Antworten
Seite 2 von 12 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 115
  1. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....und dann gibt es natürlich auch Einzelne, die mit Mitte dreissig noch gar nichts auf die Reihe bekommen haben, sondern laufend den Job wechseln.
    Klar, einerseits gibt es Jobabrecher (wirklich mehr als früher?), allerdings ist es heute auch üblich, dass man bis Mitte 30, 2-5 Jahresbefristete Jobs macht. Wechsel sind erwünscht, ebenso Ortswechsel.

    Erfahrung in verschiedenen Firmen inkl. Netzwerk durch viele verschiedene Arbeitstellen ist in vielen Arbeitsbereichen hoch angesehen und nützt den Firmen. Z.B. in meinem Bereich Medien/Internet. Es wäre hier eher komisch und als unflexibel angesehen, wenn man z.B. bisher nur 2 Arbeitgeber gehabt hätte. bzw. zeugt davon, dass man nur ein kleines Netzwerk hat (negativ).

  2. Inaktiver User

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Der Begriff "etwas hinbekommen" ist in der Tat relativ. Bei manchem fängt das erst mit einem akademischen Abschluss an, was ich persönlich nicht so sehe.

    Sein Leben nicht hinbekommen bedeutet für mich, dass ein gesunder, volljähriger Mensch auf lange Sicht nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, sondern sich gnadenlos auf die Eltern oder andere Geldgeber zurückzieht und Arbeit nur nach eigener Lust und Laune annimmt.

    Wenn einer seinen Lebensunterhalt mit ständig wechselnden Jobs bzw. irgendwelchen "Hilfsjobs" bestreiten möchte, dann ist das seine Sache und bedeutet nicht, dass er nichts hinbekommt. Nur weil das meinen Vorstellungen nicht entspricht, brauche ich nicht negativ urteilen.

    Viele Eltern können es sich heute leisten, ihre Kinder auf ewig zu alimentieren, auch wenn sie darüber häufig jammern. Aber mal hinstehen und dem Jüngelchen/Mädelchen sagen "Unterhalt gibt's nur noch bis dann-und-dann, du hattest jahrelang deine Chancen", das schaffen viele auch nicht. Da hält sich mein Mitleid denn doch recht in Grenzen.


    Gruß, Elli

  3. Inaktiver User

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Keine Ahnung, ob es heute schwerer ist als damals.....
    Und ich glaube auch, daß das Zuhause eine gehörige Portion Anteil hat, wie der Weg der Kinder aussieht- im positiven wie auch im negativen gemeint.

    Was heutzutage sicher "normal" ist- ist diese hohe Fluktuation wenns "nicht passt".
    Zu meiner Zeit hat man eine Lehre begonnen und nur in den äussersten Ausnahmefällen wurde mal Eine geschmissen. Ansonsten hat man durchgehalten- selbst wenn der Chef der grösste Blödmann war-- "Lehrjahre sind keine Herrenjahre".
    Das war sicher nicht immer einfach, aber man hat dabei schon auch so einiges gelernt.

    Heutzutage ist es normal, daß man "schmeisst"- schneller als ausgesprochen, wird man gemobbt- es gibt keinen wirklichen Druck mehr, der einen zum Durchhalten zwingt.

    Alles hat seine zwei Seiten und in der Freiheit heutzutage liegt auch viel Gutes-- und der Zwang damals hatte auch Schlechtes-- daß aber die Grundmentalität eine andere geworden ist und die Menschen viel schneller wieder am Anfang stehen, statt einmal was durchzuziehen- das ist mal sicher so.

    kenzia

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Heutzutage ist es normal, daß man "schmeisst"- schneller als ausgesprochen, wird man gemobbt- es gibt keinen wirklichen Druck mehr, der einen zum Durchhalten zwingt.
    Woher hast du dieses Urteil?

    "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
    angeblich von -- (470 - 399 v. Chr.), Sokrates

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Ich habe nicht viele Leute gekannt, die in meinem Alter oder jünger sind, die einen glatten Berufseinstig hingelegt haben. Bei manchen hat's drei Jahre gedauert, bei manchen über zwanzig, bis sie endlich irgendwo waren, wo sie's ausgehalten haben und ihre Rechnungen bezahlen konnten. (Bei mir waren's sieben.)

    Es gibt so einen "guten Punkt", wo man die Reife hat zu wissen, was man will und wie man es kriegt, und noch die Belastbarkeit, es zu erreichen. Wenn der vorbei ist, wird's schwer. Und ich habe den Eindruck, daß sich Belastbarkeit heute, wo so viel versprochen wird (anders als in den zynischen Jahren meiner Jugend) und so vieles davon eine Fata Morgana ist, schneller abnutzt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    allerdings ist es heute auch üblich, dass man bis Mitte 30, 2-5 Jahresbefristete Jobs macht. Wechsel sind erwünscht, ebenso Ortswechsel.

