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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und bei Kindern - hmmm, schwierige Frage. Ich halte nichts davon, Kinder mal eben aus ihrem Umfeld herauszureißen, weil es einem mit Heimweh packt. Bin ich ganz ehrlich.
    Ich gehe mal davon aus, daß der Umzug in ein anderes Land nicht aus einer Schnapslaune heraus stattfindet und wohl überlegt ist. Und wenn der Entschluß feststeht, wüßte ich nicht, warum es an den Kindern scheitern sollte. Kinder kommen mit neuen Situationen oft erstaunlich gut zurecht. Selbst mangelnde Sprachkenntnisse überwinden sie oft leichter als Erwachsene.
    Wenn der Wind der Veränderung weht,
    bauen die einen Mauern
    und die anderen Windmühlen.

    - chinesisches Sprichwort -

  2. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Hallo, alle zusammen!
    Zeta, ich hoffe, du hast recht damit, dass die kinder sich doch schneller an die neue umgebung als erwachsene gewöhnen. So denke ich selber auch eigentlich. Als wir nach Skandinavien auswanderten, unser Kind war 5. Er hat schnell die sprache gelernt u freunde gefunden. Auch wir bemühten uns um uns zu integrieren. Das hat eigentlich auch funkzioniert, obwohl richtig freunde wird man doch nicht. Das sind sehr nette leute, man geht ab und zu zusammen aus, kinder spielen zusammen, übernachten bei einander, holt sie ab, trinkt man eine tasse kaffee zusammen...Aber zu großen feierlichkeiten wird man doch nicht eingeladen (geburtstage z.b., weinprobe). Ausserdem habe ich persönlich kein glück mit der arbeit. Stets nur als vertretung oder auf abruf (höchstens wochenendenarbeit jedes 2. oder 3 - das ist dann festeinstellung) im pflegebereich oder putzen. Aber mit familie und kind...? Habe trotzdem über 2 jahre gemacht, weil halt auch mein mann am anfang nicht so begeistert von der bezahlung war...sprache gelernt, eksamen bestanden. Zurückschauend denke ich, musste ich das ganze so durchziehen? ich/wir wollten eben so schnell wie möglich, uns hier integrieren... jeden morgen voll im stress schnell, schnell frühstück machen, 5-10 min mit family frühstken, schnell zum buss, halbe std zum sprachkurs..Mein mann hatte auch nachher stress mit dem kind: wollte sich nicht anziehen, manchmal wollte nicht in den kindergarten. Für mein kind habe ich vlt vollgestresst ausgesehen, angespannt, auch für meinen mann. Später haben wir selber probleme untereinander bekommen; der ganze umzug, stress, das alles hinterlässt seine spuren. Von anfang an habe ich meine stadt vermisst. Hier war alles neu, anders. Die natur ist schön, aber das wetter...regen, wind, so dass von der natur oft nicht viel hast. Mit der zeit kam dazu noch, dass ich gemerkt habe, dass ich dt sprache vergesse, auch unser kind. Das hat mich so traurig gemacht! Ausserdem ist die medizin versorgung hier sehr schlecht. Wir selber gehen zwar nicht so oft, fast nie zum arzt, aber wenn man etw merkwürdiges an seinem befinden etc merkt, dann habe ich natürlich einen arzt ausgesucht. Aber hier...Und wie gesagt, keine arbeit. Ich weiss, in berlin wird auch nicht so einfach sein, arbeit zu finden, die noch schlechter bezahlt ist als hier. Mein mann sagt das immer. Er denkt jetzt schon an rente. Hat bestimmt recht. Aber ich möchte ja auch leben, und zwar jetzt. Was soll ich denn machen? sitzen hier bzw. arbeiten/putzen und auf meine rente warten? Wir sind hierher gezogen "lass uns probieren, wenn es nicht klappen sollte, wir kommen zurück". Und so dachte ich mir: so lange es geht, ja lass uns noch hier wohnen, bleib ruhig, deine libsten sind bei dir, vlt gewöhnst du dich ja mit der zeit...Jetzt denke ich nur ans zurückgehen. Meinem mann gefällt das ganz und gar nicht. Das erschwert die ganze sache. Der wunsch zurückzukehren ist sehr stark. Aber manchmal werde ich unruhig, unsicher, ob ich nicht enttäuscht werde...

