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  1. User Info Menu

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Andere Dinge wünsche ich mir, d.h. beruflich und privat sage ich durchaus, was ich gerne hätte, wenn es mir wichtig ist - aber ich knüpfe daran nicht den Anspruch, sie auch zu bekommen. Und ich erwarte von den anderen nicht, dass sie sie erfüllen - hier liegt mMn der Knackpunkt.
    Es gibt den abgedroschenen Spruch von der Freiheit des anderen - ich habe die Freiheit, Dinge zu äußern bzw. mir zu wünschen und die anderen haben die Freiheit, diese abzulehnen und/oder nicht zu erfüllen.
    Das glaube ich mittlerweile auch. Solange ich meine Wünsche nicht äußere, glauben meine Mitmenschen, dass ich mit der aktuellen Situation glücklich und zufrieden bin. Wenn ich etwas sage, haben sie das Recht, es abzulehnen... aber ich habe dann die Möglichkeit, entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ein Patentrezept, wie man sich von Erwartungen frei macht, hab ich leider auch nicht. Was hilft, ist Ablenkung, sich nicht zu sehr auf den anderen zu fokussieren, nicht schon vorsorglich alle Termine und Zukunftspläne auf ihn abzustimmen, so nach dem Motto, ich kann mich jetzt die nächsten drei Wochen mit niemandem verabreden, weil x genau dann auch Zeit haben könnte und mich sehen will. Das entspannt schon innerlich, gibt einem das Gefühl, auch ohne x ein erfülltes und glückliches Leben zu haben. Und das macht dann in aller Regel auch attraktiver, als wenn man zum Klammeräffchen mutiert.

    Also locker bleiben, Leben weiterleben und möglichst nicht so viel Gedankenkreisel. Ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber ich glaube, anders geht es kaum.
    ich habe leider auch keins, und vermutlich gibt es dafür auch keins. aber ich habe, was ablenkungen angeht und dieses ganz-bewusste-auf-sich-selbst-beziehen-konzentrieren, dieses bei-sich-selbst-bleiben, ähliche bisherige erfahrungen gesammelt. das hat mir in meiner vergangenheit schon sehr geholfen und, ich glaube, das gelingt mir immer besser.
    im moment bin ich aber auch dabei, zu lernen, darüber mit der betreffenden person möglichst zeitnah zu reden bzw. lieber zu schreiben (da so besser die möglichkeit zum reflektieren, nachdenken, ... besteht). denn ich habe in meiner vergangenheit oft viel zu lange auf meinen erwartungshaltungen an andere (und auch an mich selbst) und auf den damit einhergehenden unguten gefühlen herumgekaut, manchmal sogar wochenlang, bis ich mal den mund aufgetan habe. dann allerdings des öfteren mit einem vorwurfsvollen unterton ...

    irgendwann einmal will ich mich, was mein privatleben angeht, auch komplett von diesen erwartungen gelöst haben. im moment aber stehe ich da allerdings noch irgendwo inmitten des lernprozesses.
    es gibt z.b. situationen, in denen ich aus einer inneren freude heraus (fast wie ein kind) teilweise sogar sehr viel gebe, ohne jetzt von meinem direkten gegenüber etwas haben zu wollen ... und es funktioniert dann auch sehr gut. es fühlt sich entspannt an und irgendwie auch in-mir-ruhend.
    und dann wiederum gibt es situationen, in denen ich total auf die schnautzn falle. vorallem in meinem unmittelbaren seelenmenschenumfeld. da haben die menschen eine gewisse nähe zu mir erlangt, und da habe ich am meisten zu kämpfen ...

    ich habe mir da über die jahre auch eine kleine "gehilfe" gedanklich zurechtgelegt, die mir, glaube ich, schon recht gute dienste erwiesen hat. diese "gehilfe" hat etwas mit einem dynamischen geben und nehmen zu tun. d.h. egal wem ich etwas gebe, es kommt eigentlich immer irgendwie-irgendwo-von-irgendwem etwas wieder zurück. wie eine art perpetuum mobile? es ist nur nicht berrechenbar/aufrechnend/berechnend, ... darauf muss man sich bei dieser "gehilfe" einlassen können, sonst führt auch dieses unweigerlich zu enttäuschungen.

    ich finde, wichtig bei dieser ganzen sache ist auch, sich selbst zu fragen, wo diese eigenen erwartungshaltungen denn nun ursprünglich herkommen.

