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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Zeta2013 Beitrag anzeigen
    Eine Kreditkarte ist keine Einladung zum Schulden machen. Dazu reichen schon ein Dispo und eine normale EC-Karte.

    Fast alle Leute, die ich kenne und von denen ich weiß, daß sie einen Dispo über mehrere tausend Euro haben, reizen diesen auch aus. Nicht, weil sie sich in einer Notlage befinden, sondern weil ihnen der Dispo scheinbar suggeriert, daß es geschenktes Geld ist. Davon werden sich einfach schöne und unnütze Dinge gekauft.
    Leider handelt es sich nicht um Schulden im vierstelligen, sondern sehr oft im fünf- und sechsstelligen Bereich. Ohne Witz! Schaust du hier:Hallo Amerika: Sinkende Bonität im Land der unbegrenzten Schulden: Hilfe, mein Haus, meine Hypothek und meine Kreditkartenkollektion „brennt“!

    Der Blogger gibt an, dass der Durchschnittsamerikaner an die $16.000 Kreditkartenschulden hat (einen Überziehungskredit gibt es so in den USA nicht). Ich habe einige Menschen kennengelernt, die sehr viel mehr haben, es handelt sich tatsächlich um einen Durchschnitt.

    Hintergrund ist, dass du gleich, wenn du okay verdienst und eine einigermassen gute credit history hast, einen Riesenkreditrahmen bekommst, $10000 ist nicht ungewöhnlich ...

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich auch!
    Mir fällt da auch der Anfnag des Buches "Der Report der Magd (Originaltitel: The Handmaid's Tale)" von Margaret Atwood aus dem Jahr 1985 ein:
    Desfred (engl. Offred), sie ist die Ich-Erzählerin und Protagonistin des Romans. Die Geschichte spielt in Nordamerika so etwa zu der heutigen zeit: Bargeld ist abgeschafft, es gibt nur noch Kreditkarten, bis Desfred eines morgens feststellt, dass sie mit ihrer Kreditkarte weder Milch noch Zigaretten einkaufen kann, ihre Kreditkarte ist ungültig. Erst Tage später stellst sie fest, dass alle Kreditkarten von Frauen schlagartig ungültig wurden, sie waren mit M (für male) und F (für female) gekennzeichnet.

    Ohne Geld, rsp. Kreditkarte, kann sie nicht überleben und wird die Magd und Sexobjekt eines Kommandanten.

    Interessant und das im Jahr 1985 ...

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Seither achte ich sehr darauf immer Bargeld bei mir zu führen und zumindest kleine Einkäufe damit zu bezahlen.
    Es soll vor ein paar Jahren einen schwedischen Vorstoß gegeben haben, nur noch Kreditkarten zum Bezahlen zuzulassen und Scheine und Münzen abzuschaffen. Es sollte damit die Prostitution und den Drogenhandel trockengelegt werden.
    Netter Versuch. Es handelt sich definitiv um eine Form der Versklavung. Von den Schulden kommt man ab einem gewissen Zeitpunkt nie mehr runter - hohe Zinsen etc...

    Willkommen, Marseille!
    Sonne, hach ...

    Kitty
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  3. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Der Blogger gibt an, dass der Durchschnittsamerikaner an die $16.000 Kreditkartenschulden hat (einen Überziehungskredit gibt es so in den USA nicht). Ich habe einige Menschen kennengelernt, die sehr viel mehr haben, es handelt sich tatsächlich um einen Durchschnitt.

    Hintergrund ist, dass du gleich, wenn du okay verdienst und eine einigermassen gute credit history hast, einen Riesenkreditrahmen bekommst, $10000 ist nicht ungewöhnlich ...
    Unglaublich... bei uns kommt diese Mentalität ja auch immer mehr durch.
    Irgendwie flattern auch bei mir immer öfter Angebote für Super-Spar-Kredite ins Haus.
    Aber ich bin da noch alte Schule und gebe nur Geld aus, das ich habe.

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Zeta2013 Beitrag anzeigen
    Bei mir gab es auch einen Walmart um die Ecke, aber die Kassiererinnen habe ich nie "amerikanisiert" erlebt. Also immer normal (deutsch-)freundlich, aber auf angenehme Art und Weise. Ich weiß, daß die Arbeitsbedingungen bei Walmart nicht kompatibel waren mit den hiesigen deutschen. Trotzdem habe ich ein Tränchen verdrückt, als Walmart abzog aus Deutschland. Die hatten einige sehr gute Eigenprodukte.
    Das z.B. finde ich in Deutschland gut: Dass man sich wirklich interessiert, wenn ein Unrecht bekannt wird - so wie jetzt ja auch gerade im Amazon-Strang unter "Fassungslos". Und auch dagegen eintritt. Den Konzernen nicht alle Macht der Welt einräumt. Das Ganze auch mal kritisch sieht und hinterfragt. So ja auch mit Google View. Es gibt zwar auch in den USA kleine Grüppchen und es werden immer mehr, die Mehrheit der Bevölkerung kam mir aber manchmal wie eine dumpfe Kuhherde vor.

    Kitty
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  5. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Jetzt hatte ich eine kleine Abhandlung über das deutsche Bankwesen geschrieben und alles ist weg ... grrr.

