Das ist mir zuviel theoretisches Goodwill-Geplapper.
Es ist entgegen einem bekannten Werbeslogan tatsächlich nicht alles möglich und - falls die Geschichte hier stimmt - ist es eine ziemlich verkorkste und die Verstrickungen nehmen zu:
Eine Klientin war mit ihrem Therapeuten beim Therapeuten um dort erklärt zu bekommen warum der Therapeut so verpeilt ist. Sie hat zwar das Gefühl "klarer" zu sein, findet aber trotzdem keinen Ausweg und pendelt immer noch zwischen Einerseits und Andrerseits in einer Situation, in der es das gar nicht gibt, die dringend aufgelöst werden sollte. Das nenne ich mal eine gekonnte Hirnwäsche.
Natürlich ist es ihre Entscheidung, ob und in welcher Form sie weiterhin Kontakt zum Therapeuten hat.
Aber Visionen davon, eine glücklichen Beziehung nicht ausschließen zu können, sind für mich in dem Falle eher Halluzinationen.
Auch die ständige Wiederholung von @Alaska, die therapeutische Beziehung sei ja nun aufgekündigt, ist in dem Sinne Augenwischerei, dass jetzt eine "ganz normale" Mann-Frau-Begegnung stattfinden könne.
Ich verstehe ja die romantischen Ansinnen der Schreiber dahinter. Nett wäre ja auch mal, hier ein Happy End lesen zu dürfen und vielleicht sogar über Jahre eine schöne Liebesgeschichte mitverfolgen zu können.
Aber realistisch ist das keinesfalls. Es entspricht noch nicht mal dem, was Chloee hier schreibt.
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Thema: Mein Therapeut und ich
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22.04.2013, 10:55
AW: Mein Therapeut und ich
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22.04.2013, 11:13
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22.04.2013, 11:14
AW: Mein Therapeut und ich
Hallo Chloee,
genau das, was Du beschrieben hast, habe ich befürchtet: Wenn Du zu dem Therapeuten gehst, den Dir Dein Ex-Therapeut empfohlen hat, wird es immer wieder um die Geschichte "Ex-Therapeut und Du" gehen oder gar nur um den Ex-Therapeuten und nicht um Dich.
Daher nochmal mein eindringlicher Rat: Such` Dir bitte selbst eine neue Therapeutin, am Besten eine Frau, und auf jeden Fall jemanden, der Dir nicht vom Ex-Therapeuten empfohlen worden ist.
Legrain hat es schon geschrieben: Falls die Wartelisten, auf denen Du dann stehen würdest, für Dich zu lang sein sollten, kannst Du die Zeit auch sehr gut damit überbrücken, dass Du Dir Termine bei sozialen Beratungsstellen wie z.B.: einer städtischen oder kirchlichen Beratungsstelle geben läßt. Auch die haben meist sehr gute Therapeutinnen dort.
Bitte denk`auch dran: Du scheinst auf das Muster "Big Daddy verliebt sich in die kleine Untergebene" anzuspringen, denn Du hast Ähnliches schon mal erlebt, als Dein Chef in Dich verliebt war.
Wenn Du Dich nun weiterhin mit einem neuem männlichem Therapeuten in dem Dunstkreis Deines Ex-Therapeuten bewegst, tust Du Dir damit nichts Gutes.
Du hast aber auch die Möglichkeit, ganz neu, unbelastet und autark durchzustarten, nämlich dann, wenn Du Dir selbst eine Frau als Ansprechpartnerin und Therapeutin suchst.
Im Übrigen hast Du meine Frage, die ich Dir kürzlich gestellt habe, noch nicht beantwortet: Hat Dein Ex-Therapeut eigentlich eine Freundin oder eine Ehefrau?
Liebe Grüße
Kyria
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22.04.2013, 11:25Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Ich plädiere nicht für eine romantische Sichtweise, sondern möchte es einfach vermeiden, mich zum Richter aufzuspielen über etwas, dass ich nur von den Posts hier kenne.
Ich bin nicht allwissend.
Dennoch habe ich meinen Standpunkt durchaus klar gemacht, denke ich. Ich rate von einem privaten Kontakt ab.
