Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht mehr hören, abgesehen davon, dass es halt jede Generation über die nachfolgende(n) sagt.
Ein wenig Differenzierung täte gut und auch das Anerkennen dessen, dass es die "heutige Jugend" eben anders schwer hat als wir "damals".
Übrigens finde ich es i.W. gut, wenn man sich umorientieren kann und nicht auf Biegen und Brechen etwas durchziehen muss, was einem nicht liegt. Klar sollte es irgendwann mal auf wirtschaftliche Selbständigkeit hinauslaufen, lieber früher als später falls möglich, aber lieber etwas länger gesucht als ein Leben lang frustriert.
Aber abgesehen davon, im Zusammenhang mit einer ernsthaften, chronischen Erkrankung ist dieses Thema ein ganz anderes, ich schließe mich vollumfänglich chironex_fleckeri an.
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Ergebnis 21 bis 30 von 115
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04.03.2013, 14:55
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Geändert von Sprachlos (04.03.2013 um 15:00 Uhr)
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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04.03.2013, 15:00
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Hast du mitbekommen, dass es seit 2008 erhebliche Änderungen in der Wirtschaft gab, befristete Jobs normal sind etc. das Arbeitsbild sich erheblich verändert hat?
Deine "gefühlten" Schwierigkeiten sind evtl. keine bzw. ein anderes Arbeitsbild. Es ist z.B. realitätsfern heute beruflich die Erwartung zu haben, mit 25 einen unbefristeten Job zu haben.
Eine solche Erwartung geht völlig an der Realität und den Anforderungen vorbei. Dinge ändern sich.
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04.03.2013, 15:01Inaktiver User
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04.03.2013, 15:05
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
@ Chironex
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04.03.2013, 15:46Inaktiver User
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Nemesis,
Du hast aus dem, was Du gehört, aber offenbar gar nicht wirklich verstanden hast, Schlüsse gezogen, und hier Fragen formuliert - verallgemeinernd und wertend, wie ich finde.
Du kannst aber die Lebenswirklichkeit eines Menschen mit einer schweren Erkrankung überhaupt nicht verallgemeinert diskutieren, und diese Lebenswirklichkeit auch nicht auf die eines anderen jungen Menschen übertragen, der gesund ist.
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04.03.2013, 15:58Inaktiver User
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Als ich 1979 Abi gemacht habe, war normal: Studiumm, fast alles möglich, da NC nur in wenigen Fächern, zwischendrin mal ein bisschen jobben, das eine oder andere Praktikum, vor allem aber lange Semesterferien. Danach mit ganz wenig Bewerbungsaufwand in den Job, dort geblieben, aufgestiegen, heute immer noch dort als Führungskraft.
Für die jungen Leute von heute gilt: Abi mit super Schnitt, trotzdem in vielen Fächern Probleme, einen Studienplatz zu kriegen, Studiengebühren (in Bayern), jobben müssen, Praxis-Semester, in den Semesterferien jede Menge Hausarbeiten. Nach dem Studium: Praktikum. Praktikum. Praktikum. Jahresvertrag - vielleicht Übernahme. Und so geht das bei manchen (die durchaus begabt und nicht faul sind) weiter, bis sie Anfang 30 sind. Abgesehen davon, dass das die Entscheidung für Kinder schwer macht... es wirkt sich auf die Absicherung fürs Alter aus, es wirkt sich aufs Beziehungsleben aus, wenn man sehr mobil sein muss, es wirkt sich aus Selbstbewusstsein aus...
So schaut's aus!
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04.03.2013, 16:05Inaktiver User
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Ja, Gute Laune, so ist das .....
Ich weiß vorallem jobbedingt was in den Firmen Thema ist wenns um junge Arbeitnehmer geht. Da gibts viele sehr berechtigte Beschwerden zu.
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04.03.2013, 16:15
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04.03.2013, 16:19Inaktiver User
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Ich habe das bei meinem Sohn nicht so erlebt.
Die "Generation Praktikum" ist zum Teil ein Mythos. Ausserdem gilt das vorwiegend für Geisteswissenschaftler. Naturwissenschaftler und IT-Fachleute können fast immer in gut bezahlte Jobs einsteigen. Oft allerdings zeitlich befristet, das stimmt.
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04.03.2013, 16:21Inaktiver User
AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....
Exakt. Und wenn dann eine schwere Grunderkrankung hinzu kommt, die man angeben muss, erhöht das die Chancen, überhaupt in eine engere Auswahl für eine längerfristige Beschäftigung zu kommen, nun wirklich nicht.
Eine Festanstellung in einer Führungsposition wurde mir schon vor vielen Jahren nur angeboten, nachdem ich über einen sehr langen Zeitraum als Freiberuflerin "bewiesen" hatte, dass ich trotz meiner Erkrankung belastbar bin.



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