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  1. Inaktiver User

    die altersfrage

    ich fühle mich oft sehr unwohl, wenn ich nach meinen alter gefragt werde. es ist mir irgendwie sehr unangenehm.
    das war nicht schon immer so, sondern erst ab der volljährigkeit. es liegt nicht daran, dass ich unbedingt jung sein will oder keine verantwortung übernehmen möchte. ich konnte frühers schon nicht so viel mit gleichaltrigen anfangen und übernehme schon gern auch verantwortung und mein leben selbst in die hand.

    ein bisschen liegt es vielleicht daran, dass ich allgemein keine zahlen mag, ich stell mich auch nicht auf die waage und ich schaue absichtlich keine arztberichte mit gewichtsangaben an, sofern ich mich auf die waage stellen muss, sehe ich nicht hin. ich hatte nie ein gewichts- oder essensproblem. es ist nur so, dass wenn ich mich mit der zahl, die ja nur eine zahl ist, mehr beschäftige, dann stelle ich vergleiche an. das tut mir irgendwie nicht wirklich gut und deshalb versuche ich das zu vermeiden.

    mit dem alter mag es vielleicht auch daran liegen, dass ich durch schul- und studiengangswechsel ein paar jahre später meinen berufsabschluss gemacht habe, während alle schon fertig waren und ich relativ früh schon immer gehört habe, dass ich ja dann eine der ältesten sei, sobald ich mein alter genannt habe.

    mir ist es mit den jahren dann immer unangenehmer geworden, es kamen oft so reaktionen wie "soo alt", oder eben, dass man einer jüngeren kategorie zugeordnet wird, aufgrund der situation in der man sich befindet, z.b. berufsanfänger und man wird 2-3 jahre jünger gemacht und dann kommt eben erst recht entsetzen, weil man den eigentlichen "jung"-bonus, macht das noch nicht so lange, ja nicht mehr haben sollte. und da fühl ich mich leicht zurückgeblieben. inzwischen bin ich dazu übergegegangen das thema zu meiden, so gut wie es geht. oder ehrlich zu sagen, dass ich mit dem alter probleme habe und darüber nicht reden will. so doof das auch klingen mag. gute, langjährige freunde, wisssen es ja eh. bei neuen leuten, fühl ich mich einfach eher unwohl. dabei hab ich jetzt überhaupt nicht so einen schlimmen lebenslauf, objektiv betrachtet und kenne viele in ähnlichen situationen oder "schlimmeren". das "problem" mach ich mir schon irgendwie selbst.

  2. Moderation

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    AW: die altersfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich fühle mich oft sehr unwohl, wenn ich nach meinen alter gefragt werde. es ist mir irgendwie sehr unangenehm.
    Gefragt zu werden oder antworten zu müssen?

    Da ich finde, daß es die meisten Leute nichts angeht, wie alt ich bin, habe ich einen Haufen Antworten auf die Frage "wie alt bist du eigentlich" in der Hinterhand, und nur eine davon ist mein Alter. Oft steht hinter der Frage nach dem Alter auch eine ganz andere Frage, dann beantworte ich eben die.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Inaktiver User

    AW: die altersfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mit dem alter mag es vielleicht auch daran liegen, dass ich durch schul- und studiengangswechsel ein paar jahre später meinen berufsabschluss gemacht habe, während alle schon fertig waren und ich relativ früh schon immer gehört habe, dass ich ja dann eine der ältesten sei, sobald ich mein alter genannt habe.
    Nun ja, Du bist eben nicht den geraden Weg gegangen, sondern hast ein paar Kurven gemacht! Ich finde das absolut nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Du hattest den Mut dazu, den haben nicht viele! Wer sagt denn, dass man immer den direkten Weg gehen muss? Ich finde, Du hast keinen Grund, Dich zu schämen, ganz im Gegenteil!

    Als ich mir letztens Zigaretten gekauft habe, hat mich die Verkäuferin gefragt, ob ich schon volljährig bin. Ich habe geantwortet, dass ich schon zweimal volljährig bin, was auch der Wahrheit entspricht! Ich kann Dir nur empfehlen, begegne solchen Situationen mit Humor!

