Das ist doch sehr Interessant!Fast schon Filmreif als runing gag.
Als Erstes fiel mir ein: Hast du dich schon mal mit den Signalen des aktiven Zuhörens beschäftigt? In deinem Fall wäre es dann wichtig, den Spieß umzudrehen und diese konsequent nicht anzuwenden.
- keinerlei Blickkontakt!
- keine Zeichen der Bestätigung wie hochgezogene Augenbrauen, Lippenbewegungen, Gesten und Geräusche wie "hm", "Ah, ja!", "Ach ja?", etc.
- keinerlei Nachfragen
- kein durch die Haare fahren oder nesteln am Ausschnitt
Es kann aber auch an einer inneren Grundstimmung oder an der Kleidung leben.
Wegen Geld werden oft Leute angesprochen, die ihren Kleidern nach eher ökologisch/ sportlich/ preisbewusst (second Hand) orientiert sind und die das Leben eher beschwerlich finden und daher Mitgefühl für das Leid der anderen haben. (Bis zu einer gewissen Grenze versteht sich.) Schicksalsschläge u.ä. bestätigen sie in ihrer Weltsicht.
Diese Einschätzung verdanke ich einem eher melancholischen Kollegen, der sagte, er würde immer in der Fußgängerzone wegen Geld angesprochen, besonders, wenn er seinen alten (gepflegten) Trenchcoat trägt. Das war seine Theorie.
P.S. Tipps zum aktiven Zuhören:
(…)
Tipp 2: Schau Deinem Gesprächspartner in die Augen
Für aktives Zuhören ist es wichtig, einen gewissen Augenkontakt zu halten. Natürlich sollst Du Deinen Gegenüber nicht pausenlos anstarren, doch signaliere ihm auch mit den Augen, dass Du bei ihm bist – und nicht bei dem Bild hinter seiner linken Schulter. ;-)
Tipp 3: Entspanne Deinen Körper
Achte auch auf Deine Körpersprache. Entspann Dich! :-) Öffne verschränkte Arme und/oder Beine und stell das nervöse Klopfen mit Deinem Kuli ein. ;-) Neige stattdessen Deinen Körper etwas in Richtung Deines Gesprächspartners. Es ist auch völlig okay zu nicken – oder sogar zu lächeln, wenn es angebracht ist! ;-) Denk dran, dass diese Dinge nur funktionieren, wenn Du sie natürlich tust. Unnatürliches Grinsen wirkt gruselig! ;-)
Tipp 5: Wiederhole das Gesagte mit Deinen eigenen Worten
Das zeigt Deinem Gegenüber, dass Du ihn verstanden hast – und es gibt ihm die Möglichkeit, eventuelle Mißverständnisse noch auszuräumen. “Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann ist der Hauptgrund für die Verzögerung die Veränderung im Design.” Das ist nicht schwer – das kannst Du auch! ;-) Höre zu und versuche die Kernaussage zu erfassen und formuliere sie in Deinen Worten.
Tipp 6: Stelle Fragen
Mit Fragen kannst Du Dein Verständnis vertiefen – und es wird Dir dabei helfen, noch mehr Informationen zu bekommen. Der alte Spruch “Wer fragt, der führt.” ist übrigens immer noch gültig! “Warum war das Design nicht passend?” “Was wird es kosten, das Design zu verändern?”
Antworten
Ergebnis 31 bis 37 von 37
Thema: Festgenagelt. Es nervt.
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04.05.2013, 02:33Inaktiver User
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Geändert von Inaktiver User (04.05.2013 um 02:38 Uhr)
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04.05.2013, 16:19
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Danke, ich kannte das aktive Zuhören nicht,
und vermeide diese Dinge aus Instinkt.
Aha, ich denke, da hat er Recht mit seiner Erfahrung.Es kann aber auch an einer inneren Grundstimmung oder an der Kleidung leben.
Wegen Geld werden oft Leute angesprochen, die ihren Kleidern nach eher ökologisch/ sportlich/ preisbewusst (second Hand) orientiert sind und die das Leben eher beschwerlich finden und daher Mitgefühl für das Leid der anderen haben. (Bis zu einer gewissen Grenze versteht sich.) Schicksalsschläge u.ä. bestätigen sie in ihrer Weltsicht.
Diese Einschätzung verdanke ich einem eher melancholischen Kollegen, der sagte, er würde immer in der Fußgängerzone wegen Geld angesprochen, besonders, wenn er seinen alten (gepflegten) Trenchcoat trägt. Das war seine Theorie.
Ich schaue eher Öko/unauffällig aus, dennoch hält man mich in Markenklamotten-Läden
desöfteren für eine Verkäuferin.
