[QUOTE=kubus;21452716]so wie ein kind dem papa einen heiratsantrag machen, und er sich darüber freuen darf, er aber fühlen muss, dass er ihr beschützender papa ist.Man könnte noch weiter gehen mit der Betrachtung dessen, was hier mit "ein gewisses Spielen mit seinen Gefühlen" benannt wird. Was ist das überhaupt für ein "Spiel"? Mit Sicherheit keines, das den Therapeuten necken oder schaden wollte.
so wie eine junge dame dem papa von ihren freunden erzählen kann, er aber nicht mit den jungen männern in konkurrenz um tochters gunst stehen kann.
sie hat ihn auf seine rolle zurückverwiesen.Chloee hat ihn nicht konfrontiert mit den Worten 'Was ist das? Sie haben sich wohl hoffentlich nicht in mich verliebt...?", nein, sie hat ihm durch die Blume versucht beizubiegen, dass sie kein Interesse an ihm als Mann hat. Sie hat ihn somit geschützt - und nicht konfrontiert. Sie hat ihn und sich geschützt, weil sie Interesse an der weiteren Therapie hatte.
wenn den mit falscher haltung in die therapie gegangenen das machtgefälle, die erlebte not der traumatisierten, nicht abhielt, sie, während sie das schreckliche erlebnis ausbreitete, als für ihn begehrenswertes objekt hinzustellen, als ihm zustrebend, dann hilft ihm gar nichts mehr, was sie tut oder sagt.
wie kann sich irgendein helfer in jemand fremden verlieben, der grad mit raushängenden gedärmen auf der strasse liegt? das ist pervers.
wie kann sich ein therapeut, der seine arbeit ernst nimmt, ernsthaft für in eine/n patienten/patientin verliebt halten, dem/der grad noch die seele bis auf den nackten boden runterhing?
anders, wie kann man sich der mächtige in die ohnmacht des gegenübers verlieben? das geht nur im machtrausch, nicht im zustand des verantwortungsgefühls.
was aber passieren darf, das ist eine gefühlsdichte atmosphäre, in der patient alle gefühlsvariationen ausschüttet, und therapeut für augenblicke sich seiner eigenen gefühlsbreite erinnert. er wird die emotionen dahin tragen, wo er sie heilungswillig ausbreiten darf, zum supervisor.
du sagst es.Das hätte er wenigstens merken müssen, hat er aber nicht, oder - im schlimmsten Fall - hat er es doch gemerkt und ist darüber hinweg gegangen. In jedem Fall liefen damit einige Schleifen in Sachen Machtmissbrauch,
vor einem, der seine macht willentlich missbrauchen will, hat das opfer keine macht.
und keinesfalls an eine von ihm empfohlene praxis.Chloee, falls du immer noch nicht weißt, wie du weiter vorgehen sollst, die Frage, ob dein Trauma auch mit einer ambivalenten Doppelrolle zu tun hat. Wenn ja, sollte das wirklich der dringendste Anlass sein, an den Herrn keine Sekunde mehr zu verschwenden, sondern dich - ohne über LOS zu gehen- an eine Gemeinschaftspraxis / (öffentliche) Beratungsstelle zu wenden, wo mehrere Profis sitzen, ich denke, das ist dann besser.
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Thema: Mein Therapeut und ich
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15.04.2013, 07:59
AW: Mein Therapeut und ich
Geändert von legrain (15.04.2013 um 08:23 Uhr)
lg
legrain
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15.04.2013, 08:48
AW: Mein Therapeut und ich
Weder noch. In diesem Fall hätte er sogar erkennnen können, dass Chloee ihm diese Geschichten bewusst erzählt, um ihm zu signalisieren: 'Ich sehe, dass Du Gefühle des Verliebtseins in mich hast, aber nein Danke, mein Bedarf wäre anderweitig gedeckt'. Vor allem, wenn diese Männgerschichten eher weniger mit dem Thema der Therapie zu tun haben sollten.Du meine Güte, geht's auch weniger dramatisch? Du weißt doch überhaupt nicht, wie sich Chloee ihm gegenüber präsentiert hat. Deine Vergleiche kommen mir langsam so vor, als wolltest Du jemanden wegen Mordes verhaften lassen, weil er einen Zebrastreifen ignoriert hat.
