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Thema: Neid

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum soll ich jemand X neiden, wenn ich dafür Y habe - um das er mich beneiden könnte ?

    Neid ist für mich ein Zeugnis von Unreife und Kleingeistigkeit.
    Schön ausgedrückt.

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Zeta2013 Beitrag anzeigen
    Beispiel Auto
    Es gibt Leute, die sind auch mit einem uralten Opel glücklich. Das Teil fährt, und das reicht. Der neue Mercedes vom Nachbarn kratzt diese Leute nicht.

    Für jemanden, dem es wichtig ist, daß das Auto neu und von Marke X ist, wäre es die Hölle, mit einem alten Opel fahren zu müssen. Und dieser Mensch kann sich nicht vorstellen, daß es Leute gibt, die mit einem alten Opel zufrieden sind, und diese Person wird eventuell sogar - je nach Charakter - dem Opel-Fahrer unterstellen, daß er nur so tut, als ob er mit dem alten Auto glücklich wäre... schließlich kann das doch eigentlich gar nicht sein, daß jemand mit so einer alten Möhre trotzdem glücklich und zufrieden ist.
    Das Beispiel ist gut.

    Es zeigt ein wenig auf, wie man den Neid auch zügeln kann, wenn man sich selber seine Werte bewusst macht.

    Dafür sollte man sich seine Ziele festlegen und darauf konzentrieren, sich also fragen, was einem wirklich wichtig ist, wofür es sich lohnt zu kämpfen.

    Alles andere ist Ballast. Das Leben wird beschwerlich, wenn man jedem materiellen "Mist" hinterher rennt. Außerdem macht es einsam.

    Ich fragte mich schon oft, was mich denn wirklich glücklich machen würde und musste immer wieder feststellen, das es die sozialen Dinge und Kontakte sind. Alle Umwege, die ich gegangen bin, um Anerkennung zu erhalten, haben mich eher geschwächt.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

  3. Inaktiver User

    AW: Neid

    Diese Posts mit dem Tenor, Neid sei ein Zeichen für Faulheit, Bequemlichkeit, einseitige Sichtweisen usw. nerven mich irgendwie immer sehr.
    Als gäbe es nicht so häufig Situationen, in denen die gleichen intensiven Bemühungen stattfinden - und das Ergebnis oder der (Miss)Erfolg einfach unterschiedlich sind.
    Ohne einen ersichtlichen Grund.

    Wer behauptet, er kenne keinen Neid, könnte sich mal vorstellen, jemand würde sagen, er wäre nie traurig oder fröhlich in seinem Leben.

    Wieviel Raum man einem Gefühl in sich gibt oder in welcher Form man es ausagiert, unterdrückt oder sogar verdrängt (wie so viele), bleibt natürlich mehr oder weniger jeder selbst überlassen-
    allerdings denke ich auch, dass man ein tieferes Leben haben kann, wenn man sich auch mit den Schattenseiten in sich auseinanderzusetzen in der Lage ist.
    Was eben NICHT heißt, es am Gegenüber destruktiv auszulassen.

    @cironex-fleckeri : Verena Kast ist klasse !

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    AW: Neid

    Hi seeeed, bin neu hier und wollte mal antworten...
    Also Neid kenne ich von mir selbst auch nicht, eher ist es so, dass ich mich für andere freue, wenn sie sie etwas geschafft haben. Natürlich bin ich auch stolz auf mich, wenn ich etwas geleistet habe, aber ich würde damit nicht hausieren gehen.
    Ich würde auch davon Abstand nehmen, Menschen in Typologien einzuteilen - ich glaube, davon hatten wir vor 70 Jahren genug, denn das ist diskriminierend und menschenverachtend. Jeder Mensch hat gewisse Persönlichkeits-anteile in sich, nur mit unterschiedlicher Verteilung (vrgl. Schulz von Thun). Und je nachdem, wie sie zum Tragen kommen, auch geprägt durch Erziehung, erscheint uns das Gegenüber.
    Mit Sicherheit ist Neid eine enorme Triebfeder, wenn es darum geht, sich selbst zu verbessern oder sich zu höheren Leistungen anzuspornen. Aber ich glaube, wenn das Selbstbewusstsein ausgeprägt genug ist, braucht man nicht auf andere neidisch sein.

    Alles Gute

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wer behauptet, er kenne keinen Neid, könnte sich mal vorstellen, jemand würde sagen, er wäre nie traurig oder fröhlich in seinem Leben.
    Ich kannte bisher noch niemanden, der sagte, dass er noch nie traurig oder fröhlich in seinem Leben gewesen wäre.

    Ich kenne aber einige, denen ich sofort abnehme, dass sie keine Neidgefühle haben.

