Liebe Halbmondin, ich möchte nur mal meine Solidarität ausdrücken, ohne Dir irgendwie weiterhelfen zu können. Mir geht es ungefähr so wie Dir, das schon seit Ewigkeiten, und ich finde auch keine Erklärung/Lösung.
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05.04.2013, 23:38
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
mit zwei Dreirädchen
*2009 und *2011
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06.04.2013, 00:40Inaktiver User
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Bleibe mal realistisch. Eine beste Freundin findet sich nicht "einfach so". Öffne dich gegenüber dir besonders sympathischen Kolleginnen oder Sportfreundinnen oder ich weiß nicht wo noch.
Eine Freundin kann man auch übers Internet suchen, wenn man das will.
Jedenfalls kann man nicht schnippsen und schon ist eine beste Freundin da.
Ich glaube nicht mal, dass du dann zufrieden wärst. Du HAST Freunde, wie du oben beschreibst. Aber das schätzt du nicht genug. Du solltest umdenken.
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06.04.2013, 06:23
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
"Passende" Menschen zu finden ist manchmal gar nicht so leicht. Ich war eigentlich immer in Cliquen eingebettet, habe mich aber nie so hundertprozentig wohl dabei gefühlt. Da ich aus einem kleinen Dorf komme, war die Auswahl halt nicht so besonders groß und ich habe das mitgenommen, was sich irgendwie ergeben hat.
Meine beste Freundin habe ich dann erst mit Ende zwanzig (Jobwechsel/Umzug) gefunden, genauso wie zwei-drei weitere Menschen, die mir wichtig sind. Dieses Cliquending ist für mich jetzt gar nicht mehr lebbar (da beruflich fast nur im Ausland und ständig woanders) und ich vermisse es auch nicht. Im gebe mich mit den Menschen ab, die mir gut tun und basta. Du siehst also, dass es viel mehr Menschen gibt, als du denkst, die nicht selbstverständlicher Teil eines großen Freundeskreises sind
Wo du allerdings dir wichtige Menschen finden kannst, wird dir niemand sagen können. Am einfachsten ist es wahrscheinlich, wenn man gemeinsame Interessen teilt oder sich gemeinsam für eine Sache engagiert.
Wie aktiv bist du denn so? Versuche doch einfach, das zu machen, was dir Spaß macht und verstelle dich dabei nicht. Damit wirst du zwar nicht alle Leute für dich gewinnen, aber das willst du ja auch gar nicht. Und irgendwann wird vielleicht jemand auftauchen, der so ist wie du und mit dem es passt. Diejenige / derjenige kann dich aber nur finden, wenn du keine Rolle spielst. Sonst sieht sie / er dich (also dein wahres Wesen) ja gar nicht.
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06.04.2013, 08:48
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Am ehesten verstecke ich meine Bedürftigkeit und meine Traurigkeit, die KANN man ja nicht anderen zeigen, dann sind sie gleich weg. Insofern spiele ich eben diese Rolle, und dann strengt mich der Kontakt an. Ich verstelle mich, um Leute kennenzulernen. Dass das falsch ist, weiss ich. Es bleiben immer nur Männer "hängen", die dann was wollen. Frauen nicht. Klar.
Zuerst müsste ich also oben genannte Sachen in den Griff bekommen.
Und dann - aktiv sein. Bin ich so gut wie gar nicht. Das liegt zum einen daran, dass ich Vollzeit arbeite und ein noch kleines Kind habe. Arbeit, Kind, Arbeit, Kind. Allein mache ich das. Es gibt keinen Vater, der sich kümmert. Und keine Freunde, die mir das Kind abnehmen (die gute Freundin ist nur auf einer sehr speziellen Ebene eine gute Freundin - sie ist immer da, wenn ich Probleme mit mir selbst habe, vor allen Dingen mit Männern. Sie ist in der Hinsicht genauso wie ich und aber kinderlos. Ganz anderes Leben.) Zum anderen brauche ich, wenn denn mal Zeit für mich da ist, Zeit für MICH. Ich liebe es, dann nur mich zu haben. Und schon ist die Zeit vorbei, da sie ja nur maximal einen Tag/ Abend anhält... und Kind/ Arbeit rufen erneut. Wo soll ich da Kontakte herstellen?
Any Vorschläge? ;-)
Liebe Dreirad, erzählst du etwas genauer, was dich bewegt? Wie dein Leben aussieht? Vielleicht kann ich DIR einen Tipp geben.
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06.04.2013, 09:18Inaktiver User
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Liebe Halbmondin,
ich habe gerade den Thread gelesen und kann Deine Situation gut verstehen.
Aber Du hast doch die Grundlagen geschaffen, Du hast Dich selbst erkannt und auch festgestellt wo Du Dich verändern kannst.
Das ist sicher sehr schwer, da man viel an sich arbeiten muss. Aber Du bist doch hier so offen, da kannst Du das doch auch im realen Leben sein. Das Arbeit und Kind Dir natürlich das Bedürfnis nach Zeit für Dich allein in den Vordergrund drängen ist klar. Das ginge jedem so. Es ist denke ich wichtig, die wenige Zeit die bleibt gut zu teilen, so dass Du Deinem ich mit mir selbst sein gerecht werden kannst.
Aber auch Zeit findest neue Freunde zu finden.
Fang doch klein an, mit einer Aktivität die nur einmal im Monat stattfindet. Volkshochschule oder so.
Was was Dich interessiert und wo aber auch Kommunikation erforderlich ist, damit es auch eine Chance gibt sich kennen zu lernen.
