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Thema: Neid

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) Die Herausforderung liegt darin die Fähigkeit zu entwickeln, etwas Gutes aus dem zu machen, was einem begegnet, und was man empfindet, Glückspunkte darin zu finden, nicht zu resignieren, sondern sich jeden Tag zu sagen: Sodele - das ist Dein Kuchenteig. Mach was draus, hier und jetzt, positionier Dich, schau hin, sei. (...)
    Danke, chironex, für den "Kuchenteig" (wie auch für den Rest Deines Beitrags) ! Tolles Bild! Das wird mein Motto in der Fastenzeit. Und ich finde, dass o.g. Sätze genau DIE Antwort auf die Frage der Strangeröffnerin sind, was man denn nun mit einmal gefühltem Neid anfangen und wie mit ihm umgehen soll.


    @Hallo liebe Malina:

  2. Inaktiver User

    AW: Neid

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Wieso wirfst du das in einen Topf?
    Zu Zorn oder Trauer können viele stehen, zum Neid nur wenige, weil es Erziehungspostulat ist, nicht neidisch sein zu dürfen.
    Ich werfe es nicht in einen Topf, sondern setze es in eine Reihe von Empfindungen, die häufig abgewehrt werden. Damit möchte ich nicht der einzelnen Empfindung ihre Relevanz und Funktion nehmen .
    Geändert von Inaktiver User (11.02.2013 um 13:02 Uhr) Grund: ich kaufte ein h ;-)

  3. Inaktiver User

    AW: Neid

    ... womit wir gar nicht mehr so weit auseinander liegen, da ich ja bereits in meinem ersten Beitrag eingeräumt habe, dass aus Neid auch etwas Gutes entstehen kann.

  4. Inaktiver User

    AW: Neid

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Es gibt Dinge, die sind definitiv nie mehr erreichbar. Wenn ich z.B. mein linkes Bein verliere (hatt' ich schon, das Beispiel, ich nehm's hier nochmal auf). Wenn das weg ist, ist es weg. Und wenn ich vorher leidenschaftlich gerne getanzt habe, werde ich ziemliche Schwierigkeiten haben, ohne mein linkes Bein weiterzutanzen.
    Eine körperliche Behinderung wäre für mich etwas sehr Schlimmes, da mir Sport, tanzen etc sehr wichtig sind.

    Und es gäbe körperliche Behinderungen, die ich persönlich nicht zu tragen bereit wäre und trachten würde, sie zu beenden, Tetraplegie oder sehr schwerwiegende Folgen eines Schlaganfalles, z.B.

    Aber meinen Mitmenschen deshalb ihre gesunden Beine neiden ?

    Ganz ehrlich: Den Gedanken finde ich geradezu absurd.

    Wenn alle ihr linkes Bein verlören, hätte ich meins ja deshalb auch nicht wieder.

    Nein, ich denke, ich würde auch so eine Situation bewältigen. Vielleicht würde ich ja dann als Kompensation ein Instrument spielen lernen - etwas, wofür mir stets die Geduld fehlte.

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    AW: Neid

    Ups, mir geht grad ein Licht auf! :-))

    Auch wenn chironex und Malina es schon genannt haben, so möchte ich das, was mir grad aufging :-) , nochmal unterstreichen und betonen, dass ich es sehr wichtig finde, zwischen Neid und Missgunst zu unterscheiden, auch wenn (oder gerade weil) diese beiden Begriffe oft in einem Atemzug genannt und auch oft miteinander verwechselt werden.

    Vielleicht kann man sich ja auch mal überlegen und hinspüren :-) , wie sich denn Neid anfühlt, wenn er ohne Missgunst in Erscheinung tritt. Hm, sehr interessant, wie ich finde...

  6. Inaktiver User

    AW: Neid

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Zu Zorn oder Trauer können viele stehen, zum Neid nur wenige, weil es Erziehungspostulat ist, nicht neidisch sein zu dürfen.
    Meinst Du ?