    ~

    Für mich ist sogar der Wunsch, unbedingt etwas zu gewinnen oder Erster sein zu müssen kaum oder fast nicht da. Wichtig ist, dass ich zufrieden bin, wie und was ich mache und oft bekommt man trotzdem Zuspruch und Anerkennung von anderen. Absichtlich mache ich doch etwas
    nicht grottenschlecht. Es gibt nicht immer Gewinnertage und Glückssträhnen.

    Ob es um mich selber geht oder irgendeine Tätigkeit / ein Hobby / Sport / Talent etc.,
    ich muss nicht den ersten Platz haben und wenn nicht bin ich nicht kreuzunglücklich.

    And the winner is....

    Im Internat gab es früher jedes Jahr einen Zeichen- und Malwettbewerb, den ich zweimal gewonnen hatte. Einmal wurde mir ein Preis aberkannt, weil die Erzieherinnen meinten, ich hätte das nicht selber gemalt.

    Es machte mir nichts aus. Ich wusste ja, dass ich es gemalt hatte und einige anderen auch. Ein Bekannter / Künstler, mit dem ich später zu tun hatte, hat ähnliches in der Oberstufe erlebt und war nach dem Abitur sehr erfolgreich tätig auf vielen Gebieten u. a. für das Layout bei Autozeitungen.

    Später ging das weiter. Da gab es ein Werk von mir, für das ich geehrt wurde. Es war nicht der erste Platz aber doch ganz gut und das wusste ich schon davor (auch ohne einen Award).
    Ein erster Platz hätte nicht viel in meinem Leben verändert. Ich freute mich tierisch, dass
    meine Produktion im deutschsprachigen Raum so großen Anklang fand, obwohl ich gar kein
    Profi war.

    Bei Sportveranstaltungen und Turnieren habe ich oft Freude und Lust, sie zu verfolgen und ich war noch nie neidisch (auf andere Teilnehmer), weil meine Mannschaft oder mein Teilnehmer nicht gewonnen hatte. Ich hätte es ihnen / ihr / ihm gegönnt und dem Gewinner sowieso.

    Klar gibt es mal Sympathien und Antipathien. Mein Interesse an Casting-Shows oder sonstigen Wettbewerben ist aus diesem Grund oft nicht groß oder ich verfolge sie seltener aus anderen Gründen. Ich habe doch auch was davon, wenn einige der Teilnehmer, die am Ende nicht auf den vordersten Plätzen landen, mir einige schöne Momente bereiten. Wenn sie talentiert
    sind, werden sie trotzdem ihren Weg machen.

    Mit Wetten kann ich auch nichts anfangen und mit dem Gefühl: Ätsch, ich habe die Wette gewonnen.

    Ich erinnere mich, als mein ältester Sohn ca. 4 oder 5 Jahre alt war und in seinem Sportverein ein Sommerfest mit Wettbewerben stattfand. Eine Disziplin war u. a. 50-Meter-Lauf. Er hatte riesigen Spaß dabei und führte die Gruppe der Läufer an. Kurz vor dem Ziel blieb er stehen und wartete auf die nächsten. Sein Vater rief: Lauf weiter! Er lief erst weiter, als die anderen auf gleicher Höhe waren. Es war ihm nicht so wichtig zu gewinnen, er hatte einfach Spaß zu rennen.

    Eine meiner Töchter macht seit zehn Jahren Taekwondo und war bei einigen internationalen Wettkämpfen dabei. Einmal musste sie gegen eine Freundin kämpfen und es war für die fünf anwesenden Trainer und die Vereinsfans, die dabei waren klar, dass wir in diesem Fall nicht nur eine der Kämpferinnen anfeuern sollten. Bei mir war es anders und beim Vater des Mädchens. Ich wünschte beiden Glück vor dem Kampf. Meiner Tochter war es sogar fast unangenehm,
    weil sie ja wusste, dass eine von beiden verlieren würde.

    Bei den vorigen Kämpfen konnten die Mädchen beobachten, wie sich andere Kämpfer nach einem Sieg oder Niederlage. Es ging fair zu, auch wenn manchmal die Enttäuschung groß war. Die Trainer hatten das Thema oft angesprochen. Es war nicht neu. Man gratuliert
    sich sportlich nach einem Kampf. Meine Tochter gewann den Kampf 7 zu 0. Ihre Freundin und Gegnerin war hasserfüllt. Sie lief an ihr vorbei auf der Matte, ohne sie eines Blickes
    zu würdigen (warf ihren Helm auf die Matte) und beglückwünschte sie nicht, wie es üblich ist. Es war so deutlich zu sehen.

    Beide hatten ihre Sportsachen nebeneinander in der riesigen Halle auf einer Bank. Sie ging mit einem bösen Blick zu ihren Sachen und verließ den Saal mit ihrem Vater, ohne sich von den Trainern oder den anderen Kämpfern zu verabschieden. Selten habe ich jemanden so haßerfüllt gesehen. Ihre große Schwester und ihr Vater waren jahrelang Taekwondokämpfer.

    Einer gewinnt halt, das musste sie doch wissen. Hätte die Freundin gewonnen, hätte sich meine Tochter für sie gefreut, immerhin waren beide im Finale und das bei eine so großen Turnier.
    Das ist doch schon toll.
    Meine Tochter tat mir leid und sie konnte sich über den ersten Platz (Medaille/ Pokal) zuerst nicht freuen. Ihr/e Trainer kam und sprach mit ihr, dass alles ok wäre und sie es verdient hätte. Sie hat auch klar gewonnen und es gab drei Kampfrichter und einen Mattenrichter.

    Die Freundschaft war fast vorbei seit diesem Sieg. Danach kämpften wieder zwei junge Männer aus unserem Verein und einer gewann und der Verlierer gratulierte aufrichtig und sie feierten zusammen den Sieg des anderen und später beim Training war das nie ein Problem. Meine Tochter hat auch mal ein Turnier verloren und sie war nicht kreuzunglücklich,
    sondern freute sich, dass sie überhaupt mitkämpfen durfte. Wir gratulierten ihr und es war
    spannend und das Ergebnis war knapp, aber kein Sieg.
    Geändert von Feinsinn (10.02.2013 um 15:08 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Neid

    Oooh- jetzt ist also Deine Tochter auch schon ganz perfekt und völlig ohne jeglichen Neid... toll. Warum wohl... hoffentlich wird sie nie an sich selbst zweifeln, weil sie vorgelebt bekam, dass es ja keine "negativen" Gefühle geben darf...

    Siehst Du- Du sagst also selbst, Dir sei noch niemand begegnet, der von sich behauptet, noch nie traurig oder fröhlich gewesen zu sein.
    Ich halte Wut und Neid für gleichwertige Emotionen wie Freude und Trauer-und deswegen kommt es mir genauso unsinnig vor, wenn Du hier (beachtlicherweise in ellenlangen Schilderungen) ausführst, warum Du auf gar keinen Fall niemals nicht neidisch bist. Aber darum geht es hier ja auch gar nicht.
    Die TE hatte nämlich nach Lösungsmöglichkeiten gefragt, mit Neid umzugehn, und nicht danach, wie toll es ist, keinen Neid zu empfinden.
    Geändert von Inaktiver User (10.02.2013 um 15:02 Uhr)

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    AW: Neid

    Außerdem geht es doch nicht nur um Leistungen?!

    Ich bin zb neidisch auf Menschen die essen können was sie wollen und dabei schlank bleiben -ist für mich nämlich ein ewiger Kampf...

    Was ich allerdings nicht kenne ist so ein Neidgefühl auf das Leben anderer, ich habe mich immer als "Glückskind" gefühlt und würde mit niemandem tauschen wollen.

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    O
    Siehst Du- Du sagst also selbst, Dir sei noch niemand begegnet, der von sich behauptet, noch nie traurig oder fröhlich gewesen zu sein.
    Ich meinte damit, dass Menschen, die mal traurig und fröhlich war und noch nie behauptet hatten, dass sie das noch nie gewesen wären. Das wären ja gefühlslose Menschen.

    Meinst du das Traurigkeit und Fröhlichkeit deshalb direkt einen Zusammenhang haben
    mit "Neid"? Die Menschen müssten dann alle Neidgefühle haben?

    Ich habe keine Neidgefühle!


    Du hast das Zitat falsch verstanden oder ich habe es nicht deutlich genug formuliert.

    Das hat aber nichts damit zu tun, dass es Menschen gibt, die ich kenne, die Neidgefühle nicht kennen.

    Ich hoffe, du verstehst es jetzt richtig.

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte Wut und Neid für gleichwertige Emotionen wie Freude und Trauer
    Empfehlung Nr. 1: nicht von sich auf andere schließen!

    Empfehlung Nr. 2: immer höflich bleiben!

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte Wut und Neid für gleichwertige Emotionen wie Freude und Trauer-und deswegen kommt es mir genauso unsinnig vor, wenn Du hier (beachtlicherweise in ellenlangen Schilderungen) ausführst, warum Du auf gar keinen Fall niemals nicht neidisch bist. Aber darum geht es hier ja auch gar nicht.
    Die TE hatte nämlich nach Lösungsmöglichkeiten gefragt, mit Neid umzugehn, und nicht danach, wie toll es ist, keinen Neid zu empfinden.
    Ich nehme an, dass du es weder in beachtlicherweise ellenlangen Schilderungen verstehen wirst, noch in kurzen
    Ausführungen. Vielleicht willst es nicht verstehen.

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