Im Prinzip hast du recht. Das Problem kommt aber nicht durch die Religion. Es gibt durchaus jede Menge moderne, integrierte Muslime bei uns wie auch in muslimischen Ländern. Das Problem rührt daher, dass ein großer Teil der Einwanderer aus archaischen Kulturen (um nicht zu sagen mittelalterlichen) stammt und sich in der modernen Welt nicht zurecht findet (finden will).
Das Problem würde vermutlich auch bestehen, wenn eine Million Yanomami-Indianer jetzt bei uns einwandern würden (wobei ich mir da nicht sicher bin, möglicherweise wären eine Million Yanomami- Indianer in ein paar Jahren gut integriert und hätten eine gut florierende Naturheilmittelindustrie hier aufgebaut).
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06.02.2013, 16:24
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
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06.02.2013, 16:44
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Das Thema Marginalisierung und Bildung(sbenachteiligung) wurde ja schon angesprochen. An dieser Stelle könnte man sich auch mit ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital und Ressourcen auseinander setzen. Das betrifft nicht nur Leute mit Migrationshintergrund aber eben auch und insbesondere.
Das alles wirkt sich natürlich im Endeffekt auf die „Anpassung“ aus. Anpassung an was eigentlich?
Leandra du schreibst, du beschäftigst dich viel mit dem Thema und mit Menschen mit Migrationshintergrund. Das kann ich leider überhaupt nicht in deinen Beiträgen erkennen. Denn wenn du das tun würdest, würden Sätze von dir nicht so hier stehen, wie sie das tun.
Vielleicht solltest du dir erstmal eine Länderkarte anschauen und orten, was du mit "Balkan" meinst. Es gibt Länder am Balkangebirge, die nicht muslimisch sind. Daher sehe ich hier den Zusammenhang nicht.
Es gibt auch "Flüchtlinge", Muslime, die hierher kommen, u.a. WEIL sie in ihrem Land gezwungen werden, Kopftuch zu tragen. Z.B. aus dem Iran.
Da du ja von Flüchtlingen sprichst... Diese erlangen hier sehr schnell Ernüchterung und Frustration an allen Ecken (auch die, die freiwillig hier herkamen). Man muss auch nicht annehmen, dass alle in die Schweiz oder nach Deutschland wollten, die jetzt hier jahrelang ohne Privatsphäre auf ihre Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung warten und deren Abschlüsse nicht anerkannt werden, die nicht in ihr Land zurückkönnen und nicht die Stadt verlassen dürfen (und dann als "Sozialschmarotzer" beschimpft werden).
Wie du da den Bogen zu Drogen- und Alkoholmissbrauch spannst, ist mir bisschen unklar. Meinst du Missbrauch oder meinst du auch Geschäfte damit zu machen? Das erklärt sich ganz einfach und betrifft jawohl nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund.
Es sind auch die kleinen Dinge des Alltags, die eine Rolle spielen. Wie würde es dir gefallen, wenn du mit deinen Freunden tanzen gehen willst und nicht in den Club gelassen wirst, weil schon zu viele deines Herkunftslandes drin sind?
Wenn du keinen Bahnhof durchlaufen kannst ohne Ausweiskontrolle?
An was würdest du dich da „anpassen“ wollen?
Wir müssen so langsam einsehen, dass wir eine interkulturelle Gesellschaft sind. „Integration“ an sich ist ein sehr großes Thema, das die gesamte Gesellschaft betrifft, nicht nur die "Ausländer". Ich persönlich bin eher für das Wort Inklusion und Anerkennung von Diversität. Ethnozentrismus, Überheblichkeit und Macht spielt hier eine sehr große Rolle.
Es gibt übrigens jede Menge Organisationen, auch von Migranten und Migrantinnen selbst. Das Problem besteht hier in der Zusammenarbeit und "kulturellen Öffnung" verschiedener Organisationen und Institutionen. Wie immer bestehen auch hier Vorurteile und Angst, seine Kompetenz abgesprochen zu bekommen.
Ansonsten kann ich mit deiner Feststellung nichts anfangen. Von mir hat noch niemand verlangt, Kopftuch zu tragen oder eine andere Sprache als die Landessprache zu sprechen. Ich fühle mich von Beschimpfungen nicht persönlich getroffen und erachte es als nicht weiter verwunderlich, wenn man sich damit beschäftigt, woraus das resultiert.
In die einzelnen Familienverhältnisse – Thema Unterdrückung der Frau - kann man nicht immer reingucken, aber das hat für mich nichts mit dem Thema „mein Land und die Ausländer“ zu tun.
Ich begegne jedem Menschen so, wie ich möchte, dass er mir begegnet.
@Destiny: Könntest du dann bitte auch aufhören zu verallgemeinern. Es gibt jede Menge europäische Frauen, die sich überall rasieren außer auf dem Kopf. Weiß nicht wieso du da von "wir" schreibst
Don't let them dictate to you the definition of yourself.