    Erfahrung in verschiedenen Firmen inkl. Netzwerk durch viele verschiedene Arbeitstellen ist in vielen Arbeitsbereichen hoch angesehen und nützt den Firmen. Z.B. in meinem Bereich Medien/Internet. Es wäre hier eher komisch und als unflexibel angesehen, wenn man z.B. bisher nur 2 Arbeitgeber gehabt hätte. bzw. zeugt davon, dass man nur ein kleines Netzwerk hat (negativ).
    Das erlebe ich auch so.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Begriff "etwas hinbekommen" ist in der Tat relativ. Bei manchem fängt das erst mit einem akademischen Abschluss an, was ich persönlich nicht so sehe.
    Der Meinung bin ich auch.
    Allerdings scheint es zunehmend so zu sein, dass junge Leute, die nicht in ihren "Traumjobs" unter kommen, weniger als früher bereit sind, das zu akzeptieren und sich einen anderen Beruf zu suchen. Da spielt die Unterstützung durch die Eltern durchaus eine Rolle. Wer seinen Lebensunterhalt selbst verdienen muss, macht irgendwann Kompromisse und baut sich einen Brotjob auf, während andere noch mit Mitte dreissig davon träumen, als Künstler oder Musiker Karriere zu machen, bloß um "was Interessantes" zu tun.

    Der Zwang zu einer "interessanten Biografie" hat meines Erachtens in den letzten Jahren sehr zugenommen (nicht zuletzt durch Facebook mit seinem Zwang zur permanenten Selbstdarstellung).

  7. Inaktiver User

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    >>Heutzutage ist es normal, daß man "schmeisst"- schneller als ausgesprochen

    *seufst*, ja, zu dem Schluß kamen wir dann, ist wohl usus geworden.

    Die Eltern waren schon in der Erziehung dran und haben soweit ichs mitbekommen hab eben wenig durchgehen lassen, richtig schwierig wurde es lt. Diskussion jetzt, als der NW die Schule verlies und unbedingt eine Lehre machen wollte, kein Bock mehr auf Schule hieß es damals.

    Ich denke der Werteverlust ist das Hauptproblem, manche meinen heute es ist "normal" oder richtig sich z. b. nicht mal mehr zu entschuldigen wenn man jemandem z. b. was kaputtgemacht hat. Wer das nie gelernt hat, sich entschuldigen, der wird es in der Lehre usw. schwer haben. Wer unzuverlässig ist genauso.

    DAS kommt aber schon oft vor heute....

  8. Inaktiver User

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei dem Nachwuchs des Paares wurde vor Jahren eine tückische Autoimmunerkrankung festgestellt, die für häufige Ausfälle sorgt und arbeiten nahezu unmöglich macht, dem gehts bei so einem Schub immer sehr schlecht einige Tage lang. Wer dauernd was hat und fehlt der fliegt halt. War immer wieder so bei denen. Es kommen also gleich zwei schwierige Komponenten zusammen. Ich hab mir am WE ziemlich auf die Lippen gebissen, denn sagen was mein Eindruck manchmal war wenn der NW schon wieder raus war ist auch, daß er sich m.M.n. durchaus hinter Krankheit und Arzt versteckt und dabei hofft eben nicht rauszufliegen. Hat sich also mal wieder geirrt, jetzt fängt er schon wieder was anderes an und lt. dem Paar dürfte es auch wieder nicht zu Ende gemacht werden.
    Sorry, Nemesis,

    aber bei einem derart wenig differenzierenden Beitrag geht mir der Hut hoch.

    Hast Du eine Ahnung, auch nur im Ansatz, was es bedeutet, eine Autoimmunerkrankung zu haben?

    Nein?

    Ich schon, ich lebe nämlich mit einer. Und ich weiss, wie verdammt schwer es ist, Schule, Studium und Ausbildungen damit zu absolvieren. Ich weiss nicht, um welche Erkrankung es sich konkret handelt, aber bei meiner Erkrankung hast Du nicht nur im Schub Probleme, sondern auch in den Remissionsphasen. Du fühlst Dich nie wirklich fit und belastbar, ermüdest schnell. Du musst extrem acht geben, Dich nicht mit sämtlichen Infekten, die so herum schwirren, ständig anzustecken, denn Dein Immunsystem ist dafür sehr anfällig. Manche Patienten müssen auch in der Remission Medikamente einnehmen, und diese Medikamente haben Nebenwirkungen, die nicht lustig sind. Das betrifft insbesondere diejenigen, die Immunsuppressiva einnehmen müssen.

