Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 37
Thema: Festgenagelt. Es nervt.
-
02.05.2013, 18:52
AW: Festgenagelt. Es nervt.
-
02.05.2013, 18:53
-
02.05.2013, 19:07
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Ja es stimmt schon, die Beispiele mit der Kunst haben so ein Gschmäckle.
Und ich könnte natürlich auch diplomatischer sein.
Leider passiert mir die Festnagelung auch auf Geburtstagsfeiern,
Hochzeiten und andere Gelegenheiten.
Was mich so nervt, ist einfach, daß ich schon in der Kindheit immer
beschwatzt wurde, und das fand ich übergriffig.
Dann wurde ich erwachsen, und trotzdem suchen sich,
so scheint mir, die Schwätzer oft mich aus.
Sogar im Zug.
Vielleicht strahle ich was dummes aus oder harmloses.
So nach dem Motto: "Mit der kann ichs ja machen, die läßt sich mit meinem Wissen vollschwatzen."
Ja das trifft ins Schwarze.Übrigens gibt es die Situation auch mit umgekehrten Vorzeichen. Eine befreundete Künstlerin erzählte mir, dass sie sich einer Gruppe angeschlossen hat, die manchmal am Wochenende gemeinsam etwas unternimmt. Die anderen Teilnehmer sprechen sie immer wieder auf ihren Beruf an, sie soll etwas erzählen. Vermutlich wollen sie einfach nett sein. Für meine Freundin ist das schwierig. Es ist ihre Freizeit und sie will mal nicht über Berufliches reden …
Meine Freundin meinte auch mal, daß sie heilfroh sei,
daß ich Kunst zwar genieße...sozusagen konsumiere, sie aber ansonsten mit Kunst
in Ruhe lasse.
-
02.05.2013, 19:10
-
02.05.2013, 19:16
-
02.05.2013, 20:08Inaktiver User
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Also, ehrlich gesagt, finde ich es auch strange, auf Klugschwatz-Veranstaltungen zu gehen und sich dann über Klugschwätzer zu beklagen ... Ich würde dann wirklich in der Zeit was anderes machen, Kino z.B.
Oder ausländische Herkunft vortäuschen - natürlich nur aus Ländern, wo nicht damit zu rechnen ist, das der Klugschwätzer die Sprache kann.
Wie wär's mit
Ani ba mijeruschalajim (Ich komme aus Jerusalem).
-
02.05.2013, 20:34
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Find ich auch. :-))
Danke!
War aber ein Stück Weg.
Und da fällt mir was ein, wo ich heute noch den Kopf schüttele:
Wir Freunde hocken lustig in einem Lokal zusammen.
Bekannte und andere Freunde der Freunde kommen nach und nach hinzu.
Ausgelassene Stimmung!
Eine der neuhinzugekommenen Frauen sieht mich immer so seltsam finster ernst an,
ich interpretierte es so, als daß ich ihr unsympatisch war, ja mei, dachte ich.
Ein junger Mann setzt sich zu mir, und wir reden länger bißchen flirty.
Er meinte, ob ich die Dame kenne, die immer so düster zu uns schaut.
Ich: Nein, kenne ich nicht, aber sie hat mich schon die ganze Zeit so angeschaut.
Er kannte sie auch nicht.
Er steht auf Richtung Toillette, und schwupps,
hockt diese Dame neben mir, hat nach Bauchgefühl aufgesetzte Freundlichkeit und künstliches Lachen,
redet über Sport und wie ungesund der ist,
und klärt mich - war Anfang dreißig - ausführlichst über ihre Wechseljahre auf.
Und ich Depp hab mir das dann bestimmt eine Stunde angehört.
Festgenagelt!
Habe aber den Blickkontakt mit dem jungen Mann gehalten,
der hat dann irgendwann die Geduld verloren, und mich "raus ge_eist".
~~~
Mein damaliger Partner meinte pragmatisch, die Dame sei simpel neidisch auf mein Aussehen gewesen.
Und dann kommt auch noch ein wesentlich jüngerer Mann und findet mich nett.
~~~
Heute jedenfalls würde ich mich nicht mehr so belabern lassen.
Was man sich alles gefallen läßt, wenn man jünger ist. :-(
-
02.05.2013, 20:53
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Also die Schwingungen und die Atmosphäre mag ich schon, so ist das nicht!
Ich beklage mich nicht über die "normalen Klugschwätzer", die mich höflicherweise
nach kurzer Zeit in Ruh lassen.
Es nerven mich diejenigen, die regelrecht an mir festkleben.
hihi genau, gute IdeeOder ausländische Herkunft vortäuschen - natürlich nur aus Ländern, wo nicht damit zu rechnen ist, das der Klugschwätzer die Sprache kann.
Wie wär's mit
Ani ba mijeruschalajim (Ich komme aus Jerusalem).

In meinem Fall: gebrochenes Englisch sprechen und vorgeben, ich sei Dänin.
(war mal eine zeitlang in den USA: die dachten dort fast alle, ich sei aus Dänemark, wegen meinem Englisch).
-
02.05.2013, 21:46
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Irgendwas an dem ganzen Szenario erscheint mir nicht stimmig. Zumal die Kunstveranstaltung ja nur ein Beispiel ist, Du hast diese Erlebnisse ja nach eigener Aussage auch schon immer und bei anderen Veranstaltungen, Geburtstagsfeiern etc, wo es gar nicht um eine bestimmte Szene geht.
Und wenn ich ganz ganz ehrlich sein darf, klingst Du für mich auch ein wenig unsympathisch. Die Art, sich nach Deinen Worten "zutexten" zu lassen und das eigentlich total nervig zu finden... Sicherlich mag es wirklich anstrengende Labertaschen und Klugschwätzer geben.... Aber das einem das so häufig passiert, dass man dazu einen Thread eröffnet, deutet für mich darauf hin, dass Du selbst diejenige bist, die die Situation heraufbeschwört. Dass also der Fehler bei Dir liegt und nicht bei den ach so nervigen Menschen, die aufgrund Deiner Passivität vielleicht keinen blassen Schimmer haben, dass Du am Thema nicht interessiert bist und dann von Dir *plötzlich* vor den Latz geknallt bekommen, wie unhöflich sie sind, dich mit ihrem Fachwissen zu belästigen....
Nene... mein Tipp, am eigenen Kommunikationsverhalten arbeiten. Nicht über die anderen meckern, sondern schaun, das, wie Du zu den Dingen und Menschen stehst, besser nach außen zu kommunizieren. Nicht passiv sein, nicht nur reagieren, sondern agieren:
- ganz schnell aus dem Gespräch verabschieden, aber unter einem Vorwand, charmant - ja, solche kleinen und harmlosen Notlügen helfen durchaus, seinen eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden, ohne aber ständig mit anderen Menschen aneinander zu geraten
- kein Interesse heucheln, zb durch geduldiges Zuhören, Abnicken, ... das ist so unterwürfig!? warum macht man das, wenn man kein Interesse hat? klar, 2, 3 Minuten... das gebietet vllt die Höflichkeit.. aber dann.. siehe oben!
- aktiv selbst das Thema in eine andere Richtung umlenken... wer weiß, evtl entsteht dadurch sogar ein Gespräch!??
Und vielleicht findest Du den anderen Menschen dann gar nicht mehr so doof, wenn Du merkst, dass er auf Deine Thematik eingeht. Warum erzählst Du nicht von Dir, warum Du dort bist, Deiner Freundin begleitest, nicht wirklich an Kunst interessiert bist, sondern Dein Hobby xy ist, und darüber etwas erzählen... wer weiß, vllt wendet die andere Person sich dann von selbst ab, wenn es nicht ihr Thema ist u sie weiter über Kunst reden will, oder sie hört dir interessiert zu und steigt auf das thema ein??
- oder du schwenkst ganz nonchalant plötzlich auf das Essen, wie köstlich das ist, oder wie toll die Bewirtung, der Laden... etwas mehr Richtung Smalltalk gehen... smalltalk ist sehr praktisch, wenn man nett-höflich sein will und dennoch nicht so tiefgehende anstrengende Gespräche mit einem Unbekannten führen will..
- fragen stellen! dadurch den monolog unterbrechen, vllt eben ein anderes thema oder etwas, worüber der andere gar keine ahnung hat! könnte ja lustig werden, wenn der klugschwätzer plötzlich keine antwort mehr weiß ;)
- und wenn obiges nicht funktioniert, durch ganz viel nonverbales Verhalten den Absprung finden... arroganter blick, wegschauen, im Raum umschauen, was Desinteresse signalisiert, aufs Handy schauen.. und vor allem nicht die ganze Zeit den Monolog brav abnicken, notfalls zur toilette. dann ist es auch nicht nötig, sich zu konfrontieren, was weder dir noch dem anderen was bringt.
Ich finde es gut, dass Dir das Problem bewusst geworden ist, so kannst Du daran etwas verbessern. Und es Dir dadurch bestimmt auch ein gutes Stück leichter machen!Geändert von Ariaa (02.05.2013 um 21:51 Uhr)
-
03.05.2013, 18:30
AW: Festgenagelt. Es nervt.
Den Thread habe ich im Ärger aufgemacht, hatte gerade wieder so eine Situation gehabt.
Du hast Recht, irgendwas muß ich an mir haben.
Vielleicht die Passivität.....jedenfalls ist es nichts *Abschreckendes*.
Dazu paßt auch, daß ich ständig nach dem Weg gefragt werde, nach der Uhrzeit, nach 1 Euro, nach einer Zigarette, nach Busverbindungen. Oft werde ich für eine Angestellte gehalten in Geschäften.
Das alles nervt mich wenig, ist ja eine Sache von Sekunden oder Minuten.
Danke für die Vorschläge! Ich muß einfach üben üben üben.Nene... mein Tipp, am eigenen Kommunikationsverhalten arbeiten. Nicht über die anderen meckern, sondern schaun, das, wie Du zu den Dingen und Menschen stehst, besser nach außen zu kommunizieren. Nicht passiv sein, nicht nur reagieren, sondern agieren:
- ganz schnell aus dem Gespräch verabschieden, aber unter einem Vorwand, charmant - ja, solche kleinen und harmlosen Notlügen helfen durchaus, seinen eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden, ohne aber ständig mit anderen Menschen aneinander zu geraten
- kein Interesse heucheln, zb durch geduldiges Zuhören, Abnicken, ... das ist so unterwürfig!? warum macht man das, wenn man kein Interesse hat? klar, 2, 3 Minuten... das gebietet vllt die Höflichkeit.. aber dann.. siehe oben!
- aktiv selbst das Thema in eine andere Richtung umlenken... wer weiß, evtl entsteht dadurch sogar ein Gespräch!??
Und vielleicht findest Du den anderen Menschen dann gar nicht mehr so doof, wenn Du merkst, dass er auf Deine Thematik eingeht. Warum erzählst Du nicht von Dir, warum Du dort bist, Deiner Freundin begleitest, nicht wirklich an Kunst interessiert bist, sondern Dein Hobby xy ist, und darüber etwas erzählen... wer weiß, vllt wendet die andere Person sich dann von selbst ab, wenn es nicht ihr Thema ist u sie weiter über Kunst reden will, oder sie hört dir interessiert zu und steigt auf das thema ein??
- oder du schwenkst ganz nonchalant plötzlich auf das Essen, wie köstlich das ist, oder wie toll die Bewirtung, der Laden... etwas mehr Richtung Smalltalk gehen... smalltalk ist sehr praktisch, wenn man nett-höflich sein will und dennoch nicht so tiefgehende anstrengende Gespräche mit einem Unbekannten führen will..
- fragen stellen! dadurch den monolog unterbrechen, vllt eben ein anderes thema oder etwas, worüber der andere gar keine ahnung hat! könnte ja lustig werden, wenn der klugschwätzer plötzlich keine antwort mehr weiß ;)
- und wenn obiges nicht funktioniert, durch ganz viel nonverbales Verhalten den Absprung finden... arroganter blick, wegschauen, im Raum umschauen, was Desinteresse signalisiert, aufs Handy schauen.. und vor allem nicht die ganze Zeit den Monolog brav abnicken, notfalls zur toilette. dann ist es auch nicht nötig, sich zu konfrontieren, was weder dir noch dem anderen was bringt.
Ich finde es gut, dass Dir das Problem bewusst geworden ist, so kannst Du daran etwas verbessern. Und es Dir dadurch bestimmt auch ein gutes Stück leichter machen!
Je nach Situation.
Und stimmt: Konfrontation, die keinem was bringt, ist verschwendete Energie.
Mein Ärger hat sich ja nun auch Dank Forum wieder gelegt,
und ich Danke Euch allen für Ratschläge und Tipps!




Zitieren