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06.02.2013, 16:51
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Mit den Yanomami würde ich hier jetzt lieber garnicht anfangen... dieses Beispiel ist völlig unangebracht an dieser Stelle. Die Frage ist, ob die überhaupt Interesse dran hätten, in ein Land einzuwandern, dass den Genozid und Landraub an ihrem Volk unterstützt. Das umschreibt man glaube ich gerne mit Postkolonialismus oder so, ist aber ein anderes Thema.
Don't let them dictate to you the definition of yourself.
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06.02.2013, 16:59
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Falsche Behauptungen werden nicht dadurch wahr, dass man sie immer wieder wiederholt. Warum sind Einwanderer z.B. aus Asien (China, Vietnam) oder Persien so erfolgreich? Sie haben gleiche Bildungsbenachteiligungen wie alle anderen Einwanderer auch. Die Benachteiligung besteht in der Kultur und damit in den Köpfen einiger Einwanderer. Deutschland bietet jedem Einwanderer gleiche Startbedingungen.
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06.02.2013, 17:18
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Formell ja, informell nicht. Stichwort Stigmatisierung.
Das mit dem kulturellen und sozialen Kapital kann man überlesen... spielt aber trotzdem eine Rolle.
Die Startbedingungen sind da sehr wohl auch unterschiedlich.
Ich kenne auch keine Schule, deren Anteil an Schülern über 50% aus Asiaten besteht.Don't let them dictate to you the definition of yourself.
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06.02.2013, 17:26
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06.02.2013, 17:33
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Die Benachteiligung resultiert wohl eher aus dem, was in den Köpfen vieler Deutscher so vorherrscht.
Viele haben tatsächlich (erstmal) nicht die Chance, sich den Wohnort und damit die Schule frei zu wählen... Alles andere ergibt sich dann daraus.
Vielleicht ist dir auch entgangen, dass man hier heutzutage schon für viele Kindergärten "Bewerbungen" schreiben muss.
Übrigens gibt es Studien darüber, dass die NEU zugewanderten Kinder aus den muslimischen Ländern im Durchschnitt besser in der Schule sind, als die, die hier geboren sind.
Und tatsächlich ist es so, dass der ökonomische Hintergrund und Herkunft bei der Schullaufbahn eine Rolle spielen. In einigen Bundesländern werden verpflichtende Empfehlungen nach der Grundschule ausgestellt bezüglich der weiterführenden Schulform. Es gibt Belege dafür, dass "schlechter" gestellte Kinder (darunter auch deutsche) bei GLEICHER Leistung, also gleichen Noten, tendenziell eine schlechtere Empfehlung bekommen, als wenn der finanzielle und Bildungshintergrund als höher eingestuft wird.
Es spielt da so vieles eine Rolle, dass man das nicht in ein paar Standardsätzen abhandeln kann.Geändert von TellMeWhy (07.02.2013 um 23:54 Uhr)
Don't let them dictate to you the definition of yourself.
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06.02.2013, 17:50
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Vermutlich. Z.B. einem Kopf wie deinem.
Die Benachteiligung rührt daher, dass bei uns eine Geisteshaltung verbreitet ist die besagt: Egal was du machst, wir helfen dir schon, du bekommst mindestens eine Wohnung, Essen, Schule, ärztliche Versorgung usw. und wenn dir einer krumm kommt, bezahlen wir dir auch einen Anwalt.
In den USA kommt kein Einwanderer jemals auf die Idee ohne Anstrengung überhaupt überleben zu können. Nichts tun, nichts lernen ist gleichbedeutend mit Not und Hunger. Trotzdem wollen so viele in die USA einreisen.
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06.02.2013, 18:05
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Naja an dieser Stelle werde ich mich mit dir nicht weiter darüber austauschen.
Es stimmt, man sollte andere Menschen nicht automatisch als inkompetent und hilfsbedürftig ansehen. Mit der Bereitstellung von ärztlicher Versorgung hat das aber wenig zu tun.
Was du mit dem Beispiel der USA sagen willst wird mir nicht klar. Das Wort Ghetto stammt nicht aus den USA? Die USA hat kein Einwanderungsproblem? Weil sie alle verhungern oder wie? Keine überfüllten Gefängnisse? Die nochmal wovon finanziert werden??? Achja... dort privatisiert sich das Ganze ja jetzt und wird mit Werbung finanziert
Don't let them dictate to you the definition of yourself.
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06.02.2013, 18:23
AW: "Mein Land" und die Ausländer...
Ja genau so schaut es aus hier wenn Du einen Asylantrag stellst. Du wirst an ein Asylbewerberheim weitergeleitet (egal wo...kannst dir das nicht aussuchen) und dann lebst du OHNE Arbeitserlaubnis(und die meisten möchten SOFORT anfangen zu arbeiten) dort vor dich hin bis dein Antrag genehmigt oder abgewiesen wird. Ist leider so.......und es ist wirklich teilweise menschenunwürdig wie es dort zugeht. Habe etliches an Info´s dahingehend aus erster Hand von guten Freunden bekommen...
Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein




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