Hier mal ein Auschnitt aus Wiki (Hervorhebungen von mir):
Ich persönlich würde Neid eben genauso definieren - andere haben ja anscheinend auch andere Definitionen: Jemand kränkt es, das eine andere Person etwas hat, was sie nicht hat.Unter Neid versteht man das moralisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Ähnlich ist der Begriff der Missgunst.
Neidisch ist mithin jemand (der „Neider“), den ein Besitztum oder Vorzug anderer – auch unbewusst – kränkt (ein Minderwertigkeitsgefühl auslöst).
Missgunst bezeichnet das Verübeln der Stellung Anderer, sei es nun in materieller oder sonstiger Hinsicht, wobei der Begriff in Abgrenzung zum Neid insofern weiter gefasst ist, als die betrachtete Person oder Gruppe im Vergleich zu dem Verübelnden nicht unbedingt besser gestellt sein muss; in einem Fall von Missgunst werden dem Anderen Dinge schlichtweg nicht gegönnt. Auch die gleichzeitige Begehr desselben Status für sich, wie sie beim Neid auftritt, ist bei der Missgunst kein zwingendes Merkmal.
Und natürlich ist das etwas, womit man ganz bei sich ist und was man überwinden kann.
Genauso, wie man daran arbeiten kann, es nicht als Kränkung zu empfinden, das einen nicht jeder Mann attraktiv findet, z.B.
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Thema: Neid
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11.02.2013, 13:59Inaktiver User
AW: Neid
Geändert von Inaktiver User (11.02.2013 um 14:03 Uhr)
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11.02.2013, 14:15
AW: Neid
Vielleicht geht es wirklich darum, in welcher Form Neid auftritt.
Es fällt ja z.B. öfter der Satz: "Ich beneide Dich so darum, dass Du dies oder das kannst/um Deine Jugend, Deine robuste Gesundheit, Organisationstalent usw.."
Das hat mit Missgunst ja nichts zu tun, eher mit Bewunderung oder einer Art Wehmut. DA wird zwar auch verglichen, aber nicht missgönnt.
Missgünstigem Neid haftet tatsächlich was Anrüchiges an. Das ist was Heimliches, Unheimliches.
Aber ehrlich: Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass jemand einen anderen sympathisch finden wird, der ihm sagt: "Mir würde es viel besser gehen, wenn es Dir schlechter ginge."
@Malina
Alles Gute für Dich.
Geändert von bertrande (11.02.2013 um 14:19 Uhr)
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11.02.2013, 15:09Inaktiver User
AW: Neid
Nein, absolut nicht.
Ich finde nur, das zu einem Menschen eben nicht nur positive Gefühle gehören, sondern die ganze Palette menschlicher Empfindungen. Der Mensch ist nach außen hin sehr formbar, durch Erziehung, Religion und äußere Zwänge. Seine Psyche ist allerdings nur bedingt änderbar und wenn, dann nur durch eigene Einsicht.
Man hat oft sprichwörtlich zwei Seelen in einer Brust.
Ich finde das sehr menschlich und habe deshalb auch keine großen Probleme damit, Schwächen zu verzeihen. Wenn jemand neidisch ist, oder auch mißgünstig, kann ich ihn trotzdem annehmen. Er ist eben ein schwacher Mensch.
Wenn aber jemand von sich behauptet nie neidisch zu sein, habe ich das Gefühl derjenige erhebt sich über andere Menschen, er fühlt sich sozusagen moralisch in einer anderen Liga.
Wenn jemand sagt, er kann sehr gut mit Neid umgehen, dann hört sich das für mich ganz anders an.
Ganda, laß das doch einfach. Ich fühle mich sehr wohl angegriffen, wenn Du Dich in Andeutungen ergehst und ich nicht weiß, was Du meinst. Wenn ich etwas geschrieben habe, was Dir mißfällt, dann äußere Dich klar dazu, so dass ich darauf eingehen kann.
Es wäre auch interessant, weshalb manche menschlichen Gefühle in den (zumeist sind es christliche) Erziehungsmaximen so negativ belegt worden sind.Zu Zorn oder Trauer können viele stehen, zum Neid nur wenige, weil es Erziehungspostulat ist, nicht neidisch sein zu dürfen.
Neid evoziert auch Gerechtigkeitsdenken und somit das Postulat der Bescheidenheit. Denn Neid hervorzurufen wird ebenso negativ belegt wie neidisch sein.
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11.02.2013, 15:17
AW: Neid
Oh ja, Hass kenne ich! Aber sowas von... wobei ich mich mit dem Gefühl noch schlechter gefühlt habe. Ich habe dieser Person die Pest an den Hals gewünscht. Das Ganze hatte aber eine seeeeehr lange Vorgeschichte, aber diese Frau habe ich schlussendlich nur noch gehaßt und als sie starb, habe ich eine Flasche Sekt aufgemacht. Rückblickend bin ich entsetzt, dass es eine Person geschafft hat, mich so aus der Bahn zu werfen und was dieses Gefühl aus mir gemacht hat. Aber Neid war dabei nie im Spiel. Ich denke eher, dass sie mir mein Leben geneidet hat.
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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11.02.2013, 15:20
AW: Neid
@ munshut
Es stimmt, dass es in verschiedenen Gesellschaften Mechanismen gibt, die Neid verhindern sollen.
So gab es im Mittelalter teilweise das Gebot, dass es unanständig ist, seinen Reichtum zu sehr zur Schau zu stellen. Das spiegelte sich teilweise in der mittelalterlichen Kleiderordnung wieder, die zu auffälligen Prunk verbot.
Bei den Indianern an der amerikanischen Nordwestküste gibt es die Institution des Potlatch: Die reichsten Familien müssen den Rest des Dorfs großzügig beschenken. Wer sich hier zu geizig zeigt, macht sich unbeliebt. Das ist eine ganz einfache Art der Umverteilung innerhalb einer Gemeinschaft, die zu große soziale Ungleichheit verhindern soll.
Ich wehre mich durchaus dagegen, dass Menschen, die eine größere Verteilungsgerechtigkeit in der Gesellschaft anstreben, immer gleich so stereotyp Neid unterstellt wird. Bestimmte soziale Klüfte bedrohen den sozialen Frieden, und das wird auch dadurch nicht besser, indem man die wirtschaftlich unterlegeneren Bevölkerungsteile als sündige Neidhammel beschimpft. Man sollte besser darüber nachdenken, welche Relationen an Ungleichheiten man anderen eigentlich zumuten will.
Jede/r kennt sicher das Prinzip des gerechten Teilens: Einer darf teilen, der andere hat die erste Wahl an den geteilten Stücken. Wer hier zu ungleich teilt, muss damit rechnen, selbst auf dem kümmerlichen Rest sitzen zu bleiben, den er dem anderen zumuten wollte.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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11.02.2013, 15:20Inaktiver User
AW: Neid
mushunt,
wenn der Begriff: "das ist doch menschlich" fällt wird das aber immer im Zusammenhang mit für negativ befundenen Gefühlen gebracht.
Weißt du, ich möchte nicht immer die Verzeihende sein und auch nicht die Stärkere.
Ich glaube, das bringt es im Moment auf den Punkt.
Und lass uns mal von der moralischen oder gar verurteilenden Schiene wegkommen.
Man muss sich gar nicht soo kasteien um nicht mehr neidisch zu sein.
Bei dir kommt das immer so rüber - als wenn es ein Kampf um Leben und Tod wäre.
So war das nicht gemeint.
Weißt du, ich hab irgendwann mal für mich fest gestellt, dass man mit Neid oder neidischen Gedanken sich vom eigenen Weg oder Ziel abbringt und viel zu viel Zeit darin investiert.
Ehrlich, so nach dem Prinzip: was geht mich xy an....
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11.02.2013, 15:22Inaktiver User
AW: Neid
Tatsächlich? Es scheint mir doch ein großes und anerkanntes Bestreben zu sein, Neid auszulösen. Offenbar können ja viele Leute nicht anders als sich ständig irgendwie darstellen und präsentieren und hervortun. Abgeschriebene Doktorarbeiten sind da nur ein kleines Thema. Warum überschulden sich Leute für ein teures Auto? Warum muss man zu einer Castingshow?
Bescheidenheit dagegen interessiert offenbar niemanden. Vielmehr erwartet man das nur von anderen, z. B. von denen, die nichts oder sehr wenig verdienen.
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11.02.2013, 15:23Inaktiver User
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11.02.2013, 15:26Inaktiver User
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11.02.2013, 15:29Inaktiver User


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