Hallo liebe Community!
Es gibt zwei persönliche Bereiche, die ich gerne mit professioneller Hilfe (und Euch ?) entwickeln möchte, beide haben mit meiner "Außenwirkung" zu tun:
Mir wurde im beruflichen und persönlichen Umfeld gesagt, dass ich manchmal nicht richtig zuhöre und ein Gespräch "dominiere", bzw dem Gegenüber nicht das Gefühl gebe, ihn wichtig zu nehmen.
Außerdem wirke ich sehr unnahbar. Wo genau das herkommt, konnte bisher keiner so genau benennen. Viele haben meine Art zu sprechen genannt, konnten das aber nicht genauer "packen".
Im Beruf (Außendienst) gehe ich z.B. ein Gespräch mit dem EinkaufsleiterIn/GeschäftsführerIn u überlege die Argumente und meine Antworten darauf, komme aber nur schwer damit zurecht, wenn auf einmal ganz andere Herausforderungen genannt werden... Soll heißen: ich bin zwar gut vorbereitet und strukturiert, schaffe es aber nicht, die Struktur zu "verlassen". Dadurch fühlt sich das Gegenüber verständlicherweise nicht ernst genommen, weil ich ja nicht auf ihn/ sie persönlich reagiere, sondern stur in meinem Film sitze.
Das 2. Thema, die Unnahbarkeit möchte ich gerne "entkräften", weil ich merke, wie mir das selbst im Weg steht. Konkret bei der Partnersuche: Männer, die mich ansprechen, sind meiner Beobachtung/Erfahrung nach wie Abenteurer, die eine uneinnehmbare Festung erobern wollen, es dann aber nicht so mit häuslich niederlassen haben.Ich möchte die Festung zwar nicht "für hinz und kunz" öffnen, aber doch so wirken, dass sie weniger abweisend und auf angenehme Art einladend wirkt.
(Ich hoff, es kommt rüber, was ich meine...).
Nun ist die Frage, ob ich das eher über einen Coach oder Verhaltenstherapie angehe, oder ob es vielleicht noch eine andere Möglichkeit gibt? Vom Gefühl her ist es bei beiden kein "Hexenwerk", ich denke nicht, dass ich ne große Analyse brauche, sondern eher ein how-to, wie ich in bestimmten Situationen flexibler reagieren kann.
Vielen Dank für Eure Hilfe!!
Salsaschwedin
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 12
-
22.04.2013, 19:31
Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Wo kämen wir denn hin, wenn alle immer nur sagten 'wo kämen wir denn hin' und keiner ginge um zu kucken wohin wir kämen wenn wir gingen! (unbekannt)
-
22.04.2013, 19:39
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Die Verhaltenstherapie ist eine Behandlung einer Erkrankung. Das ist wohl eher nicht das, was du brauchst, oder?
Ich würde denken, ein Coaching wäre angemessener und entspricht auch deinem Gefühl, dass es dir an How-To fehlt. Eventuell könntest du ja auch das ein oder andere Seminar zu Gesprächsführung belegen?Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
-
22.04.2013, 22:57Inaktiver User
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
mutig

was genau konnten sie nicht benenn: "wo genau das herkommt", wie du sagst, oder eher, was in deiner art es ist, das dem gegenüber dieses gefühl gibt?beide haben mit meiner "Außenwirkung" zu tun:
Mir wurde im beruflichen und persönlichen Umfeld gesagt, dass ich manchmal nicht richtig zuhöre und ein Gespräch "dominiere", bzw dem Gegenüber nicht das Gefühl gebe, ihn wichtig zu nehmen.
Außerdem wirke ich sehr unnahbar. Wo genau das herkommt, konnte bisher keiner so genau benennen. Viele haben meine Art zu sprechen genannt, konnten das aber nicht genauer "packen".
ich find´s toll, dass du freunde hast, die dich auf so etwas hinweisen - gold wert!
- bist du zufällig umgekehrter linkshänder? (d.h. linkshänder, der auf rechts getrimmt wurde? für die sei das spielerische verlassen der struktur sehr schwer)Im Beruf (Außendienst) gehe ich z.B. ein Gespräch mit dem EinkaufsleiterIn/GeschäftsführerIn u überlege die Argumente und meine Antworten darauf, komme aber nur schwer damit zurecht, wenn auf einmal ganz andere Herausforderungen genannt werden... Soll heißen: ich bin zwar gut vorbereitet und strukturiert, schaffe es aber nicht, die Struktur zu "verlassen".
