Hallo!
Nachdem ich unter "Beziehungen im Alltag" bereits über meine Verlustangst schrieb, analysierte ich mein Verhalten mithilfe meiner Psychologin (Psychotherapie aus anderen Gründen!) und wir erkannten, dass ich eine richtige Beziehungsangst habe.
Ich wurde bisher von mehreren Männern verletzt und verlassen.
Mit meinem neuen Partner ist alles gut. Er erfüllt die Kriterien des Richtigen - und so fühlt es sich auch an : richtig, natürlich und voller Liebe. Meistens.
Denn dannn kommt die Angst: ich suche Fehler, die mir nicht passen, zweifle an Gefühlen sobald kein "Liebes-Flash-Gefühl" da ist, will ihn Hals über Kopf verlassen, weine, aus Angst, ihn zu verlieren, rede mir ein, es sei nur etwas sexuelles zwischen uns oder aber projeziere das Verhalten von Exen auf ihn.
Ich habe das Gefühl es läuft Herz vs. Kopf.
Bitte helft mir, ich will das so schnell wie möglich loswerden und endlich mein Glück genießen!
Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6
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16.03.2013, 10:37Inaktiver User
Wie Beziehungangst überwinden?
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16.03.2013, 10:42
AW: Wie Beziehungangst überwinden?
Lies doch ganz einfach mal die Antworten in Deinem anderen Strang.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.03.2013, 10:54Inaktiver User
AW: Wie Beziehungangst überwinden?
Du könntest deiner Angst einen Namen geben(hab ich in einer Folge von "Bloch" gesehen und fand ich überzeugend). Du nennst sie beispielsweise Theodor. Wenn sie kommt, begrüße sie und sage so in etwa: "Theodor, wir gehen mal eben vor die Tür, da bleibst du dann, weil ich dich hier drin grad nicht gebrauchen kann." Versuch es mal, vielleicht hilft es. Und dann schreib mal,wie es gelaufen ist.
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16.03.2013, 12:00Inaktiver User
AW: Wie Beziehungangst überwinden?
Wenn du tatsächlich mit deinem Psychotherapeuten darüber gesprochen hast, dann müsstest du eigentlich wissen, dass diese Angst nicht überwunden werden kann. Du kannst versuchen, die Ursachen herauszufinden und daran arbeiten. Und du kannst auf diese Art erkennen, welche deiner Verhaltensweisen versuchen WAS GENAU bewirken sollen (nämlich deinen aktuellen Partner vertreiben, um einen Zustand/eine Gewissheit "von früher" wiederherzustellen/zu bestätigen. Was natürlich nicht funktioniert und nur Leid bringt.
Aber ohne professionelle Hilfe wird dir das kaum möglich sein
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16.03.2013, 17:08Inaktiver User
AW: Wie Beziehungangst überwinden?
Ich teile deine Meinung nicht, schlaflos. Du schreibst ausgesprochen pessimistisch. blackdots kann auch ohne Therapeuten zu anderen Verhaltensweisen gelangen. Denn nicht immer findet der Therapeut den Schlüssel zu einer Änderung für den Klienten. Manchmal hilft es dem Ratsuchenden viel mehr mit einer guten Freundin zu sprechen, zu der großes Vertrauen besteht. Oder hier zu schreiben, weil man anonym und schriftlich ganz viel sagen kann, mehr als man vielleicht aussprechen mag. Oder es hilft ein Tagebuch zu führen in dem man sich öffnet und für sich allein all die Möglichkeiten überlegt, die weiterbringen. Das Gespräch mit einem Seelsorger kann manches in Gang bringen. Gebete helfen. Der Glaube und das Vertrauen zu Gott bewirken Wunder, verändert Menschen.
Also, ich sehe viele Wege, die Chancen für eine Veränderung in sich tragen.
blackdots, ich finde es prima, wie du dich auf die Suche gemacht hast. Du wirst deinen Weg heraus aus deiner Angst bestimmt finden. Ich denke, dass du zuversichtlich sein kannst.
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17.03.2013, 22:35
AW: Wie Beziehungangst überwinden?
Liebe Blackdots,
dein Gefühl kenne ich genau!
Und wie du kann ich es manchmal reflektieren, manchmal gelingt das aber eben nicht - und genau in diesen Momenten liegt ja die Gefahr...
Nun habe ich für mich etwas gefunden, was mir geholfen hat. Eher durch Zufall habe ich es entdeckt. Ich nenne es das wortwörtliche Loslassen:
Wenn mich dieses Gefühl, was du beschrieben hast, quält ... Zweifel, Angst, ... klammere mich ich mit aller Kraft in meine Jacke, Decke, was auch immer. Ich klammere und klammere mich in den Stoff mit aller Kraft, bis die Finger weh tun. (Mit dem Lenkrad habe ich es auch schon gemacht, geht auch.
) In diesem Moment kommt das Gefühl hoch: festhalten, festhalten und dann merke ich: das bin nicht ich heute, das ist das kleine Kind, das ich war. Und ich weiß, dass das Festhalten nichts geholfen hat. Ich wurde allein gelassen. Ich musste den Schmerz erleben und überleben. Und wenn ich das nochmal gespürt habe, während meine Finger sich festkrallen, kann ich irgendwann entspannt loslassen. Ich habe es als Kind überlebt, es hat weh getan, verdammt weh getan und ich hab's fast nicht überlebt, deshalb diese riesige Angst, es wieder zu erleben, und gleichzeitig die unbewusste Lust, es wieder zu erleben. Doch ich kann mir dann sagen: Hey, erstens bin ich erwachsen, ich sterbe nicht, wenn XY mich verlässt, zweitens ich habe doch schon erlebt: Auch wenn ich noch so festhalte, mit all meiner Kraft, es nützt gar nichts.
Wenn etwas bleibt, bleibt es. Wenn es nicht bleibt, nützt es nichts, festzuhalten.
Das ist eine sehr persönliche "Eigen-Therapie". Vielleicht bringt sie dir gar nichts, aber ich wollte sie dir einfach mitteilen.
Alles Gute für dich!


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