Und schau mal, wie weit die Verwirrung geht:
Du benutzt auch einmal "Therapeut" und einmal "Mann".
Für mich bleibt unterm Strich:
Dieser Mann ist kein Therapeut mehr (in Bezug auf Chloee).
Und darum hätte sich für mich ein Gespräch, in dem die Beziehung Klient-Therapeut im therapeutischen Rahmen angesprochen werden kann mit ihm, vollkommen erledigt.
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Thema: Mein Therapeut und ich
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11.04.2013, 14:52
AW: Mein Therapeut und ich
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11.04.2013, 14:59
AW: Mein Therapeut und ich
Das hatte ich ja zur Voraussetzung gemacht, dass Chloee insoweit abgeklärt ist. Wenn das nicht der Fall ist und wenn sie noch von Verlustängsten bestimmt ist, dann sollte sie es natürlich lieber bleiben lassen.
Da gibt es sicher viele Möglichkeiten, was er antworten könnte.
Du vermischt ständig zwei verschiedene Sachverhalte:
a) Der Therapeut hat sich in Chloee verliebt und Chloee möchte wissen, ob sie etwas hätte anders machen können, damit das nicht passiert wäre. b) Der Therapeut nutzte aufgrund seines Verliebtseins seine Position in der Beziehung aus, um Chloee an sich zu binden.
Die Klärung von Frage a) - ob nun mit oder ohne Gespräch mit diesem Therapeuten - hat doch erstmal nichts zu tun mit der Frage zu b), welcher Umgang mit dem Verliebtsein denn der richtige gewesen wäre."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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11.04.2013, 15:06
AW: Mein Therapeut und ich
Das ist doch auch völlig unstrittig. Das sagt er ja sogar selbst.
Eben. Deshalb kann Chloee ja die Chance nutzen, zum Abschied wenigstens noch etwas zum Thema Mann/Frau mitzunehmen. Aber eigentlich wäre es besser, wenn sie dann schon einen anderen Rückhalt hätte und das sagt sie ja auch selbst:
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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11.04.2013, 15:18
AW: Mein Therapeut und ich
Ich hatte auf Fenimis Gesprächssituation geantwortet und die war therapeutischer Art.
Also das Gegenteil von dem, was du meinst (s. nächstes Zitat von dir).
Und somit hätten wir auch schön herausgearbeitet, wo genau der Konflikt ist.
Mit oder ohne neuen Therapeuten im Rücken muss man dazu ganz schön cool sein, finde ich.Deshalb kann Chloee ja die Chance nutzen, zum Abschied wenigstens noch etwas zum Thema Mann/Frau mitzunehmen. Aber eigentlich wäre es besser, wenn sie dann schon einen anderen Rückhalt hätte und das sagt sie ja auch selbst:
Wenn mir gerade jemand mit der Keule eins übergezogen hätte, hätte ich jedenfalls kein baldiges Bedürfnis auf ihn zuzugehen und zu fragen, warum mein Kopf im Weg war.
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11.04.2013, 15:27Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Das kann einige Monate dauern. Im Moment ist sie emotional noch tief verstrickt.
Diese beiden Fragen sind untrennbar mit einander verbunden. Chloee hat diesen Mann als Therapeuten, also unter genau definierten Umständen kennen gelernt. Obwohl sie skeptisch war, öffnete sie sich, da sie davon ausgehen konnte, sich in einer geschützten Situation - ausserhalb des üblichen Mann-Frau-Musters - zu befinden. Das Eingehen einer therapeutischen Beziehung beinhaltet klare Bedingungen. Eine davon lautet: Erotische Beziehungen sind tabu - die Verantwortung für die Einhaltung dieser Bedingungen liegen IMMER beim Therpeuten, egal, wie sich der Klient / die Klientin verhält.
Dazu zählt auch, dass der Therapeut / die Therapeutin mit ihrer eigenen Verliebtheit - sprich: der Gegenübertragung - umgehen kann.
Weil der Kontakt zwischen Chloee diesen Bedingungen unterliegt und es kein "normales" Kennenlernen war, kann aus dieser speziellen Situation auch nicht abgeleitet werden, wie sich Chloee "auf freier Wildbahn" gegenüber Männern verhält. Der Therapeut kann ihr nichts dazu sagen.
Sie kann nichts mit nehmen, weil es keine "normale" Situation zum Thema Mann/Frau war.Geändert von Inaktiver User (11.04.2013 um 15:32 Uhr)
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11.04.2013, 15:30
AW: Mein Therapeut und ich
Naja, das ist aber zumindest Chloees Anliegen:
Aber das ist sicher nicht ohne und nicht ungefährlich, stimmt.
Und noch einmal: Es geht um die Klärung der Frage, ob und was außergewöhnliches sie denn dazu beigetragen haben könnte, dass er sich überhaupt in sie verliebt hat. Nicht um die Frage, ob und was sie dazu beigetragen haben könnte, dass er sie unprofessionell und womöglich zu ihrem Schaden behandelt hat."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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11.04.2013, 15:34Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Dazu kann beispielsweise beitragen, dass manche Männer auf freier Wildbahn relativ wenig Chancen bei Frauen haben, aber sofort anspringen, wenn die Situation eine klare Hierarchie beinhaltet und sie eine Machtposition haben.
Ausserdem: Wer sagt, dass er nur Chloee belästigt und dieses Spielchen nicht auch mit anderen Klientinnen treibt?
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11.04.2013, 15:40
AW: Mein Therapeut und ich
Das scheint mir etwas zu einfach gedacht zu sein. Auch das Verhältnis Angestellte/Chef ist dann ja kein "normales" Kennenlernen und einige finden sich plötzlich in einem "eigentlich" nicht gewollten erotischen Verhältnis wieder, anderen dagegen würde so etwas nie passieren. Warum also nicht auch diese Gelegenheit nutzen, einen Instinkt dafür zu entwickeln, wie das passieren kann.
Klar birgt das Sprengstoff und auch die Gefahr ungerechtfertigter Schuldzuweisungen und das sollte sich Chloee gut überlegen, ob sie sich dem Risiko aussetzen möchte, vor allem, ohne weiteren Rückhalt zu haben."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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11.04.2013, 15:42
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11.04.2013, 15:44Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Ja, das ist ein sprachliches Problem.
Wenn er ein guter, verantwortungsbewusster Therapeut wäre, wäre der Therapeut der richtige Ansprechpartner. Ganz allgemein gesagt also!
Gerade in einer Therapie kann und sollte man die Möglichkeit nutzen schwierige oder auch nur unangenehme Problem in der Beziehung anzusprechen und für das "wahre Leben" zu üben.
Dieser Therapeut möchte nun aber als Mann gesehen werden. Also ist er kein geeigneter Therapeut mehr.
Von daher würde ich ihm weder als Therapeuten noch als Mann vertrauen.
Wie er es besser hätte machen können, wurde ja schon angesprochen.




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