Hallo Chloee,
soeben habe ich Deine Geschichte gelesen. Ich find`s sehr gut und mutig von Dir, dass Du sie hier aufgeschrieben hast.
Auch ich kenne ein ähnliches, vermutlich noch schlimmeres Exemplar von Therapeut, nämlich den Therapeuten einer Freundin von mir. Der war verheiratet und hat trotzdem noch regelmäßig fast alle seine Klientinnen angemacht.
Dein Therapeut müsste doch, wenn er zehn Jahre älter ist als Du, vermutlich auch verheiratet oder gebunden sein, oder nicht?
Meine Vorschreiberinnen haben in meinen Augen schon gut auf den Punkt gebracht, was da abgelaufen ist: Dein Therapeut hat sich unprofessionell verhalten, Du hast daran keine Schuld.
Was ich mich aber frage: Wieso solltest Du diesem Therapeuten eigentlich weiterhin vertrauen und seiner Empfehlung für seinen Nachfolger folgen? Denn in meinen Augen würde eine Therapie bei einem Mann, den Dein "hoffentlich-bald-Ex-Therapeut" vorgeschlagen hat, von Vornherein unter unguten Vorzeichen stehen.
Denn entweder weiß der nächste Therapeut, warum Dein jetziger Therapeut die Therapie mit Dir abgebrochen hat und kann Dir schon daher nicht mehr völlig neutral gegenüberstehen oder aber er weiß es nicht und hat dann so eine Art un- oder halbwahrer story erzählt bekommen... ich persöhlich denke, in diesem Klima kann keine unbelastete Therapie gelingen.
An Deiner Stelle würde ich daher einen anderen Weg einschlagen. Ich würde mir eine Frau als Therapeutin suchen, eine, die genau auf das Fachbgebiet spezialisiert ist, das Du brauchst.
Denn damit könntest Du, finde ich, die ungute Verstrickung mit dem alten Therapeuten am Besten lösen.
Liebe Grüße
Kyria
Antworten
Ergebnis 111 bis 120 von 268
Thema: Mein Therapeut und ich
-
13.04.2013, 22:20
AW: Mein Therapeut und ich
-
14.04.2013, 00:42Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Hallo Chloee,
ich habe deine Geschichte gelesen und habe mir gedacht, Therapeuten sind doch auch nur Menschen, die sich genau so ungeplant verlieben können wie auch andere. Dein Therapeut hat dir angeboten ihn als Mann kennenzulernen und die Therapie dann bei ihm abzubrechen. Das ist doch ehrlich von ihm.
Was spricht denn dagegen ihn als Mann kennenzulernen und abwarten ob du überhaupt noch eine Therapie brauchst.
Ich verstehe jetzt allerdings nicht warum einige hier der Meinung sind ihn zu melden. Es ist doch nichts passiert, nur das, dass er auch nur ein Mensch mit Gefühlen ist und die der Patientin mitteilte.
Es ist doch sicherlich nicht ein einziger Fall, dass sich ein Therapeut in Patientin verliebt.
Gruß
E.
-
14.04.2013, 09:47
AW: Mein Therapeut und ich
DASS es passiert, ist menschlich und nicht verwerflich. Der UMGANG des Therapeuten mit seinen Gefühlen ist jedoch hochgradig unprofessionell. Er hat sich Chloee über Wochen hinweg amourös genähert:
Und schon davor berichtet Chloee, dass sich die Atmosphäre in der Therapie verändert habe.Irgendwann, vielleicht vor 5-6 Wochen fing er an ab und an von sich zu erzählen, was er zuvor nie tat. Er wählte besonders Themen aus, bei denen wir Gemeinsamkeiten hatten. Zudem sagte er, dass man sich bei einer Therapie auch zu gern haben könnte.
Hier hat der Therapeut die Sitzungen ausgenutzt, um sich Chloee zu nähern. Das ist gegen jede Berufsethik und lässt daher darauf schließen, dass er nicht in der Lage ist, die Verantwortung zu tragen, die er gerade als Traumatherapeut hat.Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
-
14.04.2013, 12:08Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
@LaRimbeccka,
Aber Chloee ist eine, denke ich erwachsene Frau und konnte auch, wenn ihr das unangenehm war die Therapie von selbst abbrechen, oder den Therapeuten darauf ansprechen. Ein wenig Selbstverantwortung hat jeder von uns. Und in der Therapie lernt man das ja auch.
Was hätte den der Therapeut machen sollen ? Die Therapie gleich abbrechen ohne den Grund dafür zu nennen?