    Ich bin jemand, der sich durchbeisst, und über extrem viel Disziplin verfügt, aber auch für mich war es phasenweise nicht leicht.

    Ich konnte mit Mitte 20 ein Jahr lang überhaupt nicht studieren und arbeiten, da ich zu diesem Zeitpunkt so schwer erkrankt war, dass ich fast den Löffel abgab. Ich wog bei einer Körperlänge von 174 cm noch 37 kg.

    So kann das aussehen, wenn man sich "hinter einer Autoimmunerkrankung versteckt".

    Ich habe gerarbeitet mit Fieberschüben, mit brachialen Schmerzen, mit Durchfällen, die andere nicht mal zwei Tage durchhalten würden, und musste mir trotzdem von Dozenten anhören, dass man mit meiner Erkrankung "nur zuhause sitzen und Pullover stricken kann".

    Denn ja, auch vom Umfeld wird man nicht gerade ermutigt und unterstützt, wenn man aus der Norm heraus fällt und nicht so pumperlgesund ist.

    Das Ganze ist ein Teufelskreis, denn der enorme Stress, den es bedeutet, unter solchen Bedingungen TROTZDEM zu arbeiten, belastet das Immunsystem seinerseits, und kann direkt in den nächsten Schub führen.

    Man könnte sich auch einmal fragen, was denn die Eltern in der Vergangenheit dieses Menschen, und HEUTE beitragen zu den Entwicklungen - es klingt ja nicht gerade so, als ob sie ihm jenseits der finanziellen Zuwendungen viel zutrauen.

    Es könnte zwar sein, daß diese Erkrankung da eine Rolle, charakterlich, spielt, aber das weiß ich nicht so genau.
    Noch so ein Schenkelklopfer.

    Schon mal darüber nachgedacht, dass eine SCHWERE Erkrankung Auswirkungen auf das gesamte Lebensgefühl hat, dass sie belastend, einschränkend und teilweise deprimierend ist, Angst macht, behindert, und dass es richtig schwer sein kann, dennoch Lebensmut und Tatkraft zu entwickeln, und immer wieder aufzustehen und von vorn anzufangen?

    Vielleicht denkst Du über einiges erst noch einmal nach, bevor Du Dir vorschnell ein Urteil erlaubst.

  9. User Info Menu

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Als meine Tochter in der Grundschule ein Interview mit einem Familienmitglied machen sollte, welches den erlernten Beruf ausübte, hatten wir echte Probleme. Wir fanden damals in unserer ziemlich großen Familie genau eine einzige Person, wo dies zutraf (hat inzwischen allerdings auch gewechselt), alle anderen hatten relativ wilde Biographien.
    So neu ist das also auch nicht immer.

    Neu ist für mich ein stärkerer Druck, eine höhere Schule zu besuchen (egal ob dafür geeignet), möglichst zu studieren und dann etwas "Gescheites" (wo Hände nur zum Bedienen einer Tastatur benötigt werden) als Beruf auszuüben und dabei tunlichst alles zu vermeiden, was nach "Karriereknick" aussieht.

    Angst, dabei zu versagen, bekommen die Kinder oft schon in den Frühstücksbrei.
    Dass dabei ab und zu jemand rausfällt, ist für mich nicht so erstaunlich.

    Wenn ein Jugendlicher krank ist, mag ich nicht urteilen. Das ist wieder etwas anderes. Man kann ja nicht reinschauen.

  10. Inaktiver User

    AW: Erwachsene Kinder, die nichts hinbekommen....

    Oje, chiron, du hast mich völlig falsch aufgefasst
    genau so ist das überhaupt nicht was du verstanden hast. Kundig habe ich mich über die Eltern gemacht was das für eine Krankheit ist, und das ist sehr ähnlich wie bei dir. Vergiß nicht wir hier sind ganz normale Menschen und keine Mediziner. Mich hier jetzt behandeln wien D.....finde ich nicht ok, denn ich habe nur beschrieben was so los ist, mehr nicht und vorallem KEIN URTEIL.
    Außer diesen Eltern ein bißchen mentale Unterstützung geben kann man nicht viel tun.Und dieses diskussionsintensive WE beschäftigt mich schon sehr.

    Mir fällt halt auf wieviele junge Leute berufliche Schwierigkeiten haben, und wenn dann noch sowas dazu kommt......

Antworten
Seite 2 von 12 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •