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  1. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Und wenn die Kinder Dich auf Deiner Karriereleiter zurueckwerfen sollten, was dann?
    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ich realistischerweise nicht "degradiert" würde oder Gehaltskürzungen zu befürchten hätte. In meiner Vorstellung war das ein Stillstand, evtl ein vorübergehender. Ist das jetzt völlig naiv?
    Ich bin mir aber sicher, dass es Situationen gäbe in denen meine Karriere mir auch egal ware. Bspw wenn mein Partner meine Hilfe bräuchte oder dann eben später mal meine Kinder.

    Burnout
    Das ist möglich, den Gedanken hatte ich auch. Ich schwanke aber, ob es vielleicht auch "nur" Erschöpfung ist weil ich viel zu tun habe und schön länger keinen Urlaub mehr gemacht habe...
    Und ich frage mich, ob ich mich da eigentlich in etwas hineinsteigere. Das alles zu ernst nehme und überzogene Erwartungen habe...

    uff, da wirst du dann aber deine Denke bzw dein Lebensgefühl um 180 Grad drehen müssen, wenn du Kinder hast

    heisst, tob erstmal deinen Ehrgeiz aus, denn wenn du den dann an den Kindern austobst - autsch, arme Kinder
    Vielleicht ist Ehrgeiz das falsche Wort für mein Empfinden und Verhalten...Ich tobe hier nichts aus, ich fühle mich innerlich dazu angetrieben. Andere Menschen sind davon nicht betroffen, zumindest nicht in dem Sinne dass ich das von ihnen verlangen würde oder auch nur bedenke und vergleiche.

    Was steht hinter deinem Ehrgeiz? Hast du dich schon mal zumindest theoretisch mit dem Scheitern beschäftigt? Ich les da grad was drüber. Scheitern gehört zum Leben wie der Erfolg. Erfolg ist i.d.R. auch nur möglich, weil man was riskiert. Und Risiko kann Erfolg aber auch Scheitern nach sich ziehen. Aber die Erfahrung des Scheiterns macht uns auch in uns stabiler, eben weil wir irgendwann kapieren, dass dies nunmal auch zum Leben dazu gehört.

    Wer bist du (nicht was bist du) noch außer deiner Karriere und das bißchen Privatdrumrum?
    Ich könnte gar nicht sagen, dass ich auf ein bestimmtes Lebensziel hinarbeite. Ich empfinde eher so, dass mir eine Aufgabe gestellt wird und die erledige ich immer so gut wie es mir möglich ist. Aus innerem Antrieb, erstmal. Aber irgendwie schon mit der Erwartungshaltung, dass andere das anerkennen und entsprechend sichtbar honorieren.

    Ernsthaft gescheitert zu sein ist eine Erfahrung, die ich im Leben bisher nicht gemacht habe. Natürlich klappt nicht immer alles, aber das waren keine wirklich bedeutsamen Dinge...Eigentlich kann man darüber natürlich froh sein, aber mir ist bewusst dass das eine Erfahrung ist die mir fehlt und ich anders Erfolge wahrscheinlich mehr wertschätzen würde.

    Wer bin ich...? Ich merke, dass ich mich offensichtlich noch nicht selbst gefunden habe. Weder die Frage nach dem Sinn meines Lebens noch diese kann ich überzeugend beantworten...
    Geändert von Inaktiver User (04.02.2013 um 18:33 Uhr) Grund: Ergänzung

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    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Ich bin nur Manager, kein Mediziner. Einen medizinischen Tipp kann ich nicht geben. Aus meiner Sicht kann ich dir aber sagen, dass du, wenn du das nicht stoppst und überwindest, nicht für eine langfristige Karriere geeignet bist und scheitern wirst. Eine Karriere über etwa 40 Jahre ohne Rückschläge, Niederlagen, Stillstand oder Seitwärtsbewegungen gibt es nicht. In höherem Alter wird dann allein schon der Stillstand zum Erfolg. Ein Soldat misst seinen Erfolg auch nicht daran, wie viele Kämpfe und Schlachten er gewonnen hat. Ein Soldat misst den Erfolg am Ende seiner Karriere daran ob er noch lebt.
    Phantastischer Kommentar! Besser kann man es nicht sagen.
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ich realistischerweise nicht "degradiert" würde oder Gehaltskürzungen zu befürchten hätte. In meiner Vorstellung war das ein Stillstand, evtl ein vorübergehender. Ist das jetzt völlig naiv?
    Ich bin mir aber sicher, dass es Situationen gäbe in denen meine Karriere mir auch egal ware. Bspw wenn mein Partner meine Hilfe bräuchte oder dann eben später mal meine Kinder.
    Hast Du mal mit Deinem Partner darüber gesprochen, wie ihr euch organisieren werdet, wenn ein Kind/Kinder anstehen?

    Bei Führungsaufgaben kannst Du davon ausgehen, dass weitgehend Vollzeit erwartet wird. Bei uns wird zähneknirschend auch mal 75% akzeptiert, aber das ist die absolute Ausnahme und maximal auf unterer Leitungsebene zu finden.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  4. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    @LaRimbecca:Ich meinte mit Gehaltskürzung nicht, dass ich weniger arbeite und entsprechend weniger Geld bekomme. Teilzeit ist hier grundsätzlich möglich. Ich meinte nur, dass ich ja nicht wegen Kind in eine andere Gehaltsklasse oder Hierarchiestufe gesteckt werde. Ich will und werde bis dahin auch keine Führungskraft sein.
    Und mein Partner und ich sind uns einig, dass wir das gemeinsam organisieren. Konkrete Planungen sind aber bisher auch noch nicht nötig.

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    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Aber irgendwie schon mit der Erwartungshaltung, dass andere das anerkennen und entsprechend sichtbar honorieren.
    es kommt natürlich auch stark darauf an, was du als Anerkennung und Honorar definierst - aber in der Form wie du das im Beruf bekommst, kannst du das als Mutter vergessen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  6. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ich realistischerweise nicht "degradiert" würde oder Gehaltskürzungen zu befürchten hätte.
    Auch das kann geschehen.
    Eine Freundin konnte nach dem Erziehungsurlaub "wählen" zwischen Teil- statt Vollzeit in ihrem alten Bereich, verbunden mit der Einstufung in einen schlechter bezahlten Tarif - oder der Einsatz in einer anderen Niederlassung fast 100 km weg von ihrem ursprünglichen Arbeitsort, 130 km von ihrem Wohnort entfernt.
    Die Wahl zwischen Pest und Cholera.

  7. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Bibiblo, hast Du Dich schon einmal aktiv damit auseinandergesetzt, wie Muetter in Deinem Unternehmen behandelt werden? Mir scheint, Du hast nur sehr vage Vorstellungen von diesem Teil Deiner Zukunft. Planst Du aktiv Deine Zukunft? UNter Beruecksichtigung von Rueckschlaegen und Beeintraechtigungen? Vielleicht wuerde es fuers erste helfen, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, was moeglich und wuenschenswert waere, anstatt blindlings hinter der am Stock befestigten Wurst "Karriere" herzuhecheln und sie moeglicherweise nie einzuholen?

  8. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    Ich danke euch für eure Anregungen, aber das Thema Kinder ist im Moment wirklich nicht mein vorrangiges Problem. Mir ist klar, dass es nicht leicht wird das überhaupt mit dem Beruf zu verbinden und mein Partner und ich haben darüber gesprochen. Im Moment ist das aber nicht akut und wenn überhaupt nur ein Teil von meinem außerberuflichen Leben über das ich nachdenken muss.

    Es ist auch nicht so, dass ich aktiv auf ein Karriereziel hinarbeite. Ich mache meinen Job so wie es meine Art ist, mit viel Engagement und Einsatz. Was ich versucht habe zu beschreiben war, dass in mir das Gefühl entstanden ist, dafür etwas bekommen zu müssen wenn ich die Spannung weiter aufrecht erhalten will. Und über dieses Gefühl mache ich mir Gedanken.

  9. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    ich bleib bei dem, was ich mit meiner ersten antwort meinte:
    der mensch, der sich über arbeitsleistung definiert, deckt etwas fehlendes zu. dort würde ich nachspüren.
    bist du abhängig von leistung, um dich als etwas wert zu fühlen?

    du fragst, wie man da raus kommt: ich denke, EIN weg müsste darüber führen, sich also vorzustellen, dass du KEINEN beruf hast (ok, du würdest dich abstrampeln, das zu ändern - aber was bleibt übrig, von dir, wenn du dich darauf gedanklich kurz einlässt. ein kind kann auch unerwartet schwer behindert zur welt kommen. du könntest arbeitsunfähig werden.)
    - was bliebe dann von dir übrig?

    liebst du dich auch ohne leistungsfähigkeit?
    kannst/MÖCHTEST du deine schwachen seiten annehmen?
    wie gehst du mit niederlagen um?


    hohe leistung zu erbringen, setzt belohnungssysteme im gehirn in bewegung.
    danach kann man auch schlicht süchtig sein/werden.
    grundstein dafür ist oft schon eine leistungsbezogenheit in der erziehung.

  10. Inaktiver User

    AW: Berufliche Gratifikationskrise - wie kommt man da wieder raus?

    ein kind kann auch unerwartet schwer behindert zur welt kommen. du könntest arbeitsunfähig werden.)
    - was bliebe dann von dir übrig?
    Ich glaube, wenn ich nicht arbeiten würde weil ich nicht könnte würde ich damit zurecht kommen. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ein behindertes Kind würde die Prioritäten extrem verschieben, ganz klar.
    Nur komme ich gerade nicht drauf, wie mir dieses Gedankenexperiment weiterhilft, weil es im Moment ja keine solche Situation gibt und dann logischerweise der Beruf einen relativ großen Teil meines Alltags einnimmt...

    liebst du dich auch ohne leistungsfähigkeit?
    kannst/MÖCHTEST du deine schwachen seiten annehmen?
    wie gehst du mit niederlagen um?
    Ich würde hoffen, dass ich die erste Frage mit einem klaren Ja beantworten könnte wenn ich die Erfahrung machen sollte.
    Ich weiß dass ich Schwächen habe und welche das sind. Ich nehme die an und habe an einigen -eher aufs Privatleben bezogenen- auch erfolgreich gearbeitet.
    Niederlagen...es gab bisher nur sehr wenige Situationen in meinem Leben, die ich als Niederlagen empfunden habe. Sehr wenige...

    Ich kann jetzt

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