DANKE Monika!
Da hast Du auch ein Problem von mir erkannt :-)
Ich sage häufig zu und wenn ich dann merke das ich am Tag selbst keine Lust mehr habe, dann trau ich mich nicht wieder abzusagen. Deinen Tipp habe ich mir fest vorgenommen!
Das mit dem Authentisch sein.. das beschäftigt mich sehr. Mein Ex meinte zu mir, das ich zu Anfang der Beziehung so anders war und er sich Quasi dann gewundert hat, als ich dann in meinem Fall mit der Zeit immer "weicher" wurde. Ich glaube das hängt auch damit zusammen. Natürlich ist man am Anfang einer Beziehung etwas zurückhaltender und auch "kühler" aber bei mir ist das wohl sehr extrem und wird dann natürlich besser.
Ich würde es mal so beschreiben, man hat Lust auf ein Croissant geht zum Becker, da liegt es, sieht super aus, man kauft es beißt rein und es schmeckt nach Frikadelle. Klar man mag auch Frikadellen gern, aber eigentlich wollte man ja lieber ein Croissant! Ich glaube so ging es ihm...
Authentisch sein!
Ich haue oft einen raus, sage immer meine Meinung.. aber vergesse manchmal auch meine weiche Seite zu zeigen...
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Ergebnis 21 bis 30 von 33
Thema: Sich selbst lieben
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13.02.2013, 07:34
AW: Sich selbst lieben
Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!
Liebe ist nix für Feiglinge!!!
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13.02.2013, 07:35
AW: Sich selbst lieben
Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!
Liebe ist nix für Feiglinge!!!
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13.02.2013, 07:54
AW: Sich selbst lieben
Liebe Fly

Das drüber nachdenken und erkennen ist schon nicht leichtdas ist auch am Anfang echt nicht einfach! In der Mitte auch nicht! Am Ende - weiß ich nicht!

Willkommen im Club! So ist es bei mir auch. Der dollste Liebeskummer der Welt und das nicht zum ersten Mal. Ich bin auch wie Du in Therapie und wir kauen auch das Vater-Thema durch und das Innere Kind. Ich finde das allerdings sehr schwierig. Ich bin mittlerweile so weit das ich verzeihen kann, meinen Eltern. Nicht vergeben aber verzeihen. Nur irgendwie klappt das mit der Selbstliebe trotzdem nicht. Es ist immer noch genau das:Ich stand vor drei Jahren nach gescheiterter Beziehung und dem dollsten Liebeskummer überhaupt in meinem Leben vor der Entscheidung, entweder mir ständig so blöden Liebeskummer abzuholen oder etwas zu tun. Ich war damals glücklicherweise in einer Therapie, sodass wir recht schnell an mein Vater-Thema kamen und auch an das innere Kind (ich hatte vor Jahren auch versucht, mit dem inneren Kind zu beschäftigen, aber keinen Zugang gefunden. So wie Du habe ich auch keine Liebe gespürt).
Obwohl ich zum Beispiel ein gutes Selbstbewusstsein habe, würde ich mal sagen. Ich finde mich super, ich kenne meine Stärken, ich kenne meine Schwächen, ich weiß das manche Dinge aus der Vergangenheit nie wieder zu ändern sind, aber ich kann damit Leben mit dem richtigen Partner an meiner Seite. Ich schätze ich habe mir auch unbewusst die falschen rausgesucht. Wenn ich zurückblicke ja dann waren das alles Kandidaten die keine richtige Nähe zulassen konnten, wollten die sehr Freiheitsliebend waren, tja und ich habe dann so getan als hätte ich damit kein Problem, habe mich verstellt aus Verlustangst und der Teufelskreis zog seine Bahnen.Was da war, waren: Angst, Schmerz, Trauer, auch Wut, Selbstzweifel. Und das ordentlich.
Das traurige ist.. ich hatte das schon vor meiner letzten Beziehung erkannt... nach 2 Jahren Thera..und zack habe ich wieder den gleichen Typus Mann, die gleichen Fehler gemacht. Derzeit bin ich auf auf mich selbst sauer irgendwie...