  3. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Damira, das tut mir leid, daß du dich so unwohl fühlst.
    Trotzdem (oder gerade dann?) maß man natürlich aufpassen, daß man das jeweils andere Land und das Leben, das man dort führen würde nicht ein bischen idealisiert.
    Und das passiert so schnell, das kenne ich aus eigener Erfahrung.
    Wie du deinen Alltag beschreibst, frustrierende Arbeitssuche, Kinderstress, Schwierigkeiten einen guten Freundeskreis aufzubauen, schlechtes Wetter...das sind alles Dinge, die es in Deutschland genau so gibt.

  4. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Ja, das verstehe ich auch, dass all diese dinge überall gibt...ich hoffe, ich idealisiere das ganze nicht so sehr. Denke/hoffe nur, schlimmer wirds dort nicht. Freunde haben wir dort auch, auch unser sohn, mehr oder weniger sind wir im kontakt geblieben. Das klima kann man überhaupt nicht mit hiesigen vergleichen))) so wie die med versorgung. Verstehe auch, dass es nicht leicht wird, besonders am anfang. Mache mir mehr sorgen um mein kind. Gleichzeitig ist mir auch bekannt, wie doch schnell sie sich anpassen können. Es bringt nichts, sitzen hier u nur jammern. Wir müssen es durchziehen. Jetzt in den sommerferien. In einem jahr wird es noch schwieriger, auch schulmäßig. Ist hier jemand, wer das gleiche durchgemacht hat, mit familie, kind? Würde mich sehr über euere erfahrungen freuen. Das wurde mir auch mut machen.
    Danke!

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Schwierig, etwas zu raten, Damira ...

    Ich bin selbst ein solches Umziehkind und ich denke, wenn der Hintergrund stimmt und zuhause eine starke Basis da ist, die dich emotional auffängt, können solche Auslandsaufenthalte sogar eine große Bereicherung sein. Bei mir wars leider nicht so, ich wurde mehr oder weniger mitgeschleppt und musste alleine klar kommen - eigentlich meine gesamte Kindheit durch. Auf der anderen Seite hat mich dies offen gemacht (nehme ich an) für all die Umzüge, die später kamen und auch für die damit verknüpften schweren Bedingungen.

    Ich bin im Ausland stets durch verschiedene Phasen gegangen: Mal habe ich die Amis gehasst, dann wars wieder besser, später habe ich mich sogar heimisch gefühlt und nun sehe ich vieles in Deutschland kritisch: Es ist ein Mosaik und es wird wohl so bleiben ... Vor meiner Rückkehr dachte ich immer: "Egal, wie es in Deutschland ist, du bleibst immer Deutsche, weil du die Sprache sprichst, das Essen magst, die Landschaft kennst, auf der gleichen Wellenlänge liegst, weil du ähnlich denkst" und nun ist dies überhaupt nicht so. Ich fühle mich hier genauso fremd wie damals in meinen Anfangsjahren in den USA. Ich weiss jetzt, dass es immer ein Mix bleiben wird (ich plane auch nicht, hier in Deutschland zu bleiben).