    Meine Mutter hat mir anderes vorgelebt - sie ist ziemlich neidisch, und läßt auch gerne mal mißgünstige, herablassende Bemerkungen über andere ab.

    Das ging mir schon immer auf den Zwirn - und seit ich erwachsen bin, halte ich es keine 48 h mit ihr aus, ohne zu streiten, weil ich dann eben irgendwann nicht mehr den Mund ("ooohhhmmmm") halten kann.

    Vielleicht geht mir diese Empfindung ja deshalb ab.

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    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine körperliche Behinderung wäre für mich etwas sehr Schlimmes, da mir Sport, tanzen etc sehr wichtig sind.

    Und es gäbe körperliche Behinderungen, die ich persönlich nicht zu tragen bereit wäre und trachten würde, sie zu beenden, Tetraplegie oder sehr schwerwiegende Folgen eines Schlaganfalles, z.B.

    Aber meinen Mitmenschen deshalb ihre gesunden Beine neiden ?

    Ganz ehrlich: Den Gedanken finde ich geradezu absurd.

    Wenn alle ihr linkes Bein verlören, hätte ich meins ja deshalb auch nicht wieder.

    Nein, ich denke, ich würde auch so eine Situation bewältigen. Vielleicht würde ich ja dann als Kompensation ein Instrument spielen lernen - etwas, wofür mir stets die Geduld fehlte.
    Lorelei, es geht mir nicht darum, eine Gesetzmäßigkeit abzuleiten, in etwa: "Wenn x fehlt, DANN tritt y ein."

    Also, "Wenn Fall 1 (Bein weg) eintritt, DANN werden Menschen (oder sollten es werden), und zwar alle, neidisch auf jene, die noch beide Beine haben."

    Das stimmt ja so nicht, denn die einen, wie Du z.B., werden in diesem Falle eben nicht neidisch werden, die anderen aber sehr wohl. (Was ich übrigens gar nicht schlimm finde, denn, wie gesagt, es geht ja darum, wie im Anschluss mit dem leidigen Neid umgegangen wird.)

    Wenn Dir das gegönnt ist, auch in extrem schwierigen Situationen keinen Neid zu empfinden, dann 1. Chapeau! und 2. dann beneid' ich Dich fast ein wenig darum..... :-)

  8. Inaktiver User

    AW: Neid

    Auch wenn mir Reflexion hier von einzelnen usern abgesprochen wird , bin ich mal in mich gegangen und habe überlegt, wo ich denn vielleicht doch mal neidisch war ....

    Am nächsten kam noch folgende Situation:

    Ich bin als Studentin auch im tiefsten Winter mit dem Fahrrad zur Uni gefahren, 40 min. Auto wäre neverever drin gewesen.

    Wo ich dann irgendwann mal blau gefroren in der Uni ankam, regte sich gerade ein Kommilitone darüber auf, das die Heizung seines Mercedes ja so unzulänglich sei und er kalte Füßchen gekriegt hat.

    Ich hätte den Typ sofort ungespitzt in den Boden rammen können.

    Aber nein: Nicht aus Neid, das Papi ihm so ein schönes Auto spendiert und ich keins hatte.

    Sondern weil er ein arroganter, blöder Schnösel mit null Einfühlungsvermögen war.

    Heute würde ich auch sowas gelassener sehen. Und mich darüber freuen, das ich keine blöde Schnöselin bin - sowas macht das Leben ja auch nicht gerade einfach.


    Im Ernst: Ich weiß nicht, ob ich da wäre, wo ich heute bin, wenn ich nicht auch so viele Widrigkeiten zu bewältigen gehabt hätte. Und dadurch ein große Vertrauen in mich selbst gewonnen hätte.

    Im Nachbarstrang wurde gerade das Goethe-Zitat "Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben" eingebracht, ich finde das trifft es ganz gut.
    Geändert von Inaktiver User (11.02.2013 um 13:35 Uhr) Grund: Ergänzung

  9. User Info Menu

    AW: Neid

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen



    Vielleicht geht mir diese Empfindung ja deshalb ab.
    Das ist doch toll, dass du den Neid und die Missgunst nicht (mehr) leben und erfahren musst ...
    so ist es ja immer: der eine hat mehr von dem, der andere von anderen Gefühlen.

