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Thema: Eltern vs. Freund, Hilfe!
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30.01.2013, 16:21Inaktiver User
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
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30.01.2013, 17:01
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Wie wäre es denn, wenn Du klipp und klar sagst, dass Du nur kommst, wenn über Deinen Freund nicht gesprochen wird.
Erpressung geht auch anders rum.
Meine Bekannte war 18, als sie gehen wollte. Die Mutter bekam einen Herzinfarkt. Die Tochter blieb.
Mit 21 sagte sie: Mama, es tut mir furchtbar leid. Aber Du wirst immer einen Herzinfarkt bekommen, wenn ich gehen will. Ich bin aber jung und kann nicht mein ganzes Leben bei Dir bleiben.
Sie ging. Die Mutter war 6 Wochen im Krankenhaus.
Heute haben sie ein sehr gutes Verhältnis.
Hast Du gar keine Wut, dass sie Dich so gängelt?
Ich finde, sie ist eine gnadenlose Erpresserin.
Ihrer einzigen Tochter so ein schlechtes Gewissen zu machen... Wenn Du mir nicht bedingungslos folgst, bist Du schuld an meinem Tod... einfach unglaublich.
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30.01.2013, 19:30
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30.01.2013, 19:36
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Aber eines muss man der Mutter lassen!
Sie hat echt Ahnung davon wie man andere runter zieht und ein schlechtes Gewissen einredet
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30.01.2013, 20:00Inaktiver User
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Wer sich runterziehen läßt macht sich selbst zum Opfer! Und tut nichts anderes als die Mutter macht die sich auch als Opfer sieht!
Klar macht so ein auch Verhalten wütend und oft braucht man die Wut um sich überhaupt erstmal abgrenzen zu können. Fakt ist aber das die Mutter einfach "nur" Angst hat. Leider hat sie das typische "Du bist Schuld das es mir schlecht geht..." drauf....Das ist in unserer Gesellschaft gar nicht so selten...
Sicherlich hat sie nicht gelernt anders mit ihren Ängsten umzugehen. Und ältere Menschen sind in der Hinsicht oft völlig unreflektiert.
@Nassja
wenn Du gelernt hast Dich abzunabeln, dadurch das Du Dein eigenes Angst-Thema bearbeitest (Deine Mutter spiegelt Dich), dann kannst Du sogar Mitgefühl empfinden, im Herzen sein ohne auf diese "Spiele" einsteigen zu müssen. Du bist dann ganz bei Dir und kannst ihres bei ihr lassen.Geändert von Inaktiver User (30.01.2013 um 20:22 Uhr)
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30.01.2013, 20:50
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Danke ihr Lieben!

@ Sesam, ich bin tatsächlich schon soweit, dass ich Mitgefühl, oder noch viel schlimmer, Mitleid mit ihr habe... ich war auch schon wütend auf sie - und das war so viel einfacher, weil man sich leichter abgrenzen kann!
Danke auch für die Bücher Tipps, die werde ich mir mal besorgen!
Was ich vllt. noch dazu sagen sollte ist, dass meine Mutter aus Russland kommt, d.h. da liegen Welten in der Mentalität der Russen und Deutschen. Ich finde deutsche Eltern sind soviel vernünftiger, toleranter, liberaler in der Erziehung ihrer Kinder, dass es einfacher fällt seinen eigenen Weg zu gehen!
Es ist nicht untypisch für ausländische Mama´s, dass sie so wie meine reagieren und versuchen auf Biegen und Brechen ihre Kids auf den richtigen Weg zu führen
da spielt auch viel Dramatik und Emotion eine Rolle, eben weil man nie gelernt hat rational zu handeln...
Ich würde meine Mutter am liebsten zum Therapeuten schicken und ihr Antidepressiva verschreiben, aber davon will sie nichts hören! War klar
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30.01.2013, 20:57
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Einige von euch scheinen ja sowas Ähnliches schon durchgemacht oder bei Bekannten erlebt zu haben... danke für eure Erfahrungen!
Es scheint tatsächlich keinen anderen Ausweg zu geben als resolutes Handeln! Es wird nicht einfach, aber daran führt kein Weg vorbei! Ich hoffe nur soooo sehr, sooo sooo sehr, dass es sich am Ende lohnt - im Sinne von, dass mein Freund der "Richtige" ist... klar wird es sich auch lohnen in Sachen erwachsen werden, aber mein Gewissen würde mich fertigmachen, wenn meine Mutter am Ende doch Recht behält! Denn dafür wäre es ein echt verdammt hoher Preis, den da alle Beteiligten bezahlen mussten...
@ Sesam...
Der Tipp mit dem "bei sich bleiben", hmm... klingt gut, aber wie schafft man das?! Ich merkte schon in der Tagklinik in der Gruppentherapie, dass mich jeder Pups der anderen irgendwie zu sehr mitgenommen hat! Man leidet irgendwie immer mit... die Therapeuten dort meinten, ich solle mir ne Art Käseglocke vorstellen und die Probleme der anderen an mir abprallen lassen, aber das klappte nicht
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30.01.2013, 21:00Inaktiver User
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Liebe Nassja,
ich kann mich den anderen nur anschließen - deine Mutter manipuliert dich mit ihrer schweren Krankheitsgeschichte. Wahrscheinlich sogar aus für ihrer Sicht ehrenwerten Motiven.
Mal eine Frage - hast du dich schonmal zu ihr gesetzt und ganz offen darüber gesprochen, dass du die Schwächen deines Partners durchaus kennst, aber seine guten Seiten und seine Liebe zu dir das hundertmal wieder aufwiegen?
Dass du nicht finanziell von ihm abhängig bist und keinen Versorger brauchst, sondern einen Lebenspartner, der dich emotional stützt und dein Seelenverwandter sein kann?
Dass du nicht so blauäugig bist, mit ihm Schulden zu machen oder deine Lebensqualität leiden zu lassen, da ihr immer noch zwei getrennte Menschen bleibt?
Dass du nicht sicher bist, ob ihr für immer zusammen bleibt, aber dass er für diesen Lebensabschnitt der Richtige ist?
Und (ganz offen) dass er dich auffangen und trösten wird, wenn deine Eltern versterben sollten?
Vielleicht ist es eher ihre Angst, dass du dich zu sehr an ihn bindest, das war ja in der vorherigen Generation durchaus ganzbanders was wirtschaftliche Abhängigkeit angeht.
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30.01.2013, 21:17
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Vielen, lieben Dank dir!
Ich habe schon versucht ihr klar zu machen, dass ich kein verliebtes Naivchen und mir seiner finanziellen Situation, sowie seiner Macken durchaus bewusst bin, aber vllt. habe ich tatsächlich zu wenig über seine Vorteile, die du gerade sehr schön zum Ausdruck gebracht hast, geredet! Denn meist war es ja so, dass ich ihre Zweifel ja durchaus bestätigen konnte... Ich werde das am Fr. (da sehe ich sie wieder) mal machen, klingt irgendwie erfolgsversprechend!
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30.01.2013, 21:22
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Ach ja, das hatte ich eben vergessen zu schreiben... Es ist tatsächlich so, dass meine Mutter die klassische Rollenverteilung vertritt! Ich bin zum Glück nicht so, aber leider kann ich ihr ihre Ängste diesbezüglich nicht nehmen, da ich aufgrund meiner psychischen Lage seit ein paar Monaten auch nicht mehr fähig bin zum Arbeiten!
Aber ich kann ihr leider auch nicht klar machen, dass man/ich meine Partnerwahl nicht auf diesem Schema aufbaue!




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