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  1. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Was die Freundlichkeit angeht, kann ich auch der rein "sozialen", ritualisierten angelsächsischen (besonders USA) Alltagsfreundlichkeit viel abgewinnen.
    Ich weiß ja, wie es einzuschätzen ist und sehe daher kein Problem.
    Es ist halt ein suziales Schmiermittel, um die schlimmsten Auswüchse von "Jeder lässt immer raus, wie er sich wirklich gerade fühlt" zu verhindern.

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Kitty: In türkischer Hand waren/sind aber einige Stadteile schon lange. In Kreuzberg werden es umgekehrt immer weniger, und in Neukölln geht es im Norden - etwas weniger - auch zurück. Naja, und nicht alle sind schlecht auf Türken zu sprechen.
    Ich habe in den vier Monaten, bald fünf genau zwei Roma gesehen - Unter den Linden ... Vielleicht kommen sie eher im Sommer, wenn es mehr Touristen gibt? Auch Spanier (oder spanischaussehende Leute) nehme ich keine war ... Dieser Spruch aus der Taz gefällt mir aber: „Ellos tienen Mallorca, nosotros tenemos Berlin“ („Sie haben Mallorca, wir haben Berlin“) Und bezieht sich der Artikel nicht eher auf junge Leute, die sich intergrieren wollen? Anrecht auf soziale Hilfe haben sie ja nicht .... Ich würde sagen, der Anteil von Europäern und Amerikanern um 25 ist sehr hoch, aber ist das nicht der Reiz der coolen Hauptstadt. Allerdings sehen die morgens in der S-Bahn alle so aus, als ob sie arbeiten.

    Um für mich mal klarere Zahlen zu haben (beides Wikipedia):

    According to the Office for National Statistics, based on the 2011 Census estimates, 59.8 per cent of the 8,173,941 inhabitants of London were White ... 20.9 per cent of Londoners are of Asian and mixed-Asian descent. 19.7 per cent of Londoners are of full Asian descent, with those of mixed-Asian heritage comprising 1.2 of the population. Indians account for 6.6 per cent of the population, followed by Pakistanis and Bangladeshis at 2.7 per cent each. Chinese peoples account for 1.5 per cent of the population, with Arabs comprising 1.3 per cent. A further 4.9 per cent of Londoners are classified as "Other Asian". 15.6 per cent of London's population are of Black and mixed-Black descent. 13.3 per cent of Londoners are of full Black descent, with those of mixed-Black heritage comprising 2.3 per cent of the population. Black Africans account for 7.0 per cent of London's population, with 4.2 per cent as Black Caribbean and 2.1 per cent as "Other Black". 5.0 per cent of Londoners are of mixed race.
    Dazu im Vergleich:

    14 Prozent der Berlinerinnen und Berliner haben einen ausländischen Pass.
    Gegenüber dem vergleichbaren Stand des Vorjahres stieg die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer damit um 20 406. Der Ausländeranteil beträgt 14,0 Prozent. Die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund (Deutsche mit Migrationshintergrund, Ausländerinnen und Ausländer) stieg in diesem Zeitraum um 36 056 auf 908 188. Damit lag der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund an allen Einwohnern in Berlin bei 26,5 Prozent. Die Ausländerinnen und Ausländer sind in Berlin regional sehr unterschiedlich verteilt. Liegt der Ausländeranteil im Bezirk Mitte bei 27,5 Prozent, so beträgt er in Treptow- Köpenick nur 3,5 Prozent. Beim Vergleich der Ortsteile reicht die Spannbreite von 34,3 Prozent im Ortsteil Gesundbrunnen bis zu 0,8 Prozent in der Stadtrandsiedlung Malchow.
    Okaay, ich nehme meine Annahme zurück, dass die Zuwanderung ein Problem ist. Bei 14% ???
    Geändert von Kitty1670 (20.02.2013 um 14:18 Uhr)
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    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