P.S. Tipps zum aktiven Zuhören:
Wow, hast Du auf diesem Gebiet beruflich zu tun?(…)
Tipp 2: Schau Deinem Gesprächspartner in die Augen
Für aktives Zuhören ist es wichtig, einen gewissen Augenkontakt zu halten. Natürlich sollst Du Deinen Gegenüber nicht pausenlos anstarren, doch signaliere ihm auch mit den Augen, dass Du bei ihm bist – und nicht bei dem Bild hinter seiner linken Schulter. ;-)
Tipp 3: Entspanne Deinen Körper
Achte auch auf Deine Körpersprache. Entspann Dich! :-) Öffne verschränkte Arme und/oder Beine und stell das nervöse Klopfen mit Deinem Kuli ein. ;-) Neige stattdessen Deinen Körper etwas in Richtung Deines Gesprächspartners. Es ist auch völlig okay zu nicken – oder sogar zu lächeln, wenn es angebracht ist! ;-) Denk dran, dass diese Dinge nur funktionieren, wenn Du sie natürlich tust. Unnatürliches Grinsen wirkt gruselig! ;-)
Tipp 5: Wiederhole das Gesagte mit Deinen eigenen Worten
Das zeigt Deinem Gegenüber, dass Du ihn verstanden hast – und es gibt ihm die Möglichkeit, eventuelle Mißverständnisse noch auszuräumen. “Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann ist der Hauptgrund für die Verzögerung die Veränderung im Design.” Das ist nicht schwer – das kannst Du auch! ;-) Höre zu und versuche die Kernaussage zu erfassen und formuliere sie in Deinen Worten.
Tipp 6: Stelle Fragen
Mit Fragen kannst Du Dein Verständnis vertiefen – und es wird Dir dabei helfen, noch mehr Informationen zu bekommen. Der alte Spruch “Wer fragt, der führt.” ist übrigens immer noch gültig! “Warum war das Design nicht passend?” “Was wird es kosten, das Design zu verändern?”
Das ist echt interessant.
Das merke ich mir für Gesprächsthemen, auf die ich neugierig bin.
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04.05.2013, 16:48Inaktiver User
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Das bringt mich auf eine Idee! Vielleicht wäre das ein lohnendes Thema mit den Leuten, die dich festquatschen.
Du fragst einfach: "Warum haben Sie gerade mich angesprochen?"
Oder: "Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich mich nicht für Kunst interessiere. Was hat Sie veranlasst, weiter über dieses Thema zu reden? Hatte das mehr mit Ihnen oder mehr mit mir zu tun?"
Ich bin weder auf den Mund gefallen noch sehr schüchtern, aber dafür müsste ich schon meinen Mut zusammen nehmen. Oder aber das Thema und die Antworten interessieren mich wirklich! Dann würde ich diese Fragen stellen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Am Ende entsteht aus den Erlebnissen und Antworten noch ein spannender Roman o.ä.
Der Kollege sah übrigens sehr männlich aus und hatte eher ein reserviertes, manchmal sogar kühles oder herrisches Auftreten. Das half ihm nichts. Die Schnorrer haben seine Melancholie und sein geringes Selbstwertgefühl sofort erkannt. Eher als die Menschen, die sonst mit ihm zu tun hatten.
P.S. Den Text hatte ich ergooglet unter dem Stichwort "aktives Zuhören".
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04.05.2013, 17:15
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Sehr gut - und ich traue mich das,
weil ich auf die Antworten und Reaktionen gespannt bin.
Und man kann es auch höflich und freundlich sagen.
Das entspannt mich jetzt.
Ich war nämlich schon so weit, daß es mir vor Feiern und Veranstaltungen
manchmal schon gegraust hat, weil ich befürchtete,
daß ich wieder unfreundlich werden muß.
Das ist erstaunlich. Die haben gute Menschenkenntnis (erworben).Der Kollege sah übrigens sehr männlich aus und hatte eher ein reserviertes, manchmal sogar kühles oder herrisches Auftreten. Das half ihm nichts. Die Schnorrer haben seine Melancholie und sein geringes Selbstwertgefühl sofort erkannt. Eher als die Menschen, die sonst mit ihm zu tun hatten.
Ah so (und ich dachte schon, Du seist Fachfrau für Kommunikation ó.ä.)P.S. Den Text hatte ich ergooglet unter dem Stichwort "aktives Zuhören".
Da fällt mir noch ein, daß auch Kinder mich gerne in Beschlag nehmen.
Also fremde Kinder. Nach kurzer Zeit sind sie richtig hemmungslos,
suchen Körperkontakt, reden und erzählen, umwerben mich rumhupfend.
Da habe ich aber eine Beißhemmung, weils halt Kinder sind.
Leider werden das vielleicht die "Schwätzer" von morgen sein. ;-)
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04.05.2013, 17:40Inaktiver User
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Vielleicht bist du so ein bisschen ein weißes Blatt, in dem jeder sehen kann, was er will?
Oder einfach ein mitfühlender, an anderen interessierter Mensch?
Oder jemand, der nicht zeigt, was in ihm vorgeht? Dann haben andere oft das Gefühl, nicht zu wissen, woran sie sind und fangen ein kleines Kämpfchen an. Ruckeln und zuckeln an einem rum, bis sie eine eindeutige Reaktion bekommen. Unter Umständen weiß man das von sich selber gar nicht (so ging es einer Freundin, deren Sohn große Probleme machte, erst beim Kinderpsychologen stießen sie auf die eigentliche Ursache), wenn man schon früh gelernt hat, seine Gefühle zurückzunehmen und nicht zu zeigen.
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04.05.2013, 18:35
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04.05.2013, 23:31Inaktiver User



Fast schon Filmreif als runing gag.
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