- hat das was mit angst vor kontrollverlust zu tun?
- kannst du schwäche zeigen? fühlst du dich auch als mensch mit fehlern in ordnung oder ist dir die außenwirkung wichtiger als du selber es dir bist?
hm, ne echte Festung eben schnell mal bisschen kennenzulernen ist schwierig...Das 2. Thema, die Unnahbarkeit möchte ich gerne "entkräften", weil ich merke, wie mir das selbst im Weg steht. Konkret bei der Partnersuche: Männer, die mich ansprechen, sind meiner Beobachtung/Erfahrung nach wie Abenteurer, die eine uneinnehmbare Festung erobern wollen, es dann aber nicht so mit häuslich niederlassen haben.
Ich möchte die Festung zwar nicht "für hinz und kunz" öffnen, aber doch so wirken, dass sie weniger abweisend und auf angenehme Art einladend wirkt.
(Ich hoff, es kommt rüber, was ich meine...).
festungen können nur erobert werden.
(oder als tourist besucht, wenn die festung schon ein museum ist.)
- willst du denn ne festung sein oder kannst du dich auch als ein zugänglicheres gebäude sehen (in dem ja nicht alle räume betretbar sein müssen..., logisch.)
coach!Nun ist die Frage, ob ich das eher über einen Coach oder Verhaltenstherapie angehe, oder ob es vielleicht noch eine andere Möglichkeit gibt? Vom Gefühl her ist es bei beiden kein "Hexenwerk", ich denke nicht, dass ich ne große Analyse brauche, sondern eher ein how-to, wie ich in bestimmten Situationen flexibler reagieren kann.
gutes gelingen
-
22.04.2013, 23:29
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Die beiden Hilfen schließen sich meiner Ansicht nach aus. Professionelle Hilfe wird sich, wenn sie gut ist, mit dir als Mensch, dir als Person, deiner Persönlichkeit, deinen Erfahrungen, deinen Wünschen, deinen Vorstellungen, deinen Hoffnungen und deinen Erwartungen beschäftigen. Professionelle Hilfe nutzt eigene Fachkompetenz und stelle persönliche Befindlichkeiten und Erfahrungen zurück. Im Idealfall, der die Norm sein sollte, befindest du dich mit professioneller Hilfe in einem wertschätzenden und verletzungsfreien Raum.
Hilfe durch "uns" bedeutet, dass du einer unbestimmten Anzahl von selbst ernannten (Pseudo- und Hobby-) Psychlologen ausgesetzt bist, die versuchen ihre eigene Erfahrung auf dein Leben zu übertragen. Du weißt bei keiner Meinung, ob sie ehrlich oder neutral oder aus eigenem Frust entstanden ist. In jedem Falle benötigst du ein extrem dickes Fell, wenn du dich den vielen guten und gut gemeinten Einflußversuchen und Analysen deiner - hier ja unbekannten - Person widersetzen willst.
Hobbypsychologin Lebensliebe empfiehlt: Suche dir einen guten Coach, der dich behutsam mit deinen Themen bekannt macht und sie mit dir zusammenlöst, der auch Profi genug ist, zu erkennen und zuzugeben, ob und wann er als Coach am Ende ist und dich vielleicht doch an einen Verhaltenstherapeuten abgibt.Der Sinn des Lebens ist das Glück.
Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.
Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?
-
23.04.2013, 09:30
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Beides. Es geht in die Richtung, dass ich sehr gutes (=gemeint ist dialektfreies) Deutsch spreche, was bei nicht wenigen einschüchternd wirkt. Viele "unterstellen" mir auch ein Studium, ich scheine also was Akademisches / "Gelehrtes" auszustrahlen. Also sowohl das Wie (reden) als auch die Ausstrahlung.
