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  1. User Info Menu

    Sich selbst lieben

    Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Weg, auf dem ich lernen kann, mich selbst zu lieben. Frei nach dem Motto:

    >> Nur wer sich selbst liebt, kann erwarten geliebt zu werden. <<

    Nach einiger Netzrecherche habe ich jetzt meine ersten beiden Punkte gefunden, die mir hoffentlich helfen:

    >> Du darfst so sein, wie du bist und so wie du bist, bist du o.k. <<
    >> Dir geht's nur so gut, wie du gelernt hast, dich um dich selbst zu sorgen. <<

    Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich nicht weiterentwickeln kann oder zum Egoisten wird, aber mir helfen solche Sätze (im Hinterkopf) immer.

    Mich würde interessieren, ob Ihr auch auf dem Weg seit, Euch selbst zu mögen oder diesen Weg bereits gegangen seit und was Euch geholfen hat bzw. wie Ihr es erreicht habt.
    Geändert von Schmetterlingsraupe (10.02.2013 um 23:19 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Sich selbst lieben

    mir hat auf jeden fall bestätigung von außen geholfen, freunde, partner...

    außerdem tagebuch schreiben und später lesen, was und wie ich geschrieben habe. da mag ich mich immer.

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    AW: Sich selbst lieben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mir hat auf jeden fall bestätigung von außen geholfen, freunde, partner....
    Aber ich denke, gerade darum geht es ja eben nicht! Der Wunsch, die Fähigkeit zur Selbstliebe zu entwickeln kommt ja oft daher, dass man von Außen "nicht genug" bekommt oder sich abhängig macht von den Meinungen und Bewertungen anderer über mich. Sich selbst zu lieben und anzunehmen soll bedeuten, davon unabhängiger zu werden und ein stabiles Selbstwert- und Persönlichkeitsgefühl zu entwickeln, das auch noch bestehen bleibt wenn ich auf jemanden treffe, der mich vielleicht total doof findet

    Ich beschäftige mich auch viel mit dem Thema, besonders weil ich oft merke, dass ich mich zu sehr von den Meinungen anderer über mich beeinflussen lasse bzw. dass es mir oft viel zu wichtig ist, was andere über mich denken und dass ich das dann über meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse stelle. Mir hilft es sehr, regelmäßig zu meditieren. Dort lernt man nach und nach, eigene Gedankenmuster überhaupt erstmal wahrzunehmen und sich dann aber nicht damit zu identifizieren - das ist schon einmal eine große Erleichterung. Außerdem führe ich seit ein paar Monaten sehr konsequent eine Art Tagebuch - jeden Abend vorm Schlafengehen schreibe ich drei Dinge auf, für die ich an diesem Tag dankbar sein kann und ich reflektiere meine Stimmung über den Tag hinweg. Ich merke, dass mir das hilft, mich selbst besser wahrzunehmen.

    Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter

  4. Inaktiver User

    AW: Sich selbst lieben

    Ich finde, das kann man sich gar nicht vornehmen.
    Es liest sich auch kindisch.

  5. Inaktiver User

    AW: Sich selbst lieben

    Zitat Zitat von Schmetterlingsraupe Beitrag anzeigen
    Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Weg, auf dem ich lernen kann, mich selbst zu lieben. Frei nach dem Motto:

    >> Nur wer sich selbst liebt, kann erwarten geliebt zu werden. <<
    Wenn Du so rangehst, ist m.E. das ganze "Unterfangen" zum Scheitern verurteilt- weil es berechnend ist. Geliebt zu werden kann man prinzipiell niemals erwarten.
    Es ist und bleibt ein Geschenk.

    Und ich halte es für eine absolute Illusion, dass es möglich ist, vollkommen unabhängig zu sein von der positiven Rückmeldung anderer Menschen.

    Wie aber kann man es lernen?
    Mir gelingt es, indem ich mich immer wieder daran erinnere, nicht perfekt und vollkommen sein zu müssen.
    Und zwar ganz direkt in Momenten, in denen ich mich dabei ertappe etwas zu fühlen oder zu tun, was "negativ" belegt ist und allgemein verurteilt wird. ("macht man nicht")

  6. Inaktiver User

    AW: Sich selbst lieben

    Zitat Zitat von tulpensalat Beitrag anzeigen
    Aber ich denke, gerade darum geht es ja eben nicht! Der Wunsch, die Fähigkeit zur Selbstliebe zu entwickeln kommt ja oft daher, dass man von Außen "nicht genug" bekommt oder sich abhängig macht von den Meinungen und Bewertungen anderer über mich. Sich selbst zu lieben und anzunehmen soll bedeuten, davon unabhängiger zu werden und ein stabiles Selbstwert- und Persönlichkeitsgefühl zu entwickeln, das auch noch bestehen bleibt wenn ich auf jemanden treffe, der mich vielleicht total doof findet
    die te hat gefragt, was bei der selbstliebe-entwicklung geholfen hat, und darauf habe ich geantwortet. und mir hat die bestätigung von außen eben geholfen.

    meiner meinung nach ist der mensch ein gesellschaftswesen, und es ist ein irrglaube, man könne ganz allein aus sich heraus sich selbst lieben. ok, vielleicht, wenn man auf einer einsamen insel lebt. dann ist es ja egal, was andere denken, weil man auch gar keinen kontakt braucht. aber wenn ich mit anderen menschen beziehungen haben möchte, muss ich mich auch ein stück in die abhängigkeit begeben.

    wichtig finde ich noch, wenn man positive rückmeldung bekommt, das auch zu glauben.