Ich übe mich noch! Aber ich finde das auch verdammt schwer, wenn die Trauer, Schmerz, Angst kommen sie anzuschauen, willkommen zu sagen, sie anzunehmen und dann weiterzuschicken. Ich bin so ungedulig.. Ich war so lange innerlich unzufrieden mit mir selbst, meiner Partnerschaft, ich mag nicht mehr...Wie gesagt, ich war in einer Therapie, ich habe keine Ahnung, ob man da auch alleine ran kann - und vor allen Dingen kommt. Ich bin mit Thera-Hilfe ganz tief rein in die kindlichen Gefühle gegangen, habe im Alltag meinen Schmerz, die Angst, Trauer usw. angenommen. Wahrscheinlich zum ersten Mal bewusst. Das ist eine Übungssache, wiederholt sich immer wieder, auch jetzt. Die unangenehmen Gefühle gehen ja nicht komplett weg. Nur das Umgehen damit wird leichter mit der Zeit. Oder auch das wieder Aufstehen, Krönchen richten und weiter gehen.
Ich denke auch oft das es für meine letzte Beziehung vielleicht noch zu früh war. Drum bin ich wieder in alte Muster gefallen. Und ja es ging auch bei mir schief, nach zwei Jahren. Er hat mich verlassen. Es hat auch nicht gepasst, aber das habe ich rückblickend gesehen, schon viel früher gemerkt, wollte es aber wohl nicht wahrhaben, habe festgehalten und gekämpft und so viel Energie da rein gesteckt.. die hätt ich mal lieber für mich selbst aufwenden sollen.. Denn jetzt steh ich wieder da mit gebrochenem Herzen und am Ende meiner Kraft!In den drei Jahren habe ich mich nicht wirklich mehr auf einen Mann eingelassen (bis auf ein paar Flirts), erst kurz vor Weihnachten jetzt wieder. Das ging zwar leider schief, aber ist okay für mich, da einiges nicht gepasst hat.
Ja das könnte eine Erklärung sein. Und beim Job, da weiß ich einfach was ich kann, wie gut ich bin, wie viel ich mir zumuten kann, hier habe ich kein Problem Grenzen zu ziehen. Weil ich weiß das ich trotzdem geschätzt werde, vielleicht sogar genau aus dem Grund, weil ich eben "straight" bin.Zum Unterschied Beziehung und Freunde/Beruf: Ich glaube, dass eine intime Beziehung viel mehr verletzte kindliche Gefühle hochholt (die da möglicherweise schon seeeehr lange verschüttet liegen) als eine Freundes-Beziehung oder der Job. In einer Beziehung geht es an's Eingemachte. Da fängt der Spaß erst wirklich an!
Ich glaube Du bist auf einem sehr guten Weg Happy_Fly ich habe Dich früher schon mal hier gelesen.. und wenn ich mich recht erinnere, hast Du eine super Entwicklung hingelegt. Jetzt heißt es nur, all das gelernte auch umzusetzen, sich gegen die Gewohnheiten zu wehren. Und eben das:Ich rede mal so salopp daher, wenn es bei mir denn mal wieder ernst werden sollte für einen längeren Zeitraum, das wird die Nagelprobe für mich
nicht mehr zu tun. Eine Beziehung kann scheitern, und es ist ja grundsätzlich gut das man den Dingen eine Chance gibt. Was es gilt, ist zu erkennen wenn einem die Beziehung nicht gut tut und dann loszulassen, die Augen aufzumachen und nicht zu verschließen. Aber wenn halt einmal Gefühle im Spiel sind, dann ist das alles nicht mehr so einfach.. ich weiß...Was mir persönlich bei der Selbstliebe am wichtigsten ist, dass ich mich nicht mehr in ungute Beziehungskonstellationen begebe. Aber für's Leben ausgelernt hab ich auch noch nicht, ich übe schon noch jeden Tag...
Das hast Du doch gut gemacht Fly! Du hast erkannt das Du keine Lust auf mehr Action hast und hast Dich um Dich gekümmert.. So sollte das im Idealfall sein...So wie heute - ich hatte richtig miese Laune. Hab sie angenommen, einen Freund kurz noch einen Gefallen getan mit dem Hinweis, mir ist heute nicht nach sehr viel mehr Action. Hat er verstanden. Dann habe ich in der Wohnung gerackt. Um die Kätzchen gekümmert, gestriegelt und beschmust und dann ordentlich gegessen, mich selbst beruhigt usw. Das sind für mich alltägliche Kleinigkeiten der Selbstliebe. Hier die eigenen Bedürfnisse erkennen und umsetzen - dann sollte das später auch in Beziehungen jeglicher Art klappen.