  3. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Ich habe in den vier Monaten, bald fünf genau zwei Roma gesehen - Unter den Linden ... Vielleicht kommen sie eher im Sommer, wenn es mehr Touristen gibt? Auch Spanier (oder spanischaussehende Leute) nehme ich keine war ... Dieser Spruch aus der Taz gefällt mir aber: „Ellos tienen Mallorca, nosotros tenemos Berlin“ („Sie haben Mallorca, wir haben Berlin“) Und bezieht sich der Artikel nicht eher auf junge Leute, die sich intergrieren wollen? Anrecht auf soziale Hilfe haben sie ja nicht .... Ich würde sagen, der Anteil von Europäern und Amerikanern um 25 ist sehr hoch, aber ist das nicht der Reiz der coolen Hauptstadt. Allerdings sehen die morgens in der S-Bahn alle so aus, als ob sie arbeiten.
    Ich nehme das ebenso wahr. Roma, ja, es gibt den einen oder anderen Strassenmusikanten, U-Bahn-Musikanten oder auch Bettler, aber nicht in einem Ausmass, was ich als stoerend oder wesentlich mehr empfinden wuerde als frueher. Spanier gibt es mehr, ok - in meiner Tram hoere ich mittlerweile oefters spanisch. Aber wie Kitty schrieb: die sehen aus als seien sie entwerder Touristen oder wuerden hier arbeiten. Auch da sehe ich jetzt keinen Anlass fuer Ueberfremdungs-Panik. Im Prinzip ist diese Stadt das gleiche, liebe Schmuddelkind mit Geltungsdrang wie schon ewig.

    Das Problem allerdings mit der Ueberfremdungspanik ist ja, dass es sich nicht auf Zahlen stuetzt. Deutschland war nie grossartig ein Einwanderungsland (14% in Berlin duerfte im Bundesdurchschnitt schon sehr viel sein), aber aus irgendwelchen nicht rationalen Gruenden hatten die Deutschen schon immer Panik vor Ueberfremdung. Ist vielleicht eine Folge der Tatasache, dass wir a) nie/kaum Kolonien hatten (vier an der Zahl und die haben wir schnell abgegeben) und b) die deutsche Aussenpolitik des letzten Jahrhunderts sich auch nicht mit der Welt befasst hat sondern aussschliesslich mit der Ostpolitik und Wiedervereinigung. In Deutschland schaut man einfach gewohnheitsmaessig und aus der Historie gewachsen nicht ueber den eigenen Tellerrand hinueber. In UK und US ist das eben anders.

    (Was nur eine Feststellung ist, keine Wertung! )
    Geändert von Inaktiver User (20.02.2013 um 19:22 Uhr) Grund: ;-)

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Ja, eigentlich sollte die Debit Card genauso, wie eine EC-Karte akzeptiert werden, das Prinzip ist jedenfalls dasselbe: Man kann nur ausgeben, was man hat. Läuft die EC-Karte eigentlich auch (teilweise) über Visa Elektron?

    Ich kaufe eigentlich meine Drogerieartikel fast ausschließlich bei Boots. Vor allem auch, weil ich eine Advantage Card hab und mir dann von Zeit zu Zeit von den Punkten mal was Feines leisten kann, wozu ich sonst zu geizig wäre

    Zum Thema Ausländeranteil kann ich nur beisteuern, dass er hier Belfast verschwindend gering ist (von take away betriebenden Chinesen und polnischen Leiharbeitern abgesehen) - oh Wunder
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    Sag was du denkst und tu was du sagst.
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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Ja, die Geschichte mit der ec-Karte kapiere ich auch nicht. Weil ja eigentlich maestro doch im Grunde auch mastercard sein müsste, oder? *grübel*

    Die ec-/maestrokarte scheint eine rein deutsche Spezialität zu sein, was aber niemandem in Deutschland klarzumachen ist. Wenn ich dort erzähle, dass man im Ausland kaum mehr damit bezahlen kann, weil Visa gerade versucht, die Weltherrschaft an sich zu reissen, glaubt mir das kaum einer. Hier wundern sich die Deutschen dann an der Kasse. Ich gestehe, ich habe mir nach jahrelanger Verweigerung letztes Jahr auch wieder eine zugelegt. Scheinbar neige ich zu Spontankäufen bei Aldi.

