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    Sprachliche Verniedlichungen

    Guten Abend zusammen,

    ich habe vor Kurzem einen Mann Mitte dreißig kennengelernt, bei dem mir aufgefallen ist, dass er ständig sprachliche Verniedlichungen gebraucht. Beispiele:

    - ich geh dann ins Bettchen!
    - magst du ein Sektchen?
    - die Frauen trugen Kleidchen
    - meine Mitarbeiterchen

    Abgesehen davon, das es mich wahnsinnig macht, würde es mich sehr interessieren woher das kommt. Habt ihr eine Erklärung? Eltern-Ich (Transaktionsanalyse)? Wenn ja, welche Ursachen hat das?

    Freu mich über Eure Einschätzungen.
    Some cause happiness wherever they go, some whenever they go.

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    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    ich habe manchmal den Eindruck, dass da Unsicherheit dahinter stecken könnte á la "guck mal, ich bin ganz harmlos". Vielleicht spielen da auch noch Prägungen aus dem Elternhaus mit ne Rolle, also wie da geredet wird bzw wurde?

    Keine Ahnung. Ich mag das auch nicht, spreche das in der Beziehung aber direkt an. Dem anderen ist das womöglich gar nicht so bewusst, zumindest nicht, dass das nicht gut kommt.

    Da habens wir Schwaben einfacher, wir haben in der Sprache eh schon die Verniedlichung, weil wir an alles ein "le" hinhängen müssen, sodele!
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    Vielleicht eine dumme Angewohnheit. Man muss nicht jede Macke tiefenpsychologisch beleuchten.

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    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    in unserem dialekt wird alles was man mag oder worum man sich gerne kümmert, mit einer verkleinernden endsilbe versehen.

    so pflege ich (mit liebe) mein ein meter hohes blümchen, die ein zentimeter kleinen unkrautblumen dagegen ärgern mich.

    dabei erspart man sich viele wörter. noch ein paar dialektkniffe dazu, und man sagt in einer langsam gesprochen zeile, wofür berliner einen in gleicher zeit schnell gesprochenen absatz brauchen.
    lg
    legrain

  5. Inaktiver User

    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Vielleicht eine dumme Angewohnheit. Man muss nicht jede Macke tiefenpsychologisch beleuchten.
    Ja, seh ich auch so.
    Im Übrigen finde ich, dass diese dämliche Unsitte meist eher von Frauen gepflegt wird - Kinder gehen in den "Kindi" oder auf den "Spieli", statt Schokolade gönnt man sich "Naschis", usw.
    Sowas geht mir ziemlich auf den Keksi.

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    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    Im Übrigen finde ich, dass diese dämliche Unsitte meist eher von Frauen gepflegt wird
    Glaub ich nicht, dass man das so sagen kann. Ich erleb das nur bei Männern. Vll halten die das für lustig, charmant oder so was
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kinder gehen in den "Kindi" oder auf den "Spieli", statt Schokolade gönnt man sich "Naschis", usw.
    Schoki, Naschi, Kindi, Doofi...

    Kommt in der Tat meistens von Frauen. Vielleicht merken die gar nicht, dass sie dabei total infantil rueber kommen.

  8. Inaktiver User

    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    "Schoki" und andere i-Ender find ich auch schlimm.
    Erst seit ein paar Jahren höre ich immer wieder, dass auch erwachsene Menschen über ihre "Mama" und ihren "Papa" reden. Mir ist ja egal, wie sie sich innerfamiliär anreden, aber gegenüber Außenstehenden finde ich das ebenso merkwürdig, wie den Ehepartner als Schatzi oder Mausi zu bezeichnen.

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    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    Eine Bekannte nennt ihren Boss "Chefchen".
    The original Karla
    est. 2006


  10. Inaktiver User

    AW: Sprachliche Verniedlichungen

    Oh mein Jottchen, Jottchen, also Chefchen würde mich echt befremden. aber Verniedlichkeitsformen wende ich sonst gern an. Und immer bewußt, weil ich eine Sache kleiner oder leichter machen will. Es hört sich manchmal netter an, wenn man sagt, nimm dein Füßchen bitte mal vom Fädchen, als wenn man sagen würde, runter mir dem Fúß von meinem Webfaden! Im ersten Fall erzeugt man ein amüsiertes Grinsen und gute Stimmung, im zweiten eine genervte Reaktion oder man spürt, dass der andere es als peinlich oder unangenehm empfindet, dass er mit dem Fuß auf dem Arbeitsfaden stand.

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