptieren und bei sich selbst will man sie nicht sehen sondern sie obendrein ignorieren, verstecken, sich drumrumverrenken? Das ist ungesund. Lern dich lieber selbst kennen, kikkki, dann kannst du vielleicht auch darüber lachen, wenn du mal wieder zu viel von dir erzählt hast und nicht zuhören konntest oder was auch immer passiert ist. Alles ist halb so schlimm, vollkommene Menschen gibt es nicht. Und wenn es mal ganz daneben ging mit einem Kontakt, an dem dir gelegen war, dann kannst du es noch mal versuchen. In irgendeiner Signatur eines Users steht: hinfallen ist keine Schande. Es kommt darauf an, immer wieder aufzustehen, liegenbleiben ist die Schande. (sinngemäß, ich weiß es nicht auswendig) Das trifft es doch, oder?

    Außerdem muß niemand nur zuhören, das wäre eine ganz einseitige Beziehung, es gliche einer professionellen Situation. In einer guten Bekanntschaft oder Freundschaft darf man ruhig auch von sich erzählen. Es fördert doch das Gefühl, ich bin nicht allein, es gibt andere, die ähnliches erfahren haben, die wissen, wie es mir geht oder die wissen, worüber ich mich freue, worunter ich leide, was auch immer. Wenn einer gar nichts und nie von sich erzählt, würde ich ein bißchen aufmerksam werden. Es gehört einfach eine Gegenseitigkeit zu einer guten Beziehung.

  2. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Oh mann, Ihr habt das wirklich total falsch verstanden!

    Nochmal in ganz einfachen Worten: ja, die Bekannte hat Ecken und Kanten und ja, die Begegnung war so wie beschrieben. Und ja, sie hat das scheinbar selber gemerkt und deswegen hat sie sich zurückgezogen!!

    Ich wäre offen gewesen, sie weiter kennenzulernen, weil wir alle unsere Probleme haben und sie mich sehr interessiert hat. Ich habe auch versucht, Ihr das zu signalisieren, aber rumschubsen lasse ich mich dabei nicht und ewig hinterherrenen kann ich doch auch nicht!
    Die Bekannte baut sich selber ihre Fallen und das ist ganz schade!
    Sagt mal, ist das wirklich so schwer zu kapieren?!

    Kikkki, falls Du noch liest: ich hoffe, Du verstehst, was ich ausdrücken wollte.

    Warum sollte ich in einem Thread sonst zu dem Thema posten? Selbstbeweihräucherung. So ein absoluter Schwachsinn! Was sollte mir das bringen?

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    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe vor einer Weile eine Frau getroffen, die mich stark an Dich erinnert. Eigentlich fand ich sie trotzdem interessant und hätte es mit ihr wohl nochmal versucht, denn wir hatten einiges gemeinsam und überhaupt hat sie eine echt spannende Biografie (wir suchten beide neue Kontakte und haben uns durch's I-net gefunden). Ich habe ihr allerdings sofort Paroli gegeben, als sie mir komisch kam. So nicht mit mir! Fremd-geschämt habe ich mich auch, sie war so schrecklich ruppig zum Personal im Cafe z.B..
    Trotzdem: ich habe deutlich gesehen, daß sie leidet wie ein Hund und das kann man auch echt gut verstehen, wenn man weiß, was sie schon alles durch hat.