Es ist doch auch für ihn nicht einfach.
E.
-
14.04.2013, 12:13
AW: Mein Therapeut und ich
der metzger kann auch nicht einfach eine scheibe von der kundschaft abschneiden, nur weil ihm danach ist.
jeder therapeut, der sich ehrlich verliebt, wird warten bis die therapie aus ist.
bis dahin lässt er sich in einer supervision begleiten, die patientin hat nämlich ein recht auf die bezahlte leistung.lg
legrain
-
14.04.2013, 12:21Inaktiver User
-
14.04.2013, 12:28
-
14.04.2013, 14:02Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Wenn dir die Frage nicht zu persönlich ist: Hast du schon einmal eine Therapie gemacht?
Meist macht man die ja nicht in einer Lebenssituation, in der man super ausgeglichen und wehrhaft ist.
Der Patient geht diese Behandlung ein, weil er sie braucht, d.h. er ist in einer Notsituation.
Vielleicht möchte dein Frauenarzt auch gern mit dir schlafen, aber denkst du daran während der Untersuchung? Hast du dann sofort Reaktionen parat, um zu parieren, wenn dir etwas komisch erscheint?
Erst einmal denkt man doch als Patientin, das wir schon alles zur Behandlung gehören. Irgendwann merkt man vielleicht, dass da doch etwas ganz anderes dahinter steckt …
Nicht jede Frau wird dann los schreien und die Praxis zusammen brüllen. Die meisten werden sich unendlich elend und auch schuldig fühlen, obwohl sie es nicht sind.Geändert von Inaktiver User (14.04.2013 um 14:06 Uhr)
-
14.04.2013, 15:13Inaktiver User
AW: Mein Therapeut und ich
Ja habe ich und zwar 3 Jahre allerdings schon vor 15 Jahren. Und da weis ich dass man da auch lernt grenzen zu setzten wenn es einem unangenehm ist.
Übrigens ich habe hier nichts gelesen das Chloee bedrängt angetatscht oder ähnliches wurde.
Ich habe mich darauf bezogen, dass der Therapeut der TE angefangen hat von sich zu erzählen. Das finde ich nicht so schlimm, da müsste ich z.B. auch meine Hausärztin und auch meinen Orthopäden als nicht kompetent einschätzen weil sie mir etwas über sich selbst erzählten und manchmal über privates reden.
Man sollte da doch dabei bleiben was die TE schreibt. Aber ich lese hier irgendwelche Annahmen die ja gar nicht so passiert sind. (z.B. was soll der vergleich mit dem Metzger usw) Und das mit dem Frauenarzt ist überhaupt nicht das Thema hier.
Da geht doch deine Fantasie mit dir durch.
Übrigens ich arbeite mit Ärzten zusammen und kenne auch die andere Seite. Deswegen sage ich es ist nicht leicht.Geändert von Inaktiver User (14.04.2013 um 15:26 Uhr)
-
14.04.2013, 16:08
AW: Mein Therapeut und ich
ich verstehe die ganze Hysterie hier nicht..
Es gibt verschiedene Therapierichtungen in denen Augenhöhe das A und O ist, ich kann aus dem Gelesenen der TE überhaupt nix übergriffiges erkennen. Es geht ja um das Erwachsenwerden...
Wieso sollte der Therapeut wissen dass die TE es "gemerkt" hat, dass er verliebt ist..es wurde ja nicht kommuniziert weder von ihr noch von ihm..
ich finde eher dass er verantwortungsvoll damit umgegangen ist.
etwas privates erzählen ist doch keine Grenzverletzung, zeigt dass er menschlich rüberkam..mein Gott..und Gemeinsamkeiten entdecken doch etwas sehr schönes...und mehr scheint er ja nicht gemacht zu haben...
auch das Angebot eines anderen Therapeuten ist doch völlig in Ordnung.
Ich würde an Deiner Stelle vom Bauchgefühl ausgehen, dass Du Dich wohl gefühlt hast, dass Heilung eingetreten ist....wenn Du noch Therapie brauchst zu einem anderen Th.
An Deinen Schuldgefühlen solltest Du nämlich allerdings arbeiten !!!Geändert von clara_II (14.04.2013 um 16:14 Uhr)
I believe everything happens for a reason! People change so you can learn to let go,things go wrong so that you can appreciate them when they're right,you believe lies so that you will eventually learn to trust no one but yourself,and sometimes, good things fall apart,so better things can fall together.
(Marilyn Monroe)




Zitieren