Eine Überlegung habe ich da allerdings noch.. Wo ist die Grenze?
Mein Expartner z.B. war sehr egoistisch, ich würde sagen der hat die Selbstliebe im Extrem zelebriert, ohne Kompromissbereitschaft. Sollte ich jetzt sagen: Super, der macht es richtig! Macht nur wozu er Lust hat.. ??? Dann könnte man aber ja irgendwie keine Partnerschaft führen, denn ist wohl selten der Fall, das beide zufällig immer auf das gleiche Lust haben, sich sehen, dies und jenes zu Unternehmen, das zu essen..
Weißt Du was ich meine???
LG und vielen lieben Dank für Deine Beiträge.. ich erkenne mich sehr wieder..
Ich hoffe Schmetterlingsraupe, auch wenn wir jetzt was vom Thema abgekommen ist, kannst Du ein paar Anregungen mitnehmen!
SunnwellVon nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!
Liebe ist nix für Feiglinge!!!
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13.02.2013, 09:16Inaktiver User
AW: Sich selbst lieben
OT
Geändert von Inaktiver User (17.02.2013 um 14:41 Uhr)
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13.02.2013, 11:34
AW: Sich selbst lieben
Man kann sich nicht einfach vornehmen, sich selbst zu lieben.
Denn man hatte ja bisher Gründe dafür, es nicht zu tun. Es war bisher keine Selbstverständlichkeit.
Die meisten Menschen, die sich selbst nicht lieben, sehen sich mit übertrieben kritischen Augen.
Sie behandeln sich nicht selbst wie einen guten Freund, den sie gern haben, sondern so wie eine unpädagogische Gouvernante früher ein "ungezogenes" Kind behandelt hat, an dem es noch jede Menge zu verbessern und zu reglementieren gibt. Da wird ständig an sich herumkritisiert, es werden Maßstäbe angelegt, die man nur schlecht erfüllen kann, da gibt es nie ein Lob, denn Selbstlob ist ja bäh - das innere Fräulein Rottenmeier macht uns das Leben sauer.
Wir müssen erst einmal aufhören, uns mit einem so überkritischen Blick zu betrachten, und wir müssen die Maßstäbe hinterfragen, denen wir uns unterwerfen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess, der immer wieder eingeübt und verstärkt werden muss. Manche schaffen das nicht ohne psychotherapeutische Hilfe, weil ihr inneres Fräulein Rottenmeier schon vor Jahren die Herrschaft über ihr gesamtes Selbstbild übernommen hat und fest im Sattel sitzt.
Dieses innere Fräulein Rottenmeier kann übrigens auch sehr reale Ursprünge haben, z.B. Eltern, denen man nie etwas recht machen konnte, die zu wenig gelobt und zuviel gemeckert haben, die lieblos und verständnislos waren gegenüber den eigenen individuellen Eigenheiten etc.. Man hat das als Selbstbild übernommen, was sie aus der Behandlung der Eltern ergeben hat - nämlich ein wenig bis nicht liebenswertes Kind zu sein.
Außerdem ist es wichtig, sich selbst ernst zu nehmen, sich der eigenen Vorlieben und Abneigungen bewusst zu werden, sich nicht mehr von anderen beeinflussen zu lassen und die eigenen Grenzen setzen und verteidigen zu können. Dazu gehört auch, dass man sich von Menschen innerlich distanziert, die einen nicht ausreichend zu schätzen wissen, und dass man nicht versucht, ausgerechnet von denen Zuwendung zu bekommen.
Selbstliebe ist untrennbar verbunden mit Selbst-bewußtsein und Selbst-respekt.
Eigenlob ist völlig in Ordnung (so lange man nicht ständig andere darauf hinweist, wie toll man ist), und ein gewisser Egoismus ist nötig und legitim, um die eigenen Interessen zu verfolgen. Denn wenn wir diesen Job nicht selbst übernehmen, wird das kein anderer für uns tun - bzw. es ist unselbständig und naiv, das von anderen zu erwarten. Das Leben ist kein Ponyhof.