  4. Inaktiver User

    AW: die altersfrage

    beides. gefragt werden impliziert für mich automatisch das antworten.
    und inzwischen habe ich keine lust mehr darauf dann mit der zahl zu antworten. was heißt inzwischen, eigentlich schon seit mehreren jahren. mir ist alter eigentlich gar nicht so wichtig, also wie gesagt welche zahl da nun auf dem papier steht oder in meiner hose. und eigentlich hatte ich das schon relativ früh, mit 19 fand ichs auch schon unangenehm nach dem alter gefragt zu werden.

  5. Inaktiver User

    AW: die altersfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja, Du bist eben nicht den geraden Weg gegangen, sondern hast ein paar Kurven gemacht! Ich finde das absolut nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Du hattest den Mut dazu, den haben nicht viele! Wer sagt denn, dass man immer den direkten Weg gehen muss? Ich finde, Du hast keinen Grund, Dich zu schämen, ganz im Gegenteil!
    da geb ich dir ja recht. ich hab auch den eindruck, dass ich dadurch eher ein breit gefächertes wissen habe und ich persönliche finde 2-3 jahre älter als der "abschlussdurchschnitt" nun auch nicht so viel, bemerkens- oder erwähnenswert. ich war auch nie die älteste dort. da gabs immer noch ältere und leute mit mehr sprüngen und ich fand das nie schlecht. für den standard-geraden ist das nun aber irgendwie zu alt. sicher ist mir das eigentlich egal, nur ich hab ich inzwischen schon immer eine imaginäre negative reaktion auf die antwort im kopf. und das machts dann für mich unangenehm.
    Geändert von Inaktiver User (07.02.2013 um 22:49 Uhr)

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    AW: die altersfrage

    :smirksmile es nervt mich auch, wenn es in Zeitungsberichten oft heißt, der "Rentner " oder die"Rentnerin" . Und das in einer Zeit , in der ein Arbeitsende mit 70 angestrebt wird. Besonders im Straßenverkehr. Wird es oft genannt. Man sagt ja auch nicht, ein Halbstarker oder Halbstarke hat einen Unfall verursacht. Ich finde es ist eine Diskriminierung ! Wir kommen doch alle mal dahin. Man kann doch ganz einfach sagen , ein Mann (oder Frau) war in jener Sache verwickelt!
    Gruß Duft

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    AW: die altersfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) das "problem" mach ich mir schon irgendwie selbst.
    Genau. Das Problem machst Du Dir selbst.

    Obwohl natürlich der Druck von außen, der durch das Nachfragen des Alters und die damit einhergehenden Reaktionen ("Was, schon so alt?") gerade wenn diese Reaktionen als eher negativ gefühlt werden, auch beträchtlich ist und man damit erst einmal zurechtkommen muss. Also diesem Druck etwas entgegensetzen muss oder möchte.

    Dem standzuhalten wird dann ziemlich schwierig, wenn man sich unter Zugzwang oder so einer Art "Rechenschaftspflicht" unterwirft, oder wenn man ganz einfach ehrlich sein möchte, sich aber nicht traut, weil man nicht weiß, wie die Reaktionen ausfallen werden.

    Mein Tipp:
    Leg Dir ein dickes Fell zu und versuche, Dich nicht mehr so sehr an den (negativen) Reaktionen Deines Gegenübers zu stören oder davor Angst zu haben, sondern versuche offen, offensiv und un_gezwungen mit Deinem Alter umzugehen. Oft möchten Dich die Leute, mit denen Du zu tun hast, mit ihrer Frage auch ganz einfach nur in ihr Koordinatensystem von Geschichte/Raum /Zeit, kurz: in ihr eigenes Dasein, einordnen können. Das ist nichts anderes als Orientierung (Wer bist Du und wer bin dann ich?) und dabei geht es oft gar nicht darum, ein Urteil über jemanden zu fällen. Die Leute haben also im Grunde gar nichts Böses im Sinn (frei nach den "Ärzten" :-))