    Nun meldet sie sich aber nicht mehr. Ich glaube, sie hat gemerkt, wie grob sie rüberkam und schon mal gleich entschieden, daß aus uns nichts werden kann, denn sie kennt das sicher schon. Vielleicht hat sie Recht, kann sein - aber ein paar weitere Versuche wäre es wert gewesen - wie gesagt, ich gebe ja auf mich Acht und sage bescheid, wenn's zu kratzbürstig wird.
    Das kenn' ich auch. Ich kenn' sogar beide Seiten. Ich war schon die kratzbürstige neue Bekanntschaft, die unhöflich zu dem Personal war, aber auch schon diejenige, die sich gedacht hat "Ne, Du bist mir zu kratzbürstig. Mit uns wird das nichts!"
    Bei mir ist das auch tages- und Tageszeitabhängig. Nach einem langen Arbeitstag oder früh am morgen ist oft meine "Deckung" unten und ich reagiere automatisch. Dann kann es auch vorkommen, dass ich unwirsch oder arrogant zur Kellnerin (oder zu meiner Mutter - gestern passiert!) bin. Bei der Kellnerin werde ich daher vermutlich nicht mehr "landen" können. Dafür ist die erste Begegnung zu schlecht gelaufen. Meine Mutter dagegen übergeht so was oft oder reagiert wie gestern mit einem "Nicht so spitz! Das kann man auch anders sagen." Ich war dann natürlich im ersten Moment erst recht angefressen, aber hab' mich dann zusammengerissen, weil sie ja Recht hatte. Außerdem bin ich froh, dass sie mir meine Grenzen aufgezeigt hat. Jetzt weiß ich, wie weit ich gehen darf bzw. was für sie angemessen ist und kann das zukünftig beachten. (Ich wußte es ja vorher auch schon, aber manchmal reicht ein Wort/ Tonfall und ich bin an der Decke.)
    Was ich sagen will, ich glaube, es kommt immer auf den Grad des Kennens an. Bei einer ersten Bekanntschaft zu direkt zu sein, verbaut einem den weiteren Weg. Wenn man sich schon länger kennt, betrachtet man den Anderen und seine Kritik eher als Weggefährten, der einem hilft auf dem Weg zu bleiben.

    Ich lese gerade Dale Carnegie "Sorge Dich nicht, lebe". Folgenden Satz habe ich mir vorgestern herausgeschrieben "Reagieren Sie nicht automatisch oder impulsiv. Das ist meistens falsch." Der Satz hat mich wie die Faust auf's Auge getroffen.

    Willst Du sie nochmal kontaktieren? Vielleicht hatte sie einfach auch einen schlechten Tag und hat jetzt auch schon Gewissensbisse, weil sie so ruppig mit dem Personal war. Mir würde es so gehen und ich hätte gern eine zweite Chance (wenn denn sonst alles gepasst hätte). Oder hat es wirklich nicht "richtig" gepasst... die Chemie zwischen euch nicht gestimmt?

    Irgendwie ist Freunde und Bekannte finden dasselbe wie einen Mann kennenlernen...
    Geändert von kikkki (11.05.2013 um 01:01 Uhr)

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    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Ich muß mich echt mal für all die Tipps, Geschichten und den Zuspruch bedanken. Mir hilft das total weiter. Vor allem auch weil es mir zeigt, dass ich anscheinend nicht allein dastehe mit meinem Problem.