Kluge Menschen suchen zuerst nach Lösungen, die sowohl ihren eigenen Interessen als auch denen ihres Gegenübers gerecht werden. Und wenn das nicht funktioniert, ist es völlig legitim, dass einem die eigene Hose näher ist als die Jacke des Gegenübers. Altruisten werden nicht belohnt, auch wenn sie insgeheim drauf warten - sie werden eher nicht ernst genommen und ausgenutzt.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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13.02.2013, 11:49
AW: Sich selbst lieben
Hallo Latona,
vielen Dank für Deinen Post.. Er klingt sehr einleuchtend für mich!
Aber bei dem zitierten Absatz hänge ich schon wieder an der Frage wo die Grenze ist, seinen eigenen Interessen gerecht zu werden, was ja dann ein Ausdruck von Selbstliebe ist.. und Kompromisse einzugehen bzw, auch die Interessen des gegenübers wahrzunehmen. Insbesondere in der Partnerschaft. Ich denke es ist höchstselten der Falle das beide Seiten, genau zur gleichen Zeit die gleichen Interessen haben. Bis wohin denke ich an also erst mal an mich...
Als Beispiel: Ein Event/Familienfeier etc. wo der Partner weiß das mir wichtig ist, das er mit hingeht, wo ich ihn gerne an meiner Seite hätt... Der Partner hat aber eigentlich gar keine Lust weil er lieber XY machen würde.
Oder anderes Beispiel: Jeder hat seine Hobbys z.B. Sport beide machen das total gern. Der eine findet aber das Maß Sport und gemeinsame Zeit unter einen Hut zu bringen. Der andere aber z.B. kann nicht mal auf seinen Sport verzichten um mehr Zeit zu haben. Macht derjenige jetzt das wozu er Lust hat und liebt sich demnach selbst, oder wäre da nicht ein eigentlich ein entgegen kommen das richtige.
Ich hoffe ich konnte das hier ein bisschen verdeutlichen, worauf ich hinaus will?
LGVon nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!
Liebe ist nix für Feiglinge!!!
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13.02.2013, 18:52
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13.02.2013, 22:18
AW: Sich selbst lieben
Hey sunnwell,
Finde ich gut, dass ihr in der Thera auch das Vater-Thema und innere Kind habt... Es geht aber nicht von jetzt auf gleich, leider. Vergeben z. B. kannst Du dann, wenn Du einen tiefen Frieden in Dir hast... Dich auch emotional abgenabelt hast. Dich nicht mehr als Opfer siehst (Louise L. Hay hat dazu schöne CD's und Bücher, bei denen man seine Eltern als Kind sehen kann und dass sie ursprünglich auch rein und arglos waren und selbst zum Opfer wurden.. dieses Opfer-Ding zieht sich durch die Generationen und wird immer weiter gegeben...).
So einfach es klingt, sich selbst zu lieben, wenn man es nicht gelernt hat oder es verlernt hat, ist es eben nicht einfach.
Mir hat in schlimmen Phasen der Gedanke geholfen, dass ich DA SEIN darf. Auf dieser Welt.
Und seitdem ich meine schlechten Phasen/Gefühle annehme, weiß ich, dass mich diese nicht umbringen oder zu einem schlechten Menschen machen. Sie haben ihre Berechtigung. Sie sich anzuschauen löst sie praktisch auf. Aber auch das dauert, braucht Übung und Geduld.
Nach dem Miese-Laune-Tag gestern war es heute ein sehr schöner Tag, ich habe wieder viel positive Energie gespürt. Da freue ich mich sehr drüber.
Schätzelein, meinst Du nicht, du kannst mit Deinen Schwächen und Deiner Vergangenheit leben, auch ohne den richtigen Partner an Deiner Seite?Obwohl ich zum Beispiel ein gutes Selbstbewusstsein habe, würde ich mal sagen. Ich finde mich super, ich kenne meine Stärken, ich kenne meine Schwächen, ich weiß das manche Dinge aus der Vergangenheit nie wieder zu ändern sind, aber ich kann damit Leben mit dem richtigen Partner an meiner Seite. Ich schätze ich habe mir auch unbewusst die falschen rausgesucht. Wenn ich zurückblicke ja dann waren das alles Kandidaten die keine richtige Nähe zulassen konnten, wollten die sehr Freiheitsliebend waren, tja und ich habe dann so getan als hätte ich damit kein Problem, habe mich verstellt aus Verlustangst und der Teufelskreis zog seine Bahnen.
Das ist der kleine, aber feine Unterschied: Nicht sich selbst lieben wollen, um DEN richtigen Partner zu finden. Sondern um sich selbst lieben um seiner (Deiner, meiner) selbst willen.
Lass erst einmal Nähe zu Dir selbst zu... das andere kommt!
Ich selbst bin jahrelang der Männer-Liebe hinterher gelatscht. Jetzt latschen mir die Männer mit ihrer Liebe hinterher (überspitzt gesagt
) Ich bekomme oft zu hören, dass ich "leuchte". Aber das von Frauen... Heute habe ich (meistens) Spaß am Leben. Klar, auch strapaziöse Zeiten... Aber das Grundvertrauen ist gewachsen.
Bei dem Sauer-Sein guck noch mal richtig hin. Da ist was...Das traurige ist.. ich hatte das schon vor meiner letzten Beziehung erkannt... nach 2 Jahren Thera..und zack habe ich wieder den gleichen Typus Mann, die gleichen Fehler gemacht. Derzeit bin ich auf auf mich selbst sauer irgendwie...
Versuche mal nur zu "sein". Auch wenn Angst, Trauer etc. kommen. Nix willentlich steuern. Nur sein. Zulassen. Kleine Schritte auch hier, der Kopf wird sich immer wieder einschalten. Aber wenn Du bewusster Deine Gefühle wahrnimmst, gibt das im Nachhinein eine Menge Energie für die nächsten Aufgaben.Ich übe mich noch! Aber ich finde das auch verdammt schwer, wenn die Trauer, Schmerz, Angst kommen sie anzuschauen, willkommen zu sagen, sie anzunehmen und dann weiterzuschicken. Ich bin so ungedulig.. Ich war so lange innerlich unzufrieden mit mir selbst, meiner Partnerschaft, ich mag nicht mehr...
Wenn ich am Ende meiner Kraft bin, und das passiert aus den verschiedensten Gründen, igele ich mich so weit es geht ein. Ich gehe zur Arbeit, ja. Gehe mit Freunden aus, ja. Mache schöne Dinge, ja. Schreibe hier, ja. Aber nehme mir viel mehr Zeit als sonst für die "Innenpflege". Konkret hänge ich dann halt mal auch nur rum, mache das, worauf ich Bock habe, lass mir keinen zusätzlichen Stress auflegen. Träume vor mich hin, lese ganz viel, höre Musik, schlaue CD's usw. Und irgendwann kommt der Punkt, da geht es wieder aufwärts.Denn jetzt steh ich wieder da mit gebrochenem Herzen und am Ende meiner Kraft!
Theoretisch könntest Du von dem "Straight" auch was in Dein Privatleben rübernehmen... theoretisch...Ja das könnte eine Erklärung sein. Und beim Job, da weiß ich einfach was ich kann, wie gut ich bin, wie viel ich mir zumuten kann, hier habe ich kein Problem Grenzen zu ziehen. Weil ich weiß das ich trotzdem geschätzt werde, vielleicht sogar genau aus dem Grund, weil ich eben "straight" bin.
Bei mir ist es gerade andersrum... vom Straigh-Privat in Straight-Beruf. Tja...
KlarIch glaube Du bist auf einem sehr guten Weg
Aber es hört nicht auf.... Will ich auch gar nicht, dass es aufhört. Leben ist jetzt, in diesem Moment. Wenn man sich das mal wirklich bewusst macht, wird es leichter.
Mein Ex war auch sehr egoistisch. So musst Du nicht werden, um Dich selbst zu liebenEine Überlegung habe ich da allerdings noch.. Wo ist die Grenze?
Mein Expartner z.B. war sehr egoistisch, ich würde sagen der hat die Selbstliebe im Extrem zelebriert, ohne Kompromissbereitschaft. Sollte ich jetzt sagen: Super, der macht es richtig! Macht nur wozu er Lust hat.. ??? Dann könnte man aber ja irgendwie keine Partnerschaft führen, denn ist wohl selten der Fall, das beide zufällig immer auf das gleiche Lust haben, sich sehen, dies und jenes zu Unternehmen, das zu essen..
Weißt Du was ich meine???
Sich liebnede oder auch liebevolle Menschen sind glaube ich sehr kompromissbereit, wenn es ihnen nicht schadet, sondern wenn sie merken, dass es z. B. der Allgemeinheit nützt oder einem Menschen hilft. Sie machen sich da keine Gedanken drum, weil ihre Intuition sehr gut ist und ihre Grenzen ihrem momentanen Leben entsprechen.
Herrje, ich fang das Philosophieren an. Ich hör mal lieber auf
Katzen wollen auch noch kurz bespaßt werden...
Gute Nacht!
fly„Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“
(Peter Kuznic, kroatischer Theologe)
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14.02.2013, 08:46
AW: Sich selbst lieben
Ich hoffe wir sprengen den Thread von Schmetterlingsraupe hier nicht zu sehr

Wenn doch bitte melden
Aber vielleicht kann ja der ein oder andere auch Tipps für sich entdecken!
Danke für den Tipp mit den CD´s! Ich glaube im Grunde ist es fast immer "Das innere Kind" oder die Erfahrungen die die in der Kindheit gemacht wurden. Wie Latona auch schon schrieb, da liegt die Wurzel des "sich selbst nicht lieben"...Finde ich gut, dass ihr in der Thera auch das Vater-Thema und innere Kind habt... Es geht aber nicht von jetzt auf gleich, leider. Vergeben z. B. kannst Du dann, wenn Du einen tiefen Frieden in Dir hast... Dich auch emotional abgenabelt hast. Dich nicht mehr als Opfer siehst (Louise L. Hay hat dazu schöne CD's und Bücher, bei denen man seine Eltern als Kind sehen kann und dass sie ursprünglich auch rein und arglos waren und selbst zum Opfer wurden.. dieses Opfer-Ding zieht sich durch die Generationen und wird immer weiter gegeben...).
Hm, da hast Du mich zum nachdenken gebracht. Ich glaube ich denke tief in mir drin das ich es nicht schaffe mit schweren Situationen umzugehen, ich trau mir das im Grunde selbst nicht zu. Ich hatte eine ganz üble Trennung vor vier Jahren, da bin ich ziemlich "abgekackt" um ehrlich zu sein. Mein erster Gedanke als mein jetziger EX sich getrennt hat war "Oh Gott hoffentlich schaffe ich das, hoffentlich gehts mir nicht nicht wieder so schlecht".. das ist schon irgendwie bezeichnend. Wo hingegen ich 2011 eine Diagnose einer schweren Krankheit bekommen habe, wo ich irgendwie für meine Verhältnisse sehr ruhig und besinnt geblieben bin. Da schaffe ich das aber eine Trennung wirft mich aus der Bahn.Und seitdem ich meine schlechten Phasen/Gefühle annehme, weiß ich, dass mich diese nicht umbringen oder zu einem schlechten Menschen machen. Sie haben ihre Berechtigung. Sie sich anzuschauen löst sie praktisch auf. Aber auch das dauert, braucht Übung und Geduld.
Ich weíß wo es her kommt. Mein Vater hat meine Mum verlassen als ich grad geboren war, schon in Ihrer Schwangerschaft hatte er eine geliebte. Als er dann weg war, hat meine Mum angefangen zu trinken und hatte zwei Nervenzusammenbrüche. Ich glaube ich habe von klein auf gelernt "Männer hauen ab und Frauen kommen nicht klar mit der Trennung". Manchmal denke ich wenn meine Mum (sie konnte es damals nicht besser) die Trennung besser verkraftet hätte, hätte ich jetzt nicht solche Angst vor diesen Momenten.
Da freu ich mich auch für Dich. Meist ist es ja wirklich so wenn ein besonders schlechter Tag war, ist der nächste umso positiver, aber leider auch oft andersrum.Nach dem Miese-Laune-Tag gestern war es heute ein sehr schöner Tag, ich habe wieder viel positive Energie gespürt. Da freue ich mich sehr drüber.
Doch doch, so meinte ich das gar nicht. Ich wollte eher sagen, das ich meine Schwächen kenne und meine Vergangenheit und das ich WENN einen Partner brauche der damit umgehen kann. Mein jetziger EX konnte das nicht. Das waren zu viele Probleme, ich glaub er war überfordert. Ich werde nicht alle Baustellen in meinem Leben komplett abarbeiten können. Es wird immer Momente geben wo die Löcher aufreissen. Meinem Ex wars zu viel, er hat sich das zwar immer alles angehört und auch viel Verständnis gehabt, aber da er irgendwie mit sich selbst nicht klarkam, war alles so Problembelastet. Vielleicht war ich auch einfach noch nicht wieder soweit.Schätzelein, meinst Du nicht, du kannst mit Deinen Schwächen und Deiner Vergangenheit leben, auch ohne den richtigen Partner an Deiner Seite?
