Ach bei mir ist es wohl so ähnlich wie bei Dir. Ich habe nur vereinzelte Freunde, oder eher Bekannte. Keine Clique, keine beste Freundin eigentlich. Früher hatte ich noch welche, aber durch Umzug etc. ist da einiges verloren gegangen bzw. nur noch über die Ferne halbwegs erhalten. Viele, viele, die ich seitdem kennengelernt habe, sind unglücklicherweise wieder weggezogen. Was ich in letzter Zeit kennengelernt hab, sind hauptsächlich andere Mütter, die ich aber meist nur mit Kindern und nicht sooo häufig treffe. Ich frag mich immer selbst, ob man die schon als Freundin bezeichnen kann oder ob es doch eher Bekannte sind.
Oft war es bei mir auch so, dass ich mich hochmotiviert mit allen möglichen von diesen Bekannten verabredet habe, in der Hoffnung, dass häufigere Treffen zu einer tieferen Beziehung/Freundschaft führen werden. Und hab's dann auch kurz vorher wieder abgesagt. Und manchmal, wenn ich jemanden doch mal häufig gesehen hab, egal wie sympathisch anfangs noch, hab ich gemerkt, wie es mir irgendwann zu viel wurde und den Kontakt dann - völlig absurd - ganz abgebrochen. Bis es mir Wochen oder Monate später leidtat und ich ihn wieder aufgenommen hab. Aber so findet man natürlich auch keine beste Freundin.
Ich finde mein Verhalten/Fühlen da selbst auch sehr widersprüchlich und weiß nicht, was ich wirklich will.
Will ich Freunde und kann nur aus irgendeinem Grund nicht? Oder will ich eigetnlich gar nicht und es klappt deshalb nicht?
Ich merke halt auch, dass die meisten Menschen mich nicht so recht interessieren, muss ich ganz ehrlich sagen. Oder nur bis zu einem bestimmten Punkt, solange ich sie noch nicht so gut kenne. Dann ist irgendwie immer die Luft raus. Die Themen, über die man bei z.B. den Treffen mit Kindern so spricht, langweilen mich ziemlich schnell. Und wenn der andere viel redet, schalte ich auch schnell ab. Weil es mich halt nicht so wirklich interessiert. Was ja aber natürlich die Voraussetzung für eine Freundschaft ist.
Seit ich Mann und Kinder habe, spielt das Thema keine sooo große Rolle mehr, weil ich eben so viel zu tun hab, dass ich sowieso nicht die rechte Zeit hätte, mit Freundinnen was zu unternehmen (deshalb an dieser Stelle auch mein Respekt für Dich, wie Du das ganz alleine schaffst!!). Aber manchmal, wenn ich mal einen Durchhänger habe, fehlt mir schon irgendwie eine Schulter, an der ich mich ausweinen kann sozusagen. Da bin ich ja sehr froh, dass es wenigstens solche Foren gibt.
Ich wünsch Dir einen schönen Urlaub und hoffe, Du meldest Dich danach wieder!![]()
Antworten
Ergebnis 31 bis 32 von 32
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06.04.2013, 11:17
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Geändert von Dreirad (06.04.2013 um 11:20 Uhr)
mit zwei Dreirädchen
*2009 und *2011
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06.04.2013, 15:06
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Das ist mit Sicherheit auch ein Grund für die Reaktionen, die man von den Bekannten als Antwort erhält.
Toleranz gehört schon auch zu einer guten Beziehung und erst recht zu Freundschaft.
Ich denke, dass man sehr viel lernen muss, um Freunde zu erhalten. Es wird einem nicht leicht gemacht vom Leben. Und jeder lernt das, was er eben lernen muss und wenn es noch so lange dauert.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.



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