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Thema: Mein Therapeut und ich
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15.04.2013, 09:34
AW: Mein Therapeut und ich
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15.04.2013, 09:42
AW: Mein Therapeut und ich
Offtopic:
Alaska, wollte insbesondere Dir Blümchen senden

bzw einen Frühlingsblumenstrauß!
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15.04.2013, 13:17
AW: Mein Therapeut und ich
Das Anliegen von Chloee war doch, herauszufinden, ob und was ihr Anteil daran gewesen sein könnte, dass ihr Therapeut sich in sie verliebt hat. Die einfache Antwort ist, sie soll sich darüber keinen Kopf machen, ok.
Aber zum einen interessert sie das nun mal und zum anderen hat sie dahingehend nun sogar Schuldgefühle, sie könnte ihn - in der Rolle der "Nymphe"- regelrecht ausgenutzt haben. Dafür gibt es aber bisher überhaupt keine wirklichen Anhaltspunkte, außer womöglich ein paar Männergeschichten, die sie ihm erzählt hat und die er - in einem sehr unwahrscheinlichen Fall - in den falschen Hals bekommen haben könnte.
Und es war die Frage an Chloee, ob das ihrer Einschätzung nach überhaupt so gewesen sein könnte.
Warum sollte er das? Es besteht doch völlige Einigkeit, dass Chloee mehr oder weniger auftreten konnte, wie sie wollte und er - verliebt oder nicht - sie dennoch keineswegs so hätte behandeln dürfen, wie er es getan hat. In der Hinsicht soll er doch gar nicht irgendwie geschützt werden.
Es kommt mir so vor, kubus, dass DU ihm sein Verhalten sogar verzeihen wolltest, wenn er sich denn wirklich richtig ehrlich im Laufe der Therapie in Chloee verliebt hat. Ist das so? Für mich darf er sich durchaus wirklich richtig ehrlich in Chloee verliebt haben, ich brauche keine Unmensch-Phantasien was ihn angeht um festzustellen, dass er sich trotzdem nicht richtig verhalten hat, verliebt hin oder her.
Und wenn Du jetzt auch auf die Linie einschwenkst, er hätte sich als normaler Mann gar nicht erst in sie verlieben dürfen, denn sie war ihm ja "mit heraushängenden Gedärmen" ausgeliefert, dann halte ich das für eine ganz eigene Phantasie, bezweifle aber ihren Realitätsgehalt genauso, wie Du seine "wahre Liebe" in Frage stellst."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 13:24Inaktiver User
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15.04.2013, 13:32
AW: Mein Therapeut und ich
Unmensch-Phantasien sind für mich diese Unterstellungen, er hätte sich womöglich noch an ihrem Leid geweidet.
Und ja, tatsächlich hätte er die Notbremse ziehen und die Therapie vorzeitig beenden müssen, wenn er spürt, dass er sich verliebt hat und sich nicht mehr so im Griff hat, um Chloee trotzdem noch adäquat helfen zu können. Auch wenn das natürlich nicht gerade trivial ist und womöglich als Eingeständnis von Schwäche gewertet würde.
Aber falsch verhalten hat er sich trotz möglicher Verliebheit für mich eindeutig, indem er Chloee aus Eigennutz dann in die Zwickmühle gebracht hat, in der sie sich jetzt befindet.
Inwiefern meinst Du habe ich meine Meinung revidiert?"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 13:44Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
So aufregend es auch ist, dass es passierte, dass der Therapeut sich in violet verliebt hat, so muss man ihm doch hoch anrechnen, dass er es ihr gesagt hat. Jetzt kann violet sich damit auseinandersetzen, sie kann darueber sprechen, hier schreiben, sich beraten lassen, es ist eine gute Chance die Erfahrung zu verarbeiten . Eigentlich ist es für sie gut gelaufen, weil der Therapeut ihr gegenüber offen und ehrlich war.
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15.04.2013, 13:46Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Ein paar Seiten weiter vorne hast du noch allen Ernstes vorgeschlagen, Chloee sollte zwischen dem Verehrer und dem Mann trennen und ihn direkt fragen, welchen Anteil sie an seinem falschen Verhalten hatte:
Insofern habe ich den Eindruck, dass du inzwischen verstanden hast, dass der Fehler allein beim Therapeuten lag und Chloee keine Verantwortung trifft, wie auch immer sie sich verhalten hat.
Nein, es nicht gut gelaufen, weil sie einen massiven Vertrauensbruch durch den Therapeuten erleben musste, der von sich aus die Regeln brach.
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15.04.2013, 14:01
AW: Mein Therapeut und ich
Nein. Dann unterliegst Du immer noch demselben Irrtum wie ein paar Seiten zuvor: Weder beschäftigt es Chloee, noch soll sie den Mann fragen, welchen Anteil sie an seinem falschen Verhalten hatte. Sein Fehlverhalten ist und bleibt so oder so sein Problem. Aber es beschäftigt Chloee, welchen Anteil sie daran gehabt haben könnte, dass er sich überhaupt in sie verliebt hat.
Und da können die Männergeschichten, die sie genannt hatte, wenn überhaupt nur eine nachgeordnete Rolle gespielt haben, denn die hatte sie ihm ja erst so deutlich auf die Nase gebunden, weil und nachdem sie germerkt hatte, dass er sich in sie verliebt hatte.
Aber da sie sich nach eigener Aussage beispielsweise auch schon während ihrer Ausbildung in einem Verhältnis mit ihrem Chef wiedergefunden hatte, ist das vielleicht trotzdem eine gute Gelgenheit zu schauen, ob es nicht ein entsprechendes Muster in ihrem Auftreten und ihrem Verhalten in solchen Beziehungen mit Gefälle gibt und was sie ggf. in Zukunft daran ändern könnte.
Ohne den Therapeuten in irgendeiner Weise damit entschuldigen zu wollen. Wer wenn nicht er sollte eigentlich in der Lage gewesen sein, sich so einem Muster zu entziehen und eine alternative tragfähige aber nicht-amouröse und nicht-erotisch gefärbte Beziehung zu gestalten."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 14:15Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Hm, meint ihr, dass ihr Chloee mit dieser Debatte helft? Sie liest anscheinend schon nicht mehr mit.
Vielleicht ist das an einem Punkt ihres Lebens eine wichtige Sache. Aber in dieser Traumatherapie war sie, weil sie etwas überlebt hat, das ein anderer Mensch oder sogar mehrere anscheinend nicht überlebt haben. Das war das aktuelle Problem, in dessen Behandlung der Therapeut nun ein ganz neues mit hineingetragen hat.Aber da sie sich nach eigener Aussage beispielsweise auch schon während ihrer Ausbildung in einem Verhältnis mit ihrem Chef wiedergefunden hatte, ist das vielleicht trotzdem eine gute Gelgenheit zu schauen, ob es nicht ein entsprechendes Muster in ihrem Auftreten und ihrem Verhalten in solchen Beziehungen mit Gefälle gibt und was sie ggf. in Zukunft daran ändern könnte.
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15.04.2013, 14:21
AW: Mein Therapeut und ich

Das wäre ja mal eine gelungene Gegenübertragung zwischen uns.
Das ist sehr abstrus herausgelesen, falls du das bei mir irgendwo gelesen haben wolltest.
Hör besser auf mit so etwas.
Der Punkt ist, dass in diesem Fall das Verhalten des Therapeuten nicht von seiner Gefühlslage getrennt gesehen werden kann.Für mich darf er sich durchaus wirklich richtig ehrlich in Chloee verliebt haben, ich brauche keine Unmensch-Phantasien was ihn angeht um festzustellen, dass er sich trotzdem nicht richtig verhalten hat, verliebt hin oder her.
Im Gegenteil.
Du tust das aber. Warum?
Und ja er verschlimmerte etwas - ER SPIELT nämlich seit Wochen mit der Klientin.
Darum geht es.
Und nicht darum, ob Chloe ein Spiel mit ihm spielt und ihn vielleicht auf die falsche Fährte mit den Männergeschichten gelockt hat. Was außerdem niemand außer ihm selbst beantworten kann.
"Chloe, könnte es sein, dass er die Männergeschichten genau umgekehrt verstanden hat?"
- Wie soll sie das denn beantworten - sie steckt doch nicht im Hirn des Therapeuten drin....!?!?
Außerdem ist das völlig schnuppe.
ER SPIELTE ein fieses Spiel, weil er der Therapeut ist.
Bzw. war. Er hat nicht mehr als Therapeut mit ihr gearbeitet, sondern als privater, verliebter Mann.
Das darf wiederum der Metzger tun. Er darf jede Woche extra zu seiner Lieblingsbäuerin fahren unter dem Vorwand, ein Schwein vergessen zu haben ... um sie öfter zu sehen. Der Metzger muss sich dabei keine Gedanken um seinen Gefühlshaushalt machen und zur Supervison gehen.
Der Therapeut muss das. Er behauptet auch, das getan zu haben und hat trotzdem nicht frühzeitig abgebrochen, sogar Extra-Stunden gegeben. Das setzt dem Ganzen noch die Krone auf.
Es geht auch nicht nur um sein Verhalten Chloee gegenüber, worauf du abstellst es zu trennen, sondern um seine Bewertung seiner Verliebtheit. Die stand demnach über allem. Wenn das einem Therapeuten passiert, ist das ein Grund, sich sogar grundsätzliche Gedanken über sich selbst und seinen Job zu machen.
Ausgangspunkt unseres Diskurses hier ist dieser Satz von dir:
Jetzt kommst du sogar mit der Möglichkeit der großen Liebe daher und dazu sage ich nein, gibbet so nicht.
Die große Liebe ist weder einseitig und schon gar nicht machtmissbrauchend unterwegs und fällt in so einem Rahmen auch nicht vom Himmel. schon gar nicht, weil Chloee "irgendetwas gemacht hat", das ihn extra verliebt gemacht hat.
Es ist auch völlig unwesentlich ob er nur ein Abenteuer sucht, ob er schwer oder schwerst verliebt ist oder ihn sogar volle Kanne ein Liebespfeil aus Amors Bogen getroffen hat. Ich sage sogar: Je tiefer und ehrlicher und klarer die Empfindung, desto weniger Ego-Gedöns und desto klarer die Verhaltensweise. Diese aber war volle Panne.
Und nein, auch nicht mit der Argumentation 'Er ist auch nur ein Mann und hat es doch gut und voller Liebe gemeint mit den Extra-Stunden. Er hat wahrscheinlich seine ganze Professionalität zusammengenommen um die Therapie so weit wie möglich weiter zu führen, damit er eben nicht abrupt abbrechen muss - zwischendrin. Es war nach seiner professionellen Sicht jetzt erst ein guter Zeitpunkt, die Klientin weiter zu schicken.'
NEIN.
War auch nicht so. Es waren noch nicht mal mehr Profi-Stunden nach Chloees Schilderung und die Anmache in der letzten Stunde sowieso nicht.Geändert von kubus (15.04.2013 um 14:32 Uhr)



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