Das Dilemma ist an vielen Kursen, das jeder kommt sein Ding macht und wieder geht........................
Aber ich denke Du schaffst das!
Mir fehlen auch Freundinnen, aber dies hat bei mir andere Gründe, die Du Dir ja sicher zusammen reimen kannst.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du eine Lösung für Dich findest!
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06.04.2013, 09:33
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Was ist denn bei dir der Grund, Kerstin? Reimen kann ich nicht gut ;-)
Bitte keine Tipps, es mit anderen Alleinerziehenden zu versuchen- das klappt gar nicht, die sind genauso eingespannt wie ich und meist auch psychisch sehr angekratzt oder finden einen Mann und melden sich nie wieder. Alles schon durch - ich mag Frauen lieber, die glücklich sind. Welche Ironie :-P Eben die, mit denen ich Kontakt habe, so als Bekannte.
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06.04.2013, 09:57Inaktiver User
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Liebe Halbmondin,
ich dachte, dass Du es an den Bilder gesehen hast, ich bin biologisch ein Mann und habe eine starke weibliche Seite, die ich auch offen auslebe. (siehe meine Bilder). Dies bedeutet, dass ich als Mann arbeite, einen großen Teil aber als Frau lebe.
Aber die ganzen Szenedinge, Kneipen etc. sind nicht meines, ich will nicht die Parodie einer Frau sein, sonder fühle mich einfach wie eine. Na ja, aber so wünsche ich mir schon lange echte Freundinnen, die mich unkompliziert als eine der ihren betrachten.
Aber das ist halt für viele schwer, das verstehe ich auch.....................man kann auch nichts erzwingen.
Ansonsten bin ich mit mir im Reinen, hat seinen Prozess benötigt, von bin ich den verrückt bis heute, ich bin froh das ich so bin wie ich bin. Mein Frau sein ist ein wahrer Gewinn für mich..................
Deine Erfahrungen kann ich gut verstehen, aber Du musst Dich auch in etwas fallen lassen oder dich darauf einlassen. Anders wird es nicht klappen.
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06.04.2013, 10:10
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Ich drück dir die Daumen! - und klinke mich an dieser Stelle für einige Tage aus.(urlaub steht an)
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06.04.2013, 10:14
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Das klingt so, als ob Du Deiner Wahrnehmung nicht traust: "Ich empfinde etwas - aber ist das nicht mein psychisches Defizit = falsch?
" So kommst Du nicht weiter. Wenn Du keine Klarheit hast, welche "Mischung" aus Rückzug und Eingebunden-Sein die richtige für Dich ist, dann probiere es aus. Du hast, wenn ich es richtig gelesen habe, ein volles Leben, da ist Rückzug/Erholung möglicherweise einfach eine gewisse Notwendigkeit. Erholen wirst Du Dich aber auch, wenn die richtige "Dosis" guter Kontakte da ist. Du hast ja einige davon, was Du beschreibst, deutet nicht auf Einsamkeit hin.
Dein Idealbild mag ein anderes sein als Deine wirklichen Bedürfnisse. Vielleicht machst Du Dir mal klar, dass Idealbilder nicht authentisch sein müssen. Sie werden oft geprägt durch ganz andere Dinge: die Sicht der Eltern oder anderer wichtiger Menschen, das, was dort proklamiert wird, wo man sich gesellschaftlich aufhält usw.. Frage Dich weniger, was "normal" ist, frage Dich, was Dir gut tut und dann setze es um. Ich finde, Du hast viel Potential dafür.Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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06.04.2013, 10:52
AW: Kein "Freundeskreis", keine beste Freundin - wie "normal" ist das?
Das habe ich auch so erlebt, als mein Kind noch klein war und wir in eine neue Stadt gezogen sind.
Ich musste mir einen neuen Bekanntenkreis aufbauen und wusste nicht wie, weil ich auch Vollzeit gearbeitet habe. Ich bin zwar verheiratet, aber die Zeit wurde dadurch ja nicht verdoppelt.
Ich habe übers Internet andere Familien gesucht, was mir auch gelang. Aber, zu diesen Treffen konnte ich dann doch nicht gehen, weil es sich einfach nicht mit dem Weg und meiner zur Verfügung stehenden Zeit vereinbaren ließ. Das kann bei dir ja ggf. besser klappen. Vllt. hätte ich doch noch intensiver suchen müssen oder mal im Ortsblatt annoncieren sollen. Ich würde das heute so machen.
Aber den super Bekanntenkreis mit dem Zusammenhalt, den sich alle doch irgendwie wünschen, den gibt es so gut wie gar nicht mehr. Das war vllt. mal in unserer Jugend so, aber irgendwann ändert sich das. Jeder will sich behaupten und findet kaum noch Zeit für gute Freundschaften, weil mit sich selbst beschäftigt (klingt fast gemein, ist aber Realität).
Ich habe mir abgewöhnt, diesen alten Zeiten mit guten Freundschaften nachzutrauern. Ich nehem es so, wie es kommt. Stelle ich im Freundeskreis Neid oder Missgunst fest, ziehe ich sofort die Konsequenzen und fange auch mal von vorne an. So lerne ich viele Menschen kennen und es geht mir gut damit. Irgendwann, wenn es eben an der Zeit ist, wird das daraus entstehen - von ganz alleine - was man Freundschaft nennt. Alleine der Wille zählt und den habe ich.
Ich verstelle mich auch nie. So fühle ich mich wohl und kann meine Freizeit auch genießen.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.


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