Das ist wohl war. Aber außer der Disziplin gehört auch eine Menge Glück dazu.
Zum Beispiel einen guten Job zu haben. Natürlich muss man sich da reinknien und diszipliniert sein um einen guten Job zu behalten. Natürlich muss man die Partnerschaft pflegen um den Partner "halten" zu können.
Aber dennoch gehört da eine Menge Glück dazu diese beiden "Dinge" erstmal zu bekommen.
Ich weiß, dass ich meinen guten Job mit sehr viel Glück bekommen habe, ich behalte ihn mit Disziplin, ich pflege das Glück. So wie du deine Partnerschaft pflegst.
Du machst es richtig!
Bei meiner letzten Partnerschaft habe ich keine Disziplin gezeigt und habe ihn verloren. Aber auf Dauer wäre mir ein Leben mit ihm wahrscheinlich auch zu stressig geworden, da er sehr diszipliniert ist. Auf Dauer hätte es mit Sicherheit so oder so nicht funktioniert. Bis zu einem gewissen Grad kann man sich mit Disziplin etwas aufrechterhalten. Aber wenn man sich dauerhaft verbiegt, geht es irgendwann nicht gut.
Im Job sieht das bei mir etwas anders aus, der ist für mich lebensnotwendig. Da geht das. Aber im Partnerschaftlichen irgendwie nicht.
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19.03.2013, 09:36
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
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19.03.2013, 10:01
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Verbiegen sollte man sich so oder so NIE und für Niemanden im Leben. Was ich jedoch wichtig finde ist, zu wissen, wann man was sagen, tun oder lassen sollte.
Klar hat sehr vieles im Leben mit Glück zu tun, auch ich bin durch einen riesen Zufall an gehäuften Fehlentscheidungen an meinen jetztigen Job geraten, den ich über alles liebe und hoffentlich noch sehr lange behalten werde.. Aber seh es mal von der anderen Seite, den Job den du jetzt hast, hättest du vielleicht nicht mehr, wenn du keine Disziplin zeigen würdest, vielleicht musst du das sogar mehr als andere? Wie du siehst, ist auch der Job für mich lebensnotwendig, wie auch die Harmonie mit meinem Partner. Ich habe ähnliches erlebt wie du. Du hast jetzt zwar nicht viel von deiner letzten Beziehung preis gegeben, aber bei meinem Ex war es in etwa gleich. Er hat ein sehr strukturiertes Leben geführt, für mich manchmal zu strukturiert und ich musste ihm ständig etwas beweisen, was mit viel Stress verbunden war. Durfte meiner Passion nicht nach gehen, weil ihm das nicht gefallen hat und da fing ich an mich zu verbiegen und auf Dauer funktioniert sowas nicht. Wenn man selbst in dieser Situation ist, will man das meist nicht wahr haben, versucht das Aufgebaute noch irgendwie zu retten und das geht meistens nie gut..Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
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19.03.2013, 10:22
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Da ist was dran.

Ich war in jungen Jahren ziemlich "planlos" (habe meinen Mann z.B. gerade mal 3 1/2 Monate gekannt, bevor ich mit ihm zum Traualtar schritt), aber ich hatte glücklicherweise wohl das, was man "einen guten Riecher" nennt, das hat mich fast immer da "ja" oder "nein" sagen lassen, wenn es gepasst hat, mich also vor Schlimmerem bewahrt und mir einiges Gute beschert.
Die Kinder haben mich allerdings "planvoller" gemacht.
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19.03.2013, 10:43
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Meine Lebensgrundlage hat eine gewisse Planungssicherheit: Ich habe einen festen, unbefristeten Job und ein bisschen Geld auf der hohen Kante. Vor vielen Jahren hätte ich mich für eine freiberufliche Tätigkeit entscheiden können, aber da war mir zu wenig Sicherheit, und inzwischen bin ich froh, dass ich mich dagegen entschieden habe. Ich brauche das Gefühl, nicht immer wieder alles in Frage gestellt zu sehen, worauf ich mein Leben aufbaue.
Ich gehe in meinem Leben keine unkalkulierten Risiken ein, das widerspricht meinem Sicherheitsbedürfnis. Gibt es ein Wagnis einzugehen, dann schau ich, wie groß das Risiko eines Scheiterns ist, und wie gut ich mich für diesen Fall vorbereiten kann.
Ich bin bisher zufrieden mit dem Verlauf meines Lebens.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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19.03.2013, 20:31
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Termine mag ich! ich bin da auch recht pingelig, damit ich einen Termin zugunsten eines anderen Termins absage oder verschiebe, muss schon etwas sehr Wichtiges passieren (zB ein wichtiger kurzfristiger beruflicher Termin, für den ich einen privaten Termin absagte - gabs dieses Jahr ein Mal. Ich hoffe, es bleibt bei diesem einen Mal)
Ich fühle mich durch Termine auch nicht gefangen. Schliesslich mache ich nur solche Termine ab, die ich selbst will, und der Rest des Lebens muss dann eben drumrum organisiert werden, was eigentlich immer gut klappt. Es kommt ziemlich selten vor, dass es Terminkollisionen gibt. inzwischen werden auch jene Termine häufiger, die schon auf mehrere Monate oder ein Jahr im Voraus geplant werden. Ich mag das, das sind so Meilensteine, sie schliessen eine Periode ab und öffnen eine neue Periode, das gibt dem Leben einen angenehmen Rhythmus, es definiert teilweise auch Arbeiten, die auf diesen Termin hin gemacht werden müssen.
ich brauch Termine für Struktur; eins meiner ewigen Probleme ist, die Hausarbeit zwischen die Termine zu kriegen. Die bleibt des öftern mal länger liegen, als ich selbst für gut befinde. Aber mit einer mässigen Anzahl von Terminen krieg ich sie deutlich besser hin als ganz ohne Termine. Da würd ich versumpfen.
Je länger je wichtiger werden auch die langfristigen Beziehungen. Es gibt inzwischen schon eine erstaunliche Menge an Leuten, die ich seit mehr als zehn Jahren kenne und regelmässig treffe - das ist schön.
aber was ich nie mache, sind Zeitplanungen à la "in fünf Jahren werde ich die Summe XYZ verdient haben oder die Ausbildung ABC abgeschlossen haben" - die Dinge kommen in der Zeit, halt so wie sie gerade kommen. wenn nicht früher, dann eben später.
grüsse, barbara
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19.03.2013, 21:21Inaktiver User
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19.03.2013, 21:40
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Mein Freund wäre da ganz bei Orlando. ;) Er plant nur, was unbedingt geplant werden muss. Ansonsten lebt er lieber in den Tag hinein…
… im Gegensatz zu mir. Ich brauche Planungssicherheit, wobei es nicht darauf ankommt, dass es dann wirklich so kommt oder nicht. Da bin ich schon offen. Aber für mich ist das alleinige (oder auch gemeinsame) Träumen immens wichtig, um mich wohl zu fühlen.
Ich möchte in meinem Studium wissen, wann ich fertig bin und was mich danach erwartet (studiere auf Lehramt), ich habe seit 5 Jahren ein und denselben Nebenjob, bei dem es mir wichtig ist, dass ich meine festen Tage habe, um mich zeitlich und auch finanziell darauf einzustellen. Mein Stundenlohn ist in Ordnung- sicher könnte ich woanders mehr verdienen, aber ich genieße meine jetzige Arbeit und Sicherheit und verzichte dafür auf evtl. schlechtere Rahmenbedingungen für mehr Lohn.
Ich habe eine Finanzplanung, die auch Unvorhergesehenes berücksichtigt, damit ich keine Bange haben muss, ungeplant in den Ruin zu wanken.
Mein Berufsziel ist Lehrerin, gern auch mit Verbeamtung. ;)
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19.03.2013, 22:37
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Mir ging bzw. geht es nicht darum jede Minute des Tages oder der Woche zu planen. Mir geht es viel mehr darum endlich "anzukommen". Im Beruf einen Festvertrag zu haben und nicht alle 3-6 Monate auf eine Verlängerung hoffen. Ausserdem muss man ja von irgendwas auch die Miete etc bezahlen.
Ich habe Zwischenzeitlich immer Bauchkribbeln, wenn es wiedermal kurz vor Vertragsende steht, de die Verlängerungen nur recht kurzfristig kommen.
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20.03.2013, 15:10Inaktiver User
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
@eve,
ich hatte mal eine gewisse Planungssicherheit. Und die war mir im betreffenden Zeitraum sehr wichtig, weil ich zu dieser Zeit alleinerziehende Mutter zweier Kinder war. Es war mir sehr wichtig zu wissen, ob ich die Miete, die Krankenkasse, die Schulmittel und das Essen bezahlen kann. Gottlob, bis zum Abi beider Kinder ging es auch immer nach Plan voran.
Dann meinte das Leben mir mal ein wenig die Sicherheit zu nehmen. Äußerte sich zuerst in Jobmüdigkeit, dann in Übermütigkeit was die Freizeit betraf und dann rumste es gewaltig im Karton. Ich flog aus dem gutbezahlten verantwortungsvollen, wenn auch irgendwie ausgereiztem Job und rutschte durch bis Hartz4. Mit allen Konsequenzen, wie Rentenrücklagen auflösen, Zinsen aus Sparguthaben ans Amt abtreten, Versicherungen stillegen oder auflösen.
Seitdem weiß ich, das es keine Sicherheit im Leben gibt.
Aber ich weiß auch, das es immer weiter geht, nur eben nicht auf dem gewohnten Niveau.
Den Job den ich jetzt habe, bei dem gibt es überhaupt keine Planung, geschweige denn Sicherheit,
ich weiß heut nicht, ob und wo ich morgen arbeite. Verdiene ich Geld, wieviel verdiene ich und was wird nächsten Monat.
Alles unklar und ich kann damit leben.
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20.03.2013, 21:47Inaktiver User
AW: Habt ihr in eurem Leben eine gewisse Planungssicherheit??
Ich glaube schon, dass es unterschiedliche Grade der Sicherheit gibt.Seitdem weiß ich, das es keine Sicherheit im Leben gibt..
Natürlich, die absolute Sicherheit gibt es nie, jeder kann morgen vor ein Auto laufen, aber es gibt relative Sicherheiten. Das Sicherheitsgefuehl des Beamten unterscheidet sich aus gutem Grund von dem des freiberuflichen Historikers, der auf Projektbasis arbeitet.
Bei mir persönlich ist das Sicherheitsbedürfnis da, aber ich bin auch immer wieder bereit Risiken einzugehen, allerdings genieße ich derzeit sehr eine recht sichere berufliche Situation zu haben.
Und wenn ich mich doch wieder beruflich verändern will, was gut sein kann, werde ich auch bei der neuen Stelle solche Aspekte im Blick haben.



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