    Wieauchimmer du dich entscheidest, ich wünsche dir alles Gute

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Hallo zusammen,

    ich komme gerade von einem kurzen Berlin-Trip zurück und würde Dir, Damira, auch nur zu allergrösster Vorsicht raten. Das ist - für mich - nicht mehr meine Heimatstadt, die ich vor Jahren verlassen habe. Wenn ich dort nicht meine Freunde hätte und mich nicht öfter berufliche Verpflichtungen dorthin oderten, würde ich freiwillig keinen Fuss in die Stadt setzen. Es ist mir zu laut, zu gross, zu hektisch, die Leute sind dermassen gestresst, alles ist irgendwie schmuddelig, wenn man mal von der neuen Mitte absieht... Ich kann die Stadt einfach nicht mehr leiden. Und das Wetter? Najaaa... *hust*

    Meinen deutschen Zweit-Wohn- und vielleicht Altersruhesitz habe ich deswegen bewusst in einer putzigen westdeutschen Kleinstadt mit Urlaubsidylle gewählt. Von den Immobilienpreisen in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Städten darf ich gar nicht erst anfangen.^^ Ich vermute auch, eine Wohnung zu finden, könnte schwieriger sein als einen Job.

    Und auch dieses "Ach, Kinder gewöhnen sich so schnell..." sehe ich kritisch. Ich habe gerade mit einer alten Schulfreundin gesprochen, der es in der Kindheit so ähnlich erging, wie Kitty es beschreibt. Meine Freundin bekommt schon Schweissausbrüche, wenn sie nur hört, dass wir mal wieder umziehen. Sie selbst sagt heute, sie wird nie wieder umziehen. Das scheint von Kind zu Kind verschieden zu sein, aber ich befürchte, ein Kind, das durch den Verlust der gewohnten Umgebung unglücklich ist, kann nicht von Auslandserfahrungen profitieren. Wenn sich also irgendeine Chance bietet, das für einen längeren Zeitraum (Sommerferien o. ä. wurde ja schon vorgeschlagen) erstmal unverbindlich auszuprobieren, würde ich das unbedingt tun.

    Viel Glück für die schwierige Entscheidung
    Die Menge macht das Gift.
    T. B. v. Hohenheim

  7. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Danke euch für euere ehrliche antworte! Das erleichtert mich zwar nicht...aber die entscheidung bleibt natürlich bei mir/uns...Es wird nicht einfach sein, ich vermute das stark. Trotzdem ist die hoffnung da, dass ich/wir das schaffen könnten. So wie es dir damals ergangen ist "habe manchmal amerikaner gehasst, dann wieder wars besser...", so fühle ich mich, aber mit betonung auf den ersten teil. Es macht mich traurig, dass wir die sprache vergessen, obwohl zu hause auf deutsch reden und mit kind zu lesen versuchen, trotzdem wird es später hiesige sprache besser als deutsch. Empfinde hier keine freude an der natur, habe kein verlangen nach dem "sprache zu verbessern", sprich bücher, zeitungen lesen (obwohl am anfang war ich darin sehr ehrgeizig). Sehne mich einfach nach der stadt, wo mehr los ist, nach leben dort. Mir ist es bewusst, dass das leben in D kein zucker schlecken ist/wird. Finde hier aber auch keine arbeit. Das frustriert mich so sehr. Die sprache kann ich zwar, aber nicht so, dass ich als büroangestellte ohne jegliche sprachprobleme arb könnte. Dafür fühle ich mich noch unsicher. Ausserdem gibt es hier genug einheimische, welche dieses problem nicht haben und welche für diesen job von arbeitgebern gewählt werden können. In D sehe ich mehr chansen dafür. Es sind so viele dinge, die den wunsch überwiegen, hier weiter zu leben. Schade, dass niemand sich hier meldet, der nach der rückkehr nach D das gegenteil erlebt hat...Wünsche euch allen einen schönen nachmittag und abend!;)

  8. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schade, dass niemand sich hier meldet, der nach der rückkehr nach D das gegenteil erlebt hat...Wünsche euch allen einen schönen nachmittag und abend!;)
    Damira, was meinst du? Der nach Deutchland zurueck gegangen ist, und alles war besser und schoener?

    Da bin ich die Falsche. Ich werde Deutschland Ende des Monats wieder verlassen haben, unklar ist derzeit nur noch die Richtung, und ich halte mir persoenlich gerade die Daumen fuer die eine Richtung, aber wenn das nicht klappt, dann eben die andere. In Deutschland sehe ich mich derzeit langfristig nicht, und ich mag Deutschland nur wenn ich weiss, dass ich ueber kurz oder lang wieder weg darf.