    ich finde die Tips, die hier so gegeben werden, sehr anstrengend. Da muß sich kikkki total verbiegen. Ob das auf Dauer gut geht? Ich bezweifle es. Viel besser wäre es, sie würde es lernen sich selbst anzunehmen mit ihren Ecken und Kanten, die einfach dazugehören, wie bei jedem anderen Menschen auch. Jeder hat seine guten und auch seine Schattenseiten. Und warum soll man sie nur bei anderen akzeptieren und bei sich selbst will man sie nicht sehen sondern sie obendrein ignorieren, verstecken, sich drumrumverrenken? Das ist ungesund. Lern dich lieber selbst kennen, kikkki, dann kannst du vielleicht auch darüber lachen, wenn du mal wieder zu viel von dir erzählt hast und nicht zuhören konntest oder was auch immer passiert ist. Alles ist halb so schlimm, vollkommene Menschen gibt es nicht. Und wenn es mal ganz daneben ging mit einem Kontakt, an dem dir gelegen war, dann kannst du es noch mal versuchen. In irgendeiner Signatur eines Users steht: hinfallen ist keine Schande. Es kommt darauf an, immer wieder aufzustehen, liegenbleiben ist die Schande. (sinngemäß, ich weiß es nicht auswendig) Das trifft es doch, oder?
    Darüber denke ich immer wieder nach. Versuche ich etwas anderes zu sein, als ich bin? Oder soll ich so weiter machen wie bisher? Wer oder wie bin ich denn eigentlich? Was will ich?
    Ich will einen großen Freundes- und Bekanntenkreis haben. Ich will mal entscheiden können "Oh, ich will mal wieder ein paar Freunde zum Essen einladen." und dann nicht nur meine Eltern, meinen Bruder mit Frau und Kinder und meine Patentante am Tisch sitzen haben.
    Nicht dass ich deren Gesellschaft nicht mag. Ganz im Gegenteil, ich schätze sie sehr und bin gern mit ihnen zusammen. Aber im Moment sind sie auch meine einzigen "Freunde". Aber meine Eltern und meine Tante werden auch nicht jünger. Mein Bruder und seine Frau haben neben mir auch noch einen eigenes Leben und Freundeskreis. Sie laden mich zu vielen Sachen ein, aber oft bin ich das 5. Rad am Wagen.
    Ich aber habe niemand, den ich 'mal spontan anrufen kann "Gehen wir die Woche ins Kino?" oder "Magst Du zum Essen vorbeikommen?". Also habe ich mich entschieden, Freunde zu finden. Das geht meiner Meinung nach viel besser, wenn ich nett und zuvorkommend bin. Ich kann das ja eigentlich auch. Aber in den letzten Monaten habe ich mich gehen lassen und bin zu einem "Gringe" geworden.

    Die liebe Kollegin, von der ich schon erzählt habe, hat mir vor kurzem wieder von ihren beiden Söhnen erzählt. "Der Ältere hat von Anfang an ein zuvorkommendes hilfsbereits Wesen gehabt. Mein Jüngerer aber kommt gar nicht auf die Idee, der Dame vor uns in der Kirchenbank, ihr herunter gefallenes Gesangsbuch aufzuheben. Nicht dass er unhöflich ist oder nicht will. Er kommt schlicht nicht auf die Idee, dass man helfen könnte. Das ist schade, weil ich weiß, dass mein Älterer es immer leichter haben wird, weil er das instinktiv macht. Der Kleine muss das alles auf die harte Tour erlernen."

    Ich habe das Gefühl, dass ich vom Wesen her wie ihr jüngerer Sohn bin. Mir ist freundlich und höflich sein oder die Klappe halten nicht in die Wiege gelegt worden. Aber ich brauche diese Tugenden, um akzeptiert zu werden. Also muss ich sie lernen. Ich erziehe mich sozusagen (wieder) selber.

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    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Ich muß mich echt mal für all die Tipps, Geschichten und den Zuspruch bedanken. Mir hilft das total weiter. Vor allem auch weil es mir zeigt, dass ich anscheinend nicht allein dastehe mit meinem Problem.