    Mein Fazit ist jedoch, dass ich froh bin, dass das Kreditkartenwesen hier noch nicht so um sich greift. Aber: Stichwort Weltherrschaft Visa: Ich bin sicher, dass dies noch kommt. In fast allen Geschäften wird Debit akzeptiert, das war bei meinem Weggang aus Deutschand damals ganz anders, da musste man immer ein Bündel Scheine mit sich rumschleppen. Und Kreditkarten, z.B. Amazon, akzeptieren jetzt eine längere Laufzeit (oder wie man das nennt), früher wurde der Betrag doch einfach am Ende des Monats abgebucht. Alles Schritte in die Richtung, die Menschheit an Schulden zu gewöhnen.

    Debit wird vermutlich bevorzugt, weil du eine Geheimzahl eintippen musst, während du bei der Kreditkarte nur unterschreibst, und so eine Unterschrift läßt sich leichter fälschen. Vermutlich hat die Verkäuferin das gemeint.Viele Geschäfte wollen auch einfach die abzuführenden Prozente an die KKGesellschaft nicht zahlen.

    Saturn vergibt ja so eine interne Ratenabzahlung und ich schätze, wenn sie Kreditkarte einführen, nimmt die niemand mehr in Anspruch.

    Aus den USA kommend, bin ich zwiegespalten, was die bunten Kärtchen angeht ... Einerseits sind sie praktisch, andererseits verführerisch und was sie mit einem ganzen Land machen können, hat man ja zur Genüge gesehen. In diesem Sinne gefällt mir die Mentalität: "Schön wärs, aber ich kanns mir nicht leisten", es ist einfach ehrlicher. In den USA weisst du nie, welchen Status jemand tatsächlich hat, da alles auf Pump gekauft sein kann.

    Kitty
    Ich fand es nervig, mich selbst immer dran erinnern zu müssen, dass ich meine Rechnung bezahlen muss. Die Ratenzahlung kam manchmal ganz "handy", jedoch.
    Geändert von Inaktiver User (24.02.2013 um 20:25 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Hallo!
    Ich habe mit großen Interesse eure Erzählungen über D und Ausland gelesen. Ich selber sehne mich total nach D! Hoffe so sehr, dass nach fast 5 J. im Ausland (Skandin.) bald "nach Hause" gehen kann. Allerdings hängt dies nicht nur von mir-mein Mann will nicht zurück. Das macht mich sehr traurig. Wir haben ein gemeinsames Kind (10 J. alt), welches hier zur Schule geht und natürlich Freunde hat. Aber ich denke, Kinder gewöhnen sich i.d.R. schneller als man denkt. Für sie ist es viel wichtiger, eine intakte Familie um sich herum zu haben. Ich möchte sehr ihn in D unterstützen, was die Schule angeht und Kontakte zu anderen Familien zu knüpfen usw. Aber ich muss sagen, eine Portion Angst ist auch dabei. Ich habe fast von Anfang an, meine Stadt vermisst (Berlin). Jetzt denke ich, dass es auch dort Veränderungen gab, dass ich mich auch verändert habe; dass ich mich aus diesem Grund letzten Endes doch nicht mehr so wohl fühlen werde, wie früher, bevor wir ausgewandert sind...Meine Gefühle sind so durcheinander manchmal. Trotzdem freue ich mich darüber, dass ich diesen Sommer vlt wieder in Berlin sein köntte...

  7. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Hallo Damira, könnt ihr vielleicht die Sommer/Winterferien in Deutschland verbringen?

    Was genau gefällt dir an deinem Land nicht mehr?

  8. User Info Menu

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Hallo Damira, ich kann Deine Gefühle gut nachvollziehen.. mir geht es ähnlich.. Ich habe gerade nicht nur diesen, sondern auch den Rückkehrer- Strang mit großem Interesse gelesen!
    Ich bin seit sechs Jahren im europäischen Ausland, nach vier Jahren hatte ich das Gefühlt mich in meiner Wahlheimat richtig zuhause zu fühlen, aber jetzt so langsam denke ich immer häufiger an eine mögliche Rückkehr.. Andererseits finde ich mittlerweile auch einiges in Deutschland seltsam und merke, dass ich mich immer mehr mit meiner Wahlheimat identifiziere (wenn auch nicht mit allem natürlich).
    Mein Freund würde mitkommen, aber begeistert ist er nicht und für ihn wäre es beruflich auch erstmal schwierig. Und in Deutschland ist die Zeit ja auch nicht stehen geblieben..
    Mit Kind ist das sicherlich nochmal eine andere Nummer.. sind deine Freunde/ Familie denn noch in Berlin? Bei mir sind sie verstreut über ganz Deutschland, ich hätte also sowieso keinen konkreten Ort an den ich zurückkehren könnte/ wollte.

  9. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Victoria, nach ein paar Jahren ist so ein Gefühl ganz normal.

    Man ist "zu Hause" im einen, denkt aber gerne ans andere zurück ...

  10. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Übrigens, meine Erkenntnisse -

    ich würde niemals in ein Land ohne genügend Mittel gehen. Niemals ohne guten Arbeitsvertrag. Niemals ohne Versicherung.

    Hätte ich meine Liebsten dabei, würde ich mich darauf einstellen, sie notfalls "durchzufüttern", gerade wenn es schwierig werden würde, einen Job zu finden.

    Und bei Kindern - hmmm, schwierige Frage. Ich halte nichts davon, Kinder mal eben aus ihrem Umfeld herauszureißen, weil es einem mit Heimweh packt. Bin ich ganz ehrlich.

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