    Und, nimm es mir bitte, bitte nicht uebel, aber nach deinen Eintraegen zu urteilen koennte das auch in D-Land mit der Sprache schwierig werden mit einem Buerojob. Da solltest du vielleicht vor einem eventuellem Wechsel nach Deutschland noch mal dran arbeiten. Und wohl auch gucken, das du nicht "nur so" zurueck gehst, sondern nur mit Arbeitsvertrag.

  9. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Damira, was meinst du? Der nach Deutchland zurueck gegangen ist, und alles war besser und schoener?

    Da bin ich die Falsche. Ich werde Deutschland Ende des Monats wieder verlassen haben, unklar ist derzeit nur noch die Richtung, und ich halte mir persoenlich gerade die Daumen fuer die eine Richtung, aber wenn das nicht klappt, dann eben die andere. In Deutschland sehe ich mich derzeit langfristig nicht, und ich mag Deutschland nur wenn ich weiss, dass ich ueber kurz oder lang wieder weg darf.

    Und, nimm es mir bitte, bitte nicht uebel, aber nach deinen Eintraegen zu urteilen koennte das auch in D-Land mit der Sprache schwierig werden mit einem Buerojob. Da solltest du vielleicht vor einem eventuellem Wechsel nach Deutschland noch mal dran arbeiten. Und wohl auch gucken, das du nicht "nur so" zurueck gehst, sondern nur mit Arbeitsvertrag.
    Oh, wohin geht es denn, meine Süße? Ich drücke dir schon mal die Daumen.

    Sehe ich übrigens gerade bei vielen Bekannten. Die alte Heimat - da gibt es für sie zumindest - kein Zurück. Liegt aber auch an den schlechten Arbeitsverträgen, de man hier bekommt. Jobs nur befristet, natürlich zum Semesterwechsel/Ferien arbeitslos - oder noch schlimmer, vom Angestelltenvertrag im Ausland in eine "Selbstständigkeit".

    War das schon immer so in Deutschland?

    Ich rede übrigens nicht von "ungelernten" Jobs oder so.

    @ Damira, ich würde es - mit Familie - wirklich nur mit einem, besser zwei Arbeitsverträgen wagen.
    Kannst du nicht die Sommerferien in Berlin verbringen und sehen, wie du dich - und ihr euch - wohlfühlt?

    Mir persönlich ist Berlin einfach zu groß. Wenn ich da bin, habe ich übrigens Glück mit den Öffis ;o), aber der Hauptbahnhof ist wirklich furchtbar kalt. Aber kulturell hat die Stadt wahnsinnig viel zu bieten.

    Mir fällt auf - aber eher von Erzählungen - dass Berlin immer "exklusiver" wird, und es immer schwieriger wird, eine Wohnung zu finden.
    Geändert von Inaktiver User (05.03.2013 um 15:31 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh, wohin geht es denn, meine Süße? Ich drücke dir schon mal die Daumen.
    Entweder zurueck nach UK oder zurueck nach Afrika. Mal schauen, was es letztlich wird, aber Daumen halten ist immer gut, danke!!

    Sehe ich übrigens gerade bei vielen Bekannten. Die alte Heimat - da gibt es für sie zumindest - kein Zurück. Liegt aber auch an den schlechten Arbeitsverträgen, de man hier bekommt. Jobs nur befristet, natürlich zum Semesterwechsel/Ferien arbeitslos - oder noch schlimmer, vom Angestelltenvertrag im Ausland in eine "Selbstständigkeit".

    War das schon immer so?
    Ich habe auch irgendwie das Gefuehl, das man hier als jemand mit Auslandserfahrung auch irgendwie als "unsicherer Kandidat" gilt - nach dem Motto: Die haut eh bald wieder ab. Ist das so, oder bilde ich mir das ein?

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