Ich finde es sehr interessant, wie hier einige Postings bei Dir ankommen. Wer also ein Gefühl nicht hat, von dem Du meinst, daß man es haben müßte, wird als Gutmensch bezeichnet - und natürlich mit einem negativen Touch.
Wenn ich das richtig lese, sind also diejenigen ohne Neidgefühle klemmte Gutmenschen, die sich Emotionen selbst verbieten? Hast Du noch irg.welche analytischen Fähigkeiten, dank derer Du die Neidlosen besser kennst als sie sich selbst?
Naja, wenn es Dir besser gut mit diesem Schubladendenken... bitte schön... jeder im Rahmen seiner Fähigkeiten.
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Thema: Neid
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11.02.2013, 00:21
AW: Neid
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11.02.2013, 00:32Inaktiver User
AW: Neid
sic, Zeta, sic!
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11.02.2013, 00:37Inaktiver User
AW: Neid
Möglicherweise können manche auch bestimmte Gefühle gar nicht deuten.
Sie fühlen diffus oder unangenehm, können sich aber nicht eingestehen, dass es der Neid ist, der sie umtreibt.
Sich eine Empfindung nicht eingestehen können, blockiert und zieht manchmal einen Rattenschwanz an Mißstimmung nach sich.Anders ausgedrückt: Ich kann doch gar nicht lernen, mit einer Empfindung konstruktiv, mitmenschlich, sozial akzeptabel umzugehen, wenn ich mir von vorn herein verbiete, sie überhaupt zu haben, ja haben zu können, weil mein Selbst_Bild dann - huch! - in eine Schieflage geraten könnte.
Ich kenne einen hochdepressiven Menschen, der nicht bereit ist, sich diesen menschlichen Empfindungen zu stellen. Er klammert sich an die Theorie, dass der Mensch edel, hilfreich und gut sein muß. Er verbietet sich selbst, menschlich zu sein.
Entsetzlich. Er lebt ein Leben, ohne sich selbst zu kennen.
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11.02.2013, 02:56
AW: Neid
Ich habe in mich hineingehorcht. Nein, Neid nicht. Aber trotzdem kann ich mit mir selbst sehr unzufrieden sein und mir darüber "die Nägel abkauen"
- warum gelingt mir kein normaler Schlaf/Wachrhythmus, - warum schaffe ich keine bessere Bezahlung, - warum gibt es immer wieder Streit und warum wollen diese drei Kilo nicht weichen und und (zu tief lasse ich jetzt auch nicht reinschauen).
Aber wenn jetzt eine da ist und sie springt jeden Morgen wie eine Sprungfeder aus dem Bett und schläft ab 22h den Schlaf der Gerechten - und sie verdient hervorragend und führt eine harmonischere Ehe und hat für sich die optimale Ernährung etc.
- dann bin ich immer noch eher trotzig; ich will doch meins und nicht ihres: meinen Rhythmus erfolgreich modulieren, von meinem Punkt aus fürs Gehalt argumentieren, für unsere Gespräche den Weg finden ...
Außer in einem einzigen Punkt: die Liebe meiner Mutter, da habe ich oft gefühlt "genau den Teil möchte ich jetzt haben", nicht etwas anderes, extra für mich zugeschnittenes, sondern genau, genau das."Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky
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11.02.2013, 06:20Inaktiver User
AW: Neid
Ich war selbst mal depressiv. Das ist schon sehr lange her. Es war furchtbar.
Mich hat buchstäblich eine andere Sicht aus dem Sog gezogen.
Und zwar für immer.
Ich wurde dankbar für das was ich hatte. Und das war - im Gegensatz zu meiner früheren -Sicht sooo viel.
Menschlich zu sein bringst du wohl automatisch mit negativen Gefühlen in Zusammenhang.
Ich kenne Menschen mit einem super Job die Arbeitslose an und für sich verachten.
Sie aber um ihren Freizeitwert beneiden.
Ein Neidhammel findet immer was.
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11.02.2013, 08:49Inaktiver User
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11.02.2013, 08:53Inaktiver User
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11.02.2013, 08:59Inaktiver User
AW: Neid
Und, Lorelei- bist Du in diesem Moment eine "bessere" Freundin?
Ich habe eine Freundin seit meiner frühesten Jugend.
Nun ist es so gekommen, dass ich z.B. durch eine Krankheit keine Kinder bekommen kann- sie jedoch nun eine größere Familie hat. Es nahm mich sehr schwer mit- ja, ich hatte mit Neid zu kämpfen, und mit der Angst, dass wir uns nun auseinanderleben!
Mir war dies aber sehr bewusst, und ich habe mich etwas zurückgezogen, um ihr meine Gefühle nicht zuzumuten.
Was ich ihr genau so auch begründete.
Nach einiger Zeit ist sie (!) wieder auf mich zugekommen, mit großem Verständnis und den Worten, sie wolle mich als Freundin nicht verlieren.
Seitdem ist wie ein Schalter umgelegt- ich freue mich, mag ihre Kinder und dass sie wieder schwanger ist-
und ich werde ihr für den Rest meines Lebens dankbar dafür sein, dass sie mich nicht "erfolgreich aus ihrem Freundeskreis verbannt" hat...
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11.02.2013, 09:09Inaktiver User
AW: Neid
Ich halte es für konstruiert, das etwas nie wieder erreichbar sein soll - das liegt doch bei mir.
Um Dein Beispiel mit der Anerkennung der Arbeitskollegen aufzugreifen: Das ist mir passiert, durch eine schlimme Mobbing-Aktion eines Kollegen bin ich vom Status der "Kronprinzessin" ratzfatz zum unerwünschten Element mutiert.
Ich habe mich rechtlich dagegen gewehrt, die Firma mit einer guten Abfindung verlassen und eine bessere Stelle in einer anderen Firma angetreten. Und das alles hat mich stärker gemacht.
Diesen Kollegen habe ich gehasst, ja.
Aber warum sollte ich auf ihn neidisch sein ? Eher bedauere ich ihn, weil er so ein armes intrigantes Würstchen ist.
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11.02.2013, 09:21Inaktiver User
AW: Neid
Geht das nur in der Kombination ?
Ich empfinde Wut, Trauer, Verzweiflung, Zorn, Hilflosigkeit - Neid aber nunmal nicht.
Und da kannst Du noch so oft ferndiagnostisch schreiben, das Leute, die dies von sich sagen, unreflektierte Dummies sind, die nur auf Kalenderblattebene zu denken in der Lage sind.Geändert von Inaktiver User (11.02.2013 um 09:29 Uhr)



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