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  1. Inaktiver User

    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Vieles kommt mir - leider - sehr bekannt vor Aber vielleicht ist der Vergleich doch nicht ganz treffend? Entscheide selbst:

    Ich wurde "früher" oft entweder komplett ignoriert oder fies runtergemacht. Meine so tief in mir verwurzelte Schüchternheit habe ich als Teenager kompensiert durch vorlautes Gehabe. Irgendwann wusste ich immer alles besser. Das Fatale: Oft hatte ich auch recht Bloß: Damit macht man sich selten Freunde. Der vermeintliche Respekt ist oft Genervtheit (was man nicht immer gleich bemerkt)...

    Im Erwachsenenalter habe ich mich mehr und mehr aus dieser Larve lösen können und finde (noch immer) mehr zu meinem wahren Wesen. Aber es ist nicht leicht, das ausfindig zu machen. Es muss irgendwo zwischen extrem schüchtern und total extravertiert liegen, da bin ich sicher.

    Was ich habe, ist dieser fatale Hang zu abwertenden, ausnutzenden Menschen - wie ich sie aus meiner Kindheit/Jugend kannte. Ein arrogantes Axxxloxx rührt mich sehr an und lässt mich aufhorchen. Das ist irgendwie wie ein Reflex, der mir zuruft: Höher - Schneller - Weiter!!! Dann will ich sofort "beweisen", dass ich "doch" gut und richtig und (liebens-)wert bin

    Es sind diese Menschen aber, von denen ich mich fernhalten muss. Was mir nicht immer gelingt, aber immer öfter. Sie sind genauso wie deine Energieräuber: einnehmend, aufsaugend, hilfefordernd, egozentrisch und am Ende fallenlassend. Aber ihr Wesen kann ich nicht ändern. Es wie eine Geschichte "mit Ansage". Der Punkt, an dem es beginnt, mich zu nerven, ist eigentlich die große Erkenntnis. Da spüre ich, dass ich (wieder einmal) jemandem auf den Leim gegangen bin.

    Das mit den Glaubenssätzen ist meiner Meinung nach eine ganz-ganz wichtige Sache.

    Zum Beispiel dein Aversion gegen Männer, die bedürftig sind. Auch ich konnte lange nichts mit denen anfangen. Es sollten schon "Macher" sein, keine Weicheier. Probleme hatte ich schließlich selber. Aber in Wahrheit ist es dieser altbekannte Glaubenssatz, Hilfsbedürftigkeit zu verachten. Weil ich sie an mir selbst verachte. Weil mir irgendwann mal jemand die bittere Lektion erteilt hat, dass Bedürftigkeit Schmerzen bringt

    An dieser Stelle aber ist es eben etwas, das nichts mit mir zu tun hat. Ganz davon abgesehen, dass es grundfalsch ist.




    Naja, einige Denkansätze - vielleicht...

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    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das mit dem kontaktaufbau auf andere art, versuche ich gerade, ich besuche ein paar meinen hobbies entsprechende vhs kurse, die jetzt nicht darauf aufbauen, dass man sich nützlich machen muss. naja so richtig, ist da zwar niemand in meiner altersklasse dabei, aber es sind trotzdem nette menschen, die man da kennenlernt.
    Diese Art des Kennenlernens wird hier ja immer sehr gern hochgelobt, ich persönlich mache allerdings dabei immer wieder die Erfahrung, dass man sich so lange gut versteht, wie der Kurs dauert. Ist der Kurs zu Ende, geht der Kontakt meistens dahin.
    Grad bei meinem letzten Kurs bin ich einer äußerst sympathischen Frau begegnet, die mich 100% auch mochte. Da sie aber in einer komplett anderen Lebenssituation ist als ich, kam es trotz aller Versprechen nie zu einem Treffen außerhalb des Kurses.
    Die besten Erfahrungen habe ich persönlich bei Kontakten gemacht, die ganz deutlich unter der Überschrift "Ich suche neue Bekannte für Unternehmungen xyz" laufen, da gibt es ja verschiedene Freizeitplattformen. So habe ich auf einer solchen Veranstaltung mal eine Frau kennengelernt, die mittlerweile eine richtig gute Freundin geworden ist. Einen echten Freund habe ich auch gefunden: er schrieb mich in einer Singlebörse an, ich war mir aber sicher, dass ich ihn nicht daten wollte. Ich konnte ihn virtuell davon überzeugen, mit mir gemeinsam eine Veranstaltung zu besuchen, mit der verschiedene Termine verbunden waren. Dort haben wir uns dann persönlich kennengelernt und es hat sich tatsächlich ein dauerhafter Kontakt entwickelt.

    Wichtig ist, wie schon gesagt, dass ich darum bemüht bin, mich immer zu überprüfen, ob das, was gerade passiert, mir wirklich gut tut. Und wenn es das nicht tut, wie ich am Beispiel einer Frau aus dem Urlaub erlebt habe, dann breche ich den Kontakt auch ab. Mit freundlichen Worten und Hinweisen darauf, was ich brauche, aber ich ziehe das durch.