Wahre Worte! Das muss ich mir immer wieder klar vor Augen führen, ich tu das für MICH und nicht für andere.Das ist der kleine, aber feine Unterschied: Nicht sich selbst lieben wollen, um DEN richtigen Partner zu finden. Sondern um sich selbst lieben um seiner (Deiner, meiner) selbst willen.
Wow - das klingt total super Happy_Fly ich freu mich sehr für Dich das Du schon so weit bist!!!!Ich selbst bin jahrelang der Männer-Liebe hinterher gelatscht. Jetzt latschen mir die Männer mit ihrer Liebe hinterher (überspitzt gesagt
) Ich bekomme oft zu hören, dass ich "leuchte". Aber das von Frauen... Heute habe ich (meistens) Spaß am Leben. Klar, auch strapaziöse Zeiten... Aber das Grundvertrauen ist gewachsen.
So wendet sich das Blatt!!!
Ich sehe es nicht... Hilfst Du mir auf die Sprünge?Bei dem Sauer-Sein guck noch mal richtig hin. Da ist was...
Ja das versuche ich zur Zeit auch.. Vor allem nur Dinge zu tun auf die ich auch wirklich Lust habe.Wenn ich am Ende meiner Kraft bin, und das passiert aus den verschiedensten Gründen, igele ich mich so weit es geht ein. Ich gehe zur Arbeit, ja. Gehe mit Freunden aus, ja. Mache schöne Dinge, ja. Schreibe hier, ja. Aber nehme mir viel mehr Zeit als sonst für die "Innenpflege". Konkret hänge ich dann halt mal auch nur rum, mache das, worauf ich Bock habe, lass mir keinen zusätzlichen Stress auflegen. Träume vor mich hin, lese ganz viel, höre Musik, schlaue CD's usw. Und irgendwann kommt der Punkt, da geht es wieder aufwärts.
Ich kann nur so schlecht üben, weil ich das im Freundschafts- und Berufdingen ja auch wirklich gut kann.. und die Partnerschaftliche Beziehung ist ja grad nicht da um darin zu üben.. (was auch derzeit besser so ist).
Theoretisch! Aber praktisch klappt das leider nicht!Theoretisch könntest Du von dem "Straight" auch was in Dein Privatleben rübernehmen... theoretisch...
Bei mir ist es gerade andersrum... vom Straigh-Privat in Straight-Beruf. Tja...
So will ich auch gar nicht werden.. Ganz bestimmt nicht. Ich denke der Punkt ist zu erkennen, ich kann einem Menschen eine Freude mit etwas machen, und ich tu das dann auch gerne weil ich möchte das der andere glücklich ist, auch wenn es nicht grad das ist wo ich in dem Moment mega Lust drauf habe. Es sind ja meist Kleinigkeiten um die es bei sowas geht. Nichts wo man sich einen Zacken aus der Krone bricht oder man sein Leben für einen anderen komplett umkrempeln muss... Und genau das meinte ich mit der Grenze zwischen Egoismus und Selbstliebe!Mein Ex war auch sehr egoistisch. So musst Du nicht werden, um Dich selbst zu lieben
Sich liebnede oder auch liebevolle Menschen sind glaube ich sehr kompromissbereit, wenn es ihnen nicht schadet, sondern wenn sie merken, dass es z. B. der Allgemeinheit nützt oder einem Menschen hilft. Sie machen sich da keine Gedanken drum, weil ihre Intuition sehr gut ist und ihre Grenzen ihrem momentanen Leben entsprechen.
Ich kann mal meinen Hund zum bespaßen rüber schickenHerrje, ich fang das Philosophieren an. Ich hör mal lieber auf
Katzen wollen auch noch kurz bespaßt werden...

Danke Happy_Fly das Du uns hier so viele Einsichten gibst!
Mir helfen Sie weiter!
DANKE
SunnwellVon nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!
Liebe ist nix für Feiglinge!!!
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14.02.2013, 15:44Inaktiver User
AW: Sich selbst lieben
@ Latona,
einfach klasse, Deine Ausführungen, danke !!



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