    übrigens: sich vorzustellen (in seiner phantasie), wie etwas mit jemand anderem sein könnte (in vorbahnung eines gemeinsamen wochenendes z.b.), führt nach meinen erfahrungen, unweigerlich in der realität zu enttäuschungen.

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    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Ja, das tiefenentspannte und vertrauensvolle ist genau das was ich lernen möchte.
    In manchen Situationen ist dies aber absolut nicht menschlich.

    Mein Ex hat aus Unsicherheit den tiefenenspannten und vertrauensvollen Menschen gespielt mit mäßigen Erfolg!

    Dieses neutrale geht einem mit der Zeit sowas von auf den Keks weil man natürlich merkt das es nur aufgesetzt/erlernt ist aber gewiss nicht das ist was der andere in sich gerade erlebt.

    Ne, so eine Verfälschung seiner selbst ist weder reizvoll noch interessant

  4. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Philma Beitrag anzeigen
    In manchen Situationen ist dies aber absolut nicht menschlich.

    Mein Ex hat aus Unsicherheit den tiefenenspannten und vertrauensvollen Menschen gespielt mit mäßigen Erfolg!

    Dieses neutrale geht einem mit der Zeit sowas von auf den Keks weil man natürlich merkt das es nur aufgesetzt/erlernt ist aber gewiss nicht das ist was der andere in sich gerade erlebt.

    Ne, so eine Verfälschung seiner selbst ist weder reizvoll noch interessant

    ich glaube ja, es geht dabei garnicht darum, sich zu verstellen, sondern darum, irgendwann zu sich selbst zu finden, in sich zu ruhen.

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    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich glaube ja, es geht dabei garnicht darum, sich zu verstellen, sondern darum, irgendwann zu sich selbst zu finden, in sich zu ruhen.
    Das passiert aber wenn ganz von selbst und gewiss nicht von heute auf morgen!
    Das ist meiner Meinung nach auch wieder ein Prozess von Jahren zu dem man sich einfach hinentwickelt im Laufe der Zeit

  6. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Zitat Zitat von Philma Beitrag anzeigen
    Das passiert aber wenn ganz von selbst und gewiss nicht von heute auf morgen!
    Das ist meiner Meinung nach auch wieder ein Prozess von Jahren zu dem man sich einfach hinentwickelt im Laufe der Zeit
    logisch. ;) nichtsdestotrotz kann es doch eins der lebensziele eines menschen sein. oder? das bedeutet ja nicht automatisch, dass man nur so tut als ob. also, was mich selbst angeht, jedenfalls nicht. im gegenteil, ich versuche eigentlich immer autentisch zu sein. in privaten situationen jedenfalls meist ... auch wenn das bedeutet, sich so auszuhalten, wie man eigentlich nicht sein möchte, wie man sich nicht mag. und vielleicht stellt man unterwegs im leben dann ja auch fest, hoppala, es geht eher darum, sich so anzunehmen, wie man eben ist ... und dann wirds irgendwie auch entspannt?

    aber ich schweife ab.

  7. Inaktiver User

    AW: Wer nichts erwartet wird auch nicht enttäuscht - funktioniert das?

    Ja, das funktioniert, wenn man sich selbst so gut im Griff hat.
    Die Frage ist allerdings, ob man sich damit dann auch wohlfühlt.

    Erwartungen sind ja nichts Schlimmes.
    Mensch darf Erwartungen an andere Menschen haben, wenn diese anderen Menschen ihnen das zugestehen.
    Und dieses Zgeständnis gibt jede/r mindestens implizit, wenn eine nähere menschliche Bezehung entsteht oder entstehen soll.

    Aber die Erlaubnis, eine Erwartung an jemanden haben zu dürfen, ist eben nicht dasselbe, wie das Versprechen dieses Jemand, die Erwartung auch zu erfüllen.

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