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  1. User Info Menu

    Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Hallo!

    Nachdem ich mich letztes Wochenende in eine - je nach Stimmung - total blöde und total schöne Situation gebracht habe, stelle ich mir diese Frage.

    Funktioniert es, dass man sich von jemand anderes nichts erwartet? Ist es nicht so dass man sich immer Gedanken macht, sich vorstellt wie was ablaufen könnte? Und ist das evtl. eine typische weibliche Sichtweise.

    Fakt ist, dass der Herr alles total entspannt sieht, mich mag (das auch geschrieben hat) und einfach geniesst. Mich plagen Selbstzweifel, will ich das, ist das was, lebt es sich besser wenn ich nichts erwarte. Kann ich das überhaupt - nichts erwarten?

    Habt Ihr Tipps wie ich das abstellen kann, etwas zu erwarten. Geht es einem besser?

    Irgendwie finde ich das gerade total doof was ich da geschrieben habe, aber die Gedanken kreisen und kreisen......

    LG
    Ammernixe

  2. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Ich finde eher:
    Wer nichts erwartet/bzw. sogar einfordert bekommt...nichts.

  3. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    .
    Geändert von Inaktiver User (19.02.2013 um 09:22 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Meringue,

    so ähnlich sehe ich das eigentlich auch.
    Aber wenn man hier im Forum immer so mitliest, dann wird so oft gesagt dass man am Anfang eh nichts erwarten darf. Andererseits: wenn ich nicht artikuliere was ich möchte, hat der andere ja auch ein Problem.
    Wenn er nicht Gedanken lesen kann.......

    LG
    Ammernixe

  5. User Info Menu

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Lichtkrieger,

    ertappt!
    Jetzt ist nur noch die Frage: funktioniert das?

  6. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Ammernixe Beitrag anzeigen

    Funktioniert es, dass man sich von jemand anderes nichts erwartet? Ist es nicht so dass man sich immer Gedanken macht, sich vorstellt wie was ablaufen könnte? Und ist das evtl. eine typische weibliche Sichtweise.
    Ja, ich vermute, dass das eher "weiblich" geprägt ist. "Männliche" Gedankenwelten neigen dazu, eher im Moment zu bleiben, nicht so viel vor- und nachzudenken ... aber das ist bloß meine persönliche Erfahrung, vielleicht ist es im Großen betrachtet gar nicht so.

    Ich finde, zwischen "sich vorstellen, wie etwas bestenfalls sein könnte" und "erwarten, dass der beste Fall eintritt", gibt es noch ein ganz schön weites Feld.
    Herumträumen und sich etwas vorstellen bedeutet ja noch nicht, dass ich erwarte - also an den anderen die Forderung stelle - dass es so wird bzw. er dafür sorgt, dass es so eintritt.
    Wenn ich es aber tatsächlich erwarte, dann wird es mMn hakelig. Der andere hat genauso Handlungsfreiheit wie ich selber.
    Klar kann ich kommunizieren "Ich möchte gerne, dass ...", aber der andere ist dann nicht gezwungen, genau das zu tun bzw. meine Erwartung zu erfüllen.

    Und ich persönlich sehe es tatsächlich so, dass eine "abgeschaltete" Erwartungshaltung Enttäuschungen reduziert.
    Ich schaue mir Leute lieber einfach an, ohne Hintergedanken und ohne Erwartungen. Enttäuschung gibt es trotzdem, wenn ich feststelle "das passt aber nicht gut zu mir".
    Spezifische Erwartungen oder sogar Einforderungen im Privatleben (beruflich ist das was anderes) sind nicht meins, dabei fühle ich mich unwohl und übergriffig. Die Worte "Du musst ...." habe ich aus meinem privaten Vokabular gestrichen.

    Und obwohl ich nicht einfordere und auch nicht gezielt erwarte, bekomme ich eine Menge.

    Fakt ist, dass der Herr alles total entspannt sieht, mich mag (das auch geschrieben hat) und einfach geniesst. Mich plagen Selbstzweifel, will ich das, ist das was, lebt es sich besser wenn ich nichts erwarte. Kann ich das überhaupt - nichts erwarten?
    Das erinnert mich heftig an meinen "Umstieg" von Erwartung zu Nicht-Erwartung. Auch bei mir waren es Männer, die so dachten und die mir dieses Genießen im Moment schmackhaft machten, einfach weil sie so tiefenentspannt und seelenruhig dabei waren und ich das für mich selbst erstrebenswert fand.
    War ein recht holpriger und gelegentlich steiniger Weg, aber ich war halt (im Gegensatz zu dir) überzeugt davon, dass das was Gutes ist und von daher hat es sich für mich gelohnt. Es enstand Freiheit und sehr viel Genuss.

    Habt Ihr Tipps wie ich das abstellen kann, etwas zu erwarten. Geht es einem besser?

    Irgendwie finde ich das gerade total doof was ich da geschrieben habe, aber die Gedanken kreisen und kreisen......
    Ich finde gar nicht doof, was du da geschrieben hast. Es beschäftigt dich eben und du überlegst, welchen Weg du einschlagen willst. Was soll daran doof sein?
    Einen echten Tipp habe ich nicht für dich - ich war seinerzeit zum einen, wie schon gesagt, davon überzeugt, dass mir das was Positives bringen kann und auf dem Weg dahin habe ich jedes Mal, wenn ich mich mal wieder beim "Erwarten" erwischt hab, innerlich deutlich "Stopp" gesagt und im Kontakt mit dem/den Mesnchen, von denen ich nichts mehr erwarten wollte, darauf geachtet, dass das Gedankenkarussell möglichst nicht in Fahrt kommt.
    Das habe ich geübt und geübt und geübt, bis es funktioniert hat und bis dato ist noch nicht passiert, das mich zu einem neuerlichen Umdenken bewegt hätte.

  7. User Info Menu

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Hallo!

    Ja, das tiefenentspannte und vertrauensvolle ist genau das was ich lernen möchte.
    Und irgendwie werde ich gerade auch ruhiger weil ich genau diese Ruhe vermittelt bekomme. Zwar leider nur aus der Ferne, da der werte Herr gerade mal wieder beruflichen unterwegs ist. Aber sehr zuverlässig.
    Und das obwohl wir uns wirklich kaum kennen.

    Das mit dem Erwarten ist so eine Sache. Ich finde auch dass man Erwartungen haben darf. Man darf nur nicht die Erfüllung verlangen.

    Ich warte ab und sehe was kommt. Wird schon werden.....

    LG
    Ammernixe

  8. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Ammernixe Beitrag anzeigen
    Ja, das tiefenentspannte und vertrauensvolle ist genau das was ich lernen möchte.
    Nun ja. Verliebtsein und tiefenentspannt abwarten, das geht nun mal nicht zusammen. Wäre doch auch langweilig, oder? Kannst du nicht ein bisschen ... hm ... mehr genießen? Gerade eine noch offene Situation hat doch etwas sehr Reizvolles. Und du musst nicht gleich "nichts erwarten", wenn du ein bisschen taktierst, so lange du nicht weißt, wie ernst es ihm ist.

    Erwarten und einfordern kann man eine Liebesbeziehung natürlich auch nicht, was für ein Quatsch. Man kann sich bemühen. Aber jeder Mensch ist frei, abzulehnen.

    Auch in anderen Beziehungen tut Fordern nicht gut.

  9. User Info Menu

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Hallo Ammernixe,

    ich kenn das Thema auch sehr gut, und ich glaube auch, dass das eher ein Frauending ist. Eine Freundin hat mir mal gesagt, ich solle mal aufhören, im Kopf immer schon ganze Drehbücher zu entwerfen und zu erwarten, dass der andere danach handelt. Da ist schon awas dran. Erwartungen implizieren ja letztich schon eine Erfüllungsforderung, sonst würde man von Wunsch sprechen. Und es ist tatsächlich schwer, sich von dieser Erwartungshaltung freizumachen.

    Mir gelingt es mittlerweile ein bisschen besser, bilde ich mir ein, aber es überkommt mich immer noch. Und zwar dann, wenn ich befürchte, dass mir ein Mensch wichtiger ist als ich ihm bin. Dann werde ich gleich unsicher, nehme jede Nichtreaktion, jedes Nichtmelden als Zeichen von Gleichgültigkeit und fühle mich klein und schäbig. Und dann brüte ich böse Gedanken aus, die ich inzwischen immerhin schon für mich behalte und dem anderen nicht mehr unvermittelt an den Kopf werfe.

    Ein Patentrezept, wie man sich von Erwartungen frei macht, hab ich leider auch nicht. Was hilft, ist Ablenkung, sich nicht zu sehr auf den anderen zu fokussieren, nicht schon vorsorglich alle Termine und Zukunftspläne auf ihn abzustimmen, so nach dem Motto, ich kann mich jetzt die nächsten drei Wochen mit niemandem verabreden, weil x genau dann auch Zeit haben könnte und mich sehen will. Das entspannt schon innerlich, gibt einem das Gefühl, auch ohne x ein erfülltes und glückliches Leben zu haben. Und das macht dann in aller Regel auch attraktiver, als wenn man zum Klammeräffchen mutiert.

    Also locker bleiben, Leben weiterleben und möglichst nicht so viel Gedankenkreisel. Ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber ich glaube, anders geht es kaum.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Ich möchte nicht ohne Erwartungen durchs Leben gehen! Wäre für mich wenig spannend. In jeder Beziehung!

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