    Viele Grüße
    Capbreton

  3. Moderation

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    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Diese Art des Kennenlernens wird hier ja immer sehr gern hochgelobt, ich persönlich mache allerdings dabei immer wieder die Erfahrung, dass man sich so lange gut versteht, wie der Kurs dauert. Ist der Kurs zu Ende, geht der Kontakt meistens dahin.
    Ist auch meine Erfahrung. VHS-Kurse und Muckibude sind zum Leute-Kennenlernen ein Schuß in den Ofen. Da macht jeder seinen Kram und will zügig fertigwerden und in sein Leben zurück. Da bietet der Frühstücksraum in der Arbeit bessere Leutekennenlernmöglichkeiten.

    Was bei mir immer gut funktioniert hat, sind Sachen, bei denen eben weder Thema noch Zeit eng begrenzt sind, und man nicht tut, was einem gesagt wird, sondern mit den anderen zusammen das Programm und die Tagesordnung erst gestaltet. Da muß man sich zusammenraufen und sich austauschen und verbringt auch mal unstrukturierte Zeit miteinander, so daß man ins Quatschen kommt. Vielleicht kenn ich einfach deswegen so viele Leute, weil ich gerne was organisiere und aufbaue...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Das gemeinsame Interesse an einem Kursthema reicht natürlich nicht aus für eine Freundschaft.
    Da muss schon auch noch viel gegenseitige Sympathie und eine gemeinsame Wellenlänge vorhanden sein, damit sich aus sowas eine Freundschaft entwickelt.

    Und natürlich muss die Lebenssituation passen, dass es überhaupt zu Treffen in einem anderen Rahmen kommen kann. Wer hier sehr unflexibel ist, aufgrund von Verpflichtungen im Hinblick auf Arbeit, Familie oder anderweitiges Engagement, der ist kein günstiger Kandidat für den Aufbau neuer Freundschaften.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Ich war in der Weihnachtszeit in einer sehr schlechten Verfassung, weil ich mich von mehreren Personen total ausgenutzt fühlte. Inzwischen habe ich diese Menschen aus meinem Leben gestrichen und habe große Probleme damit, Vertrauen zu anderen Personen aufzubauen. Dass ich mich selbst für andere Menschen aufgebe, gehört seit Jahren der Vergangenheit an. Das Problem ist eher, dass viele Leute es in der heutigen Zeit überhaupt nicht zu schätzen wissen, wenn man ihnen etwas Gutes tut und sie Menschen verachten, die ein friedliches, harmonisches Miteinander den sog. Machtspielen vorziehen. Ich werde einen gesonderten Thread dazu eröffnen.

  6. Moderation

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    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Zitat Zitat von Pistazieneis Beitrag anzeigen
    Das Problem ist eher, dass viele Leute es in der heutigen Zeit überhaupt nicht zu schätzen wissen, wenn man ihnen etwas Gutes tut .
    Ich möchte da aber nochmal an die scheinbar verlorengehende Tugend erinnern, den Leuten zu sagen, was man will und was man bereit ist zu machen, und was nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Inaktiver User

    AW: immer wieder an ähnliche leute geraten und sich irgendwie ausgenutzt fühlen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ist auch meine Erfahrung. VHS-Kurse und Muckibude sind zum Leute-Kennenlernen ein Schuß in den Ofen. Da macht jeder seinen Kram und will zügig fertigwerden und in sein Leben zurück. Da bietet der Frühstücksraum in der Arbeit bessere Leutekennenlernmöglichkeiten.

    Was bei mir immer gut funktioniert hat, sind Sachen, bei denen eben weder Thema noch Zeit eng begrenzt sind, und man nicht tut, was einem gesagt wird, sondern mit den anderen zusammen das Programm und die Tagesordnung erst gestaltet. Da muß man sich zusammenraufen und sich austauschen und verbringt auch mal unstrukturierte Zeit miteinander, so daß man ins Quatschen kommt. Vielleicht kenn ich einfach deswegen so viele Leute, weil ich gerne was organisiere und aufbaue...
    ich mach gerade beides, läuft schleppend, an sich aber besser als gedacht.

    @schlaflos
    in manchen sachen finde ich mich wieder in manchen nicht.
    in den ersten absätzen erkenne ich mich. was das macher thema angeht, gar nicht. ich kann sowohl mit "extrem hilfsbedürftigten", denen man alles übernehmen muss oder sollte, als auch mit den machern, den sagern, mit befehlston nichts anfangen. da fühl ich mich dann auch so unmündig, nicht ernst genommen, und das mag ich überhaupt nicht. so ein gesundes mittelmaß ist mir dann doch am liebsten.
    ich denke wildwusel hat da auch was wichtiges erwähnt, das ich oft vergesse, die tugend zu sagen was man will, macht und was nicht. das mach ich schon, wenn ich weiß dass ichs machen muss, aber im privaten bereich fällt es mir doch erst zu spät ein.

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