Danke für die Antwort, Feinsinn
und Danke für den Artikel, Aquigrana. Ich finde ihn sehr interessant und aufschlußreich, weil man eigene Erfahrungen mit dem Thema wiedererkennt, was mir jetzt auch wirklich wichtig ist. Vor allem die Beschreibung der unterschiedlichen Formen des Neids empfand ich als aufschlußreich und muß sagen, dass Neid tatsächlich eine Eigenschaft ist, die durchaus wahrgenommen werden sollte um damit umzugehen. Und das kann sicher manchmal schwierig werden. Wie verhalte ich mich, wenn mir feindseliger Neid begegnet z.B. Aber wenn man Neid bei sich selbst erkennt, müßte es doch, wenn man sich darüber im Klaren ist, einfacher sein, ihn umzuwandeln, zu mäßigen, äh, oder was macht man dann am besten?
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Thema: Neid
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24.03.2013, 13:45Inaktiver User
AW: Neid
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24.03.2013, 16:16
AW: Neid
Habe das Buch gerade heute fertig gelesen, und muss sagen, es ist eines der besten und vor allem hilfreichsten, die ich je gelesen habe. Vor allem die Erkenntnis, dass man im Neid mitunter dazu neigt, einen Mangel für einen Makel zu halten, hat mir enorm weiter geholfen und entspannt mich trotz massiver Unzufriedenheit mit allem möglichen.
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24.03.2013, 16:36
AW: Neid
Das geht mir genauso:
Mir ist das Buch "wie zufällig" begegnet, ich fand das GELB so passend und ansprechend und beim Lesen sind mir so einige Lichter aufgegangen...

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01.04.2013, 11:43Inaktiver User
AW: Neid
Ja Horido - ich hatte die Hoffnung auf eine Bereitschaft zur konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema an sich und eigenen Neidtendenzen schon aufgegeben.
Gute Sache!
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01.04.2013, 12:14
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01.04.2013, 12:44Inaktiver User
AW: Neid
Ein Gdicht von Eugen Roth:
Eitler Wunsch
Ein Mensch, der einen Glückspilz sieht,
Dem alles ganz nach Wunsch geschieht,
Verlangt vom lieben Gott das gleiche,
Daß er auch mühelos erreiche
Die schönen Sachen dieser Welt.
Und Gott, dem zwar der Wunsch mißfällt,
Beschließt in seinem wunderbaren
Ratschluß, ihm scheinbar zu willfahren.
Der Mensch der sonst mit Herzenskräften
Und stark gebrauten Seelensäften
Der spröden Welt das abgewonnen,
Was sie zu schenken nicht gesonnen,
Spürt jäh, wie sehr er sich auch stemmt,
Vom Glanz der Welt sich überschwemmt.
Das ganze Bollwerk der Gedanken
Beginnt vor diesem Schwall zu schwanken.
In solcher Not wird es ihm klar,
Wie töricht sein Verlangen war.
Von nun an lebt er höchst bescheiden
Im Rebenhag der eignen Leiden
Und keltert sich in milder Sonne
Gereift, den Wein der eignen Wonne
(* aus "Ein Mensch" - Heitere Verse )
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01.04.2013, 12:48Inaktiver User
AW: Neid
Gut gedrillt
Ein Mensch steht stumm, voll schlechter Laune,
An einem hohen Gartenzaune
Und müht sich mit gestreckten Zehen,
In dieses Paradies zu sehen
Und schließt aus dem erspähten Stück:
Hier wohnt der Reichtum, wohnt das Glück.
Der Sommer braust im hohen Laub,
Der Mensch schleicht durch den Straßenstaub
Und denkt, indes er sich entfernt,
Was in der Schule er gelernt:
Daß bloßer Reichtum nicht genügt,
Indem daß oft der Schein betrügt.
Der Mensch ist plötzlich so bewegt,
Daß Mitleid heiß sich in ihm regt
Mit all den armen reichen Leuten-
Er weiß es selber kaum zu deuten.
Doch wir bewundern wieder mal
Dies Glanzdressurstück der Moral.
(* aus "Ein Mensch" - Heitere Verse )
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02.04.2013, 00:22Inaktiver User
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02.04.2013, 08:32Inaktiver User
AW: Neid
Achso, okay.
Ich bin neidisch in unterschiedlicher Intensität. In Zeiten, in denen alles Mist ist, Mann und Kinder meinen Ansprüchen nicht genügen, die anderen Schuld sind, dass ich mich schlecht fühle, weil sie mich nicht genügend aufbauen, in diesen Zeiten bin ich, um das Mass voll zu machen, auch noch neidisch. Toll
Da muss ich losheulen, wenn ich die vermeintlich glücklichen, harmonischen, etwas miteinander unternehmenden, alles in allem viel besseren Familien um mich herum beobachte.
Natürlich weiss ich, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat, aber mein Päckchen ist halt viel schwerer als alle anderen Päckchen. Ich bin so eine Arme und mich frisst der Neid, wenn ich all die happy people beobachten muss.
Mal sehen, wie ich da wieder rauskomme.
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02.04.2013, 08:41
AW: Neid
ich muss ehrlich sagen, dass mir Neid ziemlich fremd ist. Ich empfinde keinen Neid und ich wüsste auch nicht, dass Menschen neidisch auf mich sind. Ich weiß nicht, ob Neid eine Charaktereigenschaft ist, oder ob es im Laufe der Zeit entsteht, da man selbst mit etwas im eigenen Leben unzufrieden ist. Aber was vielleicht dagegen helfen kann ist Yoga. Das praktiziere ich schon seit einigen Jahren-nicht nur als Sport, sondern auch als eine Art Lebenseinstellung. Im Yoga lernst du Mitgefühl und Liebe für deine Mitmenschen zu empfinden und schlechte, bösartige Gedanken zu vermeiden. Wenn du positiver und fröhlicher durchs leben gehst wird Neid, Besitz,...also dein eigenes Ego nicht mehr so viel macht über dich haben. Probiers mal aus :-)


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