    JEDER MENSCH hat ALLE Gefühle in sich vereint, empfindet sie aber nicht unbedingt als stark, mächtig oder auch gar nicht.
    Dafür ist dann ein anderer da, der sie mit aller Macht auslebt (um es zu erkennen), wie zB. Mutter, Bruder, Freundin etc pp.

    Neid an sich ist ja nichts Schlechtes, Neid wird in ein Topf mit Missgunst, "nicht gönnen können" geworfen.
    Dem Neid haftet etwas Anrüchiges an.
    Warum eigentlich?
    Es ist genauso ein Gefühl wie jedes andere auch!

    In der Theorie ist es ganz einfach zu sagen, was "man" dann und dann machen würde oder wie "man" etwas wegsteckt,
    wenn das und das eintritt.
    In der Praxis sieht es dann ganz anders aus ...und keiner weiss so genau, warum es ihm so mies geht.
    Da ist dann tiefschürfende Arbeit angesagt und Fassungslosigkeit, wenn die ganz tiefen versteckten Gefühle an die Oberfläche kommen ..."ICH doch nicht!"

    Ich spreche aus eigener Erfahrung - nie, nie im Leben hätte ich auch nur ansatzweise angenommen, dass all die Gefühle, die ich für "nicht gut" befand, ganz tief in mir schlummerten.
    Sie hätten gern im Untergrund bleiben können ...sind sie aber nicht!

    Freue sich, wer nicht unbedingt damit in Berührung kommt!
    Doch zu wissen, dass in JEDEM auch ein schlafender Tiger liegt, war etwas Erleichterndes für mich.
    So wusste ich dann endlich darum und konnte so nach all die ungeliebten und abgelehnten Teile annehmen,
    integrieren und brauch mich nicht so wahnsinnig zu schämen, wenn sie mal wieder "verrückt spielen, die Gefühle!!!!

    Um DAS zu erkennen, brauchte ich allerdings für längere Zeit professionelle Hilfe und brauche sie gelegentlich auch heute noch!
    Wobei es dann nicht um Neid geht!
    Es gibt ja noch andere Gefühle und Zustände, die Mensch am liebsten nicht hätte ...

    Lieben Gruss

    Lyanna
    Geändert von Lyanna (11.02.2013 um 13:46 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Neid

    Ich war mal eine ganz große Neidhammelin. Alle anderen Frauen waren schöner, beliebter, erfolgreicher als ich. Im Gegensatz zu anderen hatte ich ständig die Nieten gezogen. So habe ich das jahrzehntelang wahrgenommen.

    Diese Wahrnehmung hatte sehr viel damit zu tun, dass ich das, was ich möglicherweise anderen voraus hatte, gar nicht sah und auch nicht zu schätzen wusste. Es gab und gibt durchaus für andere auch Gründe, mich zu beneiden.

    Erst als ich lernte, mich selbst wirklich zu schätzen, sah ich keinen Grund mehr, auf andere neidisch zu sein.

    Außerdem: Wenn jemand mir etwas voraus hat, dann bezahlt sie dafür vielleicht einen Preis, den ich selbst nicht zu zahlen bereit bin. Dann kann ich mich also auch nicht beklagen, dass ich nicht das kriege, was sie kriegt im Leben.

    Ich achte darauf, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin. Ständiges Vergleichen mit anderen ist Gift für die Seele - es macht einen nur neidisch und unzufrieden. Denn man vergleicht sich in der Regel ja immer nur mit denen, gegen die man selbst schlechter abschneidet. Die anderen sieht man meist gar nicht.


    @ Malina

    Es tut mir sehr leid, dass Du mit Krebs und einer nicht so günstigen Prognose geschlagen bist. Und es stimmt, Gesundheit weiß man erst dann richtig zu schätzen, wenn man sie verloren hat.
    Geändert von Latona (11.02.2013 um 13:52 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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