    Mir erging es oft ganz ähnlich wie Dir, da auch ich bis jetzt einen eher ungewöhnlichen Lebensweg hinter mir habe (und man mir mein Alter auch nicht so ohne weiteres ansieht ). Oft war dabei mein Alter auch Thema. Vor einiger Zeit war ich da ebenfalls noch ziemlich unentspannt, weil mir diese ungewollte Aufmerksamkeit, die die Frage nach dem Alter nach sich zog, sehr unangenehm war. Aber, als ich irgendwann mal spürte, dass mir keiner etwas "Böses" will, konnte ich mich mehr und mehr entspannen. Irgendwann war ich es auch Leid, immer diplomatisch manövrieren zu sollen und hatte beschlossen, jedem, der mein Alter hören will, es auch mitzuteilen, WENN ICH ES IN DEM MOMENT FÜR ANGEBRACHT HALTE. Also, ich gehe inzwischen ganz nach Bauchgefühl und lasse mich weder von einem "eigentlich sollte ich" oder einem "nein, ich sags lieber nicht" ein schlechtes Gewissen machen. Wenn ich Lust habe, rede ich darüber und wenn nicht, dann eben nicht. So einfach ist das im Grunde. Wobei ich das immer öfter einfach sage, wenn ich neugierig-höflich danach gefragt werde. Und wenn mir dann doch eine/-r ins Gesicht staunt. "Was, schon sooo alt?", dann antworte ich einfach: "Ja, so alt. Na und? Pass'auf, bald bist Du auch "so" alt" Das geht ratzfatz!"

    Also, mach' Dir nicht so viele Gedanken über die Reaktionen der anderen, sondern fange an, Dich selbst und Deinen Lebensweg UND Dein Alter zu akzeptieren (und vielleicht auch ein wenig stolz darauf zu sein, denn es scheint, dass Du doch ganz gut vorangekommen bist, oder?). Manche haben halt einen eher geradlinigen Weg, auf dem sie immer in der entsprechenden Altersstufe das leben, was grad alle anderen auch (er-)leben und andere, so wie Du und ich, halt nicht. So what? Und zudem: Wie schön, dass es diese Vielfalt an Lebensentwürfen gibt! Wäre doch langweilig, wenn alle immer alles zur selben Zeit erleben würden, oder?

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    AW: die altersfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    da geb ich dir ja recht. ich hab auch den eindruck, dass ich dadurch eher ein breit gefächertes wissen habe und ich persönliche finde 2-3 jahre älter als der "abschlussdurchschnitt" nun auch nicht so viel, (...)
    Les' ich jetzt erst: Was, nur so wenig Altersunterschied? Das ist doch gar nichts!

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    AW: die altersfrage

    "Auf wie alt schätzt Du mich?"

    "Eine Dame fragt man das aber nicht."

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    AW: die altersfrage

    Bei 2-3 Jahren Unterschied zur Norm - dieser Zeitraum verwischt sich doch. Ob jemand 19 oder 22 oder 29/32 ist oder 49/52, den Unterschied kann man doch nicht aus dem Aussehen oder der beruflichen Position festmachen.
    Vielleicht bist du einfach etwas dünnhäutig.
    Und wenn du älter wirst, hören diese Fragen ohnehin auf.

    Die Antwort "eine Dame fragt man nicht nach dem Alter" ist in meinen Augen wenig dazu geeignet, voll genommen zu werden. Damen nennen sich nicht Damen, es ist in den Augen der meisten Menschen eine zickige Antwort.
    Und auch "auf wie alt schätzt du mich", da kann man ganz schön reinfallen und die Altersfrage wird erst recht negativ zum Thema, was man ja vermeiden wollte, denn die wenigsten Menschen können wirklich das Alter schätzen.

    Weitere Antworten sind, und es kommt auch immer auf den Gesprächszusammenhang an:
    Warum ist mein Alter für dich wichtig
    Man ist immer so alt wie man sich fühlt
    Das finde ich unwichtig in diesem Zusammenhang
    Jetzt grade fühle ich mich wie 16 an der Kinokasse für einen Film über 18.

    Die Antwort auf die Altersfrage ist sowas von unwichtig, denn die Meinung des Gegenübers, - so es denn seine Meinung ist - dass ich mich unangemessen im Verhältnis zu meinem Alter handle, kann ich ohnehin nicht ausbremsen. Er hat sein Urteil und sein Vorurteil. Und wenn er positiv eingestellt ist, dann kanns nur besser werden.
    Und manchmal ist es ganz einfach Interesse.

    Ich habe Zeit meines Lebens mein Alter genannt, aber auch gefragt, warum das jetzt gewusst werden will. Und auf meinem Kennzeichenschild steht auch mein Geburtsjahr. Inzwischen hab ich da einen Altersbonus.
    Geändert von Quidam (08.02.2013 um 08:44 Uhr)
    .
    I'm waiting for the other shoe to drop.



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