In vielen Fällen und in langjährigen Partnerschaften geht das nicht so einfach.
Das Kind, das zum Arzt muß, ist nicht mein Kind, sondern unser Kind.
Der Dreck im Flur ist nicht mein Dreck, sondern unser Dreck.
Das Schmutzige Geschirr auf dem Tisch ist nicht mein Geschirr, sondern unser Geschirr.
Das Auto, welches zu putzen ist, ist nicht mein Auto, sondern unser Auto.
Das Haus, welches renoviert werden mu0, ist nicht mein Haus, sondern unser Haus.
Es gibt in Familien Abstimmungsbedarf über die individuelle Arbeitsteilung, weil sich nicht alles in meine und deine auseinanderdividieren läßt (oder man das nicht will). Kleine Kinder sind ein zusätzlicher Arbeitsfaktor, den es zu teilen gilt.
Und es gibt womöglich Vorlieben, Begabungen, Abneigungen, auf die man Rücksicht nehmen kann.
Hans
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19.03.2013, 08:58
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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20.03.2013, 12:39
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
Es muss doch nur jeder machen, was er sieht und für notwendig hält, wenn beide das tun gibt es kaum noch Abstimmungsbedarf. - "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", und: "viele Hände bereiten der Arbeit ein schnelles Ende". Dann ist mehr Zeit für beide und die angenehmen Dinge....
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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21.03.2013, 10:43
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
An sich eine sehr gute Einstellung.
Allerdings unterscheiden sich die Menschen in Wahrnehmung und Prioritäten. Jeder sieht zum Teil unterschiedliche Dinge, und auch bei der Bewertung von Notwendigkeiten/Prioritäten sind die Menschen verschieden. Daß etwas zu tun ist und mit welcher Priorität ist ja keine objektive Tatsache sondern eine höchst subjektive Wahrnehmung. (Die Ähnlichkeit der Wahrnehmung bei beiden Partnern ist meist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine stabile Beziehung.)
Hans
P.S. Gestern habe ich eine lautstarke Auseinandersetzung unserer Nachbarn miterleben müssen: er hatte den ganzen Tag Holz gehackt für die Heizung, seine Frau hatte sich darauf verlassen, daß er mit dem Ältesten für die Schule lernt. Vorausgesetzt, der Holzvorat geht zur Neige und die Schul-Noten sind verbesserungswürdig, sind beide objektiv im Recht.----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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21.03.2013, 12:00Inaktiver User
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
Da ist was dran.
HansDampf, nach meiner Beobachtung gibt es das meiste Gemecker über Haushaltsarbeiten in den klassischen Ehe-Modellen: ER Ernährer, SIE Hausfrau.
Und das erscheint mir auch ganz logisch, denn die meisten Hausfrauen fühlen sich in ihrer Arbeit nicht anerkannt und meinen nur zu oft "jammern und schimpfen" zu müssen, um sich und ihrer Arbeit einen gewissen Stellenwert geben zu können.
„Wer jammert, der wird ja auch einen Grund dazu haben: Er leistet etwas Übermenschliches…“
In Beziehungen, in denen beide ihre Anerkennung auf ganz anderen Gebieten finden können, spielt der Haushalt eine wesentlich geringere Rolle.
Er muss halt gemacht werden ... bei guten Gehältern (machen wir uns nichts vor: Auch die empfinden wir als eine Anerkennung, auf die die Hausfrau NICHT zurückgreifen kann) notfalls eben von bezahlten Angestellten, die leider Gottes (ist jetzt meine persönliche Bewertung) nichts Besseres gelernt haben.
In den Beziehungen um mich herum gibt es das gar nicht, dass sich berufstätige Männer von ihren berufstätigen Frauen „bedienen“ lassen.
Da packen beide an und sehen erstaunlicherweise auch beide was gemacht werden muss.
Schon alleine deshalb, weil die Männer gar keine „Hausangestellten“ (vor allem nicht solche mit einem allzu kritischenRundumblick, der jeden Staubfussel bemerkt
) heiraten wollten, sondern Frauen, die ähnliche Interessen haben wie sie selber.
Es muss halt jeder selbst wissen, mit wem oder was er so glücklich wird.Geändert von Inaktiver User (21.03.2013 um 12:22 Uhr)
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21.03.2013, 14:02Inaktiver User
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
Echt?
kenne ich so nicht.
Also, ich meine nicht, dass ich irgendwelche Männer kenne, die sich von berufstätigen Frauen bedienen lassen wollen, sondern ich kenne kein Paar, dass keine Diskussionen um Haushalt führt.
Und ich kenne auch ehrlich gesagt ziemlich viel Männer, die eher ihre Frauen mal auf das ein oder andere hinweisen, weil sie selbst eher den ordentlichen Part haben.
Das hat meines Erachtens überhaupt gar nix mit Emanzipation zu tun, sondern mit eben subjektiven Ordnungsabsprüchen, Prioritäten etc.
Und zum Thema Hausangestellte.
Ich find es dann okay, wenn diese auch so gut bezahlt werden, dass diese davon gut leben können.
Leider ist das oft nicht der Fall - da sind dann östliche Arbeiterinnen auf einmal auch sehr gefragt.
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21.03.2013, 15:23
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
Naja-Wahrnehmung hin oder her, wenn eingekauft werden muss, wenn gekocht werden muss, weil wir essen müssen, wenn die Küche spätestens aus hygienischen Gründen wieder her gerichtet werden muss- wenn der Kater mit Futter ruhig gestellt werden muss, der Kleiderschrank leer ist etc...- da hat die Subjektivität der Wahrnehmung schon einen gewissen Rahmen.
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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21.03.2013, 15:31Inaktiver User
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
Wenn Du das so erlebst, schön für Dich.
Du scheinst ja auch schon in einer langjährigen Beziehung zu sein, in der sich die Dinge vermutlich eingespielt haben.
Aber es gibt nunmal die Zahnpasta-Tube-offen-lass-Typen ... und die Typen die jedes Stäubchen gleich stört. (ich bin eher Typ a. aber gebe mir Mühe
, mein Ex eher Typ B mit Staubsauganfällen um Mitternacht)
Vielleicht hast Du - auch aus Zufall oder weil es Dir wichtig ist - einen Partner mit einem ähnlichen Anspruch gewählt.
Das spielt sich ein, schleift sich ab, man passt sich an aber ich spreche aus familiärer Erfahrung, dass man da nicht ganz aus seiner Haut kann... bei uns in der Familie wird das etwas entspanntere Gen in dieser Beziehung eher in der weiblichen Linie weitergegeben.
Soll es auch geben.
Und Beziehungen die trotz etwas ungleicher Ansprüche in diesem Bereich funktionieren auch.
Kann man ja auf anderen Gebieten ausgleichen.
(Mit Kochen zum Beispiel.
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21.03.2013, 17:53Inaktiver User
AW: Ist die moderne westliche Frau nicht mehr gefragt?
Geändert von Inaktiver User (21.03.2013 um 19:41 Uhr)
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21.03.2013, 18:12Inaktiver User
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21.03.2013, 18:41Inaktiver User



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