    zitat von johannaclara ich finde die Tips, die hier so gegeben werden, sehr anstrengend. Da muß sich kikkki total verbiegen. Ob das auf Dauer gut geht? Ich bezweifle es. Viel besser wäre es, sie würde es lernen sich selbst anzunehmen mit ihren Ecken und Kanten, die einfach dazugehören, wie bei jedem anderen Menschen auch. Jeder hat seine guten und auch seine Schattenseiten. Und warum soll man sie nur bei anderen akzeptieren und bei sich selbst will man sie nicht sehen sondern sie obendrein ignorieren, verstecken, sich drumrumverrenken? Das ist ungesund. Lern dich lieber selbst kennen, kikkki, dann kannst du vielleicht auch darüber lachen, wenn du mal wieder zu viel von dir erzählt hast und nicht zuhören konntest oder was auch immer passiert ist. Alles ist halb so schlimm, vollkommene Menschen gibt es nicht. Und wenn es mal ganz daneben ging mit einem Kontakt, an dem dir gelegen war, dann kannst du es noch mal versuchen. In irgendeiner Signatur eines Users steht: hinfallen ist keine Schande. Es kommt darauf an, immer wieder aufzustehen, liegenbleiben ist die Schande. (sinngemäß, ich weiß es nicht auswendig) Das trifft es doch, oder?
    Darüber denke ich immer wieder nach. Versuche ich etwas anderes zu sein, als ich bin? Oder soll ich so weiter machen wie bisher? Wer oder wie bin ich denn eigentlich? Was will ich?
    Ich will einen großen Freundes- und Bekanntenkreis haben. Ich will mal entscheiden können "Oh, ich will mal wieder ein paar Freunde zum Essen einladen." und dann nicht nur meine Eltern, meinen Bruder mit Frau und Kinder und meine Patentante am Tisch sitzen haben.
    Nicht dass ich deren Gesellschaft nicht mag. Ganz im Gegenteil, ich schätze sie sehr und bin gern mit ihnen zusammen. Aber im Moment sind sie auch meine einzigen "Freunde". Aber meine Eltern und meine Tante werden auch nicht jünger. Mein Bruder und seine Frau haben neben mir auch noch einen eigenes Leben und Freundeskreis. Sie laden mich zu vielen Sachen ein, aber oft bin ich das 5. Rad am Wagen.
    Ich aber habe niemand, den ich 'mal spontan anrufen kann "Gehen wir die Woche ins Kino?" oder "Magst Du zum Essen vorbeikommen?". Also habe ich mich entschieden, Freunde zu finden. Das geht meiner Meinung nach viel besser, wenn ich nett und zuvorkommend bin. Ich kann das ja eigentlich auch. Aber in den letzten Monaten habe ich mich gehen lassen und bin zu einem "Gringe" geworden.

    Die liebe Kollegin, von der ich schon erzählt habe, hat mir vor kurzem wieder von ihren beiden Söhnen erzählt. "Der Ältere hat von Anfang an ein zuvorkommendes hilfsbereits Wesen gehabt. Mein Jüngerer aber kommt gar nicht auf die Idee, der Dame vor uns in der Kirchenbank, ihr herunter gefallenes Gesangsbuch aufzuheben. Nicht dass er unhöflich ist oder nicht will. Er kommt schlicht nicht auf die Idee, dass man helfen könnte. Das ist schade, weil ich weiß, dass mein Älterer es immer leichter haben wird, weil er das instinktiv macht. Der Kleine muss das alles auf die harte Tour erlernen."

    Ich habe das Gefühl, dass ich vom Wesen her wie ihr jüngerer Sohn bin. Mir ist freundlich und höflich sein oder die Klappe halten nicht in die Wiege gelegt worden. Aber ich brauche diese Tugenden, um akzeptiert zu werden. Also muss ich sie lernen. Ich erziehe mich sozusagen (wieder) selber.

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    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Morgen bzw. heute habe ich wieder eine Herausforderung vor mir. Ich bin zu einem Familienfest eingeladen und treffe dort eine "ehemalige" Freundin. Sie hat mir vor ca. 3 Jahren die Freundschaft gekündigt, weil ich "zu unzuverlässig" bin. Ich habe unsere Treffen zum Schluß hin oft kurzfristig abgesagt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt einen Mann kennengelernt und parallel recht viel in der Arbeit zu tun. Auch habe ich die Treffen nicht als so wichtig eingestuft, da sie nie mich, sondern eine gemeinsame Freundin besucht hat, und mich dann dazu eingeladen hat.

    Meine normale Verhaltensweise wäre ... sie ignorieren. Das will ich auf jeden Fall nicht tun. Aber eine andere Strategie habe ich auch noch nicht.

    Wie geht man mit verflossenen Freundschaften um?

  7. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Kikkki, ganz tolle Reaktion von Dir. Vielen Dank!
    Ich kam mir schon vor wie im falschen Film einen Moment lang.

    Ich finde, daß ziemlich klar wird, daß es halt Menschen gibt, die Kratzbürstigkeit besser vertragen als andere. Ich zähle mich zu ersteren. Mir ist eine schwierige Frau viel lieber als solche, die immer unbedingt lieb und nett sein müssen zur Umwelt der Sitte wegen oder was weiß ich warum. Himmel, diese zwanghaft Lieben können sowas von hinterrücks und mies treten teilweise, da vergeht einem hören und sehen! Lieber den Frust offen zeigen, dann weiß man, woran man ist.
    Achja: und ich kann auch ganz schön ruppig sein, v.a. wenn's mit schlecht geht. Ist aber wohl schon klar, wa?

    Ich habe jetzt angeregt durch Dich natürlich auch nochmal verstärkt darüber nachgedacht, ob ich's nicht doch einfach nochmal versuchen sollte mit ihr. Da sind so viele ähnliche Erfahrungen, wir hatten uns sofort ziemlich viel zu sagen... Ich überleg's mir nochmal.

    Deiner verflossenen Freundschaft morgen/ heute vielleicht so normal wie es geht begegnen? Du kennst sie ja, sagst halt "Hallo" und "Wie geht es Dir?" - bestimmt interessiert es Dich doch auch ein bisschen oder? Ist also nicht geheuchelt. Die ollen Kamellen von damals kannst Du ja einfach ruhen lassen dabei und ihr bestenfalls freundlich-verstehend zulächeln und Dich bald weiterbewegen auf dem Fest.
    Unangenehme Begegnungen hat's überall.

    Ich hatte vor kurzem so eine Begegnung mit Francis. Den hatte ich 8 Jahre nicht mehr gesehen. Francis kann mich gar nicht leiden, weil ich ihn damals mal berufsbedingt mächtig zusammengefaltet habe, als er seine Projektarbeit nicht pünktlich ablieferte. Seitdem hat er mich gemieden, so gut es ging. Da traf ich ihn also auf dieser Demo. Wir waren beide etwas irritiert und nicht grade begeistert. Aber man tauschte ein paar Höflichkeitsfloskeln aus, stellte unverfängliche Fragen und dann habe ich recht schnell "Na, dann mach's gut. Ich wünsch' Dir was!" gesagt und habe mich schleunigst verkrümelt, daß wir beide nicht weiter leiden müssen. Ich fand's total ok und es war erstaunlich und interessant zu sehen, wie alt und grau er geworden ist. Bin ich sicher auch.

    Kriegst Du hin!

  8. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Und P.S.: ich habe momentan auch ziemlich mit Einsamkeit zu tun und kriege davon auch regelmäßig die Hasskappe.
    Mittlerweile glaube ich mir mein ewiges Gemaule selber nicht mehr und ertappe mich schneller in meiner Negativ-Schleife. Das hilft auch sehr: bewußt sein und aktiv gedanklich dagegen steuern.

    Und jajajaa... die ollen Kamellen: erstmal gut um sich selber kümmern. Weißt ja.

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    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Hallo kikki,

    ich finde Deine Selberkenntnis und Veränderungsbereitschaft sehr beeindruckend. Natürlich kann man immer sagen, ich bin so wie ich bin, und wer damit ein Problem hat, hat Pech gehabt. Aber wenn das wie bei Dir in die soziale Isolation führt, unter der Du ja auch leidest, dann halte ich diese Haltung für wenig zielführend. Und Veränderung ist anstrengend, keine Frage. Aber dahinter steckt ja auch ein verlockendes Ziel, das Du ja selbst schon formuliert hast: einen großen Freundeskreis zu schaffen, Menschen zu haben, mit denen man was unternehmen kann, die einen mögen. Ich finde, dafür lohnt sich schon die eine oder andere Anstrengung.

