OT
Haßgefühle sind mir total fremd.
Schon alleine das Wort zu schreiben, gefällt mir nicht und ich mache es selten.
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Thema: Neid
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10.02.2013, 19:00
AW: Neid
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10.02.2013, 19:04
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10.02.2013, 19:05Inaktiver User
AW: Neid
Ja, Du hast Recht, Blueserin, Rechthaberei ist kein Gefühl.
Es ist ein Verhalten, stimmt. Eines, das einem Gefühl entspringt, vermutlich auch einem latenten Minderwertigkeitsgefühl.
Folglich lebe ich wohl meine Minderwertigkeitsgefühle nicht über Neid sondern über Besserwisserei aus.
Auch nicht schön, aber man muss ja auch nicht alle negativen Eigenschaften aufweisen.
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10.02.2013, 19:12
AW: Neid
Was mir im Zusammenhang mit der Neiddebatte auffällt, ist, dass oft gesagt wird: "Nein, ich bin nicht neidisch, denn das, was andere besitzen (Haus, Geld, guter Beruf, Jugend, etc.) oder können (ganz toll Klavier spielen, eine anerkannte Schauspielerin sein, bei Olympia Gold im Bodenturnen holen, etc.) finde ich für mich nicht so wichtig."
Diese Aussage mag ich gerne glauben und nehme es den Leuten, die das sagen wirklich ab, dass sie bezüglich dieser Dinge tatsächlich nicht neidisch sind.
Allerdings ist das doch ziemlich einfach, auf Dinge nicht neidisch zu sein, die einem persönlich auch nicht viel bedeuten, oder die man ja sowieso besitzt und es dann ja auch gar nicht mehr "nötig" hat, neidisch zu werden.
Das Ganze wird doch erst dann spannend, wenn anderen Dinge/Tätigkeiten etc. zuteil werden, die auch für mich sehr wichtig sind, aber von denen ich (temporär oder für immer) abgeschnitten bin.
Vielleicht könnte man dazu mal ein Gedankenexperiment machen, und das Pferd mal von einer anderen Seite aufzäumen:
Sich als erstes überlegen, was einem so richtig wichtig ist (Das kann vom sonntäglichen ausgiebigen Morgenkaffee, den man sich gönnt, bis hin zur Anerkennung bei Arbeitskollegen gehen. Nur mal so als x-beliebige Beispiele herausgegriffen) Als zweiten Schritt sich vorstellen, dass dieses wichtige Ding einem weggenommen würde und dass es für einen selbst dann entweder nie mehr oder nur unter äußerster Anstrengung erreichbar wäre. Aber andere würden dann vor den eigenen Augen genau das leben dürfen. Was wäre dann? Wie würde man sich dann fühlen?
Die Antworten DARAUF fände ich persönlich tatsächlich mal spannend.
Irgendwie glaube ich, dass Neid in uns allen als emotionale, latent vorhandene Möglichkeit im Verhaltensrepertoire des Homo sapiens angelegt ist, und erst dann aktiviert (und bemerkt wird), wenn die genau individuell relevanten Trigger (die für jeden unterschiedlich sein können) auf die Bühne kommen.
Ich finde Neid nicht schlimm, aber es höchst wichtig, wie man in der Folge mit ihm umgeht.
Sagt eine, die lange Zeit auch nicht glauben konnte, dass sie in bestimmten Teilbereichen durchaus zu Neid fähig ist....
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10.02.2013, 19:15
AW: Neid
Genau so etwas meinte ich, Sariana.
Wobei ich eben einen deutlichen Unterschied sehe zwischen "wow - so tolle Haare hätte ich auch gerne" und "der wünsche ich mal einen fetten kreisrunden Haarausfall"
Das ist wohl der vielzitierte Unterschied zwischen Neid und Mißgunst.
Du schreibst du hast gelernt dich von Neidern abzugrenzen - wie hast du das gemacht? Die wenigsten Menschen geben ja zu dass sie neidisch sind..
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10.02.2013, 19:16
AW: Neid
@Bruenette
Wenn jetzt etwas, das mir sehr wichtig ist, allen anderen auch genommen würde, ginge es mir dann besser? Ich würde es doch trotzdem genauso vermissen, nicht?
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10.02.2013, 19:19
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10.02.2013, 19:23
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10.02.2013, 19:24
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10.02.2013, 19:28
AW: Neid
Hm,- Ich denke, dass in diesem Fall Neid erst gar nicht aufkommen könnte, weil es den anderen ja genau so schlecht damit ginge. Man säße ja mit allen im selben Boot. Traurig wäre man aber trotzdem, weil man das, was man verloren hat, ja vermissen würde. Das sehe ich wie Du.
Aber ich habe o.g. Beispiel ja nur konstruiert, weil es darin wichtig ist, die einzige Person inmitten der anderen zu sein, der das widerfährt. DANN erst wäre ja im Vergleich mit den anderen der (fruchtbare) Boden für Neid erst gegeben.


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