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 08:53
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15.04.2013, 08:53
AW: Mein Therapeut und ich
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 09:00
AW: Mein Therapeut und ich
Das glaube ich gern. Aber das waren dann nicht die Folgen des Unfalls, sondern die Folgen der "Versorgung".
Du möchtest den Therapeuten als Scheusal darstellen, da er sich in Chloee verlieben konnte, obwohl sie - in Deiner Phantasie - ihm "mit heraushängenden Gedärmen" ausgeliefert war. Dass sie trotz ihrer Probleme sich ihm aber als attraktive liebenswerte Frau präsentiert haben könnte, das ziehst Du anscheinend nicht in Betracht.
Und dass sein Verhalten völlig unabhängig von ihrem Auftreten nicht in Ordnung war, das hatten wir ja bereits geklärt."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 09:07
AW: Mein Therapeut und ich

Guten Morgen, Zuckerschnütchen.
Im Gegensatz zu deinen speziellen romantischen Phantasien habe ich keine.
Aber möglicherweise hast du ja eine ganz andere Vorstellung von Liebe als ich.
Ich würde z.B. niemals dabei mitdiskutieren, inwiefern Wolfgang Priklopil Natascha Kampusch geliebt hat.
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15.04.2013, 09:12
AW: Mein Therapeut und ich
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.04.2013, 09:25
AW: Mein Therapeut und ich
Alaska, von einem Arzt, den bei meinem Anblick spontan einseitig und tiefstens die wahre Liebe überfällt - auch - oder sogar - wegen meiner heraushängenden Gedärme, hätte ich wiederum die Phantasie, dass er mich dann extra sorgsam und aufmerksam verarztet. Oder mich wegen Befangenheit seinem besten Kollegen übergibt. Sonst hätte ich tatsächlich ein großes Problem mit seiner Art zu lieben. Sadismus ist nicht so meins.
Aber das sind läppische Gedankenspielereien, die nur zur Ablenkung dienen von der Ernsthaftigkeit des Anliegens der TE. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen warum hier der Therapeut in irgendeiner Weise geschützt werden solllte. Und dann noch mit der Idee, wahre Liebe könnte Hintergrund seines Verhaltens sein.
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15.04.2013, 09:26
AW: Mein Therapeut und ich
noch immer gibt es eigene foren, die sich einzig der idee widmen, wie das kind natascha kampusch den erwachsenen täter freiwillig geliebt habe.
ich gucke da oft rein, weil ich wissen will, wer fähig zur pädophilen sicht ist. die leute werde ich nicht in ihrem laden oder in ihrer praxis aufsuchen.lg
legrain
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15.04.2013, 09:32
AW: Mein Therapeut und ich
Dieser Strang entwickelt sich angesichts der eindeutigen Ausgangslage überraschend.
Chloee, auch Dein "Werben" war das Werben einer Patientin. Wie gesagt, in Therapien eine völlig normale Dynamik. Du "darfst" als Patientin fast alles. Dein Therapeut muss darauf professionell reagieren.
Du wirbst ja nicht um den Mann, den Du erkennst. Sondern Du siehst in ihm irgendein Idealbild oder sonstwas. Sobald das Ganze realistische Züge bekommt dadurch, dass er darauf privat reagiert, hast Du ja gemerkt, dass diese Liebe nicht die Liebe von Dir als Frau zu ihm als Mann ist.
Kubus
Alaska!!!!
Geändert von Massashi (15.04.2013 um 09:40 Uhr)


- an eine Gemeinschaftspraxis / (öffentliche) Beratungsstelle zu wenden, wo mehrere Profis sitzen, ich denke, das ist dann besser.
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