    Bei der anstehenden Begegnung mit der Ex-Freundin kannst Du doch prima üben. Ich würde sie nicht nur kurz grüßen, sondern versuchen, möglichst unbefangen auf sie zuzugehen und versuchen, sie in ein lockeres Gespräch zu verwickeln. Vielleicht ist das ja die Chance für einen Neuanfang. Wobei ich nicht gleich Vergangenheitsbewältigung betreiben würde. Sollte auf beiden Seiten noch Sympathie und Interesse vorhanden sein, ergibt sich sicher mal die Gelegenheit für ein Gespräch. Ich persönlich bin grundsätzlich schon bereit, Menschen eine zweite Chance zu geben, zumal wenn ich das Gefühl habe, dass Einsicht vorhanden ist. Und wenn sich herausstellt, dass die Freundschaft dauerhaft perdu ist, dann ist das eben so. Aber es war den Versuch wert.

    Freundlichkeit, Zugewandtheit, Offenheit kann man trainieren, wenn man von Natur aus nicht reichlich damit gesegnet ist. Aber man muss eben auch immer wieder Gelegenheiten nutzen. Bei dieser Ex-Freundin jetzt gleich schon mal innerlich auf Abwehr und Distanz zu gehen, halte ich für den falschen Weg. Vielleicht hat sie ja auch bedauert, dass die Freundschaft auseinandergegangen ist. Und es gab ja einen handfesten Grund, den sie benannt hat und der heute keiner mehr sein muss.

    Wenn ich Freunde finden will, dann muss ich die Menschen wie potenzielle Freunde wahrnehmen und behandeln. Das heißt nicht, sich um jeden Preis aufzudrängen, sondern eine innere Haltung einzunehmen, die immer die Möglichkeit in Betracht zieht, dass der andere zum Freund werden könnte.

    Ich finde, eine gute Möglichkeit, sein Verhalten zu reflektieren ist auch, zu überlegen, was man selbst an Freunden schätzt oder sich von ihnen wünscht: Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Initiative, Loyalität, etc. Und dann zu schauen, wie man sich selbst in diesen Punkten verhält und ggf. gegenzusteuern.

    Aber ich finde, Du bist schon auf einem ganz guten Weg.

    Alles Gute,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Moderation

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    AW: Einsamkeit nimmt immer mehr zu

    Zitat Zitat von kikkki Beitrag anzeigen
    Irgendwie ist Freunde und Bekannte finden dasselbe wie einen Mann kennenlernen...
    Der Vorteil ist, daß man nicht einen nach dem anderen probieren muß

    Guter Satz über das "nicht automatisch oder impulsiv". Manchmal ist das Unterbewußtsein eine nicht besonders niedliche Dreijährige und reagiert entsprechend. Gerade wenn man ein bißchen nervös oder angepiekst ist...

    Über das Verbiegen: Ich denke, es kann zwar keiner aus seiner Haut, aber jeder Mensch hat eine Menge Seiten, und eine Menge Ausdrucksmöglichkeiten. Wir können alle menschenfeindlich und unleidlich sein, ober lieb und großzügig, vorschnell oder überlegt, ängstlich oder souverän. Und mit diesen Luxusgehirnen, die wir uns leisten, können wir nicht nur lernen, sondern wir können Lernerfahrungen vorweg nehmen. Und das heißt eben, wir können die Seite in eine Situation drehen, die der Situation am besten paßt, und durch intelligentes Vorwegnehmen erkennen, welche Seite das sein wird.

    Und gerade wenn man sich selber schon auf den Wecker geht, und sich nicht mehr mag, dann ist die integre Handlungsweise, etwas daran zu tun, und nicht, sich irgendwie auszuhalten.

    Wenn ich jemanden wiedertreffe, dem gegenüber ich mich in der Vergangenheit nicht so toll verhalten habe, versuche ich, das nicht gegen ihn zu halten. Sie will vielleicht nicht mehr deine Freundin sein, weil sie in einer Freundschaft eine gewisse Verbindlichkeit erwartet, aber das heißt nicht, daß ihr miteinander umgehen müßt als drohe eine Vendetta. Ihr könnt erst mal lose Bekannte sein, und, was Malina sagt.

    Viel Glück und halt die Ohren steif! Was man mühsam erlernen muß, hat man am Ende zumindest verstanden!
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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