Ich finde dieses Hin-und Her-gerissen-sein absolut normal!Eine Klientin war mit ihrem Therapeuten beim Therapeuten um dort erklärt zu bekommen warum der Therapeut so verpeilt ist. Sie hat zwar das Gefühl "klarer" zu sein, findet aber trotzdem keinen Ausweg und pendelt immer noch zwischen Einerseits und Andrerseits in einer Situation, in der es das gar nicht gibt, die dringend aufgelöst werden sollte. Das nenne ich mal eine gekonnte Hirnwäsche.
Besonders, wenn eine gewisse emotionale Abhängigkeit bestand/ besteht. Und die besteht wohl in jeder psychotherapeutischen Behandlung. Oder was sagen die Fachfrauen?
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22.04.2013, 11:40
AW: Mein Therapeut und ich
Verstehe ich vor dem Hintergrund DIESER Geschichte HIER nicht, denn es war weder eine normale Therapeutenbeziehung noch wurde sie richtig / gut gelöst.
Vielleicht kann irgendeine, ehemalige, gute Therapeutenbeziehung irgendwann mal, unter Umständen, in eine gute private Beziehung münden. Meinetwegen.
Und vielleicht ist eine gewisse Abhängigkeit zum eigenen Therapeuten auch normal.
Hier ist das aber alles nicht normal sondern zehnmal extra verknotet. Und nach einer guten Therapeutenbeziehung ist auch keiner real hin- und hergerissen ob man nun den Therapeuten daten soll oder nicht, da sind die Rollen und die Grenzen klar.
Schon alles vergessen, was passiert ist?
Aber falls es irgendeinen Zauberspruch, außer kognitiver Disonanz, geben sollte, dass das alles so schnell in Wohlgefallen und "Normalität" und in eine gesunde Beziehung münden lässt, wäre ich interessiert daran, davon zu erfahren.
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22.04.2013, 11:54
AW: Mein Therapeut und ich
ganz genau.
steht diese verstrickung - ich kokettiere mit big daddy und der verfällt mir - in bezug zu deinem trauma? du musst das selbstverständlich nicht beantworten, aber vielleicht mal drüber nachdenken.
ggf. wiederholst du da ein muster und arbeitest wirklich daran, dass männer, von denen du in gewisser weise abhängig bist, dich als frau interessant finden, damit du dich und eine vermeintlich ausweglose abhängigkeit und ambivalenz bestätigen kannst.
du bist diesem mann nichts schuldig und kannst selbst entscheiden, den kontakt zu ihm und seinem dunstkreis abzubrechen.
unabhängig davon empfehle auch ich dir, unbedingt zu einer weiblichen therapeutin zu gehen.Geändert von Chrissiebabe234 (22.04.2013 um 11:59 Uhr)
Never regret anything. At one time it was exactly what you wanted.
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22.04.2013, 11:57Inaktiver User
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22.04.2013, 11:59Inaktiver User
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22.04.2013, 13:22
AW: Mein Therapeut und ich
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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23.04.2013, 00:35
AW: Mein Therapeut und ich
Hallo Chloee,
ich finde auch: Wenn Du jetzt wirklich bei diesem Therapeuten bleiben solltest, dann hast Du Dich einfach von Deinem Ex-Therapeuten, der sich Dir gegenüber sowieso nicht korrekt verhalten hat, an den neuen Therapeuten weiterreichen lassen.
Willst Du das wirklich mit Dir machen lassen?
Auch was Chrissiebabe schreibt, finde ich interessant und nachdenkenswert:
Was spricht eigentlich für Dich dagegen, Dir eine Frau als Therapeutin zu suchen, die mit Deinem Ex-Therapeuten gar nix zu tun hat?steht diese verstrickung - ich kokettiere mit big daddy und der verfällt mir - in bezug zu deinem trauma? du musst das selbstverständlich nicht beantworten, aber vielleicht mal drüber nachdenken.
ggf. wiederholst du da ein muster und arbeitest wirklich daran, dass männer, von denen du in gewisser weise abhängig bist, dich als frau interessant finden, damit du dich und eine vermeintlich ausweglose abhängigkeit und ambivalenz bestätigen kannst.
Liebe Grüße
Kyria


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