- nein, bin schon immer Rechtshändlerin
- kontrollverlust spielt sicher eine große Rolle, will ja "draussen" nicht inkompetent wirken
- Schwäche zeigen - hm. Sagen wir so: ich mag mich, wie ich bin und kenne auch meine Schwachstellen. Privat kann ich die auch öffnen (so bin ich z.b. auch an das Feedback mit der Unnahbaren Ausstrahlung gekommen, ich hab meine Freunde gefragt). Beruflich hab ich auch schon den einen oder anderen Bock geschossen u konnte danach immer ganz gut schlafen usw.
Ja, genauso meine ich das. Es gibt halt Festungen (türen zu, tore runter, bewaffnete Bogenschützen überall) - wenn man erstmal drin ist, reibt man sich die Augen und wundert sich über Bibliothek, schönen Garten und allerlei fröhlichen Tand (innensicht ist nicht Außenwirkung) Ja, die Frage ist, wie wird eine Festung zu einem "freundlichen, einladenden Sitz". (Hab noch kein neues Bild dafür im Kopf)
Danke, ich überlege noch, was sinnvoller ist.coach!Wo kämen wir denn hin, wenn alle immer nur sagten 'wo kämen wir denn hin' und keiner ginge um zu kucken wohin wir kämen wenn wir gingen! (unbekannt)
-
23.04.2013, 09:35
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Hallo Lebensliebe,
auch Dir vielen Dank für die Antwort.
Mir ist schon klar, dass die wirkliche Hilfe nur von Profis kommen kann. Ich seh das mehr wie vor nem alles-verändernden Friseurbesuch. Ich lass mir von Freunden Tipps geben, wie ein neues Stiling aussehen könnte, probier vll ne Tönung und mal die haare mit Lockenstab stylen usw... zur finalen Beratung und Schnitt mit neuer Farbe lass ich aber die Profis ran :-)
Hier gehts für mich in erster Linie um Coach oder Verhaltenstherapie und evtl den einen oder anderen Denkansatz. Von daher habt Kaffewasser und Du da schon eine gute Richtung gegeben!
Viele Grüße
salsaschwedinWo kämen wir denn hin, wenn alle immer nur sagten 'wo kämen wir denn hin' und keiner ginge um zu kucken wohin wir kämen wenn wir gingen! (unbekannt)
-
23.04.2013, 09:45
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Hi,
das mag Dir jetzt ein wenig platt klingen, aber vielleicht fängst Du damit an, Dich mehr auf Dein Gegenüber als auf Dich selbst zu fokussieren (und das ist nicht als Angriff gemeint, sondern soll Dich zum nachdenken anregen).
Du sagst, Du arbeitest im Aussendienst. Statt Dein Programm abzuspulen, wäre es vielleicht sinnvoll, erstmal Dein Gegenüber zu FRAGEN, was er denn möchte, welches Ziel er hat, was er sich erhofft (je nachdem, was Du genau tust).
Unnahbar wirkt man auch gerne dann, wenn man sich im Grunde dem Gegenüber nicht öffnet. Kein Interesse am anderen zeigt, nicht aufmerksam ist, nicht wirklich zuhört.
Vielleicht liegt das schlicht daran, dass Du im Kontakt mit anderen Menschen ständig DEIN Verhalten reflektierst, statt Dich dem anderen zuzuwenden und Deine ganz Aufmerksamkeit Deinem Gegenüber zu widmen.
Das ist übrigens ein Geheimnis von Charisma: ein charismatischer Mensch versteht es, seinem Gegenüber das Gefühl zu geben, er sei das wichtigste, was es in diesem Moment gibt. Das wirkt unglaublich anziehend.
Versuchs doch mal, beim nächsten Termin machst Du Dir mal nicht so viele Gedanken, wie Dein Gespräch aussehen soll, sondern frägst erstmal nach. Fachwissen vorausgesetzt, sollte es Dir eigentlich nicht schwer fallen, flexibel zu reagieren.
Und was die Männer betrifft: überprüf doch mal Deine Körpersprache. Bist Du zugewandt, schaust dem betreffenden Mann in die Augen, lächelst, wenn es passt (bitte kein Dauergrinsen), spiegelst Du seine Körperhaltung??
All das führt zu Interesse.
Und wegen der professionellen Hilfe: wenn es um die Veränderung der Aussenwirkung geht, können Gruppen sehr hilfreich sein. Vielleicht suchst Du Dir einen Coach, der auch Gruppensitzungen anbietet??