    Ich hab übrigens gerade *hust* einen Flug nach Berlin gebucht, eiliges berufliches. Habt vielleicht Ihr orten können, welche Art von spanisch Ihr so hört? Ich meine, ob es mehr nach peninsula oder americano klingt? Einwanderer könnten ja eigentlich nur vom spanischen Festland sein. Ich werd auch mal die Lauscherchen aufsperren. Ach nee, ich muss bestimmt Ohrenschützer tragen, dann geht das nicht...
    Die Menge macht das Gift.
    T. B. v. Hohenheim

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Jetzt hatte ich eine kleine Abhandlung über das deutsche Bankwesen geschrieben und alles ist weg ... grrr.

    Mein Fazit ist jedoch, dass ich froh bin, dass das Kreditkartenwesen hier noch nicht so um sich greift. Aber: Stichwort Weltherrschaft Visa: Ich bin sicher, dass dies noch kommt. In fast allen Geschäften wird Debit akzeptiert, das war bei meinem Weggang aus Deutschand damals ganz anders, da musste man immer ein Bündel Scheine mit sich rumschleppen. Und Kreditkarten, z.B. Amazon, akzeptieren jetzt eine längere Laufzeit (oder wie man das nennt), früher wurde der Betrag doch einfach am Ende des Monats abgebucht. Alles Schritte in die Richtung, die Menschheit an Schulden zu gewöhnen.

    Debit wird vermutlich bevorzugt, weil du eine Geheimzahl eintippen musst, während du bei der Kreditkarte nur unterschreibst, und so eine Unterschrift läßt sich leichter fälschen. Vermutlich hat die Verkäuferin das gemeint.Viele Geschäfte wollen auch einfach die abzuführenden Prozente an die KKGesellschaft nicht zahlen.

    Saturn vergibt ja so eine interne Ratenabzahlung und ich schätze, wenn sie Kreditkarte einführen, nimmt die niemand mehr in Anspruch.

    Aus den USA kommend, bin ich zwiegespalten, was die bunten Kärtchen angeht ... Einerseits sind sie praktisch, andererseits verführerisch und was sie mit einem ganzen Land machen können, hat man ja zur Genüge gesehen. In diesem Sinne gefällt mir die Mentalität: "Schön wärs, aber ich kanns mir nicht leisten", es ist einfach ehrlicher. In den USA weisst du nie, welchen Status jemand tatsächlich hat, da alles auf Pump gekauft sein kann.

    Kitty
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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Eine Kreditkarte ist keine Einladung zum Schulden machen. Dazu reichen schon ein Dispo und eine normale EC-Karte.

    Fast alle Leute, die ich kenne und von denen ich weiß, daß sie einen Dispo über mehrere tausend Euro haben, reizen diesen auch aus. Nicht, weil sie sich in einer Notlage befinden, sondern weil ihnen der Dispo scheinbar suggeriert, daß es geschenktes Geld ist. Davon werden sich einfach schöne und unnütze Dinge gekauft.
    Wenn der Wind der Veränderung weht,
    bauen die einen Mauern
    und die anderen Windmühlen.

