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  1. Inaktiver User

    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Nein, dass er seinen Gefühlen nicht hätte nachgeben sollen, jedenfalls nicht auf diese Weise, das ist ja klar. Aber die Frage die Chloee beschäftigt ist ja, ob sie überhaupt etwas hätte anders machen können.
    Warum hätte sie das sollen? Sie ist die Klientin, sie hat in der Therapie den Freiraum, sich zu verhalten, wie sie will. Selbst wenn sie ihm heisse Liebeserklärungen machen würde, dürfte er nicht darauf eingehen.

    Eine Therapie ist kein Gespräch auf Augenhöhe. Die Klientin braucht sich überhaupt keine Gedanken darüber zu machen, wie sie auf den Therapeuten wirkt, auch nicht, welche Auswirkungen ihr Tun auf ihn hat.

  2. gesperrt

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    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Chloee Beitrag anzeigen
    Ich möchte eigentlich gar keine Beziehung, aber andererseits vielleicht doch lieber ihn als Mann als ihn gar nicht mehr in meinem leben haben. Ja, ich merke selbst, wie unlogisch das klingt.
    Die Gefühlswelt ist weder logisch noch linear.

    Zitat Zitat von Chloee Beitrag anzeigen
    also könnte ich vielleicht doch wenigstens mit ihm ausgehen?
    Wenn du das machst, könnte es dir wie mit dem Chef passieren ... 'Ich weiß gar nicht wie ich da rein gerutscht bin'.

  3. gesperrt

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    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Richtig, um die Klärung dieser Frage geht es dabei: Sind das dumme Zufälle oder gibt es ein Muster dabei und wie geht man damit dann um. Aber mir ist nicht klar, warum zu Klärung dieser Frage eine Therapeutin grundsätzlich besser geeignet wäre.
    Soll sie das mit ihm klären?
    Das wäre den Bock zum Gärtner zu machen.

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    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ihr jetziger Therapeut hat nicht mehr die nötige professionelle Distanz, deswegen kann sie es mit ihm nicht klären.
    Das stimmt, deswegen wäre es auch eher eine Aussprache zwischen einer Frau und ihrem Verehrer und weniger zwischen einer Klientin und ihrem Therapeut.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Frau fände ich günstiger, um weitere erotische Verwicklungen zu vermeiden.
    Der Therapeut könnte ihr die (oder wenigstens: seine) Wahrheit dazu sagen oder ihr aber auftischen, was immer er möchte. Die Möglichkeiten bestehen natürlich und darin liegt für Chloee sicher auch eine Gefahr. Aber eine Therapeutin kann später in jedem Fall nur gemeinsam mit Chloee spekulieren, warum dieser Therapeut oder auch der Chef auf die Idee gekommen sind, eine erotische Beziehung mit Chloee anzufangen.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  5. Inaktiver User

    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Wenn du das machst, könnte es dir wie mit dem Chef passieren ... 'Ich weiß gar nicht wie ich da rein gerutscht bin'.
    Doch, nach diesem Strang müsste sie es eigentlich wissen.

    Es ist ihre Entscheidung, sich mit ihm privat zu treffen oder nicht. Sie ist erwachsen und ist von uns darauf hingewiesen worden, dass ein solcher Kontakt ihr nicht gut tun könnte. Wenn sie dennoch hingeht, ist das eine Weiche, die sie stellt.

  6. gesperrt

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    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch, nach diesem Strang müsste sie es eigentlich wissen.

    Es ist ihre Entscheidung, sich mit ihm privat zu treffen oder nicht. Sie ist erwachsen und ist von uns darauf hingewiesen worden, dass ein solcher Kontakt ihr nicht gut tun könnte. Wenn sie dennoch hingeht, ist das eine Weiche, die sie stellt.
    Ja.
    Spätestens jetzt müsste sie es begriffen haben.

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    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum hätte sie das sollen? Sie ist die Klientin, sie hat in der Therapie den Freiraum, sich zu verhalten, wie sie will. Selbst wenn sie ihm heisse Liebeserklärungen machen würde, dürfte er nicht darauf eingehen.
    Das stimmt wohl, aber darum geht es ja gar nicht.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Therapie ist kein Gespräch auf Augenhöhe. Die Klientin braucht sich überhaupt keine Gedanken darüber zu machen, wie sie auf den Therapeuten wirkt, auch nicht, welche Auswirkungen ihr Tun auf ihn hat.
    Angenommen, sie würde ihn nun fragen und der Therapeut würde ihr daraufhin attestieren, dass sie nun mal dazu neigt "Männern schöne Augen zu machen". Wäre das ein Problem für Chloee?
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Soll sie das mit ihm klären?
    Nein. Aber abschliessend seine Meinung dazu einholen. Wenn sie daran interessiert ist.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  9. Inaktiver User

    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Soll sie das mit ihm klären?
    Das wäre den Bock zum Gärtner zu machen.
    Das kommt darauf an, ob er ein guter Therapeut ist.
    Prinzipiell wäre der Therapeut schon der richtige Ansprechpartner. "In unserer Beziehung hat sich etwas verändert und ich fühle mich so und so dabei. Ehrlich gesagt bin ich wütend auf sie." etc. pp.

    Aber in diesem Fall spricht vieles dagegen, diesem Mann zu vertrauen.

    Was steckt hinter der Frage: "Habe ich Sie angemacht?" Die Schuldfrage? Oder wird einfach eine Rückmeldung gewünscht, wie man auf andere wirkt?

    Chloee, was hast du gespürt in den letzten Monaten? Wessen bist du dir bewusst?

  10. Inaktiver User

    AW: Mein Therapeut und ich

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Das stimmt, deswegen wäre es auch eher eine Aussprache zwischen einer Frau und ihrem Verehrer und weniger zwischen einer Klientin und ihrem Therapeut.
    Viele Beiträge von Chloee deuten auf eine emotionale Abhängigkeit von diesem Mann hin: Aus Angst, ihn zu verlieren, überlegt sie, mit ihm auszugehen, obwohl ihre Gefühle ihr klar sagen, dass sie kein erotisches Verhältnis mit ihm will.

    Glaubst du wirklich, dass ließe sich von einem Moment auf den anderen abstellen, so dass sie ihn wie einen normalen Verehrer behandeln kann? So, als ob man einen Schalter umlegt? Das ist doch ziemlich naiv gedacht.

    Welche Wahrheit soll ihr Therapeut ihr denn sagen? Dass ihn manche seiner Klientinnen so triggern, dass er seine professionelle Distanz verliert? Muss sich das Opfer eines Missbrauchs wirklich fragen, worin SEINE Schuld liegt? Genau das ist doch das Schreckliche an der Missbrauchsproblematik - dass man dem Opfer Schuld zuschiebt.

    Die Situation für Chloee war ganz klar: Sie, die anfangs skeptisch gegenüber einer Therapie war, ließ sich vertrauensvoll darauf ein und muss jetzt erleben, dass sie Recht hatte: Ihre Skepsis war berechtigt, der Therapeut wurde übergriffig.

    Noch steckt sie emotional so tief drin, dass sie das Verhalten des Therapeuten für sich zu entschuldigen sucht, weil sie sich noch nicht von ihm lösen konnte. Später, wenn sie die nötige Distanz hat, wird sie vermutlich sehr, sehr wütend und traurig darüber sein, dass dieser Pfuscher sie so verletzt hat.

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Angenommen, sie würde ihn nun fragen und der Therapeut würde ihr daraufhin attestieren, dass sie nun mal dazu neigt "Männern schöne Augen zu machen". Wäre das ein Problem für Chloee?
    Dafür ist es viel zu spät. So etwas hätte er nur dann vermitteln können, wenn er die professionelle Distanz gewahrt hätte.

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