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    AW: Sich selbst lieben

    Hallo Raupe!

    Als ich ganz bewusst festgestellt habe, dass ich mich nicht liebe, war das der erste Schritt zur Selbstliebe.

    Es war mir vorher schon klar, dass ich nicht super liebevoll mit mir umgehe etc. pp., aber der Entschluss, aktiv etwas für meine Selbstliebe zu tun, kam erst recht spät.


    Zitat Zitat von Schmetterlingsraupe Beitrag anzeigen

    >> Nur wer sich selbst liebt, kann erwarten geliebt zu werden. <<

    >> Du darfst so sein, wie du bist und so wie du bist, bist du o.k. <<
    >> Dir geht's nur so gut, wie du gelernt hast, dich um dich selbst zu sorgen. <<
    Zum Ersten: Gehe an die Sache nicht mit der Erwartung heran, von anderen geliebt zu werden. Das funzt nicht. Es stimmt zwar, dass, wer sich selbst liebt, auch zurück-lieben kann, aber behalte den Fokus auf Dich (dann läuft alles andere von selbst).

    Zum Zweiten: Jup, stimmt. Aber mach das mal so wirklich! Du wirst schnell an Deine Grenzen und Glaubenssätze/Muster stoßen

    Zum Dritten: Stimmt auf jeden Fall, zumindest konnte und kann ich das bei mir beobachten.

    Mir hat geholfen: die Beschäftigung mit dem inneren Kind und gleichzeitig dem inneren Erwachsenen. Dann noch der Glaube an mich selbst und an "Jemanden da oben" und der Austausch mit Freunden und auch Therapeutin.

    Ich habe außerdem festgestellt, dass dieses Thema verstandesmäßig nicht umzusetzen ist. (Selbst)Liebe ist nur fühlbar, nicht erklärbar. Wenn Du irgendwann im Bett/auf der Couch liegst, intensiven Kontakt zu deinem Inneren hast und die Liebe in Dir spürst, wie sie fließt und wie sie heilt, dann bist Du schon dicht dran. Diese intensiven Momente allein bewirken auch im Außen eine Veränderung: besser Grenzen zu ziehen, zu gehen, wenn einem was missfällt, zu bleiben, wo man früher Angst hatte und weglief etc. pp. Du merkst irgendwann, was Dir WIRKLICH gut tut, Dich weiter bringt, und dann handelst Du danach. Das ist für mich Selbstliebe. Und auch Dein Umfeld wird sich verändern und Dir wird Respekt und Anerkennung entgegengebracht. Freundschaften sind dann echte Freundschaften: tief, liebevoll und einfach schön.

    Es sind viele kleine Schritte, und es hört nie auf, aber es lohnt sich, macht Riesenspaß und bereichert das Leben sehr!

    Viel Glück! (und Liebe!)
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

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    AW: Sich selbst lieben

    Hallo zusammen,

    sehr interessantes Thema!

    Ich beschäftige mich auch seit geraumer Zeit mit der Thematik, sowohl mit Hilfe einer Therapie als auch mit lesen, lesen, lernen...

    Ich habe mal eine Frage an Euch...
    Woher wisst Ihr denn das ihr Euch selbst nicht liebt? Also woran macht ihr das fest?

    Klar Bedürfnisse nicht durchzusetzen, keine Grenzen ziehen, Angst vor dem Verlassenwerden, Angst vor Zurückweisung.. das kenn ich auch alles von mir..

    Habt Ihr das in allen/vielen Lebensbereichen oder nur in einem Bereich?
    Bei mir geht es nur um den Partnerschaftlichen Bereich, da ist grad wieder mal eine Beziehung gescheitert..

    Ach und noch etwas.. Denkt Ihr "sich selbst zu lieben" hat auch etwas mit den "Nähe-Distanz-Verhältnis" in Beziehungen zu tun?

    Obwohl ich eigentlich dachte - ich hätte mitllerweile was draus gelernt...

    LG Sunnwell
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

  9. User Info Menu

    AW: Sich selbst lieben

    Vielen Dank für die vielen interessanten Antworten.

    Besonders hat mich die Aussage zum Nachdenken gebracht, dass man an die Sache nicht (nur) kognitiv herangehen sollte.

    Was macht man denn, wenn jemanden liebt? Man investiert Zeit, Geld, Gefühle und Energie für diese Person. Wer sich selbst liebt, müsste dies auch für sich selber tun. Ich habe festgestellt, dass ich fast nichts für mich tue und mir vorgenommen das zu ändern.

    Auf vielen Webseiten zu diesem Thema wird ja die Bibel mit

    >> Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst. <<

    zitiert, den ich vorher immer nur auf andere bezog, nie auf mich.

  10. User Info Menu

    AW: Sich selbst lieben

    Hmmmm...
    Also was mir aufgefallen ist, das ich oft Sachen mache auf die ich keine Lust habe.
    Klar das das manchmal so ist und man Sachen machen muss auf die man keine Lust hat, aber ich tu das oft bei Freunden, Ausgehen, Unternehmungen.. Weil ich Angst habe, das ich jemanden vor den Kopf stoße, das ich dann nicht gefragt werde wenn ich mal absage, oder als langweilig erscheine, etc.

    Das habe ich mir auch fest vorgenommen zu ändern, ab sofort.

    Ich glaube das ist kein leichter Weg, weil ich das seit Jahren so mache, das ich wenn ich gefragt werde, sollen wir das und das machen noch nicht mal genau sagen kann ob ich darauf Lust habe oder nicht.
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

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