Viel Erfolg,
amazone
-
23.04.2013, 09:51Inaktiver User
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Ich spreche auch Hochdeutsch - da ist mir noch nie was aufgefallen...
Aber geh mal in so einen Termin OHNE deine Unterlagen.... versuch mal aus dem Bauch heraus dein Gespräch zu führen - vielleicht bei einem Kunden den du schon länger kennst?!
Unnahbar scheinen, Arrogant wirken.... oft Menschen die eigentlich unsicher sind....
In deinem Job gibt es ja Möglichkeiten von Verkaufstrainigs etc. da kann dein Chef sicher was für dich machen...
-
23.04.2013, 10:00Inaktiver User
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Hallo Salsaschwedin,
ich würde überlegen, ob du nicht die beiden Bereiche Beruf und Privatleben auf unterschiedlichen Wegen angehst.
Für die berufliche Fragestellung würde ich zunächst mal schauen, ob es da in deiner Firma oder Organisation Fortbildungen gibt, wie du im Gespräch flexibler werden kannst. Für mich liest sich das so, als hättest du ein Drehbuch, mit dem du in ein Gespräch gehst, und wenn das Gegenüber sich nicht an den Text hält, bist du nicht in der Lage zu improvisieren. Das kann man trainieren. Zum Beispiel, in dem man das richtige Fragen lernt. Ich weiß zu wenig über die konkreten Situationen, aber oft hilft es, einfach nachzufragen, ob du den/die Andere/n richtig verstanden hast. Das tut jedem Gespräch gut und hilft dem Gegenüber, sich wahrgenommen zu fühlen. Es darf natürlich nicht floskelhaft werden, sondern man muss das echte Interesse dahinter spüren können.
Fürs Privatleben würde ich dir als Coach zuerst die Frage stellen, woran du konkret merken würdest, dass sich etwas verändert und verbessert hast. Wie soll eine Begegnung mit einem potentiellen "Eroberer" verlaufen, damit sie dir gefällt und du die Festung öffnest?
Und ich würde mit dir über dein Bild von dir als Festung sprechen und damit spielen wollen. Um in diesem Bild zu bleiben: Eine Festung ist oft ein eher unwirtlicher Ort, mit Wassergraben drumherum und Zugbrücke, die nur von innen heruntergelassen werden kann. Unerreichbar. Könntest du dich als Schloss sehen, als Landhaus mit einer einladenden Auffahrt und einem Garten, der zum Verweilen einlädt? Viele Schlösser sind für ihren Unterhalt auf Besucher angewiesen - vielleicht kannst du unverbindliche Schlossführungen anbieten? Und wenn dann ein Besucher sich interessiert zeigt, könntest du ihm eine Ferienwohnung anbieten?
-
23.04.2013, 10:41
AW: Coaching / Verhaltenstherapie: Aufmerksamer zuhören, flexibler reagieren
Ich denke du bist "zu gut vorbereitet", zu wenig locker und zu wenig an deinem Gegenüber interessiert. Ich würde an deiner Stelle trainieren, völlig ohne Fahrplan in das Gespräch zu gehen.
Vllt. könnte dir das Buch "Wie man Freunde gewinnt" von Dale Carnegie helfen. Es ist ein Klassiker für Verkäufer, aber es bezieht sich auf sehr einfache und grundsätzliche menschliche Verhaltensmuster und gibt sehr gute und nachvollziehbare Ratschläge. Mein Sohn hat es mal mit großem Gewinn gelesen, er hatte ähnliche Probleme wie du.
Klingt nachgrundsätzlicher Abwehrhaltung. Wenn du diese Einstellung zu Männern hast wird wohl im Sinne der sich selbst erfüllenden Prophezeiung auch nur das dabei herauskommen was du erwartest
. Vllt. änderst du "einfach" deine Einstellung zu Männern.
Helfen kann in beiden Fällen nur die ständige Selbsreflektion, das Darüber-Nachdenken und sicher auch die Unterstützung durch einen Coach. Aber die Änderung des Verhaltens wirst du meiner Meinung nach nur langsam erreichen. Aber dass du das Problem erkannt hast und darüber nachdenkst ist doch schon ein guter Anfang
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)



Zitieren