    - chinesisches Sprichwort -

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Mein Fazit ist jedoch, dass ich froh bin, dass das Kreditkartenwesen hier noch nicht so um sich greift.
    Ich auch!
    Mir fällt da auch der Anfnag des Buches "Der Report der Magd (Originaltitel: The Handmaid's Tale)" von Margaret Atwood aus dem Jahr 1985 ein:
    Desfred (engl. Offred), sie ist die Ich-Erzählerin und Protagonistin des Romans. Die Geschichte spielt in Nordamerika so etwa zu der heutigen zeit: Bargeld ist abgeschafft, es gibt nur noch Kreditkarten, bis Desfred eines morgens feststellt, dass sie mit ihrer Kreditkarte weder Milch noch Zigaretten einkaufen kann, ihre Kreditkarte ist ungültig. Erst Tage später stellst sie fest, dass alle Kreditkarten von Frauen schlagartig ungültig wurden, sie waren mit M (für male) und F (für female) gekennzeichnet.

    Ohne Geld, rsp. Kreditkarte, kann sie nicht überleben und wird die Magd und Sexobjekt eines Kommandanten.

    Seither achte ich sehr darauf immer Bargeld bei mir zu führen und zumindest kleine Einkäufe damit zu bezahlen.
    Es soll vor ein paar Jahren einen schwedischen Vorstoß gegeben haben, nur noch Kreditkarten zum Bezahlen zuzulassen und Scheine und Münzen abzuschaffen. Es sollte damit die Prostitution und den Drogenhandel trockengelegt werden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Guten Morgen,

    Ich schreib jetzt kurz mal was, damit ich den Strang direkt immer bekomme

    Ich lebe seit knapp 16 Jahren (plus 1 als au-pair vor „ewiger“ Zeit …) in Frankreich (Nähe Marseille), habe zwar nicht vor, zurück nach Deutschland zu gehen, aber man kann ja nie wissen, wie das Leben tatsächlich weitergeht.
    Im Moment denke ich, hätte ich Schwierigkeiten, obwohl ich die gar nicht so genau definieren könnte. Eher so ein Bauchgefühl.
    Obwohl ich mich schon manchmal ärger, wenn z.B. meine Kollegen sagen, dass sie gleich etwas machen und wenn ich nicht nachhake, habe ich manchmal Wochen später noch nicht, was ich mal angefragt hatte (manchmal teste ich das, wenn ich das nicht dringend brauche) . Man gewöhnt sich dran, bzw stellt fest, dass Aufregen sich nicht lohnt, es ist eben so.
    Ich habe noch das Glück, dass ich mit einem Deutschen Chef zusammenarbeite, die frz Abteilung wäre mir zu unstrukturiert.

    Ich finde die Berichte hier sehr interessant.

    Sonnige Grüsse,

    Marseille

  10. Inaktiver User

    AW: Rückkehr nach Deutschland - noch jemand hier?

    Zitat Zitat von Marseille1 Beitrag anzeigen
    Obwohl ich mich schon manchmal ärger, wenn z.B. meine Kollegen sagen, dass sie gleich etwas machen und wenn ich nicht nachhake, habe ich manchmal Wochen später noch nicht, was ich mal angefragt hatte (manchmal teste ich das, wenn ich das nicht dringend brauche) . Man gewöhnt sich dran, bzw stellt fest, dass Aufregen sich nicht lohnt, es ist eben so.
    Ich habe noch das Glück, dass ich mit einem Deutschen Chef zusammenarbeite, die frz Abteilung wäre mir zu unstrukturiert.
    Echt? Ich habe mal in einer französisch-englischen Firma gearbeitet und fand die Franzosen wahnsinnig strukutiert. Aber - und das habe ich glaube ich überall in Frankreich festgestellt - sie machen mehr Worte drum, die Deutschen erledigen das eben schnell. Ich mag das mit den vielen Worten aber, man hat das Gefühl, alles ist so gut durchdacht.

    Von den Engländern habe ich den Eindruck es wird mehr Druck ausgeübt aber auch mehr gelobt. Das hat mir persönlich ebenfalls gefallen, ich bin gerne gefordert. Derzeit habe ich den Eindruck in D läuft vieles gemütlicher ab im Arbeitsleben, was ja auch seine Vorteile hat. ... ist aber vielleicht auch immer ein subjektiver Eindruck, den man aus den jeweiligen Firmen so hat.

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